Winnemark

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Wappen Deutschlandkarte
Winnemark
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winnemark hervorgehoben

Koordinaten: 54° 37′ N, 9° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Schlei-Ostsee
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 9,58 km2
Einwohner: 534 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24398
Vorwahl: 04644
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 174
Adresse der Amtsverwaltung: Holm 13
24340 Eckernförde
Website: www.amt-schlei-ostsee.de
Bürgermeister: Wilhelm Fülling (CDU)
Lage der Gemeinde Winnemark im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Winnemark (dänisch: Vindemark (Windfeld)) ist eine Gemeinde auf der Halbinsel Schwansen im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Außer dem Dorf liegen Siedlung und Gut Karlsburg, die Höfe Bockholz (Bogholt), Bocksrüde (Bogsrye), Böllermaas (Bollemose), Charlottenhof, Emers, Haberkoppel (Havrekobbel[2]), Hestemaas (Hestemade), Köllnerfeld, Mühlenholz (Mølleskov), Nixenburg (Nixenborg[3]), Scharfeck, Schwonsburg (Svaneborg), Steinerholz (Stenerholt[4]) und Sundsacker (Sundsager) mit der dortigen Albert-Schweitzer-Schule für Schwerbehinderte im Gemeindegebiet.[5]

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winnemark liegt etwa 5 km südlich von Kappeln am Schwansener Ufer der Schlei. Östlich verläuft die Schwansenstraße von Kappeln nach Eckernförde.

Zu Winnemark gehört die Halbinsel Schwonsburg, auf der sich gegenüber der Stadt Arnis gelegen eine spätmittelalterliche Burg befunden haben soll.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winnemark selbst wurde 1462 erstmals als Windemark erwähnt. Der Ortsname geht vermutlich auf altdänisch windær als Rufname mit Bezug zu den Wenden zurück[6]. Möglich ist aber auch eine Herkunft aus dem altnordischen vinda (≈ wehen, drehen, schwingen) oder vindr (≈schief)[7].

Der älteste bekannte Ortsteil ist Karlsburg (bis 1806 Gereby), 1352 erstmals als Gereby erwähnt. Das Gut wurde 1826 zu Ehren des Landgrafen Carl von Hessen-Kassel, der hier 1790 hier die Leibeigenschaft aufhob, in Carlsburg umbenannt. Das dazugehörige, landläufig als Schloss bezeichnete Herrenhaus wurde 1721 errichtet. Es befindet sich bis heute in Privatbesitz, in der Vergangenheit unter anderem in dem der herzoglichen Familie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze und die SPD zwei.

Das Sitzverhältnis änderte sich mit der Kommunalwahl 2013: seither hat die CDU fünf Sitze, die SPD zwei Sitze und die Wählergemeinschaft Winnemark WGW zwei Sitze.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Gold und Blau erhöht geteilt. Oben drei aufrecht stehende grüne Lindenblätter, unten ein natürlich tingierter, schwimmender Höckerschwan.“[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Winnemark stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ortsteil Karlsburg wurde Hans Kühl (1879–1969) geboren, der Hochschullehrer war Pionier der Zementchemie und Baustofftechnologie.
  • In Winnemark steht das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Künstlerehepaars Glore Becker-Bettermann (1904–1980) und Gerhart Bettermann (1910–1992).

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Roman Ein Sommer in Sommerby von Kirsten Boie wurden vom Blick auf die Schwonsburg inspiriert und ist in der Region angesiedelt. Das angrenzende Dorf Winnemark findet seine Entsprechung im fiktiven Ort Sommerby.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Winnemark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. M. Mørk Hansen, C. L. Nielsen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift med historiske og topografiske bemærkninger, Band 3, Kjøbenhavn 1864, S. 341
  3. M. Mørk Hansen, C. L. Nielsen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift med historiske og topografiske bemærkninger, Band 3, Kjøbenhavn 1864, S. 341
  4. Kaart over den sydlige Del af Slesvig 1864 paa Grundlag af Videnskabernes Selskabs Opmaalinger. København 1864
  5. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 10: Timmaspe - Ziethen. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2008, ISBN 978-3-926055-92-7, S. 308 (dnb.de [abgerufen am 9. August 2020]).
  6. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 701
  7. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, 2. Bd., København 1867, S. 442+441
  8. Ergebnisse der Gemeindewahl am 26. Mai 2013. amt-schlei-ostsee.de, archiviert vom Original am 30. August 2016; abgerufen am 30. August 2016.
  9. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  10. Ein Sommer in Sommerby, Trailer zum Buch. 11. Januar 2018, abgerufen am 21. September 2021.