Groß Wittensee

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Wappen Deutschlandkarte
Groß Wittensee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Wittensee hervorgehoben

Koordinaten: 54° 24′ N, 9° 46′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Hüttener Berge
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 23,6 km2
Einwohner: 1322 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24361
Vorwahl: 04356
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 066
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 8
24361 Groß Wittensee
Website: www.gross-wittensee.de
Bürgermeister: Volker Walther (BfW)
Lage der Gemeinde Groß Wittensee im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Groß Wittensee (dänisch: Store Vittensø) ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde liegt im Naturpark Hüttener Berge.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Groß-Wittensee

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Groß Wittensee erstreckt sich zwischen den Städten Rendsburg im Westen und Eckernförde im Osten innerhalb des Naturraums Schwansen, Dänischer Wohl (und Amt Hütten) (Haupteinheit Nr. 701) am Rande des Dänischen Wohlds.[2][3] Der Wittensee umfasst den südlichsten Teil des Gemeindegebiets.[3]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungsgeografisch besteht die Gemeinde aus einer Vielzahl von Ortsteilen, amtsdeutsch als Wohnplatz bezeichnet. Neben dem für die Gemeinde namenstiftenden Dorf befinden sich auch acht Häusergruppen, namentlich Börm, Brandenhorst, Eksal, Kirchhorst, Langhorst, Langstücken, Söhr und Wittenseeholz, die Wochenendsiedlung Schlaukweg, das Forsthaus Felsenrade, ebenso die Hofsiedlungen Haberkoppel, Hoheluft, Jürgensrade, Magarn, Timmermeß und Wohldmaas, wie auch die Haussiedlungen Neubrück, Överdiek im Gemeindegebiet,[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Groß Wittensee ist direkt umschlossen von:[3]

Damendorf Osterby Goosefeld
Klein Wittensee Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
BünsdorfSehestedt Haby

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die CDU seit der Kommunalwahl 2003 sechs Sitze, die SPD und eine Wählergemeinschaft hatten je drei. Nach der Kommunalwahl 2008 hatte die CDU fünf Sitze, die SPD vier und die Wählergemeinschaft FWG zwei Sitze.

Von den zwölf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze, die SPD hat drei und die Wählergemeinschaften BfW und FWG haben je zwei Sitze. Bei der Kommunalwahl 2018 blieb diese Sitzverteilung unverändert.[5]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Sitz des Amtes Hüttener Berge.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über silbernen und blauen Wellen in Blau ein flachgewölbter, erhöhter, beidseitig im Schildrand verschwindender silberner Dreiberg, belegt mit drei balkenweise angeordneten, bewurzelten grünen Laubbäumen.“[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Betrieb im Ort ist der Mineralbrunnenabfüller und Getränkehersteller Wittenseer Quelle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 203 von Rendsburg nach Eckernförde führt durch das Gemeindegebiet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Groß Wittensee stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale. Das Ehrenmal für die 33 und 46 Kriegstoten beider Weltkriege befindet sich unter einer großen Eiche in der Dorfstraße zwischen der Apotheke (Dorfstraße 50) und der Schule (Dorfstraße 48).[7] In Kirchhorst befindet sich die gut erhaltenen Reste einer Flachsdarre und der Hasenbargbunker, der als Fledermausquartier dient.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Enewold Christian Alsen (1777–1833), deutscher Jurist
  • Der Maler Carl Lambertz (1910–1996) lebte und arbeitete von 1949 bis zu seinem Tod 1996 in Groß Wittensee. Lambertz’ Ehefrau Maria Reese (* 1942) lebt und arbeitet im gemeinsamen Atelier.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Detlef Laabs: Gemeinde im Umbruch. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Groß Sarau - Holstenniendorf. Band 4. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2004, ISBN 3-926055-75-8, S. 10–12.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Groß Wittensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 8, abgerufen am 31. Oktober 2022.
  3. a b c Relation: Groß Wittensee (550773) bei OpenStreetMap (Version #6). Abgerufen am 31. Oktober 2022.
  4. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. 1992, S. 75 (statistischebibliothek.de [PDF; abgerufen am 24. November 2022]).
  5. Gemeindevertretung Groß Wittensee. In: amt-huettener-berge.de. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  7. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler