Borgstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Borgstedt
Borgstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Borgstedt hervorgehoben
Koordinaten: 54° 20′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Hüttener Berge
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 9,15 km2
Einwohner: 1565 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 171 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24794
Vorwahl: 04331
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 024
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 8
24361 Groß Wittensee
Website: www.gemeinde-borgstedt.de
Bürgermeister: Gero Neidlinger (CDU)
Lage der Gemeinde Borgstedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Borgstedt (dänisch Borgsted) ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borgstedt liegt 5 km nordöstlich von Rendsburg am Nordufer des Nord-Ostsee-Kanals.

Ein Gedenkstein aus dem Jahr 1784 markiert die Mündung der Exbek

Durch die Gemeinde fließt die Exbek, ehemals ein Nebenfluss der Eider. Durch die im 18. Jahrhundert erfolgte Einbeziehung der Eider in den Eider-Kanal fließt der Bach nördlich der Rader Insel bei der Borgstedter Enge in das durch die 1912 bis 1914 durchgeführte Begradigung des Nord-Ostsee-Kanals entstandene ehemalige Kanalbett.

Im Gemeindegebiet liegen die Ortsteile Lehmbek, Diekshof und Borgstedtfelde.

Wichtige Verkehrsanbindungen sind die A 7 und die B 203 sowie die Rendsburger Infrastruktur mit Bahnhof und Hafen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste planmäßige Besiedelung des heutigen Gemeindegebietes erfolgte um 1250. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde 1375. Kriegerische Handlungen rund um die Rendsburger Festung im 16. und 17. Jahrhundert verhinderten einen weiteren Anstieg der Einwohnerzahl.

Erst mit dem Bau des Eider-Kanals zwischen 1777 und 1784 wuchs die Bevölkerung. 1880 wohnten 283 Menschen in Borgstedt. 1912 wurde der Kanal begradigt und es entstand die Borgstedter Enge.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1975 wurde die Gemeinde Lehmbek eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die SPD seit der Kommunalwahl 2003 sechs Sitze, die CDU fünf und die Wählergemeinschaft Unabhängige Wählergemeinschaft UWG zwei. Seit der Kommunalwahl 2008 hatte die CDU neun Sitze und die Wählergemeinschaften Offene Liste Borgstedt OLB und UWG je zwei.

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die CDU seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft UWG sowie die SPD je drei Sitze.[3] Seit der Kommunalwahl 2018 hat die CDU acht, die UWG drei und die SPD zwei.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün ein schräglinker silberner Wellenbalken, begleitet oben von einem goldenen Dingstock, unten von einem goldenen Rad mit acht Speichen. Der Dingstock besteht aus einem kurzen Schaft, der oben in drei Ösen endet, durch die jeweils ein Ring gezogen ist.“[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. März 2019 wurde bekannt, dass Amazon im Gewerbegebiet Borgstedtfelde direkt an der A7 ein Verteilzentrum sowie eine Logistikhalle mit einer Gebäudefläche von 7800 Quadratmetern errichten möchte. Das Verteilzentrum in Modularbauweise soll seinen Betrieb bereits zu Weihnachten 2019 aufnehmen, das Logistikzentrum soll 2020 fertiggestellt sein. 330 Arbeitsplätze, davon 20 in der Verwaltung, sollen dabei entstehen. Für die Arbeitszeit eine Sechstagewoche rund um die Uhr geplant.[6]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Borgstedt (140 Schüler)

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Alten- und Pflegeheim
  • Rentnerwohnheim

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportplatz
  • zwei Fußballfelder
  • zwei Tennisplätze
  • Turnhalle an der Grundschule
  • Badestelle an der Eider
  • Reit- und Laufwege an der Eider
  • Jugendtreff
  • Yachthafen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Borgstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2017 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 184.
  3. Sitzverteilung nach Kommunalwahl 2013. (PDF) Archiviert vom Original am 20. Dezember 2013; abgerufen am 14. Januar 2018.
  4. Gemeindevertretung / weitere Ausschüsse. In: gemeinde-borgstedt.de. Abgerufen am 29. März 2019.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  6. Ulrich Metschies: Amazon kommt nach Schleswig-Holstein. In: kn-online.de. 29. März 2019, abgerufen am 29. März 2019.