Buethwiller

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Buethwiller
Wappen von Buethwiller
Buethwiller (Frankreich)
Buethwiller
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Dannemarie
Gemeindeverband Porte d’Alsace.
Koordinaten 47° 39′ N, 7° 9′ O47.6563888888897.1494444444444294Koordinaten: 47° 39′ N, 7° 9′ O
Höhe 279–317 m
Fläche 3,84 km²
Einwohner 261 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 68 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code

Mairie (Rathaus) und Schule

Buethwiller (deutsch Bütweiler) ist eine französische Gemeinde mit 261 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Kanton Dannemarie und zum Kommunalverband Porte d’Alsace.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Buethwiller liegt im Sundgau, vier Kilometer nordöstlich von Dannemarie, 17 Kilometer südwestlich von Cernay und 18 Kilometer südwestlich von Mülhausen, zwischen den Nachbargemeinden Balschwiller im Norden und Hagenbach im Süden. Die Largue fließt durch das Gemeindegebiet[2] und der Canal du Rhône au Rhin verläuft an dessen südlicher Grenze.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche Saint-Étienne

Der Ortsname ist zusammengesetzt aus dem germanischen Namen Buodo und dem lateinischen Wort villare, was Weiler heißt und wiederum von villa abgeleitet ist. Buethwiller wurde als Botwilr 1302 urkundlich erwähnt[3] und taucht 1420 als Buotwiler auf.[4] Er bedeutet also „Weiler des Buodo“.[5]

Buethwiller war ein alter Dinghof der Priorei Saint-Morand in Altkirch, die den Dinghof der Familie Hagenbach, Seigneurs des gleichnamigen Ortes als Lehen übergab. Die Ortschaft Buethwiller gehörte jedoch zur Seigneurie Thann, die wiederum von 1324 bis 1648 zum Heiligen Römischen Reich unter der Herrschaft der Habsburger gehörte.[6]

Die Kirche Saint-Étienne wurde 1736 erbaut. Der Glockenturm wurde 1759 hinzugefügt. Der Friedhof wurde 1728 eingerichtet. 1793 erhielt Buethwiller als Buettwiller im Zuge der Französischen Revolution den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.[7]

Im Ersten Weltkrieg (1914–1918) wurde Buethwiller bombardiert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die historische Ölpresse stammt ursprünglich aus Hirsingue.[8]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 174 184 201 218 199 224 273

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt auf rotem Grund zwei goldene Räder, die an zwei ehemalige Wassermühlen auf dem Gemeindegebiet erinnern sollen, und ein silbernes Messer, das aus dem Wappen der Familie und Gemeinde Altenach übernommen wurde.[1]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Kindergarten Les Courlis wurde 1993 eingeweiht. Er wird von den Gemeinden Buethwiller, Balschwiller und Eglingen gemeinschaftlich genutzt.[1]

Haupterwerbszweige in Buethwiller sind Ackerbau und die Zucht von Hausrindern und Hausschweinen.

Weblinks[Bearbeiten]

Buethwiller.fr (offizielle Seite) in Französisch

 Commons: Buethwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Buethwiller auf der offiziellen Webpräsenz der CC Porte d’Alsace (Französisch) Abgerufen am 14. Januar 2010.
  2. Buethwiller auf annuaire-mairie.fr (Französisch) Abgerufen am 14. Januar 2010.
  3. Toponymie du nom auf buethwiller.fr (Französisch).
  4.  Wiktionary: villare – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  5. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 1: Formations préceltiques, celtiques, romanes (= Publications romanes et françaises. Bd. 193, ISSN 0079-7812). Librairie Droz, Genf 1990, in Google Books, abgerufen am 14. Januar 2010, (Französisch).
  6. Histoire du Village auf buethwiller.fr in Französisch.
  7. Buethwiller auf Cassini.ehess.fr (Französisch) Abgerufen am 14. Januar 2010.
  8. Oeuvre d'un passionné auf buethwiller.fr (Französisch).