Mertzen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mertzen
Wappen von Mertzen
Mertzen (Frankreich)
Mertzen
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Hirsingue
Gemeindeverband Vallée de la Largue.
Koordinaten 47° 35′ N, 7° 8′ O47.5902777777787.1302777777778350Koordinaten: 47° 35′ N, 7° 8′ O
Höhe 329–400 m
Fläche 2,01 km²
Einwohner 217 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 108 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code

Rathaus Mertzen

Mertzen (deutsch Merzen) ist eine französische Gemeinde mit 217 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Mertzen ist Mitglied der Communauté de communes de la Vallée de la Largue.

Geographie[Bearbeiten]

Mertzen liegt im Sundgau, zehn Kilometer südwestlich von Altkirch und 22 Kilometer südöstlich von Belfort. Im Süden grenzt ein Waldstreifen an den Dorfkern, im Osten befinden sich Äcker und im Westen fließt die Largue durch die Gemeinde. Nachbargemeinden sind Saint-Ulrich, Strueth, Hindlingen und Fulleren.[1]

Die Gemeinde besaß von 1910 bis 1971 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Dannemarie–Pfetterhouse. Der Personenverkehr wurde 1965 eingestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Mertzen ist abgeleitet von Maurice, dem Heiligen, dem die Kirche geweiht ist. Im 12. Jahrhundert wird Mertzen in einer Urkunde noch Morenze genannt.[2] Zu jener Zeit existierte die Pfarrei schon. Die erste Kirche am Ort gehörte zur Priorei von Saint-Ulrich.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 154 168 170 185 185 189 207

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Théobald-Bilger-Kapelle wurde von Théobald Bilger(1813-1894) 1878 erbaut, nachdem er eine Pilgerreise nach Jerusalem unternommen hatte.[4]

Von der mittelalterlichen Kirche Saint-Maurice existiert noch der Chorturm, dessen unterer Teil romanisch und oberer Teil gotisch ist. Das Kirchenschiff und der heutige Chor wurden um 1780 erbaut. Die Kirche wurde 1965 restauriert. Die Orgel wurde 1793 aus Teilen der Orgeln des Klosters Lützel eingerichtet, jedoch 1924 durch eine pneumatische Orgel ersetzt.[3]

Théobald-Bilger-Kapelle
Kirche Saint-Maurice

Wirtschaft[Bearbeiten]

Haupterwerbszweige in Mertzen sind Ackerbau, Zucht von Hausrindern und Obstbau. Außerdem gibt es ein Sägewerk.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mertzen auf annuaire-mairie.fr (französisch)
  2. a b [http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=712&req=68&style=fiche Mertzen auf quid.fr] (französisch), seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.
  3. a b église paroissiale Saint-Maurice à Mertzen (französisch)
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLe vœu de Théobald Bilger. L’Alsace, abgerufen am 13. Juli 2009 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mertzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien