Böhnhusen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Böhnhusen
Böhnhusen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Böhnhusen hervorgehoben

Koordinaten: 54° 13′ N, 10° 4′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Flintbek
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 5,29 km2
Einwohner: 292 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24220
Vorwahl: 04347
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 019
Adresse der Amtsverwaltung: Heitmannskamp 2
24220 Flintbek
Website: www.boehnhusen.de
Bürgermeisterin: Birgit Nicklaus
Lage der Gemeinde Böhnhusen im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Böhnhusen ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Böhnhusen ist ein Straßendorf etwa 15 km südlich von Kiel zwischen der Bundesautobahn 215 nach Neumünster und der Bundesstraße 404, die weiter südlich in die Bundesautobahn 21 nach Lübeck übergeht.

Der Ort liegt im Kirchenmoor und im Techelsdorfer Moor, die jedoch weitgehend trockengelegt sind. Durch den Ort fließt die Spöck.

Es besteht aus dem sog. Oberdorf und Unterdorf, geteilt durch die Spöck.

Das Oberdorf ist mehrheitlich geprägt durch kleine benachbarte landwirtschaftliche Betriebe, das Unterdorf besteht überwiegend aus in den 1960er Jahren und später errichteten Einfamilienhäusern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Böhnhusen wurde erstmals 1238 urkundlich erwähnt. Das Dorf war Anfang des 15. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Wulf und wurde 1434 an das Kloster Bordesholm verkauft. Im Dreißigjährigen Krieg plünderten kaiserliche Truppen den Ort. Im Jahr 1657 wurden in Böhnhusen 6 Vollhufen und eine Kate gezählt.

Im Jahr 1908 wurden in der Schule 65 Schüler unterrichtet, außerdem gab es im Ort eine Schmiede, ein Wirtshaus, eine Wind- und Dampfmühle sowie mehrere Handwerker. Die Einwohnerzahl betrug 1910 244 und sank auf 196 im Jahr 1925 und 179 im Jahr 1933. Bei der Volkszählung 1939 zählt die Gemeinde Böhnhusen 462 Einwohner; der starke Anstieg ist vor allem dadurch zu erklären, dass die benachbarten Orte Schönhorst und Techelsdorf zu dieser Zeit zu Böhnhusen gehörten, ehe sie zum 1. April 1951 eigenständig wurden.

Nachdem Schleswig-Holstein 1867 preußische Provinz wurde, wurde Böhnhorst dem Kreis Kiel zugeschlagen, der ab 1907 Kreis Bordesholm genannt wurde. Als dieser Kreis 1932 aufgelöst wurde, kam die Gemeinde zum Kreis Plön und am 26. April 1970 schließlich zum Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AAWB seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze und die Wählergemeinschaft AWB drei.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Grün und Gold gleichmäßig geteilt. Oben ein silberner Giebel, unten über einem blauen Wellenfaden zwei gestürzte, gekreuzte grüne Birkenzweige mit jeweils drei Blättern.“[2]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vegetation besteht meist aus Weideland und Getreidefeldern, die regelmäßig bestellt werden. In Böhnhusen ist seit Jahren eine überdurchschnittliche Aktivität des Maulwurfs festzustellen, weshalb selbst in den Medien hierüber berichtet wurde. Des Weiteren sind im westlichen Teil Böhnhusens Zwergfledermäuse und Marder anzutreffen. Zur Erntezeit wird regelmäßig über Wildschweine berichtet, die sich wegen der Erntemaschinen in Vorgärten zurückziehen. Die den Ort teilende Spöck enthält außer am Regenrückhaltebecken im Ort selbst kaum Fische.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Im Ort befinden sich mehrere Milchviehbetriebe, Pferdeställe und eine tierärztliche Praxis für landwirtschaftliche Nutztiere und Pferde.

Am Ortsrand befindet sich ein Recyclinghof mit Kompostierungsanlage.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Böhnhusen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein