Witsum

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Witsum führt kein Wappen
Witsum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Witsum hervorgehoben
54.6983333333338.44138888888898Koordinaten: 54° 42′ N, 8° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Föhr-Amrum
Höhe: 8 m ü. NHN
Fläche: 1,59 km²
Einwohner: 41 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25938
Vorwahl: 04683
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 158
Adresse der Amtsverwaltung: Hafenstr. 23
25938 Wyk auf Föhr
Webpräsenz: www.witsum-auf-foehr.de
Bürgermeister: Cornelius Daniels
Lage der Gemeinde Witsum im Kreis Nordfriesland
Karte
Straßenbild in Witsum

Witsum (dänisch: Vitsum, friesisch: Wiisem) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten]

Witsum liegt im Westen der Insel Föhr am Rande des sich grob am südlichen Inselufer entlangziehenden Geeststreifen oberhalb der Godelniederung.

Innerhalb des Gemeindegebiets befindet sich mit dem knapp elf Meter hohen Sylvert eine der höchstgelegenen Landstellen der Insel. Aus diesem Grund heißt es: Was der Mount Everest für die ganze Erde ist, das ist der Sylvert für unsere liebe Insel Föhr. Aufgrund seiner Lage sind von Witsum aus bei klarer Sicht die Halligen Langeneß und Hooge sowie die Insel Amrum zu sehen.

An der Godel, dem einzigen Fluss der Insel, der südöstlich des Ortskerns zwischen Salzwiesen in die Nordsee mündet, brüten viele Seevogelarten. Darunter befinden sich auch Zugvögel.

Geschichte[Bearbeiten]

Witsum wird erstmals 1509 erwähnt. Als Teil von Westerland Föhr gehörte Witsum zu den königlichen Enklaven und war dem Königreich Dänemark direkt angehörig, während Osterland Föhr mit Wyk zum Herzogtum Schleswig gehörte. Erst nach Dänemarks Verlust von Schleswig an Preußen kam auch Witsum 1864 an Schleswig-Holstein.

Witsum und die Nachbargemeinden Utersum mit dem heutigen Ortsteil Hedehusum stimmten als einzige Gemeinden in der zweiten Zone bei der Volksabstimmung 1920 mehrheitlich für Dänemark; weil sie nicht direkt an der späteren Grenze lagen, blieben sie aber bei Deutschland.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Da die Gemeinde weniger als 70 Einwohner hat, hat sie eine Gemeindeversammlung anstelle einer Gemeindevertretung; dieser gehören alle Bürger der Gemeinde an.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 hat die Gemeindeversammlung Cornelius Daniels erneut zum Bürgermeister gewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Für die Wirtschaft des Ortes ist der Fremdenverkehr von zentraler Bedeutung. Für Urlaubsgäste stehen eine Reihe von Ferienhäuser und -wohnungen zur Verfügung. Dieser Umstand führte auch schon zu politischen Meinungsverschiedenheiten bei der Baulandvergabe. So wurde festgelegt, dass von den nach dem schleswig-holsteinischen Landesentwicklungsplan bis zum Jahr 2025 maximal vier zu erschließenden Grundstücken, höchstens eines an „Fremde“ verkauft werden darf.

Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in den benachbarten Dörfern Utersum und Nieblum. In der letztgenannten Gemeinde ist zudem die nächstgelegene Filiale eines Geldinstituts.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Anschluss Witsums führt über die nordfriesische Kreisstraße 122. Diese zweigt zwischen Nieblum und dem Nachbarort Borgsum von der südlichen Hauptverbindungsachse auf der Insel, der Landesstraße 214, ab. Beide Straßen führen nach Utersum.

Im ÖPNV wird der Ort regelmäßig durch die beiden Föhrer Buslinien bedient. Es handelt sich bei den beiden Linien um einen Ringverkehr in entgegengesetzter Richtung vom bzw. zum Hafen in Wyk. Die Fahrzeiten nach Witsum und zurück beträgt jeweils rund 45 Minuten. Zuständiges Transportunternehmen ist die Wyker Dampfschiffs-Reederei, die den Busfahrplan weitestgehend nach den Fährverbindungen getaktet hat.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Witsum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)