Rantrum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rantrum
Rantrum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rantrum hervorgehoben
54.4402777777789.12888888888893Koordinaten: 54° 26′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Nordsee-Treene
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 13,72 km²
Einwohner: 1775 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25873
Vorwahl: 04848
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 106
Adresse der Amtsverwaltung: Schulweg 19
25866 Mildstedt
Webpräsenz: www.rantrum.de
Bürgermeister: Horst Feddersen (SPD)
Lage der Gemeinde Rantrum im Kreis Nordfriesland
Karte

Rantrum (friesisch: Rånterem) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Ipernstedt gehört zum Gemeindegebiet.

Geographie[Bearbeiten]

Rantrum liegt in der Nähe von Husum am Geestrand.

Geschichte[Bearbeiten]

Zahlreiche Hünengräber im Gemeindegebiet belegen eine Besiedlung in vorgeschichtlicher Zeit.

Der Ort wurde 1381 erstmals erwähnt. Rantrum ist sicherlich älter, da aber die Mildstedter Kirche im 14. Jahrhundert abgebrannt ist, gibt es keine früheren urkundlichen Erwähnungen. Sein Name leitet sich vom Personennamen Rante ab, der wiederum von der Meeresgöttin Rán abgeleitet ist.

Ab 1460 wurden weiträumige Flächen eingedeicht, so dass der Meeresarm der Nordereider bis 1579 vollständig zu Land wurde. Das schaffte die Voraussetzung der Viehwirtschaft, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ihre Blütezeit hatte.

1602 wurde eine Schule in Rantrum gegründet.

Die Eisenbahnstrecke von Husum nach Rendsburg führte seit 1910 durch Rantrum, sie ist inzwischen stillgelegt und abgebaut.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Mildstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Rantrum.[2]

Im Jahre 2001 wurde die Gemeinde Rantrum Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden und errang auf Bundesebene die Silbermedaille. Im Jahre 2002 bekam die Gemeinde Rantrum das Prädikat Erholungsort.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1974 wurde die damalige Gemeinde Ipernstedt eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

  • Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die SPD seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze, die CDU hat vier und die FDP und die Wählergemeinschaft WIR haben je einen Sitz.
  • Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 erhielt die SPD 43,7 Prozent und damit sechs Sitze. Die CDU kam auf 31,2 Prozent und vier Sitze. Auf die WIR entfielen 14,8 Prozent und zwei Sitze. Die FDP erhielt 10,3 Prozent und errang damit einen Sitz. Die Wahlbeteiligung betrug 62,5 Prozent.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Horst Feddersen (SPD) erneut zum Bürgermeister gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Blau und Rot durch einen silbernen Wellenbalken geteilt. Oben drei fächerförmig gestellte, aus dem Wellenbalken wachsende, begrannte goldene Getreideähren, unten ein frontal gestellter, schwarz gezäumter goldener Ochsenkopf.“[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rantrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 183.
  4. Ergebnis Rantrum Kommunalwahl 2013
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein