Gildwiller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gildwiller
Wappen von Gildwiller
Gildwiller (Frankreich)
Gildwiller
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux
Gemeindeverband Porte d’Alsace
Koordinaten 47° 41′ N, 7° 8′ OKoordinaten: 47° 41′ N, 7° 8′ O
Höhe 288–357 m
Fläche 5,02 km²
Einwohner 288 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 57 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code
Website http://www.gildwiller.fr/

Rathaus- und Schulgebäude

Gildwiller (deutsch Gildweiler) ist eine französische Gemeinde mit 288 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Kanton Masevaux und zum Kommunalverband Porte d’Alsace.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gildwiller liegt 13 Kilometer südwestlich von Cernay im Sundgau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Gildwiller ist abgeleitet vom germanischen Namen Geldulf und vom lateinischen Wort villare,[1] was Gehöft oder Weiler heißt, und wiederum von villa abgeleitet ist.[2] Er bedeutet also „Gehöft des Geldulf“.

In den Urkunden des Klosters Murbach wird Gildwiller als Gyldulfoviler 728 erstmals erwähnt.[3] Dem Heiligen Morandus (1075–1115) wird nachgesagt, dass er das Bildnis Unserer Lieben Frau in der Wallfahrtskirche auf einem Hügel bei Gildwiller jeden Freitag besuchte. Der Wallfahrtsplatz gilt als einer der ältesten im Elsass.[4][5]

Bis 1648 gehörte die Gemeinde zur Grafschaft Pfirt. Ab dem Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871) bis 1914 gehörte Gildwiller als Gildweiler zum Deutschen Reich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 152 169 188 244 282 278 280

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche der Erscheinung des Herrn (Église de l'Épiphanie-de-Notre-Seigneur)


Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bild der Landschaft wird von Obstbäumen, Feldern und Wald geprägt. Haupterwerbszweige sind Ackerbau, Rinderzucht und Forstwirtschaft. In Gildwiller ist außerdem eine Brauerei ansässig.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gildwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gildwiller auf der offiziellen Webpräsenz der CC Porte d’Alsace (Französisch) Abgerufen am 14. Januar 2010.
  2.  Wiktionary: villare – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  3. Patrimoine / Histoire auf gildwiller.fr in Französisch.
  4. Alban Butler, Kathleen Jones: Butler's lives of the saints. Band 6. Continuum International Publishing Group, 1997, ISBN 978-0-86012-255-5, S. 31 (in Google Books [abgerufen am 8. Oktober 2009] Nachdruck von Butlers Lives of the Fathers, Martyrs and other principal Saints von 1756-59). (Englisch).
  5. Lud. Ohl: Gildweiler. Geschichtliche Notiz des Gnadenortes. Immaculata-Verlag, 20. September 1898, abgerufen am 8. Oktober 2009.
  6. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.quid.frGildwiller auf quid.fr (Französisch)