Jōban-Linie

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JR logo (east).svgJōban-Linie
Zug der Jōban-Linie
Zug der Jōban-Linie
Streckenlänge: 350,4 km
Spurweite: 1067 mm (Kapspur)
Stromsystem: 1500 V =
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h

Die Jōban-Linie (jap. 常磐線, Jōban-sen) ist eine japanische Eisenbahnstrecke, die in Nord-Südrichtung entlang der Pazifikküste zwischen den Bahnhöfen Nippori in Arakawa, Präfektur Tokio und Iwanuma, Präfektur Miyagi verläuft. Der Name Jōban ist aus den ehemaligen Provinzen Hitachi (常陸) und Ivaki (磐城) abgeleitet, welche von der Linie an Tokio angebunden werden. Der Betrieb wird von der East Japan Railway Company (JR East) durchgeführt.

Die meisten Züge verkehren über die Endbahnhöfe der Strecke hinaus bis in den Bahnhof Ueno beim südlichen Ende und Sendai beim nördlichen Ende der Strecke. Mit der im Bau befindliche Ueno-Tokyo Linie, deren Eröffnung für den 14. März 2015 vorgesehen ist, können zukünftig die Züge direkt bis zum Bahnhof Tokio verkehren.

Seit März 2011 sind als Folge des Tōhoku-Erdbebens und der Nuklearkatastrophe von Fukushima mehrere Streckenabschnitte außer Betrieb.[1] Zunächst war der Betrieb auf der gesamten Linie eingestellt worden, jedoch fuhren schon wenige Wochen nach dem Erdbeben die Züge wieder auf einigen Abschnitten. Im Oktober 2014[2] waren noch zwei Abschnitte außer Betrieb: der Streckenabschnitt Tatsuta–Haranomachi führt durch die Sperrzone des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi und ist auf unbestimmte Zeit geschlossen; der Streckenabschnitt HamayoshidaSōma wird gegenwärtig von einem Ersatzbus bedient.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

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Die 350,4 km lange elektrifizierte Strecke ist mit 1067 mm Spurweite angelegt und bedient 80 Bahnhöfe. Von Ueno nach Toride wird mit 1500 V Gleichstrom gefahren, der Rest der Strecke bis Sendai ist mit 20 kV 50 Hz Wechselstrom elektrifiziert. Die Systemtrennstelle befindet sich zwischen den Bahnhöfen Toride und Fujishiro auf offener Strecke.

Von Ueno bis Nippori verläuft die zweigleisige Strecke parallel zur Jōetsu-Shinkansen, zur Keihin-Tōhoku-Linie und zur Yamanote-Linie. Nach Nippori wendet sich die Strecke in einem engen Rechtsbogen mit etwa 300 m Radius unter der Keisei Narita-Flughafenlinie und dem Nippori-Toneri Liner hindurch nach Osten, wo sie auf einer aufgeständerten Trassee den Bahnhof Mikawashima erreicht. Ab hier folgen ihr die Gleise der Verbindung von der Tōhoku-Hauptlinie zum Güterbahnhof Sumidagawa neben dem der Bahnhof Minami-Senju der Jōban-Linie liegt. Neben ihr verlaufen nun die Gleise des Tsukuba-Express und der Hibiya-Linie der Tōkyō Metro. Alle Linien überqueren mit 120 m langen Fachwerkbrücken den Sumida, der die Grenze zwischen Arakawa und Adachi bildet.

Nach der Flussquerung unterquert die Jōban-Linie erneut die Keisei Narita-Flughafenlinie bevor sie den Bahnhof Kita-Senju erreicht, wo auf die Isesaki-Linie der Tōbu Tetsudō umgestiegen werden kann und von der U-Bahn die Hibiya-Linie endet, sowie die Chiyoda-Linie aus Westen dazu kommt. Ab diesem Bahnhof verläuft die Jōban-Linie zwischen den Gleisen der Chiyoda-Linie und des Tsukaba-Express. Alle drei Linien überqueren mit 450 m langen Fachwerkbrücken den Arakawa, der 150 m flussabwärts auch von der vierspurigen Isesaki-Linie überquert wird. Letztere biegt nach der Flussüberquerung nach Norden ab und wird von der Jōban-Linie unterfahren. Fast an der selben Stelle verlässt das Trassee des Tsukaba-Express die Jōban-Linie nach Norden, wobei diese unterquert wird. Danach führt die Jōban-Linie nördlich am Tōkyō-Gefängnis vorbei, überquert den Ayasegawa und erreicht den Bahnhof Ayase.

Im Jōban-Nahverkehr eingesetzter Triebzug der JR Baureihe E233-2000.

