Osdorf

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Osdorf in Schleswig-Holstein; zu anderen Bedeutungen siehe Osdorf (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Osdorf
Osdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Osdorf hervorgehoben
Koordinaten: 54° 26′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Dänischer Wohld
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 19,88 km²
Einwohner: 2349 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24251
Vorwahl: 04346
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 121
Adresse der Amtsverwaltung: Karl-Kolbe-Platz 1
24214 Gettorf
Webpräsenz: www.gemeinde-osdorf.de
Bürgermeister: Joachim Iwers (WgO)
Lage der Gemeinde Osdorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Osdorf (dänisch: Ostorp) ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Austerlitz, Borghorsterhütten und Stubbendorf liegen im Gemeindegebiet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osdorf liegt etwa 22 km östlich von Eckernförde in ländlicher Umgebung. Südwestlich verläuft die Bundesstraße 76 von Eckernförde nach Kiel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osdorf wurde 1401 erstmals urkundlich erwähnt, der heutige Ortsteil Stubbendorf 1361. Bis 1802 gehörte Osdorf zum Gut Borghorst, das heute im Gemeindegebiet liegt. Bis zum Jahre 1864 war das Gebiet Bestandteil des Herzogtums Schleswig, das sich unter dänischer Oberhoheit befand. Seit 1876 ist Osdorf eine selbstständige Gemeinde.

Am 1. Advent 1967 wurde die neuerbaute Vater-Unser-Kirche zu Osdorf geweiht.

Gut Borghorst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut Borghorst

Das ursprüngliche Dorf gleichen Namens soll 1450 im Besitz der Familie Rantzau gewesen sein, 1489 wird Benedict von Ahlefeldt als Herr auf Borghorst bezeichnet. Später gehörte es nacheinander den uradligen Familien Rumohr, Thienen und Blome. 1742 erbte es Josias von Qualen von seinem Schwiegervater Wulf Blome. Noch im gleichen Jahr ließ er ein neues Herrenhaus errichten, in dem Reste eines Vorgängerbaus stecken. Für die Erziehung seines Sohnes engagierte er den jungen Johann Bernhard Basedow als Hauslehrer. Das barocke Herrenhaus ist nach 1994 vorbildlich saniert worden. - Heute wird die Gutsanlage als Reiterhof genutzt.

Gut Augustenhof befindet sich ebenfalls im Gemeindegebiet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung haben die CDU und die Wählergemeinschaft WgO seit der Kommunalwahl 2013 je fünf Sitze und die SPD drei.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber jeweils zwei Viertel eines roten Wagenrade .s und eines roten Mühlrades, schragenweise mit der Nabe auf einen gemeinsam en Mittelpunkt weisend aneinandergestellt; in den Oberecken zwei grüne Eichenzweige, jeweils aus zwei Blättern und einer Frucht bestehend.“[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Osdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Osdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henning v. Rumohr: Schlösser und Herrenhäuser im Herzogtum Schleswig, neubearb. von Cai Asmus v. Rumohr, 1987, Verlag Weidlich Würzburg, 3. Auflage, ISBN 3-8035-1302-2, S. 346
  • Deert Lafrenz: Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, 2015, Michael Imhof Verlag Petersberg, 2. Auflage, ISBN 978-3-86568-971-9, S. 77