Bisel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bisel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Bisel
Wappen von Bisel
Bisel (Frankreich)
Bisel
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Altkirch
Gemeindeverband Communauté de communes du Jura Alsacien
Koordinaten 47° 32′ N, 7° 13′ OKoordinaten: 47° 32′ N, 7° 13′ O
Höhe 386–431 m
Fläche 8,10 km2
Einwohner 542 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 67 Einw./km2
Postleitzahl 68580
INSEE-Code
Website bisel.e-monsite.com

Bisel ist eine französische Gemeinde mit 542 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est. Sie ist Mitglied des Gemeindeverbandes Jura Alsacien. Die Einwohner werden Biselois(es) genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisel liegt im Sundgau im südlichen Elsass, 14 Kilometer südlich von Altkirch und 30 Kilometer westlich von Basel. In Bisel und den Nachbargemeinden liegen einige kleine Seen. Durch das Gemeindegebiet fließt der Largitzenbach auf seinem Weg zur Largue.

Nachbargemeinden von Bisel sind Heimersdorf im Norden, Ruederbach im Nordosten, Feldbach im Osten, Mœrnach im Südosten, Mooslargue im Süden, Seppois-le-Haut im Westen sowie Largitzen im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1302 wurde Bisol als Bizol zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist vom mittelhochdeutschen Wort Bies (Binsen) abgeleitet. Das Dorf wurde im Mittelalter durch die Grenzsetzung an der Largue zweigeteilt. Eine Hälfte gehörte bis 1324 zur Grafschaft Pfirt (danach zu Habsburg), die andere Hälfte war ein Lehen der Familie Montjoie von Hirsingue.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bisel als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Altkirch im Bezirk Oberelsaß zugeordnet. Im Ersten Weltkrieg wurde die Gemeinde zerstört.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 568[1] 467 487 518 545 534 601 568 542

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Kirche Saint-Colomban wurde 1918 im Stil des Neuklassizismus erbaut. Eine ursprüngliche dem Heiligen Columban geweihte Kirche an der gleichen Stelle ist seit 1302 belegt, sie war 1834 vergrößert worden und wurde im Ersten Weltkrieg zerstört.[2]

Kirche Saint-Colomban
Rathaus- und Schulgebäude

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1914 gab es 40 Holzschuhmacher in Bisel. Heute ist die Gemeinde von Äckern, Weiden, Wald und Fischteichen umgeben. Haupterwerbszweige sind Ackerbau und die Zucht von Hausrindern. Es gibt außerdem eine Molkerei vor Ort.[3]

Die Départementsstraße D463 verbindet Bisel mit Delle im Westen und Folgensbourg im Osten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bisel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Altkirch
  2. Bisel in der Base Merimée in Französisch; abgerufen am 21. Oktober 2009.
  3. Vie économique aif bisel.e-monsite.com in Französisch.