Musée Condé

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Das Musée Condé ist ein bedeutendes Museum, das sich im Schloss Chantilly, etwa 60 km nördlich von Paris, befindet. Es wurde von Henri d’Orléans, dem Duc d'Aumale und Sohn von König Ludwig Philipp I., mitsamt seiner Kunstsammlung dem Institut de France übereignet. Das Museum besteht aus Ausstellungsräumen, aber auch aus den großen und kleinen Gemächern, die die Prinzen von Condé und der Duc d'Aumale selbst im 18. und 19. Jahrhundert eingerichtet hatten.

Henri d’Orléans war sein ganzes Leben lang als Kunstsammler tätig gewesen, wobei er Stücke sammelte, die entweder seinen Vorfahren gehört hatten oder durch Revolutionen und Kriege zerstreut wurden. Besonders während seines Exils in England (1848–1870) konnte er bedeutende Werke seiner Sammlung hinzufügen, so dass seine Sammlung an Malereien heute zu den bedeutendsten ihrer Art in Frankreich zählt. Sie besteht hauptsächlich aus Werken der italienischen und französischen Schule, von denen drei Gemälde von Fra Angelico, drei Gemälde von Raffael, fünf von Nicolas Poussin, vier von Antoine Watteau und fünf von Ingres hervorstehen. Das Museum besitzt weiterhin 2500 Zeichnungen und eine Bibliothek mit 1500 Handschriften, darunter 200 Buchmalereien. Das berühmteste Werk ist hier zweifellos das Das Stundenbuch des Herzogs von Berry. Eine Sammlung von Drucken, Miniaturporträts, Skulpturen, Antiquitäten, Photographien, Möbeln und Porzellan gehören ebenfalls zum Schatz des Museums.

Die Kunstwerke des Musée Condé können nur in Chantilly besichtigt werden, da der Duc d'Aumale an die Schenkung die Bedingung knüpfte, dass die Präsentation der Sammlung nicht verändert werden dürfe und dass die Werke nicht verliehen werden dürfen. Die Ausstellung ist somit seit 1898 praktisch unverändert geblieben. Das Museum wird jährlich von etwa 250.000 Besuchern besichtigt. Jedes Jahr werden vier Sonderausstellungen organisiert, um Werke zu zeigen, die aus Konservierungsgründen normalerweise nicht ausgestellt werden können.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Während seines ganzen Lebens erwarb Henri d’Orléans, den man meist mit seinem Titel Duc d’Aumale bezeichnet, in ganz Europa Kunstwerke, die seinen Vorfahren gehört hatten oder die in den verschiedenen Kriegen und Revolution verstreut worden waren. Er nutzte insbesondere sein Exil in England dazu, Gemälde und Bücher zu sammeln. Zurück in Frankreich, begann er den Wiederaufbau des Schlosses auf seinem Anwesen in Chantilly, um dort seine Sammlung unterzubringen. Das Grand Château wurde im Jahr 1885 fertiggestellt.

Aufbau der Sammlung des Duc d’Aumale [Bearbeiten]

Die Herren von Condé haben im Laufe der Zeit eine Sammlung von Meisterwerken, aber auch von Porträts ihrer Familienmitglieder aufgebaut. Ab dem Jahre 1643, der Zeit des Grand Condé, diente das Schloss Chantilly als Ausstellungsort der Gemälde. Neben den Porträts des Grand Condé besitzt das Schloss auch Gemälde seiner Heldentaten im Kampf, die sich jetzt in der Galerie des actions de Monsieur le Prince (Galerie der Taten des Prinzen) befinden. Während der Französischen Revolution wurden die Sammlungen auseinandergerissen und eine Reihe von Gemälden ging verloren. Nach der Restauration versuchte Ludwig VI., diese Sammlungen wiederherzustellen und er schaffte es, etwa 100 Gemälde zusammenzubringen, größtenteils Porträts und Jagdszenen der französischen, flämischen und niederländischen Schulen. Als Universalerbe und Vermächtnisnehmer des letzten Condé erhielt Henri d’Orléans die Sammlung in vollem Umfang.

Orleans House in Twickenham, Residenz des Duc d'Aumale während seines englischen Exils

Der Duc d’Aumale kaufte seine ersten Kunstwerke im Jahre 1844, um Gemächer, die er gerade im kleinen Schloss Chantilly für seine Frau Maria Karolina Augusta von Neapel-Sizilien eingerichtet hatte, zu verschönern. Es handelte sich dabei um mehrere Porträts aus dem 18. Jahrhundert, darunter Werke von Largillière und Duplessis. Aber erst bei seinem Exilaufenthalt ab dem Jahr 1848 begann er, Kunst systematisch zu sammeln. Im Jahr 1852 zwang Napoleon III. ihn und die ganze Familie Orléans, ihr Eigentum im Konkursverfahren zu verkaufen. Dadurch standen ihm plötzlich erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Im Jahr 1850 erwarb er nach dem Verkauf der Sammlung seines verstorbenen Vaters das Gemälde Das Pferd geht aus dem Stall von Théodore Géricault. Im Jahr 1852, in dem er in seiner Residenz in Twickenham wohnte, widmete er sich fast ausschließlich dem Aufbau der Sammlung, unterstützt von Beratern. Bei der Wahl der Werke leitet in ihm zwei Grundsätze: er erwarb Werke, die an seine berühmten Vorfahren erinnerten oder ihnen gehört hatten, und Werke, die an die ruhmreiche Geschichte Frankreichs erinnerten.

Im Jahr 1854 wurde der Duc d’Aumale Besitzer der Sammlung seines Schwiegervaters Leopold von Neapel-Sizilien und damit von mehr als der Hälfte der italienischen Gemälde, die heute im Schloss Chantilly zu sehen sind. Gleichzeitig erwarb er bei einer Auktion das Gemälde Bethlehemitischer Kindermord von Nicolas Poussin. Er spezialisierte sich auf die Bibliophilie und erwarb Handschriften und Buchmalereien des Mittelalters, wovon die berühmteste die Das Stundenbuch des Herzogs von Berry ist, die der Duc d’Aumale in Italien im Jahr 1856 erwarb. Als im Jahr 1861 Frédéric Reiset, der Kurator des Louvre, seine Sammlung von Zeichnungen verkaufte, erweiterte der Duc d'Aumale seine Kunstsammlung mit Zeichnungen von Dürer, Raffael, Poussin und Lorrain. Im Jahr 1869 kaufte er die Sammlung des Marquis Maison, die vor allem aus Werken der Orientalistik des 18. und des 19. Jahrhunderts bestand. Beim Verkauf der Sammlung Delesserts im Jahre 1869 gelang ihm der Erwerb der Madonna d'Orléans von Rafael, die, wie ihr Name schon sagt, zu seinen Vorfahren gehörte.

Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahre 1871 setzte der Duc d’Aumale, mittlerweile Akademiemitglied geworden, seine Akquisitionen fort. Im Jahre 1876 erwarb er vom Fürst von Sutherland seine Sammlung von französischen Porträts, die von Alexandre Lenoir aufgebaut und bis dahin im Stafford House in London aufbewahrt gewesen war; sie enthielt Werke von François Clouet, Corneille de Lyon, Pierre Mignard oder Philippe de Champaigne. Drei Jahre später kaufte er die Sammlung von Gemälden von Frédéric Reiset an, die altitalienische Werke, Gemälde von Gérard und Ingres sowie ein Werk von Poussin enthielt. Im Jahr 1881 schließlich erwarb er 311 Porträts mit Ursprung aus der Sammlung von Caterina de’ Medici, die Lord Carlisle gehört hatten und die François Clouet zugeschrieben werden. Anschließend wurden die Ankäufe gezielter: die Drei Grazien 1885, das Ländliche Konzert von Corot 1890, 40 Buchmalereien aus dem Stundenbuch des Étienne Chevalier von Jean Fouquet im Jahr 1891 sowie Esther choisie par Assuérus von Filippino Lippi im Jahre 1892.

Errichtung eines Scheins für die Sammlung [Bearbeiten]

Marmorbüste des Duc d’Aumale in der Grande Galerie, Paul Dubois.

Im Jahre 1875 einigte sich der Duc d’Aumale mit dem Architekten Honoré Daumet auf ein Projekt, das Große Schloss auf dem Ort, der seit der Zerstörung des alten Schlosses im Gefolge der Revolution leerstand, aufzubauen. Ab diesem Zeitpunkt sah er zusätzlich zu seinen eigenen Gemächern und Empfangsräumen Galerien vor, um seine Sammlung auszustellen, darunter eine verglaste Galerie, um die Fenster des Mythos von Psyche vom Schloss Écouen präsentieren zu können. Der Rohbau wurde im Jahr 1882, und die Innenausbauarbeiten im Jahr 1885 abgeschlossen. Der Architekt schuf kleine Räume, die mit Oberlichtern versehen waren, wie das Santuario oder die Tribune. Der Duc d’Aumale lud mehrere namhafte Künstler seiner Zeit zur Innendekoration ein: Den Maler Paul Baudry, die Bildhauer Henri Chapu, Laurent Marqueste, Georges Gardet, den Silberschmied Émile Froment-Meurice. Während seines zweiten Exils zwischen 1886 und 1889 ließ er die Logis ist in Museumsräume und das Theater in eine Bibliothek umbauen.[1] Der Duc d’Aumale lud regelmäßig zu besuchen in das Schloss ein, um seinen Gästen seine Sammlungen anlässlich von Empfängen zu zeigen. Die Kosten der Umbauarbeiten zwischen 1872 und 1897 werden auf 5 365 758,17 Goldfrancs geschätzt.[2]

Im März 1878 beschloss der Duc d’Aumale, sein Schloss der Öffentlichkeit während der Sommersaison, donnerstags und sonntags vom 1. Juni bis 1. Oktober, zugänglich zu machen.[3]

Schenkung an das Institut de France [Bearbeiten]

In seinem Testament vom 3. Juni 1884 vermachte der Duc d’Aumale, der ohne direkte Erben geblieben war, seine Sammlung mit dem Rest des Besitzes von Chantilly an das Institut de France. Es war zu diesem Zeitpunkt selbst bereits Mitglied von Akademien, die dieser Institution unterstanden: seit 1871 der Académie française und der Académie des beaux-arts seit 1880. Diese Schenkung sah er als Mittel zu vermeiden, dass seine Sammlung aufgelöst werden würde. Diese Vorgehensweise wurde ihm von Justin de Selves, dem damaligen Präfekten der Oise und späteren französischen Minister für auswärtige Angelegenheiten, vorgeschlagen. Mit dem Verbannungsgesetz vom 2. Juni 1886 wurde der Duc wiederum gezwungen, seine Heimat zu verlassen und er beschloss daher, aus dem Erbe eine unwiderrufliche Schenkung zu machen und sich die Nutzungsrechte auf Lebensdauer zu sichern. Die Schenkung wurde am 25. Oktober 1886 offiziell. Die Bedingungen des Schenkungsvertrages waren sehr streng: der Duc verlangte, dass die Präsentation der Werke nicht geändert werde, dass die Werke nicht verkauft und nicht einmal verliehen werden.[4]

Mit dem Dekret des Präsidenten vom 20. Dezember 1886 nahm der französische Staat die Schenkung an. Er bestimmte, dass die Verwaltung einem Kuratorenkollegium, das aus drei Institutsmitgliedern, darunter einem Mitglied der Académie française, einem Mitglied der französischen Académie des Beaux-Arts und einem weiteren Akademiemitglied, meist aus der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres oder Académie des sciences morales et politiques bestehen solle. Die Routinearbeit bei der täglichen Verwaltung der Sammlungen wurde einem Kurator-Assistent übertragen. Die erste Person in diesem Amt war Gustave Macon, der frühere Privatsekretär des Duc d'Aumale. Den drei Kuratoren und dem Assistenten wurde eine offizielle Dienstwohnung im Schloss Enghien gegeben, die sich am Eingang des Parks befindet, auch wenn nur der Assistent die Pflicht hatte, sich dort permanent aufzuhalten. Die Schenkung wurde nach dem Tod des Herzogs am 7. Mai 1897 wirksam.[5]

Ausstellungsräumlichkeiten [Bearbeiten]

Der Wiederaufbau des Schlosses durch Honoré Daumet hatte von Beginn an das Ziel, einen Rahmen für die Sammlungen des Duc d'Aumale zu schaffen. Auf diese Art sind viele Räume entstanden, wenngleich zu Beginn das Musée Condé auf einige Gemäldegalerien beschränkt war. Seit der Öffnung des Schlosses für die Allgemeinheit im Jahr 1898 gehören alle Räume, inklusive die herzöglichen Gemächer, zum Museum.

Vestibule d'honneur und Kapelle [Bearbeiten]

Der Altar der Kapelle Saint-Louis

Wer heute das Museum besucht, betritt zunächst ein großes, mit Marmor verkleidetes Vestibül, durch das auch die Gäste des Duc d'Aumale schritten, wenn er zu einem Empfang geladen hatte. Auf den Wänden sind zwei Schilder aus Fayence befestigt, die Masseot Abaquesne zwischen 1542 und 1544 auf Bestellung von Anne de Montmorency für das Schloss Écouen hergestellt hat. Sie zeigen zwei Episoden aus der Römischen Geschichte des Titus Livius: Marcus Curtius, der sich in den Abgrund des Forums stürzt, um die wütenden Götter zu besänftigen und Gaius Mucius Scaevola, der die Hand auf die Feuersglut ausstreckt.[6] Auf der linken Seite befindet sich die große escalier d'honneur (Ehrentreppe), die zu den kleinen Gemächern führt. Sie ist eine Kopie der Treppe des Palais Royal, der früheren Residenz des Geschlechts der Orléans in Paris. Die Decke über dieser Treppe ist mit einer Malerei von Diogène Maillart verziert, die nach einer Vorlage von Elie Delaunay entstand und den Titel L'Espérance tenant le drapeau français trägt.[7] Im Gang, der zur Kapelle führt, sind genuesische liturgische Gewänder (Kasel und Dalmatik) aus Goldband entlang der Wände angeordnet. Sie stammen aus dem 15. Jahrhundert und wurden 1880 bei einer Auktion in Florenz ersteigert.[8]

Die Kapelle Saint-Louis wurde von Honoré Daumet so angelegt, dass sie die Einrichtung aus dem Schloss Écouen übernehmen konnte: der Altar ist mit einem Flachrelief von Jean Goujon versehen, das das Opfer Abrahams darstellt, des Weiteren hat er Schnitzarbeiten und zwei farbige Fenster: im linken sind die Söhne des Connétable Anne de Montmorency, dargestellt durch den Heiligen Johannes abgebildet, im rechten die Töchter und die Frau des Connétable, Madeleine de Savoie, dargestellt durch die Heilige Agatha. Die Wände der Kapelle sind mit Malereien verziert, die den Heiligen Christophorus und den Heiligen Jakob darstellen, des Weiteren findet man eine Flagge einer Augsburger Einheit, die auf dem Schlachtfeld von Rocroi erbeutet wurde. Am Ende des Chors befindet sich die Kapelle der Herzen der Condé. Es handelt sich hierbei um ein altes Denkmal, das zu Ehren von Henri II. in der St-Paul-St-Louis-Kirche zu Paris aufgestellt wurde. Es wurde vom Bildhauer Jacques Sarazin geschaffen und enthält das Herz des Prinzen. Es war eine Zeit lang in der Pfarrkirche zu Chantilly aufgestellt und enthält seitdem alle Herzen der Prinzen von Condé. Der Duc d'Aumale ließ es 1885 an seinen heutigen Platz bringen und so umbauen, dass es in die runde Kapelle, die sich in einem der Türmchen des Schlosses befindet, eingebaut werden konnte.[6]

Galerie des Cerfs [Bearbeiten]

Grande table de réception au centre avec des tapisseries aux murs et un plafond à caissons
La Galerie des cerfs

Die Galerie des Cerfs (Galerie der Hirsche) verdankt ihren Namen einem Saal, der an gleicher Stelle 1528 von Anne de Montmorency gebaut und 1785 zerstört wurde. Der jetzige Saal wurde von 1875 bis 1880 errichtet und am 11. November 1880 eingeweiht. Es handelt sich um einen Speisesaal mit einem Balkon, wo früher Musikanten platziert wurden. Die Decke des im Stil des 16. Jahrhunderts eingerichteten Raumes enthält Kassetten mit den Wappen der Herren von Chantilly. Die gesamte sonstige Ausstattung ist der Jagd gewidmet, verschiedene Trophäen einschließlich eines Löwenfells sind ausgestellt. Dazu kommt ein Zyklus von Wandteppichen mit dem Titel Die Jagden des Maximilian. Es handelt sich dabei um Reproduktionen flämischer Teppiche nach Abbildungen von Bernard van Orley. Die Nachbildungen wurden von der Gobelin-Manufaktur zu Beginn des 18. Jahrhunderts für Louis- Alexandre de Bourbon hergestellt und stellen Szenen von Treibjagden in den Wäldern um Brüssel zu verschiedenen Jahreszeiten dar. Über dem Kamin ist ein Gemälde von Paul Baudry angebracht, dass La Vision de Saint Hubert (1882) darstellt. Die Galerie des Cerfs wird für Sonderausstellungen von Zeichnungen verwendet. Wenn keine Sonderausstellungen durchgeführt werden, ist auf dem großen Tisch in der Mitte des Saales eine Kollektion von Surtouts mit Jagdmotiven aus Porcelaine de Sèvres zu sehen, die im 19. Jahrhundert nach Zeichnungen von Jean-Baptiste Oudry angefertigt wurden.[6]

Dieser Speisesaal wird durch einen Dienstgang mit den Wohngebäuden verbunden, ein Speiseaufzug verband wiederum diesen Gang mit den Küchen im Erdgeschoss. Die Speisen, die auf diesem Weg herangebracht und mit Warmhalteplatten warm gehalten wurden, richtete man zunächst in Services an, bevor man sie in die Galerie des Cerfs brachte. Die Galerie stellt in großen Vitrinen und Schubfächern einige Services aus Porzellan, Goldschmiedearbeiten oder Kristall aus, die dem Herzog gehört haben und seit 1897 auf diese Art ausgestellt sind. Man kann weiterhin sieben verschiedene Porzellanservices aus Sèvres- und Paris-Porzellan, die dem Herzog (mit den Initialen H. O. für Henri d’Orléans), oder seiner Familie gehört haben, oder ein Tischservice aus Christofle-Goldschmiedearbeit betrachten. Auch andere Stücke aus massivem Silber, die aus dem Besitz der Condé stammen und nicht zuletzt eine Sammlung von Gläsern aus böhmischen Kristall, die die Initialen von Henri d' Orléans tragen, sind ausgestellt.[9]

Gemäldegalerie und Rondell [Bearbeiten]

Die Gemäldegalerie mit dem Eingang zur Galerie des Cerfs im Hintergrund

Die Gemäldegalerie Galerie de Peintures ist der größte Ausstellungssaal des Schlosses. Sein Dach ist lichtdurchlässig und seine Wände sind mit Tapeten in pompejanischem Rot verkleidet. Die Gemälde sind ohne erkennbare Ordnung über- und nebeneinander angeordnet. Es handelt sich dabei zumeist um großformatige Werke, die vor der Renovierung des Schlosses in der Jeu-de-Paume-Halle ausgestellt waren. Beim eintreten in den Saal findet man auf seiner linken zumeist Werke der italienischen Schule, etwa von Il Guercino oder Werke, die in Italien entstanden sind, etwa von Nicolas Poussin oder Gaspard Poussin. Auf der rechten Seite überwiegen Bilder der französischen Schule, etwa von Philippe de Champaigne, Jean-Marc Nattier oder Eugène Delacroix. Weiterhin findet man dort eine Anzahl orientalistischer Werke. Am Ende des Saales stammen die Bilder größtenteils aus dem 18. Jahrhundert.[6]

Vom Ende der Gemäldegalerie erreicht man über eine Treppe das Rondell im Turm Tour de Vineuil.[10] Der Duc d’Aumale hatte hier ursprünglich eine Ausstellung von Zeichnungen eingerichtet. Diese Zeichnungen wurden jedoch zu ihrer besseren Konservierung entfernt, wodurch man einigen der bedeutendsten Objekte der Sammlung zu besserer Geltung verhelfen konnte. Dazu gehören das Porträt der Simonetta Vespucci von Piero di Cosimo oder die Madonna di Loreto von Raffael, das seinen Platz erst 1979, nach dem man Raffaels Urheberschaft festgestellt hatte, bekam.[11] Auf dem Boden befindet sich ein Mosaik mit einer Jagdszene, das bei einer Ausgrabung in Pompeji, wahrscheinlich in der Casa dei Fiori gefunden wurde. [12]

Galerie de Psyché, Santuario und Schmucksteinkabinett [Bearbeiten]

Die Galerie de Psyché ist mit 44 farbigen Fenstern verziert, die den Mythos der Psyche erzählen und die zwischen 1541 und 1542 für Anne de Montmorency in seinem Schloss Écouen hergestellt wurden.[10] In diesem mit grünem Stoff tapezierten Raum werden die Sonderausstellungen veranstaltet. Wenn die Umstände es verlangen, werden auch das Schmucksteinkabinett und die Galerie des Cerfs für die Ausstellungen genutzt. Dass Santuario ist ein kleiner Raum mit einem einzigen Oberlicht, der ursprünglich zur Ausstellung von Drucken aus der Sammlung gedacht war. Aus Gründen der besseren Konservierung wurden die Drucke aber entfernt. Seitdem werden in diesem Raum zwei Gemälde von Raffael, nämlich die Drei Grazien und die Madonna d'Orléans, ein von Filippino Lippi gemaltes und Esther und Assuerus genanntes Cassone-Fragment sowie 40 Buchmalereien von Jean Fouquet, die dem Stundenbuch des Étienne Chevalier entnommen sind, ausgestellt.[13]

Das Schmucksteinkabinett zeigt eine Waffen- und Schmucksammlung. Hier war der rosafarbene Diamant ausgestellt, bis er in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 1926 zusammen mit den Waffen von Abd el-Kader gestohlen wurde. Er war unbekannter Herkunft und wurde durch den Grand Condé erworben, möglicherweise durch Schenkung von Ludwig XIV.. Heute ist nur eine Kopie des Diamanten ausgestellt.[14] Abgesehen von Waffen und Schmuck sind in diesem Raum auch Miniaturporträts und Emailarbeiten zu sehen.[15]

Die Tribune [Bearbeiten]

Die Tribune

Dieser Saal ist zweifellos nach der Tribuna in den Uffizien zu Florenz benannt, die 1580 durch Bernardo Buontalenti erbaut wurden. Er besitzt die gleiche sechseckige Form und die gleichen roten Tapeten aus Samt mit goldenen Posamenten.[16] Auch dieser Saal hat ein verglastes Dach und schafft so ein natürliches Oberlicht. Im oberen Teil zieren ihn acht Bilder, die beim Maler und Prix de Rome-Träger Armand Bernard bestellt wurden. Sie zeigen acht Orte, an denen der Duc d'Aumale gelebt hat:[17] das Palais Royal, wo er geboren wurde, das Lycée Henri IV, wo er unterrichtet wurde, das Schloss Villers-Cotterêts, wo er einen Teil seiner Kindheit verbrachte, die Burgen Aumale und Guise, die seiner Familie gehörten, die Residenz in Twickenham, wo er sein englisches Exil verbrachte, und zuletzt das Schloss in Palermo, wo er die Familie seiner Frau besuchte.[16]

Dieser Saal war ursprünglich gänzlich, bis unter die Decke, mit Gemälden bedeckt. Einige der Objekte wurden jedoch 1886 in die damals gerade fertig gestellten Wohngemächer gebracht, so dass man 1897 in der Tribune noch 62 Gemälde zählte. Heute finden sich einige im Rondell, andere in der Salle Clouet. Zwei Wände des Saals sind in der italienischen und flämischen Renaissance gewidmet, etwa die Mystische Hochzeit des Heiligen Franziskus von Assisi von Sassetta oder das Diptychon Johanna von Frankreich. Eine weitere Wand ist für die Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, etwa Champaigne oder Watteau reserviert, wiederum eine für die neoklassische Malerei, zum Beispiel vier Werke von Ingres. Auf der letzten Wand befindet sich romantische Malerei, etwa ein Delacroix.[16] Am Eingang zur Tribüne sieht man zwei Flachreliefs, die Jean Goujon zugeschrieben werden, mit den Titeln Le Départ und La Chute de Phaéton. Sie stammen ursprünglich aus dem Schloss Écouen.[18]

Bibliothek und Cabinet des livres [Bearbeiten]

Das Bücherkabinett des Schlosses

Die Museumsbibliothek befindet sich in einem Raum des Kleinen Schlosses namens Cabinet des livres (Bücherkabinett), der allen Besuchern offen steht. Er wurde zwischen 1876 und 1877 vom Architekten des Schlosses, Honoré Daumet, eingerichtet. Er ist auf zwei Wandflächen mit Regalen aus Metall ausgestattet, die man über eine Galerie erreicht. Die Bücher sind hier nach Größe, Einband und wissenschaftlicher Zuordnung geordnet und haben nicht zuletzt eine dekorative Funktion. Die Kassettendecke ist mit den Wappen der Waffenbrüder des Grand Condé verziert. Seine Büste, angefertigt von Antoine Coysevox, ist auf dem Kamin aufgestellt. Auf einer Staffelei ist ein Gemälde von Gabriel Ferrier zu sehen, das den Duc d'Aumale in seiner Bibliothek in Begleitung von seinem Berater in Akquisitionsfragen, Alfred-Auguste Cuvillier-Fleury, darstellt. In diesem Saal werden Sonderausstellungen zum Thema Bibliophilie abgehalten, wo alte Bücher, Dokumente aus den Archiven und seltene Einbände gezeigt werden.[19]

Zur Bibliothek gehört ein zweiter, 1888-1889 auf dem Ort des einstigen Théâtre des princes de Condé, eingerichteter Raum, der deshalb den Namen Bibliothèque du théâtre trägt. Er ist nur im Rahmen eines geführten Besuches zugänglich. Er beherbergt die 30.000 Bände aus dem 19. Jahrhundert und die bibliografischen Dokumente, die der Arbeit des Duc d'Aumale dienten. Zwei weitere Räume sind nicht öffentlich zugänglich. Im Turm tour des Chartes wird das Archiv des Besitzes und des Duc aufbewahrt. Ein Lesesaal steht Wissenschaftlern nach Terminvereinbarung zur Verfügung.[19]

Gemach des Prinzen [Bearbeiten]

Das Gemach des Prinzen

In diesem alten, Chambre de Monsieur le Prince oder Gemach des Prinzen genannten Raum ist ein Teil der Holzvertäfelung aus den 1720er Jahren erhalten, die unter der Leitung des Dekorateurs Charles Maurissan eingebaut wurde. Im Jahr 1820 wurde es mit Gemälden des Malers Christophe Huet aus den Jahren 1734-1735 verschönert. Sie stellen exotische Tiere und orientalische Pagoden dar. Es diente damals als Billardzimmer und wurde vom Duc d'Aumale in einen Salon umgewandelt. Das Zimmer verfügt über mehrere Möbel des 18. Jahrhunderts, wie zwei Kommoden, darunter eine von Johann Heinrich Riesener, und einen Schreibtisch. Andere Möbel wie ein Sofa, zwölf Sessel und sechs Stühle wurden vom Duc d'Aumale im 18. Jahrhundert bestellt und sind mit Beauvais-Bezügen verkleidet.[20][21]

Grand cabinet [Bearbeiten]

Das Cabinet des Princes hat seine Funktion bis zur Zeit des Duc d'Aumale beibehalten. Es ist mit weißen und goldenen Holzvertäfelungen aus dem Jahr 1720, die mit Jagdmotiven versehen sind, verziert. Nur die Gemälde über den Türen wurden während der Revolution entfernt und während der Restauration durch Gemälde aus dem Palais Bourbon, dem Eigentum der Prinzen von Condé, ersetzt. Sie zeigen militärische Szenen des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Mobiliar des 18. Jahrhunderts stammt aus dem Verkauf der Sammlungen von Louis-Philippe I. im Jahre 1857. Es umfasst sechs Sessel und sechs Stühle, ein Sofa und einen Schirm. Alle mit Beauvais-Bezügen verziert. Es gibt auch einen kleinen Beistelltisch aus Cloisonné-Email, hergestellt 1874 in der Manufaktur Christofle.[20][21]

Großes Affenkabinett [Bearbeiten]

Das große Affenkabinett

Die Singerie, oder das Affenkabinett ist einer der berühmtesten Säle des Schlosses. Er beherbergt ein Ensemble von gemalten Dekorationen, die Christophe Huet zugeschrieben werden und wahrscheinlich 1737 entstanden. Es handelt sich um eine Darstellung von Affen, die menschliches Handeln imitieren, und um Porzellan. Es verbindet somit die neuen Moden der Chinoiserie und der Karikatur. Jedes Bild ist eine Allegorie auf die Künste oder die Wissenschaften, welche die Jagd, Krieg, Malerei, Skulptur, Geometrie, Geographie und Chemie darstellen. Auf einem der Bilder ist einer der Affen Porzellanmaler (Louis IV. Henri de Bourbon, sein Geldgeber, hatte gerade eine Porzellanmanufaktur in der Stadt gegründet, die Porzellan mit fernöstlich inspiriertem Dekor herstellte). Im Hintergrund befindet sich ein Gemälde, während darunter eine Notenpresse steht, möglicherweise eine Anspielung auf das Vermögen des Fürsten, dass dieser im Law-System erworben hatte. Somit ist auch der Geldgeber des Projektes selbst karikiert. Die Einrichtung umfasst auch eine Anspielung auf die fünf Sinne und die vier Teile der Welt. Die Decke ist ganz der Jagd gewidmet. Der gleiche Künstler hat zum gleichen Thema Einrichtungen im Schloss Champs-sur-Marne und im Hôtel de Rohan zu Paris geschaffen.[22][23]

Das Mobiliar des Salon umfasst vier Stühle aus dem Toilette-Zimmer von Marie Antoinette in Versailles, die Georges Jacob hergestellt hat, ein Stuhl aus dem Schloss Rambouillet und ein Kaminschirm, der im 19. Jahrhundert mit einem Gemälde von Christophe Huet verziert wurde: die Lesestunde der Affen.[20]

Große Galerie der Taten des Prinzen [Bearbeiten]

Große Galerie der Schlachten

Diese Galerie wurde von Jules Hardouin-Mansart entworfen und mit dem Einbau der Holzvertafelung durch Jean Aubert um 1718 fertiggestellt. Das Zimmer verfügt über eine Reihe von elf Gemälden, die die großen Siege des Grand Condé in den Schlachten von Rocroi (1643), Freiburg (1644), Nördlingen (1645), Dünkirchen (1646), Lens (1648), bei der Blockade von Paris (1649), bei der Eroberung der Franche-Comté (1668) und bei der Überquerung des Rheins (1672) darstellen. Diese Bilder bedecken drei Wände des Raumes und wurden vom Grand Condé selbst im Jahre 1686 bestellt. Sie wurden von Sauveur Le Conte, einem Schüler von Van der Meulen, im Schlachtenmaler von Ludwig XIV., gemalt und im Jahr 1692 fertiggestellt. Ein weiteres Bild wurde nach dem Tod des Grand Condé durch dessen Sohn bestellt. Es trägt den Titel Reue. Der Maler Michel Corneille der Jüngere stellt den Prinzen dar, wie er eine Glorie daran hindert, seine untreuen Taten zu bekanntzumachen und eine andere Glorie einlädt, seine Reue zu verkünden, während sich die Geschichte, die sich auf Saturn stützt, aus einem Buch Seiten herausreißt. Sie symbolisieren die Taten, die der Feldherr vergessen machen will.[21][6]

Dieser Raum beherbergt die berühmtesten Möbel des Schlosses, die vom Duc d'Aumale zusammengetragen worden sind: einen Tisch aus Rebholz aus dem Jahre 1540 mit dem Wappen von Montmorency, einen weiteren Tisch, der André-Charles Boulle zugeschrieben wird, eine Reihe von Stühlen und Sesseln von Georges Jacob, einen Schreibtisch und einen Aktenschrank von Joseph Baumhauer (1757) und ein weiterer von Jean-François Oeben.[20]

Salon de Guise [Bearbeiten]

Der Salon de Guise und der Eingang zum Raum der Herzogin

Dieser Raum war früher das Musikzimmer von Bathilde d’Orléans, der Herzogin von Bourbon, damals Damensalon genannt, und wurde im Jahre 1872 zum Salon de Guise, nach dem Tod des Herzoges Sohn François, dem Herzog von Guise, im Alter von 18 Jahren, umbenannt. Die Ausstellung in diesem Raum präsentiert Portraits seiner beiden Söhne, des Prinzen von Condé und desHerzogs von Guise, die von Charles Jalabert geschaffen wurden, ebenso wie die Porträts des Duc d'Aumale und seines Bruders Antoine d’Orléans, die von Joseph Nicolas Robert-Fleury gemalt wurden. Oberhalb der Türen sind Gemälde, die das Schloss Chantilly zur Zeit des Grand Condé, den Hameau und eine Menschenmenge, die aus den Ställen kommt, zeigen. Die Möblierung besteht aus einem Tisch und einer Schranktruhe aus Palisander und Ebenholz, verziert mit Bronze.[20][21]

Violetter Salon [Bearbeiten]

Der im Jahre 2009 restaurierte violette Salon

Dieser runde Raum ist das frühere Schlafzimmer der Herzogin von Bourbon. Genau hier wurde im Jahre 1772 Louis Antoine de Bourbon-Condé geboren. Das Zimmer wurde unter der Julimonarchie mit grünem Damast dekoriert. Nach seiner Rückkehr im Jahre 1876 und aufgrund des Todes seiner Frau im Jahre 1869, ersetzte der Duc d'Aumale das grün durch lila, der Farbe der Trauer. Dieser Salon wurde 2009 vollständig restauriert und wieder mit Damast verkleidet.[24]

Kleines Affenkabinett [Bearbeiten]

Dieser Raum ist der einzige der kleinen Appartements, der seine Dekoration des 18. Jahrhunderts vollständig behalten hat. Eine Tafel gibt das Datum von 1735 an, das Dekor wird Christophe Huet zugeschrieben. Sechs Bilder in diesem einstigen Boudoir stellen mit Affenfiguren die Zerstreuungen der Damen des Schlosses in den vier Jahreszeiten dar. Sie nehmen an der Jagd teil (Herbst), pflücken Kirschen (Frühling), baden (Sommer) oder rodeln (Winter). Zwei weitere Bilder stellen die Affen dar, wie sie Karten spielen oder ihre Toilette machen. Die Decke, von Grund auf restauriert, zeigt wieder die Allegorien der vier Jahreszeiten und die Fabeln von La Fontaine auf zwei Leisten: Der Hahn und die Perle, Der Fuchs und der Storch, Der Fuchs und die Büste und Das Huhn mit den goldenen Eiern auf den anderen zwei Leisten sind die Marktschreier von Paris, darunter der Oblaten-Händler, dargestellt. Die Fensterläden stellen Spiele im Freien (Bogenschießen, Federball und Kegel) dar. Ein Türflügel zeigt wiederum das Bogenschießen.[25]

Zimmer des Duc d'Aumale und Badezimmer [Bearbeiten]

Zimmer des Duc d'Aumale mit Bett, auf dem seine Akademikerroben liegen

Die Holzverkleidungen datieren hier aus dem 18. Jahrhundert, nur über den Türen wurden sie im folgenden Jahrhundert ausgetauscht. Es handelt sich um die alte Kammer von Louis VI. Henri Joseph de Bourbon vor der Revolution. An den Wänden hängen Bilder und Miniaturen, die die Familie des Duc d'Aumale darstellen, darunter ein Porträt seiner Mutter, geschaffen von Baron François Gérard. In einer Vitrine liegt die Totenmaske des Herzogs und die Trikolore, die seinen Sarg während seiner Rückkehr aus Sizilien bedeckt hat. Das angeschlossene Bad ist mit Holz ausgekleidet und bietet allen zeitgenössischen Komfort wie fließendes heißes und kaltes Wasser, Waschbecken, Badewanne und Armaturen nach der Mode ihrer Zeit.[20][21]

Sammlung [Bearbeiten]

Das Musée Condé ist für seine Sammlung von Malereien bekannt. Es besitzt jedoch auch umfangreiche Sammlungen aus anderen Disziplinen der Künste wie Zeichnungen, Stiche, Plastiken, Fotografien, archäologische Artefakte oder Gegenstände der dekorativen Künste.

Zur Sammlung gehören unter anderem

Malerei [Bearbeiten]

Das Musée Condé besitzt nach dem Louvre die zweitgrößte Sammlung Frankreichs an alter Malerei, d.h. an Werken von vor 1850. Das Museum stellt 500 Bilder ständig aus, während es 800 in seinem Fundus hat. Die Werke sind über alle Räume des Museums nach dem Geschmack des Duc d'Aumale verteilt. Sie sind neben- und übereinander angeordnet, wie es in den Museen des 19. Jahrhunderts üblich war.

Flämische Schule [Bearbeiten]

Die flämische Schule ist Musée Condé vor allem durch zwei Genres vertreten, nämlich die religiöse Malerei und die Porträtmalerei. Zur ersteren zählt ein anonymes Diptychon, das wahrscheinlich Johanna von Frankreich, Schwester von Ludwig XI. darstellt, und das früher Hans Memling zugeschrieben wurde, zweifellos aber von einem Künstler aus der Umgebung von Rogier van der Weyden geschaffen wurde. Weiterhin ist eine Heilige Maria Magdalena (früher als Porträt der Maria von Burgund bezeichnet), die dem Meister der Magdalenenlegende zugeschrieben wird, nennenswert.[26] Zwei weitere religiöse Gemälde datieren aus dem 17. Jahrhundert: Das Noli me tangere von Denys Calvaert und der Ecce homo von Frans II Francken. Das älteste der Porträts, ein anonymes Porträt aus dem 15. Jahrhundert, stellt Anton Bastard von Burgund dar. Die Porträts, die im 17. Jahrhundert geschaffen wurden, bilden größtenteils Mitglieder der Familien Condé und Orléans ab. Sie entstanden während Exilaufhalten in Flandern und gingen durch Erbschaft in den Besitz des Duc d'Aumale über. Dazu gehören das Porträt Jean-Baptiste Gastons de Bourbon und zwei weitere Arbeiten des flämischen Porträtmalers Anthonis van Dyck sowie verschiedene Porträts des Grand Condé, die David Teniers der Jüngere und Justus van Egmont geschaffen haben.[27]

