Achterwehr

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Achterwehr
Achterwehr
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Achterwehr hervorgehoben
Koordinaten: 54° 19′ N, 9° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Achterwehr
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 15,65 km2
Einwohner: 996 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24239
Vorwahl: 04340
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 001
Adresse der Amtsverwaltung: Inspektor-Weimar-Weg 17
24239 Achterwehr
Webpräsenz: www.achterwehr.de
Bürgermeisterin: Anne Katrin Kittmann (SPD)
Lage der Gemeinde Achterwehr im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Achterwehr ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Sie liegt westlich der Landeshauptstadt Kiel. Große Gebiete der Gemeinde gehören zum Naturpark Westensee. Am Rande des Ortskerns schlängelt sich der Fluss Eider vorbei.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Schönwohld und die Güter Marutendorf und Hohenschulen. Südlich von Achterwehr liegen der Ahrensee und der Poolsee. Der historische Achterwehrer Schifffahrtskanal verbindet den Nord-Ostsee-Kanal mit der Eider.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achterwehr wurde erstmals 1375 im Urkundenbuch der Stadt Lübeck erwähnt.[2] Der Ortsname ist plattdeutsch und bedeutet „Hinter dem Wehr“. Um 1900 zählte Achterwehr 229 Einwohner; im Ort gab es eine 1 Postagentur, 1 Dampfsägewerk, 1 Wirtshaus, 1 Kaufmann, 1 Schmiede sowie 5 Handwerker. Die Mehrheit der übrigen Bewohner arbeitete auf dem Gutshof.[3]

Gut Hohenschulen

Das Gut war ursprünglich ein Meierhof des Gutes Klein-Nordsee in Brandsbek (heute Teil der Gemeinde Felde) und wurde erst 1801 als eigenständige Einheit abgetrennt. Das heutige Gutshaus und die Meierei wurden um 1802 erbaut. Unter seinem ersten Besitzer O. J. D. Wulff wurde es offiziell in den Kreis der Adligen Güter Holsteins aufgenommen. Als Besitzer folgten auf den genannten Wulff (1801–1816) Georg v. d. Steenhof (1816–1822), Schreiber v. Cronstern (1823–1868) und - als prominentester Besitzer - der schleswig-holsteinische Oberpräsident Graf Karl von Scheel-Plessen (1868–1892).[4] Seit 1948 wird es als Versuchsgut für das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität in Kiel genutzt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung, Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aus elf Mitgliedern bestehende Gemeindevertretung setzt sich seit Mai 2018 aus vier Mitgliedern der CDU, drei Mitgliedern der SPD und vier Mitglieder des Bürgervereins "Lebendige Gemeinde" zusammen. Die amtierende Bürgermeisterin ist seit 2013 Anne Katrin Kittmann (SPD).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen beschreibt die Funktion eines Bohlenwehres mit den unterschiedlichen Wasserhöhen und nimmt somit Bezug auf den Ortsnamen Achterwehr (Hinter dem Wehr).

Blasonierung: „In Blau ein goldener Pfahl, begleitet rechts von einer gesenkten, links von einer erhöhten silbernen Wellenleiste; über der rechten und unter der linken Wellenleiste jeweils eine silberne Blüte mit drei spatelförmigen, spitz auslaufenden Blütenblättern.“[5]

Zum besseren Verständnis: Wappen werden stets in der Blickrichtung des Schildträgers und nicht des Betrachters beschrieben. Daher ist vom Betrachter aus gesehen, die linke Seite heraldisch rechts und umgekehrt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Achterwehr stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Es besteht eine Galerie für aktuelle Kunst, in der verschiedene Ausstellungen stattfinden.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Achterwehr liegt an der Bahnstrecke Husum–Kiel. Es halten Regionalbahnen im Stundentakt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Achterwehr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Urkundenbuch der Stadt Lübeck, Bd. IV, S. 260
  3. Henning Oldekop: Topographie des Herzogtums Holstein, 1. Bd., Kiel: 1908, S. 54
  4. Henning Oldekop: Topographie des Herzogtums Holstein, 1. Bd., Kiel: 1908, S. 53–54
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  6. Heraldik: rechts und links. Abgerufen am 24. April 2018.
  7. Galerie für aktuelle Kunst. Abgerufen am 4. Mai 2015.