Europastraße 6

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Europastraße 6
Europastraße 6
Karte
Verlauf der E 6
Basisdaten
Gesamtlänge: 3.034 km

Staaten:

Grenzbrücke Schweden-Norwegen auf der E 6
Grenzbrücke Schweden-Norwegen auf der E 6

Die Europastraße 6 (E 6) ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in Norwegen und an der Westküste von Schweden. Die Europastraße erstreckt sich über 3.043 km (nach Streckenverkürzungen durch Neutrassierungen, früher 3.140 km) von der südschwedischen Stadt Trelleborg als Autobahn E 6 bis nach Norwegen und durchzieht dann nahezu ganz Norwegen bis in die Finnmark. Die Straße endet nahe der norwegischen Grenze zu Russland in Kirkenes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich verlief die E6 von Rom über Florenz und Trelleborg nach Trondheim. Als 1984 eine große Umstellung des Europastraßensystemes beschlossen wurde, wurde das Teilstück in Skandinavien nicht umgewidmet und die mit E6 ausgeschilderte Strecke dadurch erheblich kürzer. Der Ausbau zur Autobahn zwischen dem Großraum Malmö und Oslo wurde 2015 abgeschlossen.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die E6 ist seit 2015 zwischen Vellinge (bei Trelleborg) und Kolomoen am Südende des Mjøsa (größter See Norwegens) durchgehend als Autobahn mit je zwei getrennten Richtungsfahrbahnen ausgebaut (davon 10 km autobahnähnlicher Straße in Oslo) und weiter von Kolomoen bis Tretten bei Øyer (nördlich von Lillehammer) als einstreifige autobahnähnliche Straße mit streckenweise wechselweisen dreispurigen (eine Fahrtrichtung einspurig, Gegenrichtung zweispurig) Abschnitten (vornehmlich an Steigungsstrecken) kreuzungsfrei ausgebaut (gesamt 803 km).

Sie führt dabei über mehrere besondere Bauwerke wie die Älvsborgsbron in Göteborg, die rund 1,7 Kilometer lange Schrägseilbrücke bei Uddevalla über den Sunningesund, die Svinesundbrücke an der Grenze von Schweden zu Norwegen, die über 1,4 Kilometer lange Mjøsabrücke bei Moelv oder den 2012 eröffneten knapp vier Kilometer langen Øyertunnel.

Von Tretten bis zu ihrem Endpunkt in Kirkenes ist die Straße eine normale Landstraße, sie weist teilweise auch sehr schmale kurvige und gebirgige Abschnitte auf und hat zahlreiche Brücken und Tunnel; auf einigen wenigen Abschnitten ist die E6 jedoch auch im Norden kreuzungsfrei autobahnähnlich ausgebaut, z. B. im Großraum Trondheim. Im Streckenabschnitt zwischen Lillehammer und Trondheim führt die Straße über die Gebirgslandschaft des Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark. Weiter nördlich führt die Straße über mehrere Gebirgsübergänge wie z. B. Saltfjellet (hier überquert sie den Polarkreis), Kråkmofjellet, Gratangsfjellet, Kvænangsfjellet, Sennalandet und Hatter, die mit Schranken/Signalanlagen für etwaige zeitweise erforderliche wetterbedingte Sperrungen dieser Straßenabschnitte im Winter ausgestattet sind. Es gibt mehrere sehr lange Tunnel auf der E6 in Norwegen. Längster Tunnel der E6 ist der im Jahr 2005 eröffnete fast neun Kilometer lange Korgfjelltunnel bei Mo i Rana, der gebaut wurde, da der Streckenabschnitt der E6 über das Korgfjellet sehr oft im Winter unpassierbar war. Eine Besonderheit ist, dass die Straße im nördlichen Teil durch eine Fährstrecke über den Tysfjord (Meeresarm) unterbrochen ist.

Die gesamte Strecke ist in Norwegen und Schweden nur mit der Straßennummer E6 gekennzeichnet.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Wintermonaten sind bei schlechtem Wetter mehrere norwegische Streckenabschnitte der E6 nur im Verfahren des Kolonnekjørings passierbar.[1]

Viele Tunnel der E6 sind für Radfahrer wegen schlechter Belüftung nicht passierbar, so dass Umfahrungen (oft mit Fähre) notwendig sind. Allerdings ist z. B. der fast neun Kilometer lange Korgfjelltunnel auch für Radfahrer und Fußgänger freigegeben.

Der Ausbauzustand der E6 wechselt sehr stark, besonders im Gebirge ist sie oft nur sehr schmal auf dem Niveau einer Kreisstraße ausgeführt.

Auf dem Abschnitt der E6, der Teil der Stadtautobahn von Oslo ist, wird Maut erhoben. Ebenso auf mehreren neu gebauten Abschnitten und bei einigen Tunnels (Mautstationen).

Die Strecke von Trelleborg nach Kirkenes kann alternativ auch über die Europastraße 4 durch Schweden und die Europastraße 75 durch Finnland zurückgelegt werden; diese Variante ist rund 800 Kilometer kürzer als bei Benutzung der E 6.

Projekte/Weiterer Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statens vegvesen verfolgt intensiv den weiteren Ausbau der E6, zahlreiche Projektierungen, Planungen und auch Baumaßnahmen sind in Arbeit.

In Mittelnorwegen soll der von der schwedischen Grenze bis Tretten durchgängig fertiggestellte Ausbau als Autobahn bzw. kreuzungsfreie Schnellstraße weiter bis Trondheim verlängert werden, zunächst durch das Gundbrandsdalen bis Otta und gleichzeitig auf der Gegenseite des Dovrefjell von Trondheim aus Richtung Süden zunächst bis Ulsberg (nähe Oppdal). Nach Fertigstellung dieser beiden Großprojekte bis ca. 2025 fehlt dann als Lückenschluss nur noch der Ausbau zwischen Otta und Ulsberg (gesamt 149 km), um die Metropolregionen Oslo und Trondheim per Autobahn/kreuzungsfreie Schnellstraße miteinander zu verbinden. Außerdem sind weitere Ausbaumaßnahmen im Großraum Oslo geplant.

In Nordnorwegen sollen weitere Streckenabschnitte wetterunabhängiger und verkehrssicherer gemacht werden, um schnee- und eisbedingte Sperrzeiten von Streckenabschnitten bei den Gebirgsübergängen im Winter weiter zu reduzieren. Außerdem sollen Engstellen beseitigt und auch lokale Streckenverkürzungen und damit Fahrzeitverkürzungen realisiert sowie schmale, kurvenreiche oder mit starken Steigungen/Gefällen behaftete Abschnitte flacher gemacht und begradigt werden (auch um eine höhere Durchschnittsfahrgeschwindigkeit - vor allem für den Gütertransport (LKW) - zu ermöglichen und Anwohner besser vor der Verkehrsbelastung zu schützen). Hierzu sind Neu-/Umtrassierungen projektiert, die oft größere neue Brücken und lange Tunnel als Lösungen beinhalten.

Folgende Projekte sind beispielsweise in der Planung bzw. im Bau:

Projekt E6 Oslo (Manglerudprojekt):
Im Bereich der Stadt Oslo ist geplant zwischen Klemetsrud und Abildsø die vorhandene Trasse auszubauen und zwischen Abildsø im Süden und Teisen im Norden eine vollständig neue Trasse der E6 zu bauen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und die Belastung für die Anwohner zu verringern und gleichzeitig die Verkehrssituation für den Busverkehr (ÖPNV) und Radfahrer/Fußgänger zu verbessern. Die bestehende E6 soll als Teil dieses Projektes zwischen Abildsø und Ulven/Teisen zurückgebaut werden zu einer normalen Gemeindestraße (Errichtung von Busspuren). Parallel dazu soll die neue Trasse zwischen Abildsø und Teisen östlich der bestehenden Trasse in Form eines sehr langen Tunnels (Manglerudtunnel, Länge ca. 4.500 m) errichtet werden, welche künftig dann die einzige Strecke der E6 durch Oslo bilden soll. Die neue Trasse soll sechsspurig werden bei zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Ebenso der Ausbau der bestehenden Trasse zwischen Klemetsrud und Abildsø. Außerdem soll das Autobahnkreuz Teisen umgebaut und der Fahrbahnteiler Ulven neu gebaut werden. 2016 wurde hierzu der Planungsauftrag erteilt. Baubeginn soll zwischen 2022 und 2027 sein.[2]

Projekt E6 Kolomoen – Moelv:
Vom derzeitigen Autobahnende in Kolomoen soll die vorhandene kreuzungsfreie Schnellstraße bis Moelv zu einer vierstreifigen Autobahn ausgebaut werden. Die Planungen hierzu sind bereits weit fortgeschritten.[3]

Projekt E6 Moelv – Biri:
In Planung befindet sich der weitere Ausbau der vorhandenen kreuzungsfreien Schnellstraße zwischen Moelv und Biri; auch diese Strecke soll zur vierstreifigen Autobahn ausgebaut werden.[4]

Projekt E6 Gudbrandsdalen Biri – Otta:
In Bau befindet sich derzeit eine vollständig neue Trasse nördlich von Lillehammer zwischen Frya und Sjoa (Umfahrung Vinstra), Kernstück sind der Hundorptunnel (Länge 4.300 m) und der 3.600 Meter lange Teigkampentunnel; die neue Trasse wird eine kreuzungsfreie autobahnähnliche Schnellstraße mit allerdings lediglich einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung. Weitere Abschnitte, die zwischen Lillehammer und Otta noch nicht als kreuzungsfreie Schnellstraße ausgebaut sind befinden sich bereits in der Planungsphase zum Ausbau, so dass in den nächsten Jahren der autobahnähnliche Ausbau von Süden her durchgehend bis nach Otta reichen soll.[5]

Projekt E6 Ulsberg – Vindåsliene:
Von Ulsberg bis Vindalsliene soll die E6 zu einer kreuzungsfreien Schnellstraße ausgebaut werden. Die neue Strecke hat eine Gesamtlänge von 24,5 Kilometer; drei Tunnel und eine Brücke sollen dazu gebaut werden. Dieses Bauvorhaben befindet sich in der Planungsphase. An den Steigungsstrecken sollen drei Fahrstreifen errichtet werden (zwei bergauf, einer bergab), ansonsten erfolgt der Ausbau zweistreifig.[6]

Projekt E6 Vindalsliene – Korporals Brücke:
Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Verbesserung des Verkehrsflusses soll der bereits ausgebaute Abschnitt bei Støren in südlicher Richtung verlängert werden bis hinter Soknedal. Hierzu wird eine vollständig neue Trasse zur Umfahrung von Soknedal errichtet, die drei neue Tunnel und eine neue Brücke über den Fluss Sokna beinhaltet. Der längste Tunnel wird rund 3.600 Meter lang. Baubeginn des ersten Teilabschnittes war 2015, der zweite Abschnitt befindet sich in der Planungsphase; die Inbetriebnahme ist für 2018 bzw. 2023 vorgesehen.[7]

Projekt E6 Håggåtunnelen – Skjerdingstad:
Um den Verkehrsfluss zu erhöhen, Anwohner zu entlasten und die Fahrzeit zu verkürzen soll auch der Abschnitt vom derzeitigen Ende der Ausbaustrecke bei Støren nördlich verlängert werden bis zur bereits vorhandenen kreuzungsfreien Schnellstraße, die ab Skjerdingstad Richtung Trondheim führt. Teil dieses Bauvorhabens ist der Bau des 2.210 Meter langen Lundamotunnels (Ortsumfahrung) und die Errichtung des Fosstunnels (1.680 m). Die 20 Kilometer neue Straße umfassende Maßnahme befindet sich im Planungsstatus und ist ebenso wie die Umfahrung von Soknedal Teil des Gesamtvorhabens welches die Errichtung einer kreuzungsfreien Schnellstraße zwischen Ulsberg und Melhus auf der gesamten Länge.[8]

Projekt E6 Trondheim – Melhus:
Die bereits von Trondheim Richtung Melhus bis Heimdal bestehende vierspurige Trasse wird um 8,1 Kilometer verlängert bis kurz vor Melhus. Baubeginn war 2015, die Inbetriebnahme ist für 2019 vorgesehen.[9]

Projekt E6 Ranheim (Trondheim) – Værnes:
Die bestehende zweistreifige kreuzungsfreie Schnellstraße zwischen Ranheim und Værnes soll vierstreifig zur Autobahn ausgebaut werden, so dass von Trondheim bis zum Flughafen Trondheim bei Værnes die Fahrbahn in jede Richtung künftig durchgehend zwei Fahrstreifen aufweist. Ebenso soll die Tunnelsicherheit verbessert werden (Helltunnel, Stavsjøfjelltunnel, Væretunnel), auch durch Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Wegfall des Gegenverkehrs in den Tunneln. Hierzu wird parallel zu den drei Tunneln jeweils eine zweite Röhre daneben gebaut. Die Planung ist 2016 bereits weit fortgeschritten.[10]

Projekt E6 Kvithammer (Stjørdal) – Åsen:
Die rund 22 Kilometer lange Strecke vom derzeitigen Ausbauende der kreuzungsfreien Schnellstraße bei Kvithammer bis Åsen soll, da sie in einem schlechten Zustand, schmal und kurvenreich ist, neu projektiert, ausgebaut und zu großen Teilen auch deutlich umtrassiert werden, um die hügelige, kurvige Trasse zu begradigen und Steigungen/Gefälle zu reduzieren. Geplant ist eine kreuzungsfreie Schnellstraße (dreistreifig, d.h. wechselsweise eine Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen, Gegenrichtung ein Fahrstreifen). Die Planungen hierzu wurden 2015 begonnen, das Projekt soll bis 2023 realisiert werden. Mit Ausführung dieses Projektes würde die bereits vorhandene Schnellstraße von Trondheim bis nach Åsen verlängert.[11]

Projekt E6 Åsen nord - Mære:
Der 50 Kilometer lange Abschnitt zwischen Åsen nord und Mære weist eine hohe Verkehrsbelastung auf, ist streckenweise jedoch sehr kurvig, schmal und in schlechtem Zustand. Daher soll die Straße ausgebaut und teils auch umtrassiert (neu gebaut) werden, um den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wobei der lokale Verkehr von der E6 getrennt werden soll.[12] Der Abschnitt von Vassmarka bis Ronglan (vor Levanger) befindet sich bereits in Bau; dort wird die Fahrbahn ausgebaut und mit Mittelleitplanke und Überholspur versehen, die Inbetriebnahme dieser Strecke ist für 2018 vorgesehen. In Kombination mit dem Projekt "E6 Kvithammer – Åsen" soll die E6 von Trondheim bis Ronglan zur kreuzungsfreien Schnellstraße werden.[13]

Projekt E6 Kjæran – Fleskhus (Verdal):
Die rund 4 Kilometer lange Strecke durch Verdal soll durch den Bau einer Überholspur (zweistreifig je Richtung) verbreitet und zur vierstreifigen Schnellstraße mit Mittelleitplanke ausgebaut werden. Die Planung hierzu wurde 2013 begonnen.[14]

Projekt E6 Selli - Asp:
Bei Asphaugen (nähe Steinkjer) soll die Fahrbahn saniert und teils auch umtrassiert werden. Die Detailplanung wurde 2016 begonnen.[15]

Projekt E6 Fjerdingen – Grøndalselva:
Zwischen Fjerdingen und der Grøndalselva (nördlich von Grong) soll die Fahrbahn auf einer Länge von 11 Kilometern saniert und teils auch umtrassiert werden (Begradigung), da die vorhandene Strecke teils schmal und sehr kurvig ist und damit den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. Die Detailplanung wurde 2016 begonnen, die Realisierung ist für den Zeitraum 2018 bis 2023 vorgesehen.[16]

Projekt E6 Helgeland Süd:
Zwischen Osen (Südportal Korgfjelltunnel) und Mosjøen sowie zwischen Brenna und Flym und bei Majahaugen wird die Straße erneuert und ausgebaut, teils auch mit Umtrassierungen. Baubeginn ist Herbst 2016, die Fertigstellung ist für 2020 geplant. Grund für die Baumaßnahme ist in erster Linie, dass die Streckenabschnitte in schlechtem Zustand sind (Abschnitt Kulstad Tal – Åkvik – Mjåvatn instabile Bodenbeschaffenheit), die Fahrbahn sehr schmal und kurvig und vor allem für LKW nur langsam passierbar ist. Die Baumaßnahme wird im Rahmen eines Kontraktverfahrens durchgeführt, d. h. der Auftragnehmer ist für Konstruktion/Bau und den Betrieb der Streckenabschnitte (für 15 Jahre) verantwortlich. Die Gesamtlänge der Ausbaustrecke beträgt rund 78 Kilometer. Ziel ist es die Kosten für die Instandhaltung und den Betrieb der Streckenabschnitte zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Auch sollen die Anwohner besser vor der Verkehrsbelastung geschützt werden.[17]

Projekt E6 Helgeland Kappskarmo – Brattåsen – Lien:
Auf dem Streckenabschnitt Kappskarmo – Brattåsen – Lien wird eine umfangreiche Straßenausbaumaßnahme mit größerer Umtrassierung vorgenommen; die neue E6 wird in diesem Abschnitt dann etwa zweieinhalb Kilometer kürzer sein als die alte Strecke, welche dann zu einer Gemeindestraße herabgestuft wird. Kernstück des Projektes ist die Ortsumfahrung von Trofors, welche vollständig neu gebaut wird und auf der Westseite herumführt und dort einen neuen Anschluss zur Straße 73 bekommt. Die neue Umfahrung wird mehrere Brücken und einen Tunnel aufweisen. Insgesamt werden 7,1 Kilometer zwischen Kappskarmo und Brattåsen neu gebaut und 15,2 Kilometer auf dem Abschnitt von Brattåsen nach Lien (in diesem Bereich gibt es schwierige Bodenverhältnisse, die umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen erfordern). Der Bau dieser Maßnahme erfolgt im klassischen Auftragsverfahren; nach Fertigstellung soll der Betrieb der Strecke durch den Betreiber der Strecke des Projektes Helgeland Süd erfolgen. Das Bauvorhaben soll bis 2020 fertiggestellt sein.[18]

Projekt E6 Helgeland Nord:
Zwischen Bolna und Fallheia wird die Strecke auf der gesamten Länge überarbeitet und ausgebaut, um den schlechten Streckenzustand und die Fahrbahnbreite zu verbessern sowie die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Baumaßnahme erstreckt sich auf etwa 62 Kilometer, davon 47 Kilometer Ausbau bestehender Straße und 15 Kilometer Neubau. Sie wird im Rahmen eines Kontraktverfahrens durchgeführt, d. h. der Auftragnehmer ist für Konstruktion/Bau und den Betrieb der Streckenabschnitte (für 15 Jahre) verantwortlich. Baubeginn ist Herbst 2016, die Fertigstellung ist für 2020 geplant.[19]

Projekt E6 Sørelva - Borkamo:
Die rund 20 Kilometer lange Strecke im Saltdal zwischen Sørelva (nördliches Ende des Saltfjellet) und Borkamo soll ebenfalls überarbeitet und ausgebaut werden. Planungen hierzu sind 2016 angelaufen.[20]