Italienische Schule [Bearbeiten]

Mit 98 Bildern ist die italienische Schule in der Sammlung des Musée Condé sehr stark vertreten. Der Duc d'Aumale hatte nämlich ein eine Vorliebe für die italienische Renaissance, weshalb 22 der Bilder aus dem 15. und 38 aus dem 16. Jahrhundert stammen. Unter Ersteren ist besonders die Toskana vertreten: Siena mit Sassetta (Mystische Hochzeit des Heiligen Franziskus von Assisi), und Florenz mit drei Bildern von Fra Angelico, Filippino Lippi und Piero di Cosimo (Porträt der Simonetta Vespucci). Die Werke des 16. Jahrhunderts sind alle in den ersten 30 Jahren dieses Jahrhunderts entstanden. Man findet Werke von norditalienischen Künstlern wie Ludovico Mazzolino oder Bernardino Luini oder Künstlern aus Rom wie Jacopino del Conte, Scipione Pulzone oder eben Raffael, wobei das Musée Condé neben dem Louvre das einzige Museum Frankreichs ist, das seine Bilder besitzt; es handelt sich um die Werke Drei Grazien, Madonna d'Orléans und Madonna di Loreto. Das Musée Condé hat auch italienische Gemälde aus dem 17. Jahrhundert in seiner Sammlung. Annibale Carracci und Salvator Rosa sind mit je acht Werken vertreten, daneben sind Domenichino und Il Guercino nennenswert. Es handelt sich auch hier um Werke vorwiegend religiöser Natur, abgesehen von etwa einem Dutzend Porträts.[28].

Die italienischen Gemälde sind im Wesentlichen über zwei Käufe kompletter Sammlungen in die Kollektion des Duc d'Aumale gekommen. Im Jahre 1854 erwarb er von seinem Schwiegervater, Leopold von Neapel-Sizilien, 72 Bilder, das sind mehr als die Hälfte der italienischen Werke der heutigen Sammlung. Später verkaufte er 70 Werke an Ferdinand I., der zwischen 1799 und 1805 versuchte, einen Teil der Werke wieder zu bekommen, die die römischen Familien angesichts der vorrückenden französischen Truppen verkauft hatten. Der Duc d'Aumale behielt nur die wichtigen Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im Jahr 1879 erwarb er die Sammlung des Kurators des Louvre, Frédéric Reiset. Dieser hatte während seiner Laufbahn als Kurator und später als Direktor der Staatlichen Museen eine eigene Sammlung aufgebaut. Bei seiner Pensionierung verkaufte er diese 40 Werke, darunter 24 italienische. Die restlichen Werke wurden punktuell bei Versteigerungen erworben.[29].

Französische Schule [Bearbeiten]

Neben der Schutzmantelmadonna der Familie Cadard, die 1904 Enguerrand Quarton und Pierre Villate zugeschrieben wurde, sind im Musée Condé 85 Porträts der französischen Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts vorhanden. Sie stellen bedeutende Persönlichkeiten ihrer Zeit dar, vor allem die Könige Frankreichs, deren Familien und Gefolge. Zwei davon werden François Clouet selbst zugeordnet, nämlich ein Porträt von Odet de Coligny und eines von Jeanne d'Albret. Zwei Dutzend weitere wurden von Schülern des Malers oder seinem Gefolge am Hof geschaffen. Drei Werke werden Corneille de Lyon und sechs weitere seinen Schülern zugeschrieben. Des Weiteren gibt es Arbeiten von Jean Decourt und Germain Le Mannier. Anonym sind 43 der Porträts. Die Mehrzahl der Kunstwerke entstammen der Sammlung von Alexandre Lenoir; im Jahre 1939 hat Armand de Biencourt dem Museum eine große Anzahl Bilder geschenkt.[30]

Von den 82 französischen Gemälden des 17. Jahrhunderts sind 57 Porträts. Sie kommen teilweise aus der Sammlung von Alexandre Lenoir, darunter ein Werk von Philippe de Champaigne (La Mère Angélique Arnaud) und drei von Pierre Mignard (Porträt des Cardinal Mazarin, Madame Deshoulières, Molière). Andere stammen aus den Sammlungen des Louis-Philippe I., dem Vater des Duc d'Aumale, darunter wiederum ein Philippe de Champaigne (Le Cardinal Mazarin). Zu Porträtsammlung gehören des Weiteren fünf Werke von Nicolas de Largillierre, darunter vier Früherwerbungen des Duc. Neben den Porträts dominieren Malereien von Schlachten, bei denen die Großtaten des Grand Condé dargestellt werden. Diese Bilder sind auf Schüler von Adam François van der Meulen , wie etwa Martin des Batailles, zurückzuführen. Die berühmtesten Bilder aus dem 17. Jahrhundert sind aber die Szenen aus dem Neuen Testament, die Nicolas Poussin geschaffen hat. Fünf dieser Gemälde, darunter Bethlehemitischer Kindermord und die Landschaft mit zwei Nymphen sind im Besitz des Musée Condé. Mit dem Gemälde Le Repas d'Emmaüs von Trophime Bigot ist der Caravaggismus nur ein einziges Mal im Musée Condé vertreten.[30]

Die 137 französischen Gemälde des 18. Jahrhunderts sind wieder zur Hälfteporträts. Der Duc d'Aumale sammelte gezielt Bilder, die Mitglieder seiner Familie oder bedeutende Persönlichkeiten aus der französischen Geschichte darstellen. Sie wurden von den bedeutendsten Künstlern Frankreichs in dieser Epoche geschaffen: Jean-Marc Nattier (zwei Bilder), Charles-Joseph Natoire (ein Bild), Joseph Siffred Duplessis (drei Bilder) oder Jean-Baptiste Greuze (vier Bilder). Religiöse oder historische Malereien des 18. Jahrhunderts sucht man hingegen fast umsonst: mit der entwaffneten Liebe von Antoine Watteau gibt es auch nur ein mythologisches Bild. Watteau ist im übrigen mit vier Bildern im Musée Condé vertreten. Neben den Porträts findet man zahlreiche Jagdszenen, darunter zwei Werke von Jean-Baptiste Oudry (Hallali einer Fuchsjagd, Hallali einer Wolfsjagd). Zwei großformatige Werke, die heute im Musée Condé hängen, wurden 1735 vom französischen König bestellt, nämlich die Austernmahlzeit von Jean François de Troy und Das Schinkenfrühstück von Nicolas Lancret. Beide Bilder waren dazu bestimmt, die kleinen Gemächer von König Ludwig XV. im Schloss Versailles zu verschönern. Auch die Gemächer des Schlosses Chantilly wurden mit Gemälden dekoriert. Deren Urheber ist Christophe Huet; davon ein kleines und eine großes Affentheater sowie ein Gemäldezyklus mit Landschafts- und Tiermotiven.[31]

Mit Ausnahme des Impressionismus sind alle Malereistile des 19. Jahrhundert im Musée Condé vertreten. Der Duc D'Aumale kaufte keine Werke der zeitgenössischen Avantgarde, sondern er folgte der Mode mit einigen Jahren Verzögerung, was auch durch den allgemeinen zeitlichen Abstand zwischen Entstehung und Erwerb eines Kunstwerkes durch den Duc sichtbar gemacht wird. Die klassizistische Malerei ist im Musée Condé mit ihren bedeutendsten Künstlern vertreten. Fünf Werke stammen von Ingres, darunter die Venus Anadyomene und ein Selbstportrait, die mit der Sammlung Reisets erworben wurde, sowie La Maladie d'Antiochus. Weitere vier Bilder stammen von François Gérard, wie Les trois âges de la vie und ein Porträt von Napoleon Bonaparte. Zur romantischen Malerei im Musée Condé gehören Géricaults Das Pferd geht aus dem Stall, drei Gemälde von Eugène Delacroix wie Les deux Foscari sowie fünf Porträts von Ary Scheffer. Die akademische Malerei wird durch einige Bilder von Paul Baudry, die teilweise auf Bestellung zur Dekoration des Schlosses entstanden sind, sowie durch Werke von Ernest Meissonier, Léon Bonnat und Édouard Detaille repräsentiert.

Die Vielzahl der orientalistischen Malereien lässt sich durch den Aufenthalt des Duc d'Aumale in Nordafrika und seine spätere Vorliebe für diese Region erklären. Die Sammlung im Musée Condé enthält Orientalisten wie Alexandre-Gabriel Decamps, Prosper Marilhat oder Eugène Fromentin. Die Schule von Barbizon wird durch die Werke von Théodore Rousseau, Charles-François Daubigny und Jules Dupré vertreten. Realismus und Naturalismus sind eigentlich nur durch ein einziges Werk präsent, nämlich dem Gemälde Bergers de Pyrénées von Rosa Bonheur, das der Duc 1864 bestellt hat. Der Duc d'Aumale erwarb nicht zuletzt auch Salon-Bilder. Somit gelangten zwei Werke des Salon von 1857 in das Musée Condé. Es handelt sich dabei um Suites d'un bal masqué von Jean-Léon Gérôme, das der Duc d'Aumale 1858 erwarb, wobei Gérôme sich später mit dem Duc d'Aumale befreundete und sein Kollege in der Akademie der schönen Künste wurde, weiterhin Das Landkonzert von Jean-Baptiste Camille Corot, erworben 1890.[32]

Bücher, Buchmalereien, Archive [Bearbeiten]

Die Museumsbibliothek, die zuweilen auch Bibliothèque Condé genannt wird, ist weltweit für ihre 13.000 alten Bücher bekannt. Der Duc d'Aumale hatte die Sammlung der Condé, bestehend aus 800 Manuskripten und zwei Drucken, geerbt. In seinem Exil 1850 begann er, weitere Werke anzukaufen, die Sammlung wurde nach und nach durch Käufe über Buchhändler oder Versteigerungen erweitert. Der Duc d'Aumale erwarb auch ganze Kollektionen, zum Beispiel 1851 3404 Bände, davon 250 Inkunabeln, vom englischen Sammler Frank Hall Standish um 133.000 Francs, oder jene vom Bibliophilen Armand Cigongne im Jahr 1859 - 2910 Werke für 375.000 Francs. Im Jahr 1852 kaufte er eine Anzahl Bücher, die seinem Vater Louis-Philippe gehört hatten. Der Duc d'Aumale erstellte persönlich den ersten Katalog seiner Sammlung, er wurde 1907 veröffentlicht. Für seine eigene Arbeitsbibliothek erwarb der Duc 30.000 zeitgenössische Werke, die heute in der Bibliothèque du théâtre' ' aufbewahrt werden.[33]

Unter den Büchern des Musée Condé finden sich etwa 1500 Handschriften. Von diesen Handschriften handelt es sich bei 200 um Buchmalereien; 300 stammen aus dem Mittelalter. Das älteste Stück ist eine Buchmalerei aus dem zehnten Jahrhundert, die dem Registrum Gregorii entnommen ist. Die Hälfte der Handschriften den religiösen Inhaltes, wie etwa der Ingeborg-Psalter. Die anderen Texte behandeln theologische, literarische, wissenschaftliche oder kulturelle Themen wie etwa der Codex Chantilly aus dem 14. Jahrhundert, eine Sammlung von Gesängen. In der Büchersammlung befinden sich etwa 10.000 alte Druckwerke, darunter 700 Inkunabeln (gedruckt vor 1501) sowie je 2500 Bücher aus dem 16. und 17. Jahrhundert.[33]

Das berühmteste dieser Bücher ist ohne Zweifel das Stundenbuch des Herzogs von Berry, eine Buchmalerei der Brüder von Limburg, die zwischen 1411 und 1416, dem Todesjahr ihres Auftraggebers Johann von Valois, entstanden ist. Es wurde danach von anderen Künstlern fortgeführt und erweitert, wahrscheinlich von Barthélemy d’Eyck in den 1440er Jahren und Jean Colombe vor 1485. Der Duc d'Aumale erwarb dieses Werk 1856 von Baron Félix Margherita in Italien für die Summe von 18.000 Francs. Diese Handschrift wurde dem Publikum bisher nur einmal, nämlich anlässlich einer Sonderausstellung im Jahre 2004, gezeigt.[34] Der Duc erwarb im Jahre 1891 weitere 40 Buchmalereien von der deutschen Familie Brentano. Diese einzelnen Seiten sind dem Stundenbuch des Étienne Chevalier entnommen, das in den 1450er Jahren von Jean Fouquet geschaffen wurde und das nicht komplett erhalten ist. Außer den Seiten, die sich in Chantilly befinden, existieren nur mehr sieben Miniaturen im Besitz anderer Museen oder Bibliotheken. In hermetisch geschlossenen Schaukästen im Santuario sind die Stundenbuch-Fragmente in der Dauerausstellung zu sehen.[35]

Seit der Eröffnung des Museums ist die Büchersammlung um 15.000 Werke gewachsen. Nach dem Tod des Duc d'Aumale wurden dem Museum mehrmals größere Schenkungen gemacht, etwa 500 Werke im Jahr 1919 durch den Architekten Louis Bernier, 82 Werke über die Geschichte des Geschlechts Montmorency-Luxembourg im Jahre 1939 durch Marguerite Montaigne de Poncins, und 3000 Werke über die Geschichte der Oise von Jean Vergnet-Ruiz, dem früheren Kurator des Museums im Schloss Compiègne.[33]

Mit der Schenkung des Schlosses Chantilly sind auch die Archive des Gutes Chantilly in den Besitz des Musée Condé übergegangen und sie werden dort auch heute noch aufbewahrt. Die ältesten Dokumente stammen aus der Zeit des Erwerbs des Gutes durch Pierre d’Orgemont im 14. Jahrhundert. Gustave Macon sortierte die Dokumente in zwei Kategorien: das Cabinet des titres (Kabinett der Titel) einerseits und das cabinet des lettres (Kabinett der Briefe) andererseits. Im Fundus des Ersteren befinden sich Dokumente über Besitztümer in ganz Frankreich, die in 31 Reihen, 1019 Kartons und 1809 Register unterteilt sind. Das Kabinett der Briefe besteht aus der Korrespondenz der Prinzen: 80.000 Briefe in 663 Bänden und 16 Reihen.[36] Zu diesen Dokumenten kommen die Anschaffungen, die Gustave Macon und seine Nachfolger durchführten. Dazu gehören das Privatarchiv des Duc d'Aumale, das ursprünglich nicht Teil der Schenkung war. Es besteht aus vier Serien und behandelt das Geschlecht der Condé und ihre Besitztümer. Weiterhin besitzt das Musée Condé heute die Archive des Geschlechts Montmorency-Luxembourg, die Montaigne de Poncins dem Museum überlassen hat und das aus 47 Kartons aus den Jahren 1497-1904 besteht. Für Landkarten und Pläne wurde ein eigenes Cabinet des cartes eingerichtet, in dem sich 3000 handgezeichnete Karten aus dem 14. bis 19. Jahrhundert sowie 5000 Pläne des Schlosses aus dem 19. Jahrhundert befinden.[33]

Alle diese Dokumente sind, abgesehen von Sonderausstellungen, für Forscher zugänglich, wenn sie sich vorab um einen Termin bemühen und die Zustimmung des Kurators einholen. Einige der Werke wurden auch digitalisiert und sind über den Internetauftritt der Bibliothek einsehbar.[33] Den Katalog kann man mit Hilfe der Datenbank CALAMES, dem von der Agence bibliographique de l'enseignement supérieur entwickelten Archiv- und Handschriftenkatalog der französischen Universitätsbibliotheken, abrufen.[37]

