Seeth

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Dieser Artikel behandelt eine Gemeinde in Nordfriesland. Zum deutschen Löwendompteur siehe Julius Seeth.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Seeth
Seeth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seeth hervorgehoben
54.36759.16472222222223Koordinaten: 54° 22′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Nordsee-Treene
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 13,56 km²
Einwohner: 585 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 25878,
25840 (Mildterhof, Ziegelhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04881
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 119
Adresse der Amtsverwaltung: Schulweg 19
25866 Mildstedt
Webpräsenz: www.seeth.de
Bürgermeister: Peter Dirks (AWS)
Lage der Gemeinde Seeth im Kreis Nordfriesland
Karte

Seeth (dänisch: Sæd, friesisch: Seet) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten]

Seeth liegt direkt an der Bundesstraße 202 auf einem flachen Geestrücken, der nur etwa vier Meter hoch ist, an der Grenze zum Kreis Schleswig-Flensburg. Im Süden und Westen fällt der Geestrücken zur Eider- im Norden zur Treene-Niederung ab. Das Dorf liegt in der Landschaft Stapelholm, die wiederum durch die Eider-Treene-Sorge-Niederungen definiert ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wird Seeth im Jahre 1260 erwähnt, wobei der Name der Gemeinde Niederlassung oder Wohnsitz bedeutet.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertreterung hatte die Wählergemeinschaft AWS seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze, die Wählergemeinschaft ABS hatte zwei und die SPD einen Sitz. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die AWS 77,5 Prozent und sieben Sitze. Die SPD kam auf 22,5 Prozent und zwei Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 62,7 Prozent.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Peter Dirks (AWS) erneut zum Bürgermeister gewählt. Er trat damit seine vierte Amtszeit an.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün über goldenem Wellenschildfuß eine goldene Bauernglocke, rechts und links je ein silbernes Fachhallenhaus.“[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Seeth stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Seeth ist der Vertreter der Landschaft Stapelholm, in der sich die drei wichtigsten Haustypen Schleswig-Holsteins treffen: das Fachhallenhaus aus dem norddeutsch-sächsischen Raum, das jütische Querdielen- oder auch Geesthardenhaus aus dem jütländisch-dänischem Raum und der niederländische Haubarg oder auch Gulfhaus. In Seeth steht der östlichste Haubarg Deutschlands aus dem Jahre 1825. Bei 30 Meter Länge und einer bebauten Grundfläche von 370 m² ist das Haus Stamp ein imposanter Vertreter der Querdielenhäuser. Mit dem Baujahr 1513 ist das Fachhallenhaus des ehemaligen Café Mnich eines der ältesten in Norddeutschland. Für den auswärtige Besucher bietet Seeth mit über 50 Reetdachhäuser ein vielfältiges und reizvolles Bild.

Seeth hat das älteste Storchennest mit dem höchsten Bruterfolg in Nordfriesland. Früher gab es Nahrung für mindestens sieben Brutpaare, die auf Reetdächern, Schornsteinen und Masten nisteten. Seit 1990 ist nur noch ein Nest auf einem Betonmast in der Westerstraße jährlich besetzt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben einigen landwirtschaftlichen Betrieben, verschiedenen Handwerksbetrieben und Geschäften gibt es in Seeth zwei Galerien, von denen eine auch gleichzeitig gastwirtschaftlicher Betrieb ist. Weiterhin bietet Seeth im touristischen Bereich neben Pensionen, Privatunterkünften auch Ferienhäuser an. Ein Arbeitgeber am Ort betreibt therapeutische Wohngruppen.

Seeth ist Bundeswehrstandort und Heimat des Lazarettregiments 11. Die Stapelholmer Kaserne liegt einige Kilometer außerhalb des Ortes und hat ihren Namen nach der Landschaft Stapelholm erhalten. Sie beherbergte u. a. das nichtaktive Lazarettregiment 71 und das teilaktive Marinesicherungsbataillon 3 (1996–2001). Am 26. Oktober 2011 wurde bekannt, dass die Kaserne bis spätestens 2015 geschlossen werden soll.

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ergebnis Seeth Kommunalwahl 2013
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Seeth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien