Niki Terpstra

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Niki Terpstra Straßenradsport
Niki Terpstra (2015)
Niki Terpstra (2015)
Zur Person
Geburtsdatum 18. Mai 1984
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Disziplin Straße
Zum Team
Aktuelles Team Quick-Step Floors
Funktion Fahrer
Wichtigste Erfolge
UCI-Straßen-Weltmeisterschaften
2012, 2013, 2016 Weltmeister - Mannschaftszeitfahren
UCI WorldTour
2014 Paris–Roubaix
2016 Eneco Tour
2018 E3 Harelbeke
2018 Flandern-Rundfahrt
Infobox zuletzt aktualisiert: 1. April 2018

Niki Terpstra (* 18. Mai 1984 in Beverwijk) ist ein niederländischer Radrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niki Terpstra konzentrierte sich zunächst hauptsächlich auf den Bahnradsport. Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2005 in Los Angeles holte er zusammen mit Levi Heimans, Jens Mouris und Peter Schep die Silbermedaille in der Mannschaftsverfolgung. Insgesamt wurde Terpstra von 2004 bis 2007 achtmal niederländischer Landesmeister auf der Bahn.

Nachdem er auf der Straße u. a. im Jahr 2006 bereits eine Etappe der Belgien-Rundfahrt 2006 gewann, erhielt er in der Saison 2007 zum ersten Mal einen Vertrag bei einem UCI ProTeam, dem deutschen Team Milram. Er gewann für diese Mannschaft gleich in seinem ersten Jahr die Bergwertung der Deutschland Tour 2007.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking sollte er eigentlich im niederländischen Bahnvierer eingesetzt werden. Doch auf dem Weg vom Olympischen Dorf Richtung Laoshan-Velodrom kam er unglücklich zu Fall, nachdem sein Teamkollege Robert Slippens einem Auto ausweichen musste. Bei dem Sturz brach er sich beide Unterarme.[1]

2010 wurde Niki Terpstra erstmals niederländischer Straßenmeister. Diesen Erfolg konnte er 2012 und 2015 wiederholen. Im Jahr 2011 wechselte Terpstra zum belgischen Team Quick-Step, mit dem er 2012, 2013 und 2016 Weltmeister im Mannschaftszeitfahren wurde. Sein bis dahin größten Erfolg war der Sieg beim Klassiker Paris–Roubaix 2014, den er sich durch eine Soloattacke aus einer Spitzengruppe der Favoriten sechs Kilometer vor dem Ziel sicherte.[2] 2014 sowie 2015 gewann Terpstra die Katar-Rundfahrt.

Auf der letzten Etappe der Eneco Tour 2014 wurde Terpstra wegen eines Ellbogenstoßes gegen Maarten Wijnants disqualifiziert und verlor so seinen siebten Platz in der Gesamtwertung. Er entschuldigte sich anschließend für sein Verhalten.[3]

Im Jahr 2016 gewann Terpstra die Gesamtwertung der Eneco Tour und damit sein erstes Etappenrennen der UCI WorldTour. Zwei Jahre später gewann er nach langer Alleinfahrt das World-Tour-Eintagesrennen E3 Harelbeke und mit der Flandern-Rundfahrt sein zweites Monument des Radsports.[4][5] Damit war er der erste Niederländer seit Adrie van der Poel im Jahre 1986, der die Flandern-Rundfahrt für sich entschied.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurde Niki Terpstra mit der Gerrit Schulte Trofee als „Radsportler des Jahres“ der Niederlande ausgezeichnet. Er nahm die Trophäe allerdings nicht persönlich entgegen und kritisierte im Vorfeld das Wahlverfahren. Es sei unklar, wie die Nominierungen durch den Club 48 zustande kämen. So sei ihm unverständlich, dass Lars Boom und Lieuwe Westra trotz ihrer Erfolge nicht nominiert seien.[6] 2014 wiederum beklagte Terpstra, dass er selbst trotz seines Sieges bei Paris-Roubaix nicht gewählt worden sei.[7]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terpstra kurz vor seinem Sieg bei Paris–Roubaix 2014

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005
2006
2007
2008
2009
2010
2012
2013
2014
2015
2016
2018

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004
  • Niederländischer Meister Niederländischer Meister – Scratch
2005
2006
  • Niederländischer Meister Niederländischer Meister – Einerverfolgung
  • Niederländischer Meister Niederländischer Meister – Madison (mit Wim Stroetinga)
2007
  • Niederländischer Meister Niederländischer Meister – Scratch
  • Niederländischer Meister Niederländischer Meister – Madison (mit Wim Stroetinga)
2011
2013
2014
2015

Wichtige Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monumente des Radsports
Monumente des Radsports 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Mailand–Sanremo 143 83 41 38 45 DNF
Flandern-Rundfahrt 14 DSQ 45 6 113 6 2 10 3 1
Paris–Roubaix 74 103 16 32 5 3 1 15 DNF DNF 3
Lüttich–Bastogne–Lüttich DSQ DNF
Lombardei-Rundfahrt DNF

Grand Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Pink jersey Giro d’Italia - - - - - - - - - - -
Yellow jersey Tour de France - 136 152 DNF 134 - 149 94 - - -
red jersey Vuelta a España 142 - - 95 - 127 - - DNF 139 -

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niki Terpstra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Terpstra brach beide Unterarme. In: radsport-news.com. 17. August 2008, abgerufen am 25. Februar 2017.
  2. Terpstra erfüllt sich mit Roubaix-Sieg einen Kindheitstraum. In: radsport-news.com. 13. April 2014, abgerufen am 25. Februar 2017.
  3. Terpstra nach Ellenbogen-Attacke disqualifiziert. In: radsport-news.com. 11. August 2014, abgerufen am 25. Februar 2017.
  4. E3 Harelbeke: Quick-Step dominiert – Terpstra gewinnt. In: radsport-news.com. 20. März 2018, abgerufen am 1. April 2018.
  5. Terpstra feiert Solo-Sieg in Oudenaarde, Sagan Sechster. In: radsport-news.com. 31. März 2018, abgerufen am 1. April 2018.
  6. Terpstra: "Totaal geen zin in Gerrit Schulte Trofee". In: wielerupdate.nl. Abgerufen am 25. Februar 2017.
  7. Terpstra loopt Gerrit Schulte Trofee mis. In: Haarlem 105. 25. November 2014, abgerufen am 25. Februar 2017 (englisch).