Projekt E6 Sørfoldtunnele Megården – Mørsvikbotn:
Das Vorhaben sieht den Bau einer neuen Trasse mit neuen Brücken und Tunneln zwischen Megården und Mørsvikbotn vor, wobei vor allem die dort derzeit vorhandenen zahlreichen starken Steigungs-/Gefällstrecken durch Umtrassierung vermieden werden sollen.[21]

Projekt E6 Mørsvikbotn – Ballangen:
Dieses Projekt hat eine Straßenlösung als Ersatz für die Fährstrecke über den Tysfjord (Unterwassertunnel oder Brücke oder erhebliche Umtrassierung) zum Ziel.[22] Außerdem soll der Abschnitt von Mørsvikbotn bis zum Mørsviksee neu trassiert werden, da die bestehende Strecke in schlechtem Zustand, sehr kurvenreich und teils sehr steil ist.[23] Ein weiteres Teilprojekt umfasst den Ausbau/Neubau zwischen Femtvasslia und Sandnesbotn (Kråkmofjellet). Davon wurde das Teilstück zwischen dem Femtvasslia und Kråkmo bereits fertiggestellt und 2016 in Betrieb genommen. Diese 5,1 Kilometer lange neue Strecke beseitigt einen Flaschenhals, der im Winter oft wetterbedingt gesperrt werden musste (Gebirgsübergang) und eine starke Steigung/Gefälle aufwies; sie umfasst den neuen Kråkmotunnel (Länge 520 m) und die neue Femtvasselvbrücke (Länge 77 m). Der zweite Teilabschnitt (Kråkmo - Sandnesbotn, Länge 3,4 km) ist 2016 noch im Planungsstatus.[24]

Projekt E6 Narvik (Sjømannskirka - Ornes):
Der durch Narvik führende Abschnitt der E6 ist der unfallträchtigste Teil der E6 in Nordnorwegen und weist eine sehr hohe Verkehrsbelastung auf. Aus diesem Grund soll zwischen Sjømannskirka und Ornes in der Stadt Narvik das Stadtzentrum östlich passierend ein langer Tunnel gebaut werden (Länge 1.365 m); damit kann die Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlastet werden.[25]

Projekt E6 Hålogalandsbrua:
Die E6 wird zwischen Narvik und Øyjord neu projektiert/trassiert und ein völlig neuer Übergang direkt von Narvik aus über den Ofotfjord gebaut. Dadurch wird die Strecke um 18 Kilometer verkürzt; die Fahrzeit reduziert sich um etwa 20 Minuten, da der Fjord nicht mehr über die Rombaksbrücke umfahren werden muss. Kernstück der neuen Trasse wird die Hålogalandsbrücke über den Ofotfjord, eine 1.533 Meter lange Hängebrücke. Ferner wird auf der Seite von Narvik eine 1,4 Kilometer lange neue Straße sowie der 270 Meter lange Ornestunnel als Zufahrt zur neuen Brücke gebaut. Auf der Seite von Øyjord sind 3,5 Kilometer neue Straße zur Brücke sowie die Tunnel Storlikoll (330 m) und Trældal (1.100 m, NICHT Bestandteil des neuen Übergangs, sondern Teil der alten E6 als Zuwegung zur E10 Richtung Bjørnfell bzw. Verbindung der E10 Richtung Lofoten) Bestandteil des Bauvorhabens, welches sich seit 2013 in Bau befindet. Die Inbetriebnahme ist für 2017/2018 geplant.[26]

Projekt E6 Stormyra – Bjerkvik:
Als Fortsetzung des Projektes Hålogalandsbrua soll zwischen Stormyra (Ende der Neubaustrecke von der Hålogalandsbrücke her) bis Bjerkvik die Trassierung optimiert und die Fahrbahn ausgebaut werden. Die Planung hierzu ist 2016 begonnen worden.[27]

