Bundesautobahn 26

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-A
Bundesautobahn 26 in Deutschland
Bundesautobahn 26
Karte
Verlauf der A 26
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 58 km
  davon in Betrieb: 11 km
  davon in Bau: 13 km
  davon in Planung: 34 km

Bundesland:

Ausbauzustand: vierstreifig

Die Bundesautobahn 26 (Abkürzung: BAB 26) – Kurzform: Autobahn 26 (Abkürzung: A 26) – ist eine Autobahn in Norddeutschland. Ein erster Abschnitt bei Stade wurde 2008 in Betrieb genommen. Nach ihrer Fertigstellung soll die A 26 vierstreifig von Drochtersen über Stade nach Hamburg führen und dabei die Bundesstraße 73 zum Teil ersetzen. Diese ist bekannt für zahlreiche Unfälle mit Todesfolge, meistens verursacht durch zu hohe Geschwindigkeit, ungenügende Aufmerksamkeit und Selbstüberschätzung der Verkehrsteilnehmer auf der kurvenreichen Strecke mit vielen Ortsdurchfahrten und hohem Verkehrsaufkommen. Die Boulevard-Presse bezeichnet die Bundesstraße 73 deshalb häufig als „Todesstrecke“.

Bestehende Strecke[Bearbeiten]

Mit dem Bau des ersten, rund zwölf Kilometer langen Abschnitts zwischen Stade und Horneburg wurde 2002 begonnen. Zwischen dem 5. August und dem 5. September 2008 war die Richtungsfahrbahn Horneburg–Stade als Umleitung für die B 73 provisorisch für den Verkehr freigegeben, es stand nur ein Fahrstreifen zur Verfügung und die Höchstgeschwindigkeit war auf 50 km/h begrenzt. Die feierliche Verkehrsübergabe dieses Abschnitts fand am 4. Oktober 2008 statt. Nach geringer Verzögerung beim Beseitigen der letzten Absperrungen wurde am 23. Oktober 2008 der Abschnitt endgültig für den Verkehr freigegeben.[1] Der Anschluss an die Hansestadt Stade wurde mit einem aufwändigen „schwebenden Kreisel“ umgesetzt. Die A 26 geht dabei unter dem Kreisel in die jetzige B 73 über, die Auf- und Abfahrten verlaufen vom Kreisverkehr. Die Fahrbahnbreite beträgt zehn Meter, was dem Regelquerschnitt RQ 26 entspricht.

Bauphase[Bearbeiten]

Zweiter Abschnitt (Horneburg – Buxtehude)[Bearbeiten]

fertiggestellter, aber noch nicht freigegebener Autobahnteil

Für den zweiten zirka zehn Kilometer langen Abschnitt zwischen Horneburg und Buxtehude gibt es seit 2004 den Planfeststellungsbeschluss. Der Abschnitt Horneburg–Jork ist seit Mitte 2014 fertig asphaltiert. Voraussichtlich wird er ab dem letzten November-Wochenende 2014 vorerst nur in Fahrtrichtung Westen für PKW und Motorräder geöffnet .[2] Der Teil Jork–Buxtehude-Neuland ist bisher nur mit einem Vorbelastungsdamm bedeckt. Eine vollständige Freigabe für den Verkehr wird erst nach Fertigstellung des dritten Abschnitts 2020Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren erfolgen.

Nach einer teilweise erfolgreichen Klage gegen die geplante Streckenführung musste der östliche Teil des Abschnitts zum Schutze des NSG „Moore bei Buxtehude“ verlegt werden. Eine zusätzliche Klage der Stadt Buxtehude, bzgl. der geplanten Brückenquerung der Este wurde zurückgezogen.[3] Hierdurch wird der Buxtehuder Stadthafen nicht mehr für Segelschiffe erreichbar sein.[4]

Dritter Abschnitt (Buxtehude – Neu Wulmstorf)[Bearbeiten]

Für den dritten etwa 3,5 Kilometer lange Abschnitt von Buxtehude über die Este bis Neu Wulmstorf/Rübke, kurz vor der Landesgrenze Hamburg/Niedersachsen, gibt es seit dem 29. Juni 2012 einen Planfeststellungsbeschluss[5][6]. Der Baubeginn war am 5. September 2013.[7] Eine Fertigstellung ist bis 2020Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren geplant.[8] Zur Entlastung des nachgelagerten Verkehrsnetzes wurde die B3n im ersten Schritt als westliche Ortsumgehung errichtet. Sie soll im weiteren Verlauf südlich über die B73 an die bestehende B3 angeschlossen werden und so eine bessere Anbindung zur A1 bei Rade schaffen[9]. Mangels einer Entlastung in nördliche Richtung, wird die Anschlussstelle Rübke in nördliche Richtung bis zur Freigabe des vierten Bauabschnitts nicht freigegeben[5].

Planungsphase[Bearbeiten]

Vierter Abschnitt (Neu Wulmstorf – A 7)[Bearbeiten]

Abschnitt der A 26 innerhalb von Hamburg

Der vierte Abschnitt von der Landesgrenze Niedersachsen/Hamburg bis nach Hamburg zur A 7 wird hauptsächlich von der Freien und Hansestadt Hamburg geplant (Bauabschnitt 4b).[10] Seit dem 8. Oktober 2012 läuft hierzu das Planfeststellungsverfahren.[11] Für den niedersächsischen Bauabschnitt 4a läuft seit dem 6. September 2012 das Planfeststellungsverfahren.[12]

Fünfter Abschnitt (Drochtersen – Stade)[Bearbeiten]

Im Mai 2004 beschloss der Verkehrsausschuss des Bundestages, die Autobahn von Stade nordwestlich nach Drochtersen zu verlängern und sie an die geplante A 20 anzuschließen. Dieser Abschnitt befindet sich seit dem 20. September 2010 im Planfeststellungsverfahren.

„Hafenquerspange” (A 7 – A 253 – A 1)[Bearbeiten]

Planungen des Bundesverkehrsministeriums sehen eine Verlängerung des vierten Bauabschnittes vom zukünftigen Autobahnkreuz Hamburg-Süderelbe südlich von Wilhelmsburg als sogenannte Hafenquerspange zur A 1 mit einem Autobahndreieck Hamburg-Stillhorn vor.[13] Dafür wird auch eine weitere Überquerung der Elbe nötig. Im Mai 2011 wurde vom Bundesverkehrsministerium die Finanzierung beschlossen, damit könnte dieser Abschnitt bei einem günstigen Planungs- und Bauverlauf 2017Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren eröffnet werden.[14] Herzstück dieses Abschnittes ist die neue Süderelbbrücke, deren Design nach einem Architektenwettbewerb am 16. Mai 2013 vorgestellt wurde. Es ist eine Schrägseilbrücke mit zwei Pylonen. Die Durchfahrtshöhe für Schiffe soll 53 Meter betragen.[15]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 26 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A 26-Abschnitt wird eingeweiht. Hamburger Abendblatt, 4. Oktober 2008, abgerufen am 19. Juni 2011.
  2. „"A26 Light" in Stein gemeißelt?“, Kreiszeitung-Wochenblatt Jork, 17. April 2014
  3. Buxtehude zieht Klage gegen A26-Bau zurück
  4. Buxtehude hält an Klage fest (Version vom 12. April 2013 im Webarchiv Archive.today)
  5. a b Planfeststellungsbeschluss über den Neubau des 3. Bauabschnitts der Bundesautobahn 26, östlich der Anschlussstelle Buxtehude bis zur Anschlussstelle Neu Wulmstorf von Bau-km 21+400 bis Bau-km 25+500 (Az.: 3318-31027/01 (A 26-405)) (PDF 2,0MB). 26. Juni 2013, abgerufen am 21. Mai 2014.
  6. Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplanes – Teil Straße (Niedersachsen). 25. Juni 2013, abgerufen am 30. Juli 2013.
  7. A 26: Baubeginn zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf. 5. September 2013, abgerufen am 15. September 2013.
  8. A26: Baubeginn für dritten Abschnitt. 19. August 2013, abgerufen am 15. September 2013.
  9. B 3n: Zubringer zur A 26, 2. Bauabschnitt. Abgerufen am 21. Mai 2014.
  10. Claudia Michaelis: Neue Hoffnung: 2018 freie Fahrt. A26-Weiterbau. HAN-online, 11. Mai 2011, abgerufen am 19. Juni 2011 (Planungen des Bundesverkehrsministeriums zur Anbindung an die A 7).
  11. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: Planfeststellungsverfahren für den Neubau der A 26 (Stade–Hamburg), Bauabschnitt 4 (A 7 bis Landesgrenze) und für den Ausbau der A 7 von Moorburg bis AS HH-Heimfeld. 8. Oktober 2012, abgerufen am 21. Mai 2013.
  12. 4. Bauabschnitt von der Anschlussstelle Neu Wulmstorf bis zum Anschluss an die A 7
  13. st/ag: Entscheidung für Südtrasse. Hafenquerspange. HAN-online, 7. März 2011, abgerufen am 19. Juni 2011 (Planungen des Bundesverkehrsministeriums zur Hafenquerspange).
  14. Verkehrsministerium gibt grünes Licht für A 26. Autobahnausbau Drochtersen-Hamburg. Hamburger Abendblatt, 7. Mai 2011, abgerufen am 19. Juni 2011.
  15. ndr.de.: So soll die neue Süderelbbrücke aussehen. 16. Mai 2013.