Bréchaumont

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Bréchaumont
Wappen von Bréchaumont
Bréchaumont (Frankreich)
Bréchaumont
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux
Koordinaten 47° 40′ N, 7° 4′ OKoordinaten: 47° 40′ N, 7° 4′ O
Höhe 307–396 m
Fläche 6,51 km2
Einwohner 417 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 64 Einw./km2
Postleitzahl 68210
INSEE-Code

Mairie Bréchaumont

Bréchaumont (deutsch Brückensweiler) ist eine französische Gemeinde mit 417 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Altkirch sowie zum Kanton Masevaux und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Porte d’Alsace.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bréchaumont liegt im Norden der Burgundischen Pforte zwischen Mülhausen und Belfort auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Rhône.

Nachbargemeinden von Bréchaumont sind Saint-Cosme im Norden, Guevenatten im Nordosten, Traubach-le-Bas und Traubach-le-Haut im Südosten, Elbach im Süden, Chavannes-sur-l’Étang im Südwesten sowie Reppe (in der Region Franche-Comté) im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bréchaumont als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Altkirch im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 330[1] 232 243 270 339 351 345 394 417

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St Aloysius

Die Pfarrkirche St. Aloysius (Église paroissiale Saint-Aloyse-de-Gonzague) in der Dorfmitte wurde 1842 errichtet und ist als Monument historique eingestuft.[2]

Im Südwesten des Gemeindegebietes nahe der Grenze zur Region Bourgogne-Franche-Comté steht inmitten einer Feldflur die Kapelle Notre-Dame de Bellefontaine. Sie entstand um 1750 direkt an einer Quelle, deren Wasser der Überlieferung nach einen schwer verletzten Jäger Genesung brachte. Von da an versuchten die Bewohner der Umgebung das heilende Wasser gegen verschiedene Krankheiten einzusetzen. In der Zeit der Französischen Revolution wurde die Kapelle geschlossen und religiöse Handlungen untersagt. Im Jahr 1792 wurde sie verkauft und diente in den darauffolgenden Jahrzehnten verschiedenen Zwecken. 1857 erfolgten notdürftige Reparaturen. 1914 wurde die Kapelle zerstört, französische Soldaten verheizten alles brennbare Material. Zum Ende des Ersten Weltkrieges hausten in den Überresten der Kapelle wilde Tiere. Zwischen 1927 und 1933 fanden umfangreiche Sanierungen statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen die religiösne Aktivitäten allmählich ab. Die Kapelle befindet sich heute im Besitz der Gemeinde Bréchaumont und wird vom Verein Notre Dame de Bellefontaine betreut und gepflegt. Im Jahr 2004 rtfolgte eine komplette Restauration. Seither findet jedes Jahr zu Himmelfahrt eine Prozession statt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bréchaumont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Altkirch
  2. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums Abgerufen am 4. Oktober 2017 (französisch).
  3. Infotafel an der Kapelle (französisch)