Projekt E6 Olsborg – Heia:
Der Streckenabschnitt von Olsborg (bei Bardufoss) und Heia soll auf der gesamten Länge in drei Projektabschnitten saniert und verbreitert/ausgebaut werden. Dabei soll auch der Rastplatz Heia erweitert werden, teils sollen auch getrennte Rad-/Fußgängerwege ergänzt werden. Die Planung hierzu wurde 2016 aufgenommen.[28]

Projekt E6 Nordkjosbotn – Hatteng:
Die E6 soll zwischen Nordkjosbotn und Hatteng neu projektiert/trassiert werden.[29]

Projekt E6 Indre Nordnes – Skardalen:
Zur Streckenverkürzung wird bei Manndalen der knapp 5.810 Meter lange Nordnesfjellettunnel gebaut (Inbetriebnahme für Ende 2017 geplant). Dadurch verkürzt sich die Streckenlänge der E6 um knapp 10 Kilometer.[30]

Projekt E6 Langslett – Sørkjosen:
Um den bestehenden Gebirgsübergang (Sørkjosfjellet) zwischen Sørkjosen und Langslett zu umgehen, wird dort der Reisafjelltunnel realisiert (Länge 4.670 m, Eröffnung ist für Ende 2017 geplant).[31]

Projekt E6 Kvænangsfjellet (Oksfjordhamn - Karvik):
Der bestehende Gebirgsübergang zwischen Oksfjordhamn und Karvik (Kvænangsfjellet) ist häufig wegen Wettereinflüssen und schwieriger Straßenverhältnisse nur erschwert passierbar und muss im Winter öfters wegen Schneeverwehungen gesperrt werden. Aus diesem Grund soll die alte Strecke über das Gebirge durch eine neue Trasse mit Tunnellösung ersetzt werden. Hierzu soll zwischen Tverrelva und Sandneselva eine vollständig neue Trasse mit drei längeren Tunnels (Mettevolliatunnel, Rakkeneslängstertunnel, längster Tunnel wird der Malingsfjelltunnel) gebaut werden. 2016 sind die Planung bereits weit fortgeschritten.[32]

Projekt E6 Alta West Storsandness – Hjemmeluft:
Bei Storsandness wird zur Verkürzung der Strecke der 3.800 Meter lange Áilegastunnel durch den Helligfjellet gebaut (Inbetriebnahme für Ende 2017 geplant).[33] In Bau ist außerdem bei Alta zur Streckenverkürzung der 1.190 Meter lange Storvikatunnel zwischen Halslev und Møllnes (Eröffnung Ende 2016 geplant).[34] Ebenfalls in Bau ist bei Melsvik zur Streckenverkürzung der 2.400 Meter lange Melsviktunnel (Eröffnung Ende 2016 geplant).[35] Bereits fertiggestellt wurden weitere Abschnitte des Projektes Alta West, so z. B. die Strecke zwischen Langnesbukt nach Jansnes (2008), zwischen Jansnes und Halslev mit der Storelvabrücke und dem Talviktunnel (2015/16) sowie zwischen Møllnes über Kvenvik nach Hjemmeluft mit Kåfjordenbrücke, Sáhkkobátnitunnel, Tyskhaugtunnel, Aslakheimtunnel und Kvenvikelvbrücke (2013).[36]

Projekt E6 Ersatz von Brücken in Nord-Trøndelag, Nordland, Troms und Finnmark:
Es soll z. B. die alte Finneidstraumenbrücke bei Fauske (kombinierte Straßen-/Eisenbahnbrücke in Stahl-Fachwerkkonstruktion) durch einen 950 Meter langen Neubau ersetzt werden, um die derzeit verengte Fahrbahnbreite zu beseitigen.[37] Weitere Brückenbauwerke der E6 in Nordnorwegen sollen ebenfalls erneuert werden, teils auch mit Umtrassierungen, um die Straßenlänge zu verkürzen, Gefällstrecken zu reduzieren oder das Trassé wetterunabhängiger zu bekommen (z. B. Midtengbekkenbrücke, Medbyelvbrücke, Skogstadbrücke oder Numedalbrücke).[38] Auch die Tanabrücke wird bis 2018 durch eine moderne Schrägseilbrücke ersetzt,[39] ebenso wird die Langfjordstrømmenbrücke bei Kirkenes erneuert.[40] Auch die Nyelvbrücke bei Varangerbotn soll einschließlich der Zufahrtsstrecken erneuert werden.[41] Ebenso die Vuolmmašjohkabrücke bei Olderfjord.[42] Bei Grong ist geplant die Brücken über die Litjåa und die Fjerdingelva zu erneuern und die Strecke zwischen den Brücken auszubauen.[43]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: E6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stengninger og kolonnekjøring. In: Trafikkmeldinger. Statens vegvesen, abgerufen am 4. Juli 2016 (norwegisch).
  2. Prosjekt E6 Manglerudprosjektet. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  3. Prosjekt E6 Kolomoen- Biri. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  4. Prosjekt E6 Moelv – Biri. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  5. Prosjekt E6 Biri – Otta. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  6. Prosjekt E6 Ulsberg-Vindåsliene. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  7. Prosjekt E6 Vindåsliene-Korporalsbrua. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  8. Prosjekt E6 Håggåtunnelen-Skjerdingstad. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  9. Prosjekt E6 Trondheim – Melhus Miljøpakken. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  10. Prosjekt E6 Ranheim–Værnes. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  11. Prosjekt E6 Kvithammar–Åsen. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  12. Prosjekt E6 Åsen nord–Mære. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  13. Prosjekt E6 Vassmarka–Ronglan, midtdeler. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  14. Prosjekt E6 Kjæran–Fleskhus, midtdeler. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  15. Prosjekt E6 Selli–Asp. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  16. Prosjekt E6 Fjerdingen–Grøndalselv. Statens vegvesen, abgerufen am 28. September 2016 (norwegisch).
  17. Prosjekt E6 Helgeland sør. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  18. Prosjekt E6 Helgeland Kappskarmo – Brattåsen – Lien. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  19. Prosjekt E6 Helgeland nord. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  20. Prosjekt E6 Sørelva-Borkamo. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  21. Planprogram Detaljregulering E6 Megården – Mørsvikbotn. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (PDF, norwegisch).
  22. Konseptvalgutredning E6 Mørsvikbotn – Ballangen. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  23. E6 Mørsvikbotn–Mørsvikvatnet. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  24. E6 Femtvasslia-Sandnesbotn. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  25. E6 Sjømannskirka-Ornes. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  26. Prosjekt E6 Hålogalandsbrua. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  27. Prosjekt E6 Stormyra–Bjerkvik. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  28. Prosjekt E6 Olsborg–Heia. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  29. Prosjekt E6 Nordkjosbotn – Hatteng. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  30. Prosjekt E6 Indre Nordnes – Skardalen. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  31. Prosjekt E6 Langslett – Sørkjosen. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  32. Prosjekt E6 Kvænangsfjellet. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  33. Prosjekt E6 Storsandnes–Langnesbukt. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  34. Prosjekt E6 Alta vest Storsandnes – Alta Parsell 5: Sandelv – Møllnes. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  35. Prosjekt E6 Halselv–Møllnes. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  36. Prosjekt E6 Alta vest. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  37. Prosjekt E6 Finneidstraumen bru. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  38. [http://www.vegvesen.no/_attachment/1294546/binary/1100821?fast_title=Bransje-+og+leverand%C3%B8rdag+3.+februar+2016.pdf Oppgaver og prosjekter Region nord 2016.] Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (PDF, norwegisch).
  39. Prosjekt E6 Nye Tana bru. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  40. Ny Kirkenes-bru bygges i Tyskland. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  41. E6 Nyelv bru. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  42. E6 Vuolmmašjohka bru. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).
  43. E6 Fjerdingelv bruer med tilstøtende veg. Statens vegvesen, abgerufen am 23. September 2016 (norwegisch).