Gildwiller

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Gildwiller
Wappen von Gildwiller
Gildwiller (Frankreich)
Gildwiller
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Dannemarie
Gemeindeverband Porte d’Alsace.
Koordinaten 47° 41′ N, 7° 8′ O47.6894444444447.1341666666667297Koordinaten: 47° 41′ N, 7° 8′ O
Höhe 288–357 m
Fläche 5,02 km²
Einwohner 289 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 58 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code
Website http://www.gildwiller.fr/

Rathaus- und Schulgebäude

Gildwiller ist eine französische Gemeinde mit 289 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Kanton Dannemarie und zum Kommunalverband Porte d’Alsace.

Geografie[Bearbeiten]

Gildwiller liegt 13 Kilometer südwestlich von Cernay im Sundgau.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Gildwiller ist abgeleitet vom germanischen Namen Geldulf und vom lateinischen Wort villare,[1] was Gehöft oder Weiler heißt, und wiederum von villa abgeleitet ist.[2] Er bedeutet also „Gehöft des Geldulf“.

In den Urkunden des Klosters Murbach wird Gildwiller als Gyldulfoviler 728 erstmals erwähnt.[3] Dem Heiligen Morandus (1075-1115) wird nachgesagt, dass er das Bildnis Unserer Lieben Frau in der Wallfahrtskirche auf einem Hügel bei Gildwiller jeden Freitag besuchte. Der Wallfahrtsplatz gilt als einer der ältesten im Elsass.[4][5]

Bis 1648 gehörte die Gemeinde zur Grafschaft Pfirt. Ab dem Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871) bis 1914 geriet Gildwiller unter deutsche Administration und wurde Gildweiler genannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 152 169 188 244 282 278 280

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche der Erscheinung des Herrn (Église de l'Épiphanie-de-Notre-Seigneur)


Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Bild der Landschaft wird von Obstbäumen, Feldern und Wald geprägt. Haupterwerbszweige sind Ackerbau, Rinderzucht und Forstwirtschaft. In Gildwiller ist außerdem eine Brauerei ansässig.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gildwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gildwiller auf der offiziellen Webpräsenz der CC Porte d’Alsace (Französisch) Abgerufen am 14. Januar 2010.
  2.  Wiktionary: villare – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  3. Patrimoine / Histoire auf gildwiller.fr in Französisch.
  4.  Alban Butler, Kathleen Jones: Butler's lives of the saints. 6, Continuum International Publishing Group, 1997, ISBN 9780860122555, S. 31 (Nachdruck von Butlers Lives of the Fathers, Martyrs and other principal Saints von 1756-59, in Google Books, abgerufen am 8. Oktober 2009). (Englisch).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLud. Ohl: Gildweiler. Geschichtliche Notiz des Gnadenortes. Immaculata-Verlag, 20. September 1898, abgerufen am 8. Oktober 2009.
  6. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.quid.frGildwiller auf quid.fr (Französisch)