Fotografien [Bearbeiten]

Das Museum konserviert etwa 1400 Fotografien, auf Karton geklebte Papierabzüge, die aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Zur Sammlung gehören einige Werke der berühmtesten Pioniere der Fotografie. Der Duc d'Aumale hatte bereits sehr früh Interesse an dieser Technik und sammelte einige Daguerreotypien aus den 1840 er Jahren, die jedoch verschollen sind. Das Interesse für die Fotografie erklärt sich nicht zuletzt daraus, dass der Duc d'Aumale einige Erinnerungen an seine Heimat in sein englisches Exil mitnehmen wollte. So erwarb er von Édouard Baldus oder von den Gebrüdern Bisson angefertigte Ansichten von Paris. Als Soldat interessierten ihn auch die fotografischen Dokumente von Roger Fenton aus dem Krimkrieg oder jene von Alexander Gardner aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg. Als Kunstsammler erwarb er auch die Fotografien bedeutender Kunstwerke wie das Foto der Mona Lisa von Gustave Le Gray, die Schiffs-und Meeresansichten desselben Künstlers oder die Abbildungen der schweizer Gletscher von Adolphe Braun. Zur Sammlung gehören nicht zuletzt zeitgenössische Ansichten des Schlosses Chantilly, Familienbilder oder die ersten Amateurfotos des Neffen des Duc d'Aumale, Robert d’Orléans, dem Herzog von Chartres. Alle diese Bilder werden zuweilen bei Sonderausstellungen gezeigt.[38]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Jean-Pierre Babelon: Le Château de Chantilly, Paris 1999, (ISBN 978-2-86656-413-1), S. 190-218 und S. 226-227
  2. Raoul de Broglie: Chantilly: Histoire du château et de ses collections, Calmann-Lévy, coll. Châteaux, décors de l'histoire 1964, S. 216
  3. Raymond Cazelles, Le Duc d'Aumale, Paris 1984-1998 (ISBN 978-2-235-01603-2) S. 410
  4. Albert Châtelet: Chantilly, musée Condé. Peintures de l'École française XVe ‑ XVIIe siècle, 1970, Kapitel Introduction, ohne Seitenangabe
  5. Jean-Pierre Babelon: Le Château de Chantilly, Paris 1999, (ISBN 978-2-86656-413-1), S. 228-229
  6. a b c d e Portail pédagogique CRDP/Domaine de Chantilly: Le Musée Condé (PDF; 1,1 MB), besucht am 21.Oktober 2012
  7. Jean-Pierre Babelon: Le Château de Chantilly, Paris 1999, (ISBN 978-2-86656-413-1), S. 220-221
  8. Gustave Macon: Chantilly et le musée Condé (PDF; 90,8 MB), Laurens 1910, S.259
  9. Château de Chantilly: Tables princières à Chantilly, du XVIIe au XIXe siècles, 2007, besucht am 21.Oktober 2012
  10. a b Gustave Macon: Chantilly et le musée Condé (PDF; 90,8 MB), Laurens 1910, S.255
  11. Nicole Garnier: La Salle de la Tribune du musée Condé, in: Le Musée Condé, Nr 48, Juni 1995, S. 6-10
  12. Französisches Kulturministerium: Notice no M5052000117, in der Base Joconde, besucht am 27. Oktober 2012
  13. Gustave Macon: Chantilly et le musée Condé (PDF; 90,8 MB), Laurens 1910, S.274f
  14. Marie-Hélène Quellier-Caranjeot: Étude gemmologique de deux diamants historiques : Le Grand Condé et le Penthièvre (PDF; 13,8 MB), Diplomarbeit im Fach Gemmologie an der Université de Nantes, 10. Oktober 2005, S. 26-27
  15. Gustave Macon: Chantilly et le musée Condé (PDF; 90,8 MB), Laurens 1910, S.257
  16. a b c Nicole Garnier: La Salle de la Tribune du musée Condé, in: Le Musée Condé, Nr. 48, Juni 1995, S. 6-10.
  17. Armand Bernard: Château de Chantilly, Une histoire d'amitié, besucht am 11. November 2012
  18. Gustave Macon: Chantilly et le musée Condé (PDF; 90,8 MB), Laurens 1910, S.256
  19. a b Bibliothèque et Archives du Château de Chantilly: Visite, besucht am 27. Oktober 2012
  20. a b c d e f Schloss Chantilly: Le Mobilier du château de Chantilly, (Archiv). Besucht am 9. Februar 2013
  21. a b c d e Portail pédagogique CRDP/Domaine de Chantilly: Les appartements du château (Archiv). Besucht am 9. Februar 2013
  22. Nicole Garnier-Pelle: Les Singeries, Paris, Nicolas Chaudun - Fondation pour le domaine de Chantilly, Reihe Trésors de Chantilly, Septembre 2008 (ISBN 978-2-35039-063-5) (LCCN 2008487526), S. 4-18
  23. Nicole Garnier-Pelle, Anne Forray-Carlier und Marie-Christine Anselm: Singeries et exotisme chez Christophe Huet, Saint-Rémy-en-l’Eau, Monelle-Hayot, Februar 2010 (ISBN 978-2-903824-69-3) (LCCN 2010420334)
  24. Le Parisien: Le salon violet retrouve son éclat, 9. Dezember 2009, besucht am 31. Dezember 2010
  25. Nicole Garnier-Pelle: Les Singeries, 2008, S. 18-22
  26. Nicole Garnier-Pelle: Les Tableaux de Chantilly, la collection du duc d'Aumale, Chantilly 2009 (ISBN 978-2-08-122828-3), S.114f
  27. Französisches Kulturministerium: Notice des peintures flamandes du musée Condé, in der Base Joconde, besucht am 10. November 2012
  28. Elisabeth de Boissard und Valérie Lavergne: Chantilly, musée Condé. Peintures de l'École italienne, Paris 1988 (ISBN 978-2-7118-2163-1), S. 14f
  29. Elisabeth de Boissard und Valérie Lavergne: Chantilly, musée Condé. Peintures de l'École italienne, Paris 1988 (ISBN 978-2-7118-2163-1), S. 15ff
  30. a b Albert Châtelet: Chantilly, musée Condé. Peintures de l'École française XVe ‑ XVIIe siècle, 1970, Einführung, keine Seitenangabe.
  31. Nicole Garnier-Pelle: Chantilly, musée Condé, Peintures du XVIIIe siècle, Paris 1995 (ISBN 978-2-7118-3285-9), S.13 und S.22f
  32. Nicole Garnier-Pelle: Chantilly, musée Condé. Peintures des XIXe et XXe siècles, Paris 1997 (ISBN 978-2-7118-3625-3), S. 23-26
  33. a b c d e Bibliothèque Condé: Bibliothèque et Archives du Château de Chantilly, besucht am 17. November 2012.
  34. Chateau de Chantilly: Les Très Riches Heures du duc de Berry et l'enluminure en France au XVe siècle. Dossier de presse de l'exposition, besucht am 22. Februar 2011.
  35. Chateau de Chantilly: L’enluminure en France au temps de Jean Fouquet. Dossier de presse de l'exposition, besucht am 22. Februar 2011.
  36. Gustave Macon, Bibliothèque du musée Condé: Introduction au catalogue Chantilly : Les archives : le Cabinet des titres (PDF; 158 kB). Besucht am 17. November 2012
  37. Calames: Présentation de Calames, besucht am 17. November 2012
  38. Nicole Garnier-Pelle: La photographie du XIXe siècle à Chantilly: chefs-d'œuvre du musée Condé, Paris 2001, ISBN 2-85495-178-6, S. 6-9

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Musée Condé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien