International Federation of Football History & Statistics

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Logo der IFFHS

Die International Federation of Football History & Statistics (IFFHS) ist eine internationale Vereinigung von Fußballstatistikern. Der Sitz befindet sich in Zürich in der Schweiz. Bekannt ist die IFFHS für ihre zahlreichen Buchveröffentlichungen zur Geschichte des Fußballs und für ihre durchgeführten Wahlen, wovon insbesondere die Auszeichnungen für den Welttorhüter und den Weltschiedsrichter größere Verbreitung in den Medien erfahren. Laut eigenen Angaben hat die Organisation rund 200 Mitglieder in 120 Ländern.[1]

Ziele und Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel ist eine umfassende Dokumentation der Sportart Fußball. Zu diesem Zweck führt die Vereinigung Statistiken über Länderspiele, Olympische Fußballturniere, Kontinentale Wettbewerbe, nationale Meisterschaften und Pokalwettbewerbe, erstellt regelmäßig eine Klub-Weltrangliste und sammelt skurrile Fakten, die sie auch im Internet veröffentlicht. Ferner führt die IFFHS jährlich zahlreiche Wahlen unter anderem zum Welttorhüter, zum Welttorjäger oder zum Weltschiedsrichter durch.

In der Vergangenheit gab die Organisation mehrere Fußball-Zeitschriften heraus. Ferner erschienen Bücher zu A-Länderspielen, den Olympischen Fußballturnieren, zu den Fußball-Europapokal-Wettbewerben sowie zu den eigenen Wahlen und Veranstaltungen. Sowohl die Veröffentlichung der Zeitschriften als auch die als Serien geplanten Buchausgaben sind Anfang der 2000er Jahre eingestellt worden. Fortan konzentrierte man sich ausschließlich auf die Veröffentlichung im Internet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo bis Mitte 2013

Die Vereinigung wurde am 27. März 1984 in Leipzig von ihrem langjährigen ersten Präsidenten Alfredo Pöge gegründet.[2] Im Juni 1985 verließ Pöge mit seiner Familie die DDR – laut eigener Aussage wurde er dazu gedrängt – und ließ sich in Wiesbaden nieder. Später verlegte Pöge seinen Wohnsitz und damit auch den Hauptsitz der IFFHS nach Bonn.

Von 1987 bis 2002 gab die Organisation die Fußball-Weltzeitschrift und eine weitere Zeitschrift, den Libero heraus, von dem es zeitweise die Varianten spezial deutsch und international gab. In den 1980er und 1990er Jahren gab die IFFHS auch etliche Bücher und andere Print-Publikationen mit statistischen Auswertungen aus der Historie des Fußballs heraus, die später aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten eingestellt wurden.

Zu Beginn der Vergabe der Ehrungen Ende der 1980er Jahre sorgten diese noch für ein großes Medienecho. Der Sportartikelhersteller Uhlsport sponserte die Welttorhüterwahl und eine hessische Hotelkette übernahm die Reisekosten der Stars zu der von der IFFHS ausgerichteten jährlichen World Football Gala in Fulda. Bei der damals noch durchgeführten IFFHS-Wahl zum Weltfußballer – die 1988 und 1989 Marco van Basten und 1990 Lothar Matthäus gewann – stieg Adidas als Sponsor ein, bis 1991 die FIFA eine eigene Weltfußballerwahl startete und die IFFHS ihre einstellte. Lange Zeit wurden die Ergebnisse der IFFHS-Wahlen in vielen Medien verbreitet und die Preisübergabe mit Live-Übertragungen auf den TV-Kanälen RTLplus, DSF oder dem italienischen Sender RAI begleitet. Noch im März 2006 übergab Pöge live im Aktuellen Sportstudio im ZDF die IFFHS-Auszeichnungen an José Mourinho, Petr Čech und Markus Merk.

Nachdem sich bei einem Gerichtsverfahren im Jahr 2006 herausstellte, dass die IFFHS als Personenvereinigung nirgendwo offiziell registriert sei und die Zweifel an der Seriosität der IFFHS lauter wurden (siehe auch Abschnitt „Kritik“), rückte die IFFHS mehr und mehr in eine Nische. Die Deutsche Presse-Agentur stellte die Vermeldung der IFFHS-Statistiken und -Auszeichnungen ein und die letzten Sponsoren sprangen ab. 2008 fand die letzte World Football Gala statt, seitdem vermeldet die IFFHS ihre Wahlergebnisse nur noch über ihre eigene Homepage.[1]

Geführt wird die Organisation von einem Exekutivkomitee, bestehend aus dem Präsidenten, drei Stellvertretern und weiteren Mitgliedern. Nach dem Tod von Alfredo Pöge am 26. März 2013 übernahm zunächst der langjährige IFFHS-Vizepräsident Robert Ley aus Frankreich die Interimspräsidentschaft. Im März 2014 wurde nunmehr für zunächst fünf Jahre von den Mitgliedern des Exekutivkomitees Saleh Salem Bahwini aus Saudi-Arabien zum neuen Präsidenten gewählt.[3] Im April 2019 wurde er wiedergewählt. In seiner ersten Amtszeit wurde der Hauptsitz der Organisation von Lausanne nach Kloten verlegt, zudem wurde mit den Schweizer Behörden der Rechtsstatus der Organisation geklärt.[4] Mitglieder wurden bisher auf Vorschlag anderer Mitglieder aus einem Kandidatenpool ernannt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltbester Spieler [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Titel The World’s Best Player (IFFHS-Weltfußballer) wurde bereits 1988 bis 1990 verliehen, dann aber aufgrund der Einführung der offiziellen Wahl zum FIFA-Weltfußballer des Jahres eingestellt. 2020 wurde die Wahl wieder eingeführt.

Männer – Bisherige Sieger
Jahr Spieler Klub(s)
1988 Niederländer Marco van Basten AC Mailand
1989 Niederländer Marco van Basten AC Mailand
1990 Deutscher Lothar Matthäus Inter Mailand
1991–2019 Nicht vergeben
2020 Pole Robert Lewandowski FC Bayern München
2021 Pole Robert Lewandowski FC Bayern München
Frauen – Bisherige Siegerinnen
Jahr Spielerin Klub(s)
1988–2019 Nicht vergeben
2020 Dänin Pernille Harder VfL Wolfsburg / FC Chelsea
2021 Spanierin Alexia Putellas Spanien FC Barcelona

Welt-Torhüter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Titel „Welt-Torhüter“ (The World’s Best Goalkeeper) wird seit 1987 jährlich an Fußballtorhüter vergeben. An der Wahl des Siegers nehmen laut IFFHS ausgewählte Fachredaktionen und Experten aus 70 Ländern aller Fußball-Kontinente teil. Seit 2012 wird auch die „Welt-Torhüterin“ ausgezeichnet.

Welt-Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Titel „Welt-Schiedsrichter“ (The World’s Best Referee) wird ebenfalls seit 1987 jährlich an Fußballschiedsrichter vergeben. An der Wahl des Siegers nehmen laut IFFHS ausgewählte Fachredaktionen und Experten aus 70 Ländern aller „Fußball-Kontinente“ teil. Seit 2012 wird auch die „Welt-Schiedsrichterin“ ausgezeichnet.

Männer – Bisherige Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Schiedsrichter
1987 Brasilianer Romualdo Arppi Filho
1988 Franzose Michel Vautrot
1989 Franzose Michel Vautrot
1990 Brasilianer José Roberto Wright
1991 Däne Peter Mikkelsen
1992 Deutscher Aron Schmidhuber
1993 Däne Peter Mikkelsen
1994 Ungar Sándor Puhl
1995 Ungar Sándor Puhl
1996 Ungar Sándor Puhl
1997 Ungar Sándor Puhl
1998 Italiener Pierluigi Collina
1999 Italiener Pierluigi Collina
2000 Italiener Pierluigi Collina
2001 Italiener Pierluigi Collina
Jahr Schiedsrichter
2002 Italiener Pierluigi Collina
2003 Italiener Pierluigi Collina
2004 Deutscher Markus Merk
2005 Deutscher Markus Merk
2006 Argentinier Horacio Elizondo
2007 Deutscher Markus Merk
2008 Italiener Roberto Rosetti
2009 Schweizer Massimo Busacca
2010 England Howard Webb
2011 Ungar Viktor Kassai
2012 Portugiese Pedro Proença
2013 England Howard Webb
2014 Italien Nicola Rizzoli
2015 Italien Nicola Rizzoli
2016 England Mark Clattenburg
Jahr Schiedsrichter
2017 Deutscher Felix Brych
2018 Argentinier Néstor Pitana
2019 Slowene Damir Skomina
2020 Italiener Daniele Orsato
2021 Deutscher Felix Brych

Frauen – Bisherige Siegerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Schiedsrichterin
2012 Schwedin Jenny Palmqvist
2013 Deutsche Bibiana Steinhaus
2014 Deutsche Bibiana Steinhaus
2015 Ukrainerin Kateryna Monsul
2016 Ungarin Katalin Kulcsár
2017 Deutsche Bibiana Steinhaus
2018 Deutsche Bibiana Steinhaus
2019 Französin Stéphanie Frappart
2020 Französin Stéphanie Frappart
2021 Französin Stéphanie Frappart

Welt-Torjäger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Titel „Welt-Torjäger“ (The World’s Best Top Goal Scorer) wird seit 1991 jährlich an Fußballspieler vergeben. Bei der Ermittlung des Siegers werden dabei von der IFFHS all jene Tore berücksichtigt, welche innerhalb eines Kalenderjahres bei folgenden internationalen Spielen erzielt wurden:

Für den Fall, dass zwei oder mehrere Spieler gleich viele Tore erzielt haben, entscheidet die Zahl der in A-Länderspielen erzielten Tore über die Rangfolge. Diese Regelung kam bisher fünfmal zum Tragen.

Seit 1997 gibt es die zusätzliche Auszeichnung zum weltbesten Erstligatorschützen (The World’s Best Top Division Goal Scorer), bei dem die Anzahl der Tore in der jeweiligen nationalen Liga ausschlaggebend ist. Von 1997 bis 2004 gab es zusätzlich die Auszeichnung zum effektivsten Torschützen (World's Most Effective Top Division Goal Scorer of the Year). 2020 wurde eine Auszeichnung zum insgesamt besten Torschützen (The World's Best Top Goal Scorer) eingeführt, die alle Tore des Kalenderjahrs berücksichtigt.

International – Bisherige Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Spieler Klub(s) Tore davon
Ländersp./Klubsp.
1991 Franzose Jean-Pierre Papin Olympique Marseille 16 07/09
1992 Niederländer Dennis Bergkamp1 Ajax Amsterdam 12 07/05
1993 Saudi-Araber Said al-Uwairan Al-Shabab 18 15/03
1994 Bulgare Christo Stoitschkow FC Barcelona 17 09/08
1995 Deutscher Jürgen Klinsmann Tottenham Hotspur / Bayern München 17 06/11
1996 Iraner Ali Daei Persepolis Teheran / Al-Sadd Sport Club 22 22/00
1997 Brasilianer Ronaldo FC Barcelona / Inter Mailand 22 17/05
1998 Kuwaiter Jassem Al-Houwaidi Al Salmiya Club 20 20/00
1999 Spanier Raúl Real Madrid 14 10/04
2000 Brasilianer Rivaldo2 FC Barcelona 21 08/13
2001 Omaner Hani Al Dhabit Dhofar Club 22 22/00
2002 Niederländer Ruud van Nistelrooy Manchester United 14 01/13
2003 Franzose Thierry Henry3 FC Arsenal 15 11/04
2004 Iraner Ali Daei Persepolis Teheran / Saba Qom 17 17/00
2005 Brasilianer Adriano Inter Mailand 18 10/08
2006 Chilene Humberto Suazo CSD Colo Colo Santiago 17 04/13
2007 Kongolese (Demokratische Republik) Trésor Mputu Mabi Tout Puissant Mazembe 20 01/19
2008 Brasilianer Leandson Dias da Silva Muharraq Club 19 00/19
2009 Japaner Shinji Okazaki4 Shimizu S-Pulse 15 15/00
2010 Kuwaiter Bader al-Mutawa5 Al Qadsia Kuwait 17 10/07
2011 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona 19 04/15
2012 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona 25 12/13
2013 Portugiese Cristiano Ronaldo Real Madrid 25 09/16
2014 Portugiese Cristiano Ronaldo Real Madrid 20 05/15
2015 Pole Robert Lewandowski FC Bayern München 22 11/11
2016 Portugiese Cristiano Ronaldo Real Madrid 24 13/11
2017 Portugiese Cristiano Ronaldo Real Madrid 32 11/21
2018 Algerier Baghdad Bounedjah Al-Sadd Sport Club 20 07/13
2019 Portugiese Cristiano Ronaldo Juventus Turin 21 14/07
2020 Belgier Romelu Lukaku Inter Mailand 16 05/11
2021 Pole Robert Lewandowski FC Bayern München 24 11/13
Höchstmarke / Minimalmarke
1 Der Brasilianer Raí erzielte insgesamt ebenfalls 12 Treffer, jedoch nur 6 in A-Länderspielen.
2 Der Brasilianer Romário erzielte insgesamt ebenfalls 21 Treffer, jedoch nur 7 in A-Länderspielen.
3 Der Franzose David Trezeguet erzielte insgesamt ebenfalls 15 Treffer, jedoch nur 8 in A-Länderspielen.
4 Der Ivorer Didier Drogba erzielte insgesamt ebenfalls 15 Treffer, jedoch nur 8 in A-Länderspielen.
5 Der Kameruner Samuel Eto’o erzielte insgesamt ebenfalls 17 Treffer, jedoch nur 8 in A-Länderspielen.

National – Bisherige Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Spieler Klub(s) Tore
1997 Türke Hakan Şükür Galatasaray Istanbul 38
1998 Ecuadorianer Iván Kaviedes Club Sport Emelec 43
1999 Brasilianer Mário Jardel FC Porto 36
2000 Brasilianer Mário Jardel FC Porto 38
2001 Bolivianer José Alfredo Castillo Oriente Petrolero 42
2002 Bolivianer Joaquín Botero Club Bolívar 49
2003 Paraguayer José Cardozo Deportivo Toluca 58
2004 Chilene Patricio Galaz CD Cobreloa 42
2005 Brasilianer Araújo Gamba Osaka 33
2006 Niederländer Klaas-Jan Huntelaar Ajax Amsterdam 35
2007 Brasilianer Afonso Alves SC Heerenveen 34
2008 Paraguayer Lucas Barrios CSD Colo-Colo 37
2009 Österreicher Marc Janko FC Red Bull Salzburg 39
2010 Uruguayer Luis Suárez Ajax Amsterdam 35
2011 Lette Aleksandrs Čekulajevs JK Trans Narva 46
2012 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona 50
2013 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona 46
2014 Portugiese Cristiano Ronaldo Real Madrid 31
Uruguayer Luis Suárez FC Liverpool
2015 Portugiese Cristiano Ronaldo Real Madrid 48
2016 Uruguayer Luis Suárez FC Barcelona 40
2017 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona 37
2018 Brasilianer Jonas Benfica Lissabon 34
Argentinier Lionel Messi FC Barcelona
2019 Algerier Baghdad Bounedjah Al-Sadd Sport Club 39
2020 Portugiese Cristiano Ronaldo Juventus Turin 33
2021 Pole Robert Lewandowski FC Bayern München 43
Höchstmarke / Minimalmarke

Gesamt – Bisherige Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Spieler Klub(s) Tore
2020 Pole Robert Lewandowski FC Bayern München 47
2021 Pole Robert Lewandowski FC Bayern München 69

Klub-Weltrangliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1991 führt die IFFHS eine monatlich aktualisierte Klub-Weltrangliste (Club World Ranking), aus der jährlich der beste Verein des abgelaufenen Kalenderjahres gekürt wird (The World’s Club Team of the Year). In die Wertung gehen die Ergebnisse aller offiziellen nationalen und internationalen Wettbewerbe ein. Seit 2012 wird auch der beste Verein im Frauenfußball ausgezeichnet.

2009 wurden für jeden Kontinent die besten Vereine des 20. Jahrhunderts benannt (Best Continental Clubs of the 20th Century). Diese waren Real Madrid (Europa), Peñarol Montevideo (Südamerika), Asante Kotoko SC (Afrika), al-Hilal (Asien), CD Saprissa (Nord-/Mittelamerika) und South Melbourne FC (Ozeanien). 2012 wurde der FC Barcelona als Bester Klub des Jahrzehnts (2001–2010) (World's Club Team of the Decade) gekürt.

Männer – Bisherige Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Klub
1991 Italien AS Rom
1992 Niederlande Ajax Amsterdam
1993 Italien Juventus Turin
1994 Frankreich Paris Saint-Germain
1995 Italien AC Mailand
1996 Italien Juventus Turin
1997 Spanien FC Barcelona
1998 Italien Inter Mailand
1999 England Manchester United
2000 Spanien Real Madrid
Jahr Klub
2001 England FC Liverpool
2002 Spanien Real Madrid
2003 Italien AC Mailand
2004 Spanien FC Valencia
2005 England FC Liverpool
2006 Spanien FC Sevilla
2007 Spanien FC Sevilla
2008 England Manchester United
2009 Spanien FC Barcelona
2010 Italien Inter Mailand
Jahr Klub
2011 Spanien FC Barcelona
2012 Spanien FC Barcelona
2013 Deutschland FC Bayern München
2014 Spanien Real Madrid
2015 Spanien FC Barcelona
2016 Kolumbien Atlético Nacional
2017 Spanien Real Madrid
2018 Spanien Atlético Madrid
2019 England FC Liverpool
2020 Deutschland FC Bayern München
Jahr Klub
2021 Brasilien Palmeiras São Paulo

Frauen – Bisherige Siegerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Klub
2012 Frankreich Olympique Lyon
2013 Deutschland VfL Wolfsburg
2014 Deutschland VfL Wolfsburg
2015 Frankreich Olympique Lyon
2016 Frankreich Olympique Lyon
2017 Frankreich Olympique Lyon
2018 Frankreich Olympique Lyon
2019 Frankreich Olympique Lyon
2020 Frankreich Olympique Lyon
2021 Spanien FC Barcelona

Stärkste nationale Liga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls seit 1991 kürt die IFFHS jährlich die stärkste nationale Liga der Welt (The Strongest National League of the World) im abgelaufenen Kalenderjahr. In die Wertung gehen die Ergebnisse aller Vereine in den offiziellen nationalen und internationalen Wettbewerben ein. Seit 2020 wird auch die beste Liga im Frauenfußball gekürt.

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Liga
1991 ItalienItalien Serie A
1992 ItalienItalien Serie A
1993 ItalienItalien Serie A
1994 ItalienItalien Serie A
1995 ItalienItalien Serie A
1996 ItalienItalien Serie A
1997 Deutschland Bundesliga
1998 ItalienItalien Serie A
1999 ItalienItalien Serie A
2000 SpanienSpanien Primera División
Jahr Liga
2001 SpanienSpanien Primera División
2002 SpanienSpanien Primera División
2003 ItalienItalien Serie A
2004 SpanienSpanien Primera División
2005 EnglandEngland Premier League
2006 ItalienItalien Serie A
2007 EnglandEngland Premier League
2008 EnglandEngland Premier League
2009 EnglandEngland Premier League
2010 SpanienSpanien Primera División
Jahr Liga
2011 SpanienSpanien Primera División
2012 SpanienSpanien Primera División
2013 SpanienSpanien Primera División
2014 SpanienSpanien Primera División
2015 SpanienSpanien Primera División
2016 SpanienSpanien Primera División
2017 SpanienSpanien Primera División
2018 SpanienSpanien Primera División
2019 EnglandEngland Premier League
2020 ItalienItalien Serie A
Jahr Liga
2021 Brasilien Brasileirão

