Valdir Pereira

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Didi 1959 vor einem Spiel im Rahmen der Copa América

Didi, eigentlich Valdir Pereira (* 8. Oktober 1928 in Rio de Janeiro; † 12. Mai 2001), war ein brasilianischer Fußballspieler.

Als Mittelfeldstar führte Didi sein Land Brasilien zu zwei Weltmeisterschaftstiteln 1958 und 1962. Insgesamt bestritt er 68 Länderspiele und schoss dabei 20 Tore. Vom 13. Mai bis 20. September 1959 war er zusammen mit Nílton Santos Rekordnationalspieler Brasiliens. Beide machten beim 2:0 gegen England ihr 54. Länderspiel und lösten den Vorgänger Zizinho ab. Sie wurden dann von Djalma Santos abgelöst, der den Rekord auf 98 Spiele ausdehnte.

Leben[Bearbeiten]

Seine Karriere startete er beim Provinzverein Americano Rio Branco/Campos (1945-46). Über Lençoes São Paulo (1946) und Madureira Riode Janeiro (1946-50), kam er 1950 schließlich zu einem der großen Vereine des Landes, Fluminense Rio de Janeiro. Im selben Jahr, am 19 Juli, schoss er das allererste Tor im neuerbauten Stadion von Maracana während des Eröffnungsspiels, einem Freundschaftsspiel zwischen den Jugendauswahlen der Bundesstaaten Rio de Janeiro und São Paulo. Schon ein Jahr später gewann er mit Fluminense die brasilianische Meisterschaft.

1952 gab er sein Debüt in der brasilianischen Nationalmannschaft beim 2:0-Sieg gegen Mexiko am 6. April. In den folgenden Jahren avancierte er zum Stammspieler. Sein Markenzeichen war die so genannte Folha Seca, ein Schuss mit dem Außenrist, bei dem sich die Flugbahn des Balles auf für den Torhüter überraschende Weise (einem herabfallenden trockenen Blatt gleich) verändert. Bei der WM 1954 bestritt er drei Spiele und erzielte zwei Treffer.

Ab 1956 spielte er äußerst erfolgreich für Botafogo Rio de Janeiro. Sein Karrierehöhepunkt war aber sicher die Fußball-Weltmeisterschaft 1958. Brasilien wurde zum ersten Mal in der Geschichte Weltmeister und Didi wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Brasilien 1958: Vicente Feola (Trainer), Djalma Santos, Zito, Bellini, Nilton Santos, Orlando, Gilmar - Garrincha, Didi, Pelé, Vava, Zagallo.

Nach der WM suchte er neue sportliche Herausforderungen und wechselte 1959 zum amtierenden Europapokal-Sieger Real Madrid. Die Anpassung an den europäischen Fußball gelang Didi allerdings nicht. Probleme mit dem Teamleader Alfredo Di Stéfano verhinderten, dass er sich in Madrid einen Stammplatz sichern konnte und so kehrte er nach einer erfolglosen Saison, in der er nur 19 Partien (6 Tore) bestritt, zu Botafogo zurück. Zum Abschluss seiner Karriere spielte er von 1962–1966 beim FC São Paulo. Seinen Länderspielabschied hatte Didi am 17. Juni 1962 gegen die ČSSR (3:1) in Santiago de Chile (WM-Endspiel).

1962 nach dem Gewinn seiner zweiten WM beendete er seine internationale Karriere und wechselte ins Trainergeschäft u.a. bei FC São Paulo, 1971/72 CA River Plate, 1972/75 Fenerbahçe Istanbul und Cruzeiro Belo Horizonte. 1970 nahm er als Nationaltrainer von Peru an der Fußball-Weltmeisterschaft teil und führte das südamerikanische Land bis ins Viertelfinale. In der Vorrunde verlor er gegen Deutschland mit 1:3 und im Viertelfinale gegen sein Heimatland Brasilien mit 2:4.

Trainerstationen: 1963/64 Sporting Cristal (Peru), 1964 Botafogo, 1965 Veracruz (Mexiko), 1966/67 FC São Paulo, Saudi-Arabien, Atlético Mineiro, Cruzeiro Belo Horizonte (beide Brasilien), 1972–1975 Fenerbahce Istanbul