Simone Bolelli

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Simone Bolelli Tennisspieler
Simone Bolelli
Simone Bolelli 2014 in Wimbledon
Spitzname: Superbol
Nationalität: ItalienItalien Italien
Geburtstag: 8. Oktober 1985
Größe: 183 cm
Gewicht: 79 kg
1. Profisaison: 2003
Spielhand: Rechts
Trainer: Giancarlo Petrazzuolo
Preisgeld: 3.938.877 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 107:139
Höchste Platzierung: 36 (23. Februar 2009)
Aktuelle Platzierung: 60
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 106:93
Karrieretitel: 4
Höchste Platzierung: 9 (3. August 2015)
Aktuelle Platzierung: 9
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 3. August 2015
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Simone Bolelli (* 8. Oktober 1985 in Bologna) ist ein italienischer Tennisspieler. Sein derzeitiger Wohnsitz ist Monte Carlo.

Karriere[Bearbeiten]

Auf der ATP World Tour konnte Bolelli noch keinen Einzeltitel gewinnen. Bei den BMW Open in München 2008 erreichte er sein erstes und bislang einziges ATP-Finale, in dem er sich jedoch dem Chilenen Fernando González geschlagen geben musste.

Auf der ATP Challenger Series gewann er 2006 die Turniere in Biella und Como, 2007 in Tunis und Bratislava sowie 2010 in Turin und 2011 in Rom. Im Jahr 2012 sicherte er sich den Titel in Florianópolis und Recanati, 2014 in Bergamo gegen Jan-Lennard Struff. Im Doppel gewann Bolelli 2006 mit Davide Sanguinetti das Turnier in Recanati und 2008 mit Andreas Seppi in Bergamo. Bei den Olympischen Spielen 2008 schied er mit Andreas Seppi in der ersten Runde gegen die späteren Goldmedaillengewinner Roger Federer und Stanislas Wawrinka aus.

2007 bis 2009 spielte Bolelli für die italienische Davis-Cup-Mannschaft. Er bestritt in diesem Zeitraum sieben Partien, von denen er drei gewann. Beim Davis Cup 2007 gegen Israel verlor er gegen Noam Okun, gewann aber gegen Dudi Sela. Beim Davis Cup 2008 gegen Kroatien verlor er das Einzel gegen Ivo Karlović wie auch das Doppel mit Potito Starace gegen Mario Ančić und Marin Čilić, dagegen gewann er sein Einzel gegen Mario Ancic. 2009 trat Bolelli aus der Davis-Cup-Mannschaft zurück, um sich ganz auf seine eigene Karriere zu konzentrieren, die damals ihren Höhepunkt (bestes Ranking mit Platz 36 am 23. Februar 2009) erreicht hatte.

Am 1. Februar 2010 fiel Bolelli erstmals seit drei Jahren aus den Top 100. 2010 kehrte er in die Davis-Cup-Mannschaft zurück und im September 2011 gegen Chile trug er mit einem Sieg im Einzel und dem im Doppel mit Fabio Fognini zum Aufstieg Italiens in die Weltgruppe bei. Bei der Erstrundenbegegnung der Weltgruppe im Februar 2012 gegen Tschechien feierte Bolelli den einzigen Sieg seiner Mannschaft (6:4, 6:4 gegen František Čermák). 2011 gewann er dann die Doppelkonkurrenz bei den BMW Open in München, als er zusammen mit Horacio Zeballos gegen Andreas Beck und Christopher Kas mit 7:6, 6:4 gewann. Im gleichen Jahr gelang ihm beim ATP-Turnier in Umag mit Landsmann Fognini gegen Marin Čilić und Lovro Zovko mit 6:3, 5:7, [10:7] sein zweiter Doppelerfolg auf der Tour.

Bei den Australian Open erreichte Bolelli 2012 mit Fognini die zweite Runde, damit verbesserte er sich im Doppel auf Position 37. Im Einzel verbesserte er sich durch den Endspielsieg gegen Blaž Kavčič beim Challenger-Turnier in Florianópolis auf Platz 110. Im Februar 2013 feierte er zusammen mit Fognini in Buenos Aires im Finale gegen Simon Stadler und Nicholas Monroe seinen dritten Doppeltitel. Seinen vierten gewann er 2015 erneut an der Seite von Fognini bei den Australian Open, es war sein erster Grand-Slam-Titel. Im Doppel stand er damit auf Rang 27, seine neue Bestmarke.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam (1)
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (3)
ATP Challenger Tour (14)

Einzel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 9. Juli 2006 ItalienItalien Biella Sand TschechienTschechien Ivo Minář 7:5, 3:6, 7:60
2. 3. September 2006 ItalienItalien Como Sand ItalienItalien Federico Luzzi 4:6, 6:3, 6:2
3. 6. Mai 2007 TunesienTunesien Tunis (1) Sand RumänienRumänien Andrei Pavel 4:6, 7:64, 6:2
4. 11. November 2007 SlowakeiSlowakei Bratislava Hartplatz (i) KolumbienKolumbien Alejandro Falla 4:6, 7:67, 6:1
5. 4. Juli 2010 ItalienItalien Turin Sand ItalienItalien Potito Starace 7:67, 6:2
6. 7. Mai 2011 ItalienItalien Rom Sand ArgentinienArgentinien Eduardo Schwank 2:6, 6:1, 6:3
7. 4. März 2012 BrasilienBrasilien Florianópolis Sand SlowenienSlowenien Blaž Kavčič 6:3, 6:4
8. 22. Juli 2012 ItalienItalien Recanati Hartplatz FrankreichFrankreich Fabrice Martin 6:3, 6:2
9. 16. Februar 2014 ItalienItalien Bergamo Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Jan-Lennard Struff 7:66, 6:4
10. 27. April 2014 ItalienItalien Vercelli Sand KroatienKroatien Mate Delić 6:2, 6:2
11. 4. Mai 2014 TunesienTunesien Tunis (2) Sand DeutschlandDeutschland Julian Reister 6:4, 6:2
12. 27. Juli 2014 DeutschlandDeutschland Oberstaufen Sand DeutschlandDeutschland Michael Berrer 6:4, 7:62

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 4. Mai 2008 DeutschlandDeutschland München Sand ChileChile Fernando González 6:74, 7:64, 3:6

Doppel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

ATP Challenger Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 30. Juli 2006 ItalienItalien Recanati Hartplatz ItalienItalien Davide Sanguinetti DeutschlandDeutschland Sebastian Rieschick
SerbienSerbien Viktor Troicki
6:1, 3:6, [10:4]
2. 9. Februar 2008 ItalienItalien Bergamo Hartplatz (i) ItalienItalien Andreas Seppi Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Cerretani
SlowakeiSlowakei Igor Zelenay
6:3, 6:0
ATP World Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 24. April 2011 DeutschlandDeutschland München Sand ArgentinienArgentinien Horacio Zeballos DeutschlandDeutschland Andreas Beck
DeutschlandDeutschland Christopher Kas
7:63, 6:4
2. 25. Juli 2011 KroatienKroatien Umag Sand ItalienItalien Fabio Fognini KroatienKroatien Marin Čilić
KroatienKroatien Lovro Zovko
6:3, 5:7, [10:7]
3. 24. Februar 2013 ArgentinienArgentinien Buenos Aires Sand ItalienItalien Fabio Fognini DeutschlandDeutschland Simon Stadler
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nicholas Monroe
6:3, 6:2
4. 31. Januar 2015 AustralienAustralien Australian Open Hartplatz ItalienItalien Fabio Fognini FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert
FrankreichFrankreich Nicolas Mahut
6:4, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 20. Oktober 2012 RusslandRussland Moskau Hartplatz (i) ItalienItalien Daniele Bracciali TschechienTschechien František Čermák
SlowakeiSlowakei Michal Mertiňák
5:7, 3:6
2. 2. März 2013 MexikoMexiko Acapulco Sand ItalienItalien Fabio Fognini PolenPolen Łukasz Kubot
SpanienSpanien David Marrero
5:7, 2:6
3. 22. März 2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indian Wells Hartplatz ItalienItalien Fabio Fognini KanadaKanada Vasek Pospisil
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jack Sock
4:6, 7:63, [7:10]
7. 19. April 2015 MonacoMonaco Monte Carlo Sand ItalienItalien Fabio Fognini Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Bryan
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Bryan
6:73, 1:6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Simone Bolelli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien