Eteimbes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eteimbes
Wappen von Eteimbes
Eteimbes (Frankreich)
Eteimbes
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux
Gemeindeverband Porte d’Alsace
Koordinaten 47° 42′ N, 7° 3′ OKoordinaten: 47° 42′ N, 7° 3′ O
Höhe 340–412 m
Fläche 4,96 km²
Einwohner 388 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 78 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code

Mairie Eteimbes

Eteimbes (deutsch Welschsteinbach) ist eine französische Gemeinde mit 388 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Mitglied des Gemeindeverbands Porte d’Alsace.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensgebend für den Ort war der „Steinbach“, der durch das Gemeindegebiet fließt. Eteimbes liegt am Westrand der Region Elsass und am Nordwestrand des Sundgaus, nur etwa drei Kilometer östlich der Region Bourgogne-Franche-Comté, 23 Kilometer südwestlich von Mülhausen. Auf dem Gemeindegebiet, am Bergkamm Haut bois, treffen sich zwei Wasserscheidelinien. Der Steinbach fließt in Richtung Rheinland und die Rapène fließt in Richtung Rhônetal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1324 bis 1648 war Eteimbes ein Lehen der vorderösterreichischen Seigneurs von Thann.[1] Dementsprechend wurde die Ortschaft 1331 und 1576 in Urkunden als „Steinbach“ erwähnt. Im Jahre 1779 wurde sie Estambes genannt.[2]

1793 erhielt Eteimbes im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.[3]

1871 wurde das Elsass vom Deutschen Reich annektiert. Eteimbes gehörte innerhalb des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Kreis Altkirch im Bezirk Unterelsaß und lag auf der damaligen Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Davon zeugen noch an die zwanzig Grenzsteine auf dem Gemeindegebiet. Ab 1919 gehörte die Gemeinde wieder zu Frankreich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 207[4] 82 105 123 148 232 280 306

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Pantaleon

Die Kirche der Gemeinde ist dem Heiligen Pantaleon (Saint Pantale) geweiht. Der Glockenturm wurde 1953 wiedererbaut. Die Kapelle sacré coeur de Jésus (Herz-Jesu) wurde 1870 erbaut.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bild der Gemeinde ist von Weiden, Äckern und Wald geprägt. In den 1960er Jahren überwog die Bedeutung der Landwirtschaft als Erwerbszweig. Im Laufe der Zeit wurden Wohnhäuser zwischen die Bauernhöfe gebaut. Viele Einwohner leben heute in Eteimbes, arbeiten aber in Mülhausen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.quid.frEteimbes auf quid.fr (französisch) Abgerufen im Februar 2010
  2. M. Georges Stoffel: Dictionnaire Topographique du Département du Haut-Rhin Comprenant les Noms de Lieu Anciens Et Moderns. BiblioBazaar, 2009, ISBN 978-1-115-45683-8, S. 46 (in Google Books [abgerufen am 4. Dezember 2009] Nachdruck). (französisch)
  3. Eteimbes auf Cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 4. Dezember 2009
  4. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Altkirch