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Liga
2020 EnglandEngland FA Women’s Super League
2021 FrankreichFrankreich Division 1 Féminine

Welt-Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Titel „Welt-Klubtrainer“ (The World’s Best Club Coach) wird seit 1996 jährlich an Trainer von Klubmannschaften vergeben. Ebenfalls seit 1996 wird der Titel „Welt-Nationaltrainer“ (The World’s Best National Coach) jährlich an Trainer von Nationalmannschaften vergeben. An der Wahl des Siegers nehmen laut IFFHS ausgewählte Fachredaktionen und Experten aus allen Fußball-Kontinenten teil. Seit 2020 werden auch die besten Trainer und Trainerinnen im Frauenfußball ausgezeichnet.

Männer – Bisherige Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welt-Klubtrainer – Bisherige Sieger
Jahr Klubtrainer Klub(s)
1996 Italiener Marcello Lippi Juventus Turin
1997 Deutscher Ottmar Hitzfeld Borussia Dortmund
1998 Italiener Marcello Lippi Juventus Turin
1999 Schotte Alex Ferguson Manchester United
2000 Argentinier Carlos Bianchi Boca Juniors
2001 Deutscher Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2002 Spanier Vicente del Bosque Real Madrid
2003 Argentinier Carlos Bianchi Boca Juniors
2004 Portugiese José Mourinho FC Porto / FC Chelsea
2005 Portugiese José Mourinho FC Chelsea
2006 Niederländer Frank Rijkaard FC Barcelona
2007 Italiener Carlo Ancelotti AC Mailand
2008 Schotte Alex Ferguson Manchester United
2009 Spanier Pep Guardiola FC Barcelona
2010 Portugiese José Mourinho Inter Mailand / Real Madrid
2011 Spanier Pep Guardiola FC Barcelona
2012 Portugiese José Mourinho Real Madrid
2013 Deutscher Jupp Heynckes FC Bayern München
2014 Italiener Carlo Ancelotti Real Madrid
2015 Spanier Luis Enrique FC Barcelona
2016 Argentinier Diego Simeone Atlético Madrid
2017 Franzose Zinédine Zidane Real Madrid
2018 Franzose Zinédine Zidane Real Madrid
2019 Deutscher Jürgen Klopp FC Liverpool
2020 Deutscher Hansi Flick FC Bayern München
2021 Deutscher Thomas Tuchel FC Chelsea
Welt-Nationaltrainer – Bisherige Sieger
Jahr Nationaltrainer Nationalmannschaft
1996 Deutscher Berti Vogts Deutschland
1997 Brasilianer Mário Zagallo Brasilien
1998 Franzose Aimé Jacquet Frankreich
1999 Brasilianer Vanderlei Luxemburgo Brasilien
2000 Franzose Roger Lemerre Frankreich
2001 Argentinier Marcelo Bielsa Argentinien
2002 Brasilianer Luiz Felipe Scolari Brasilien
2003 Franzose Jacques Santini Frankreich
2004 Deutscher Otto Rehhagel Griechenland
2005 Brasilianer Carlos Alberto Parreira Brasilien
2006 Italiener Marcello Lippi Italien
2007 Brasilianer Dunga Brasilien
2008 Spanier Luis Aragonés Spanien
2009 Spanier Vicente del Bosque Spanien
2010 Spanier Vicente del Bosque Spanien
2011 Uruguayer Óscar Tabárez Uruguay
2012 Spanier Vicente del Bosque Spanien
2013 Spanier Vicente del Bosque Spanien
2014 Deutscher Joachim Löw Deutschland
2015 Argentinier Jorge Sampaoli Chile
2016 Portugiese Fernando Santos Portugal
2017 Deutscher Joachim Löw Deutschland
2018 Franzose Didier Deschamps Frankreich
2019 Portugiese Fernando Santos Portugal
2020 Franzose Didier Deschamps Frankreich
2021 Italiener Roberto Mancini Italien

Frauen – Bisherige Siegerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welt-Klubtrainer – Bisherige Sieger
Jahr Klubtrainer(in) Klub(s)
2020 Franzose Jean-Luc Vasseur Olympique Lyon
2021 Spanier Lluís Cortés FC Barcelona
Welt-Nationaltrainer – Bisherige Sieger
Jahr Nationaltrainer(in) Nationalmannschaft
2020 Niederländerin Sarina Wiegman Niederlande
2021 Engländerin Bev Priestman Kanada

Welt-Spielmacher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Titel The World’s Best Playmaker (Welt-Spielmacher) wird seit 2006 jährlich an Spielmacher vergeben. An der Wahl des Siegers nehmen laut IFFHS ausgewählte Fachredaktionen und Experten aus allen Fußball-Kontinenten teil. Seit 2012 wird auch die Welt-Spielmacherin ausgezeichnet.

Männer – Bisherige Sieger
Jahr Spieler Klub(s)
2006 Franzose Zinédine Zidane Real Madrid
2007 Brasilianer Kaká AC Mailand
2008 Spanier Xavi FC Barcelona
2009 Spanier Xavi FC Barcelona
2010 Spanier Xavi FC Barcelona
2011 Spanier Xavi FC Barcelona
2012 Spanier Andrés Iniesta FC Barcelona
2013 Spanier Andrés Iniesta FC Barcelona
2014 Deutscher Toni Kroos FC Bayern München / Real Madrid
2015 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona
2016 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona
2017 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona
2018 Kroate Luka Modrić Real Madrid
2019 Argentinier Lionel Messi FC Barcelona
2020 Belgier Kevin De Bruyne Manchester City
2021 Belgier Kevin De Bruyne Manchester City
Frauen – Bisherige Sieger
Jahr Spielerin Klub(s)
2006 Nicht vergeben
2007
2008
2009
2010
2011
2012 Brasilianerin Marta Tyresö FF
2013 Deutsche Lena Goeßling VfL Wolfsburg
2014 Deutsche Nadine Keßler VfL Wolfsburg
2015 Amerikanerin Carli Lloyd Houston Dash
2016 Deutsche Dzsenifer Marozsán Olympique Lyon
2017 Niederländerin Lieke Martens FC Rosengård / FC Barcelona
2018 Deutsche Dzsenifer Marozsán Olympique Lyon
2019 Amerikanerin Megan Rapinoe Seattle Reign FC
2020 Deutsche Dzsenifer Marozsán Olympique Lyon
2021 Spanierin Alexia Putellas FC Barcelona

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der renommierte Kölner Sporthistoriker Karl Lennartz bezeichnete die IFFHS als „obskur“ und vermutete dahinter weitestgehend eine „Ein-Mann-Veranstaltung“ des früheren Präsidenten Alfredo Pöge.[5][6] Jörg Kramer kam in einem Artikel des Spiegels aus dem Jahr 2009 zu einer ähnlichen Erkenntnis.[7] Dem steht gegenüber, dass in Artikeln aus von der IFFHS herausgegebenen Zeitschriften bekannte Journalisten und Statistiker als Autoren genannt werden, darunter Karl-Heinz Jens[8], Gerhard Raschke, Colin José und Kaare M. Torgrimsen. Zudem wurden zahlreiche IFFHS-Mitglieder auf der eigenen Internet-Seite vorgestellt, u. a. auch etliche Autoren der bisher erarbeiteten Beiträge für den Zeitraum 1872 bis 1910. Nach Pöges Tod im März 2013 wurde die offizielle Homepage der IFFHS vorübergehend nicht mehr aktualisiert. Die in der Folge überarbeitete Seite enthält keinerlei fußballhistorische Angaben mehr, sondern nur noch die von der IFFHS durchgeführten Ehrungen.

Auffallend bleibt, dass zumindest aus den führenden Fußballnationen wie beispielsweise England, Italien, Brasilien, Argentinien und auch Deutschland keine weithin bekannten Journalisten oder sonstige Experten als Mitglieder der IFFHS bekannt waren. Von den 13 aufgeführten Mitgliedern des sogenannten Executive Committee galten lediglich der mexikanische Buchautor Carlos F. Ramírez und der kanadische Buchautor und Verbandsstatistiker Colin José als Autoritäten auf dem Fachgebiet Fußball. Die weiteren Mitglieder waren außerhalb des direkten Umfeldes der IFFHS kaum oder gar nicht bekannt. Teilnehmer an Wahlen zu von der IFFHS ausgegebenen Ehrungen wurden nicht klar spezifiziert. Stattdessen waren pauschal „auserwählte Fachredaktionen“ als Juroren angegeben, bzw. die Wahl erfolgte „in Einzelfällen unter der Regie der IFFHS-Mitglieder durch Fachleute“.

Weitgehende Anerkennung hatte die Fachwelt den Print-Publikationen der IFFHS aus den 1980er und 1990er Jahren gezollt, da damit in Bezug auf die Präsentation historischer, besonders statistischer Details aus der deutschen und internationalen Fußballgeschichte Neuland erschlossen wurde. Durchweg alle Texte waren mit Klarnamen der Autoren versehen. Nachdem finanzielle Probleme[9] zur Einstellung dieser Publikationen führten, verlegte die IFFHS ihre Schwerpunkte auf die von ihr herausgegebenen Ranglisten und durchgeführten Wahlen. Über deren Stellenwert bestehen in Teilen der deutschen Medienlandschaft erhebliche Zweifel. Während die IFFHS-Informationen nach erfolgter Einstellung der eigenen Printprodukte hauptsächlich in Publikationen erscheinen, die mit Hilfe des Sport-Informations-Dienstes („sid“) verbreitet wurden, verzichtete die Deutsche Presse-Agentur („dpa“) vollständig auf die Vermeldungen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Alexander Mühlbach: Manuel Neuers dubiose Wahl zum Welttorhüter Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 8. Januar 2016
  2. Zur Gründung vgl. Jörg Kramer: Die Vermessung der Fußballwelt. In: Der Spiegel. Nr. 28, 6. Juli 2009, ISSN 0038-7452, S. 110–111 (online [abgerufen am 28. September 2013]).; Pöge wurde später zur Ausreise aus der DDR gedrängt.
  3. Organisation der IFFHS und Präsidentenwahl 2014 (Memento vom 6. Januar 2015 im Internet Archive) auf iffhs.de
  4. IFFHS.de: Congratulations for the re-election of the president and the new executive committee of the IFFHS up to May 1st 2024 Meldung auf iffhs.de vom 30. April 2019
  5. Erik Eggers: „Der Nabel des Weltfußballs“, In: 11 Freunde, Nr. 60 (November 2006), S. 70–72.
  6. Erik Eggers: „Statistisches Phänomen“. In Die Tageszeitung, 9. Januar 2008
  7. Die Vermessung der Fußballwelt, In: Spiegel Online, 6. Juli 2009
  8. langjähriger stellvertretender Chefredakteur des Kicker und ehemaliger Herausgeber des Kicker-Almanach; vgl. Meldung zu seinem 90. Geburtstag im Kicker vom 8. Mai 2008, Seite 11, und Artikel bei Skrentny/Prüß, Mit der Raute im Herzen (Göttingen 2008), S. 341
  9. Jörg Kramer: Die Vermessung der Fußballwelt. In: Der Spiegel. Nr. 28, 6. Juli 2009, S. 111.: „Doch die fetten Jahre sind vorbei. Die Sponsoren sind weg (...) Für neue Veröffentlichungen fehlt Geld.“