Ab Ayase beginnt eine zweite Doppelspur der Jōban-Linie, die bis nach Toride führt. Sie dient einem S-Bahn-ähnlichen Betrieb der JR East, dem Jōban-Nahverkehr (jap. 常磐緩行線). Die Züge halten an allen Bahnhöfen bis Toride, wobei die Gleise von der Hauptlinie vollständig getrennt geführt werden und die Züge über die Gleise der Chiyoda-Linie den Bahnhof Kita-Senju erreichen, wo auch auf die Hibiya-Linie umgestiegen werden kann. Die zweite Doppelspur wurde 1971 gebaut um die bestehenden Gleise und im besonderen die Stadtbahnhöfe Ueno und Nippori vom Pendlerverkehr zu entlasten. Die auf der Strecke eingesetzten Nahverkehrs-Triebzüge tragen ein smaragdgrünes Band unter den Fenster.

Nach Kameari wird der Shin-Nakagawa überquert bevor der Bahnhof Kanamachi erreicht wird, wo die Shinkin-Güterzugstrecke aus dem Süden dazu kommt und Anschluss an die Keisei Kanamachi-Linie besteht. Die Strecke verläuft nun nicht mehr auf einer aufgeständerten Trassee. Nach dem Bahnhof überquert die Strecke mit einer 430 m langen Fachwerkbrücke den Edo, danach wechselt die Doppelspur des Jōban-Nahverkehr mit einer Überwerfung auf die südliche Seite der Fernverkehrsgleise. Die Jōban-Linie wendet sich Norden, bevor der Matsudo erreicht wird – der erste Bahnhof in der Präfektur Chiba. Hier befindet sich auch das Depot der beim Jōban-Nahverkehr eingesetzten Triebzüge, außerdem beginnt hier die Shin-Keisei-Linie, die nach Keisei-Tsudanuma führt.

Gut drei Kilometer nördlich in Mabashi kann auf die hier beginnende Nagareyama-Linie umgestiegen werden, die von Ryutetsu betrieben wird. Nach Mabashi zweigen die Gleise der Verbindung zur Musashino-Linie ab, welche die Jōban-Linie im Turmbahnhof Shin-Matsudo (deutsch: "Neu Matsudo") in der oberen Ebene quert. Vor Kita-Kogane münden die Gleise für die von Musashino-Linie kommenden Züge ein. Bei Kashiwa besteht eine Umsteigemöglichkeit zur Tobu Noda Line, die je nach gewählter Richtung nach Funabashi oder Ōmiya führt. Die Jōban-Linie führt nördlich am Teganuma-See vorbei und erreicht Abiko, wo die Narita-Linie der JR East abzweigt. Zwischen Abiko und Tennōdai befindet sich eine Abstellanlage für die Züge des Jōban-Nahverkehrs. Nach Tennōdai wendet sich die Strecke nach Nordosten und überquert mit drei parallel liegenden etwa 1000 m langen Fachwerkbrücken den Tone, bevor sie Toride in der Präfektur Ibaraki erreicht, wo die Doppelspur und die Züge des Jōban-Nahverkehrs enden. Hier besteht eine Umsteigemöglichkeit zur Jōsō-Linie, die von der Kantō-Tetsudō betrieben wird. In Toride gab es früher auch ein Anschlussgleis zur dortigen Kirin-Brauerei.  

Zwischen Toride und dem benachbarten Bahnhof Fujishiro befindet sich der Systemwechsel von der 1500 V Gleichstrom-Fahrleitung, die seit Tokio benutzt wurde, zum 20 kV 50 Hz Wechselstromsystem, das bis Sendai benutzt wird. Nach Fujishiro führt die Strecke durch ländliches Gebiet mit einzelnen grösseren Siedlungen. Die Jōban-Linie überquert den Kleinen Beichuan und den aus dem Ushiku-Sumpf fließenden Yatagawa bevor sie Sanuki erreicht, wo auf die Ryūgasaki-Linie umgestiegen werden kann, die mit einem alleine fahrenden Dieseltriebwagen das 4,5 km entfernte Ryūgasaki bedient. Die Jōban-Linie führt östlich am Ushiku-Sumpf vorbei und überquert nach 18 km kurz vor Tsuchiura mit einer 120 m langen Brücke den Sakuragawa. Der Fluss mündet in den Kasumigaura, dem zweitgrößten Binnensee Japans. Nach weiteren 12 Kilometer überquert die Bahnstrecke den Koisegawa ungefähr anderthalb Kilometer oberhalb seiner Mündung in den Kasumigaura.  

Bei Tomobe mündet die bei Oyama von der Tōhoku-Hauptlinie abzweigende Mito-Linie ein. Bei Mito, dem Verwaltungssitz der Präfektur Ibaraki, zweigt die Suigun-Linie ab. Ebenso beginnt hier die Ōarai–Kashima-Linie der Kashima-Rinkai-Tetsudō, welche zur Küste führt und dann entlang dem Meer nach Süden bis Kashima führt. Nach Mito überquert die Jōban-Linie mit einer 430 m langen Brücke den Nakagawa. Auf der anderen Seite des Flusses zweigt in Katsuta die Hitachinaka Seaside Railway, welche ebenfalls an die Küste führt. Nach Tōkai überquert die Streck den Kuji-Fluss und folgt dann der Küste des Stillen Ozeans. Bei Hitachi passiert die Jōban-Linie die Werke des Unternehmens mit dem gleichen Namen, der Hauptsitz befindet sich aber nicht mehr hier, sondern Chiyoda in der Präfektur Tokio. Nach Ōtsukō führt die Strecke durch die Präfektur Fukushima. Sie entfernt sich bei Nakoso wieder vom Meer und überquert auf einer 400 m langen Brücke den Samegawa bevor sie Ueda erreicht. In Izumi zweigt der von der Fukushima-Rinkai-Tetsudō betriebene und nur vom Güterverkehr genutzte Anschluss zum Hafen in Onahama ab, aber auch die Ban’etsu-Ostlinie in Richtung Kōriyama im Landesinnern.    

Bahnhöfe[Bearbeiten]

Bahnhof japanisch Streckenkilometer Umsteigemöglichkeiten Ort
Ueno 上野 0,0 Taitō Tokio
Nippori 日暮里 2,2 Arakawa
Mikawashima 三河島 3,4  
Minami-Senju 南千住 5,6
Kita-Senju 北千住 7,4 Adachi
Ayase 綾瀬 9,9
Kameari 亀有 12,1 Katsushika
Kanamachi 金町 13,0
Matsudo 松戸 17,9 Matsudo Chiba
Kita-Matsudo 北松戸 20,0  
Mabashi 馬橋 21,3
Shin-Matsudo 新松戸 22,9
Kita-Kogane 北小金 24,2  
Minami-Kashiwa 南柏 26,7 Kashiwa
Kashiwa 29,1
Kita-Kashiwa 北柏 31,4
Abiko 我孫子 33,5 Abiko
Tennōdai 天王台 36,2  
Toride 取手 39,6 Toride Ibaraki
Fujishiro 藤代 45,6
Sanuki 佐貫 47,7 Ryūgasaki
Ushiku 牛久 52,8 Ushiku
Hitachino-Ushiku ひたち野うしく 56,7
Arakawaoki 荒川沖 59,4 Tsuchiura
Tsuchiura 土浦 66
Kandatsu 神立 72,1
Takahama 高浜 78,6 Ishioka
Ishioka 石岡 82,2
Hatori 羽鳥 88,7 Omitama
Iwama 岩間 94,1 Kasama
Tomobe 友部 101
Uchihara 内原 105,7 Mito
Akatsuka 赤塚 111,5
Kairakuen 偕楽園 115,6
Mito 水戸 117,5
Katsuta 勝田 123,3 Hitachinaka
Sawa 佐和 127,5
Tōkai 東海 132,2 Naka
Ōmika 大甕 139,6 Hitachi
Hitachi-Taga 常陸多賀 144,2
Hitachi 日立 149,1
Ogitsu 小木津 154,6
Jūō 十王 158,8
Takahagi 高萩 164,7 Takahagi
Minami-Nakagō 南中郷 169,2 Kitaibaraki
Isohara 磯原 173,8
Ōtsukō 大津港 180,9
Nakoso 勿来 185,4 Iwaki Fukushima
Ueda 植田 190
Izumi 197,2
Yumoto 湯本 203,7
Uchigō 内郷 207,2
Iwaki いわき 211,6
Kusano 草野 217
Yotsukura 四ツ倉 221,4
Hisanohama 久ノ浜 226,2
Suetsugi 末続 229,8
Hirono 広野 234,6 Futaba
Kido 木戸 240
Tatsuta 竜田 243,1
Tomioka 富岡 250
Yonomori 夜ノ森 255,2
Ōno 大野 260,1
Futaba 双葉 265,9
Namie 浪江 270,8
Momouchi 桃内 275,7 Minamisoma
Odaka 小高 279,7
Iwaki-Ōta 磐城太田 284,6
Haranomachi 原ノ町 289,1
Kashima 鹿島 296,6
Nittaki 日立木 303,3 Sōma
Sōma 相馬 309,2
Komagamine 駒ヶ嶺 313,6 Sōma (Landkreis)
Shinchi 新地 318
Sakamoto 坂元 323,4 Watari Miyagi
Yamashita 山下 327,9
Hamayoshida 浜吉田 331,8
Watari 亘理 336,8
Ōkuma 逢隈 340
Iwanuma 岩沼 345,3 Iwanuma
Tatekoshi 館腰 349
  • JR East: Tōhoku-Hauptlinie
Natori
Natori 名取 352,5
Minami-Sendai 南仙台 355,2
  • JR East: Tōhoku-Hauptlinie
Sendai
Taishidō 太子堂 357,4
  • JR East: Tōhoku-Hauptlinie
Nagamachi 長町 358,4
Sendai 仙台 362,9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jōban Line – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. JR-EAST: Train Status Information, Abgerufen am 4. April 2012
  2. JR: Eisenbahnkursbuch Japan, Oktober 2014, Seiten 582ff.