Holzheim (Nürnberg)

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Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 22′ 21″ N, 11° 1′ 13″ O
Höhe: 304–343 m ü. NHN
Einwohner: 622 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 90453
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 55 Krottenbach, Mühlhof

Holzheim ist ein Stadtteil von Nürnberg. Zusammen mit Mühlhof, Krottenbach, Lohhof und Gerasmühle bildet Holzheim den Statistischen Bezirk 55 (Krottenbach, Mühlhof).[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtrandsiedlung Holzheim liegt im Süden Nürnbergs, östlich von Krottenbach und westlich von Reichelsdorf an der im Osten vorbeifließenden Rednitz. Es wird von der Bundesstraße 2 durchquert. Im Norden ist der Ort mit Mühlhof verbunden. Er ist größtenteils Wohngebiet, im Nordosten zwischen B 2 und der Rednitz befindet sich ein Gewerbegebiet. Südlich des Ortes liegt die Schwedenschlucht.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird 1287 als „Holzheim“ erstmals urkundlich erwähnt, als die Deutschordenskommende Nürnberg u. a. einen Hof in Holzheim erwarb. Der andere Hof wurde von Irmgart von Sülzburg erworben, den sie bereits 1306 mit dem Deutschen Orden gegen ein anderes Anwesen eintauschte.[4]

1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Holzheim 3 Haushalte, die alle der Deutschordenskommende Nürnberg unterstanden.[5] Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Holzheim 3 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Einen Gemeindeherrn hatte der Ort nicht. Alle Anwesen hatten die Deutschordenskommende Nürnberg als Grundherrn.[6] 1800 gab es im Ort weiterhin 3 Haushalte, die dem Deutschen Orden unterstanden.[7]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Holzheim dem Steuerdistrikt Dietersdorf, I. Sektion zugeordnet. Es gehörte auch der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Dietersdorf an. Am 14. Oktober 1959 wurde die Gemeinde nach Wolkersdorf umbenannt. Am 1. Juli 1972 wurde Holzheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingegliedert.[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 30 30 43 33 42 36 36 141 225 230 622
Häuser[9] 5 5 7 6 6 30 41 179
Quelle [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Georg (Dietersdorf) gepfarrt,[6] die Einwohner römisch-katholischer Konfession nach Heilige Familie (Reichelsdorf).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 2 führt nach Reichelsdorf bzw. nach Wolkersdorf. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt über den Mühlhof nach Krottenbach.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 323 (Digitalisat).
  2. Stadtplandienst Nürnberg Distrikt 553 Holzheim
  3. Holzheim im BayernAtlas
  4. F. Eigler, S. 330.
  5. F. Eigler, S. 297.
  6. a b F. Eigler, S. 398.
  7. J. K. Bundschuh, Bd. 2, Sp. 753.
  8. F. Eigler, S. 469.
  9. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  10. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann meherer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 43 (Digitalisat).
  11. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 234 (Digitalisat).
  12. Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1086, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1251, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1186 (Digitalisat).
  15. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1258 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1296 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1123 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 827 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 167 (Digitalisat).