Mertzen

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Mertzen
Wappen von Mertzen
Mertzen (Frankreich)
Mertzen
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux
Gemeindeverband Sud Alsace Largue
Koordinaten 47° 35′ N, 7° 8′ OKoordinaten: 47° 35′ N, 7° 8′ O
Höhe 329–400 m
Fläche 2,02 km²
Einwohner 202 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 100 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code

Rathaus Mertzen

Mertzen (deutsch Merzen) ist eine französische Gemeinde mit 202 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mertzen liegt im Sundgau, zehn Kilometer südwestlich von Altkirch und 22 Kilometer südöstlich von Belfort. Im Süden grenzt ein Waldstreifen an den Dorfkern, im Osten befinden sich Äcker und im Westen fließt die Largue durch die Gemeinde. Nachbargemeinden sind Saint-Ulrich, Strueth, Hindlingen und Fulleren.[1]

Die Gemeinde besaß von 1910 bis 1971 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Dannemarie–Pfetterhouse. Der Personenverkehr wurde 1965 eingestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Mertzen ist abgeleitet von Maurice, dem Heiligen, dem die Kirche geweiht ist. Im 12. Jahrhundert wird Mertzen in einer Urkunde noch Morenze genannt.[2] Zu jener Zeit existierte die Pfarrei schon. Die erste Kirche am Ort gehörte zur Priorei von Saint-Ulrich.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 154 168 170 185 185 189 207 209

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Théobald-Bilger-Kapelle wurde von Théobald Bilger (1813–1894) 1878 erbaut, nachdem er eine Pilgerreise nach Jerusalem unternommen hatte.[4]

Von der mittelalterlichen Kirche Saint-Maurice existiert noch der Chorturm, dessen unterer Teil romanisch und oberer Teil gotisch ist. Das Kirchenschiff und der heutige Chor wurden um 1780 erbaut. Die Kirche wurde 1965 restauriert. Die Orgel wurde 1793 aus Teilen der Orgeln des Klosters Lützel eingerichtet, jedoch 1924 durch eine pneumatische Orgel ersetzt.[3]

Théobald-Bilger-Kapelle
Kirche Saint-Maurice

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweige in Mertzen sind Ackerbau, Zucht von Hausrindern und Obstbau. Außerdem gibt es ein Sägewerk.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 580–582.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mertzen auf annuaire-mairie.fr (französisch)
  2. a b Mertzen auf quid.fr (Memento des Originals vom 21. Juli 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.quid.fr (französisch) Abgerufen im Februar 2010
  3. a b église paroissiale Saint-Maurice à Mertzen@1@2Vorlage:Toter Link/www.patrimoine-de-france.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch)
  4. Le vœu de Théobald Bilger. (Nicht mehr online verfügbar.) L’Alsace, ehemals im Original; abgerufen am 13. Juli 2009 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/interne.alsapresse.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mertzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien