Montreux-Vieux

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Montreux-Vieux
Wappen von Montreux-Vieux
Montreux-Vieux (Frankreich)
Montreux-Vieux
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Dannemarie
Koordinaten 47° 37′ N, 7° 1′ O47.6197222222227.0225355Koordinaten: 47° 37′ N, 7° 1′ O
Höhe 338–361 m
Fläche 4,14 km²
Einwohner 888 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 214 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code
Website http://www.montreux-vieux.fr/

Mairie

Montreux-Vieux (deutsch Altmünsterol; elsässisch Alt Menschtral) ist eine französische Gemeinde mit 888 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, zum Kanton Dannemarie und zum Gemeindeverband Porte d’Alsace.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Montreux-Vieux liegt im äußersten Südwesten des Elsass an der Grenze zur Region Franche-Comté. Im Südosten der Gemeinde verläuft der Rhein-Rhône-Kanal im Gebiet der Burgundischen Pforte zwischen Altkirch und Belfort.

Nachbargemeinden von Montreux-Vieux sind Chavannes-sur-l’Étang im Norden, Valdieu-Lutran im Osten, Magny im Südosten, Montreux-Jeune im Süden, Montreux-Château im Südwesten sowie Cunelières und Foussemagne im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Altmünsterol, erstmals erwähnt am 2. Juni 962 in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos I. an die Abtei Andlau, war als Teil der Herrschaft Münsterol (siehe Montreux-Château) Vogteibesitz der Grafen von Pfirt und ab 1350 der Habsburger. Als deren Dienstleute besaßen die Herren von Münsterol den Ort und das aus strategischen Gründen wichtige Umland an der Burgundischen Pforte bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1560. 1444 wurde der Ort durch einfallende Armagnaken verwüstet. Von 1560 bis zu den Umbrüchen der Französischen Revolution im Jahr 1790 gehörte die Herrschaft den Herren von Reinach-Münsterol. 1648 fielen Ort und Herrschaft - wie die restlichen habsburgischen Besitzungen und Rechte im Sundgau - an Frankreich.

Der an der Sprachgrenze gelegene Ort kam 1871 mit dem Friedensvertrag von Frankfurt wiederum aus strategischen Gründen zusammen mit den ebenfalls französischsprachigen Gemeinden Valdieu (dt. Gottesthal) und Montreux-Jeune als Ostteil des vormaligen Kantons Fontaine zum Reichsland Elsass-Lothringen. Mit dieser Grenzziehung wurden die drei Montreux politisch und administrativ getrennt, da Montreux-Château bei Frankreich blieb. Altmünsterol erlebte in den Jahren bis 1914 einen starken Anstieg der Bevölkerung (1871: 294 Einwohner, 1914: ca. 1000 Einwohner). Dies war darauf zurückzuführen, dass der Bahnhof des Ortes zum Grenzbahnhof ausgebaut wurde (Bahnhof 1. Klasse, Rangier- und Güterbahnhof, Bahnbetriebswerk) sowie die entsprechenden Behörden (Grenzpolizei, Zoll, Post) dort angesiedelt wurden. Ferner gab es Industriebetriebe wie die Cognac-Brennerei Dürr-Delamare und die Pilz-Konservenfabrik Laible. Im Ersten Weltkrieg besetzte die 1. Französische Armee unter General Pau beim Vorstoß auf Mülhausen am 6. August 1914 den Ort. Nach der Rückgliederung an Frankreich (1919) verlor der Ort einen Teil der gewonnenen Bedeutung wieder. Von 1940 bis zur Befreiung 1944 gehörte der Ort nochmals zum Deutschen Reich (Gau Baden-Elsass), der Bahnhof fungierte letztmals als Grenzbahnhof.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 917 967 1010 969 905 769 850

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Montreux-Vieux besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Mülhausen, dieser wurde am 15. Oktober 1857 in Betrieb genommen. An diesem halten Züge des TER Alsace und TER Franche-Comté.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Joseph Rossé, geb. 26. August 1892, elsässischer Autonomist, Abgeordneter und Politiker
  • Hans Paetsch, geb. 7. Dezember 1909, deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher
  • Léon Hégelé, geb. 30. Januar 1925, französischer Geistlicher, Weihbischof in Straßburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Montreux-Vieux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien