Eberhardshof

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Koordinaten: 49° 27′ 28″ N, 11° 1′ 40″ O

Stadt Nürnberg
Höhe: 298–305 m ü. NN
Fläche: 1,23 km²
Postleitzahlen: 90431, 90429
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des Statistischen Bezirks 64 Eberhardshof in Nürnberg

Eberhardshof ist ein Stadtteil und der statistische Bezirk 64 in der westlichen Außenstadt von Nürnberg als Teil der Gemarkung Höfen.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der statistische Bezirk erstreckt sich von der Maximilianstraße im Osten bis zur Ringbahn im Westen und von der Pegnitz im Norden bis zum Frankenschnellweg im Süden und besteht aus den Stadtteilen Eberhardshof und Seeleinsbühl.[2]

Statistische Nachbarbezirke
Muggenhof Schniegling Westfriedhof
Höfen Nachbargemeinden Sandberg
Gaismannshof Sündersbühl Bärenschanze

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gehöft Eberhardshof
Quelleareal im Stadtteil Eberhardshof
Fürtherstraße in Eberhardshof beim ehemaligen AEG Gelände

Der Stadtteil Eberhardshof entstand aus einem Weiler vor den Toren Nürnbergs. Hierzu gehörte das ehemalige Gehöft Eberhardshof, ein Sandsteinbau aus dem Jahre 1754.[3] Heute wird es als Gasthof mit Biergarten genutzt. Ab 1808 gehörte der Weiler Eberhardshof zu dem Steuerdistrikt Höfen.

Eberhardshof wurde am 1. Januar 1899 zu einem Teil des Stadtgebiets Nürnberg.[4]

Die Ludwigseisenbahn (1835) und der Ludwig-Donau-Main-Kanal (1840) wurden durch das Gebiet des heutigen Eberhardshof gebaut. Entlang der Eisenbahn entwickelte sich die Fürther Straße im Bereich Eberhardshof zu einem industriell geprägten Schwerpunkt in Nürnberg.

Zuerst siedelten sich Spielwarenhersteller an. In den 1950er Jahren hatte die Nürnberger Motorradindustrie ihren Höhepunkt, dem ihr Niedergang am Ende des Jahrzehnts folgte. Im Bereich U-Bahn-Station Eberhardshof ließ sich Quelle mit einem Kaufhaus und Auslieferungszentrum nieder, aber auch Produktionsstätten von AEG und Triumph-Adler. Mit der Schließung der Produktion von TA und danach von AEG setzte in den 1990er Jahren ein weiterer Strukturwandel ein. 2009 eröffnete Arcandor ein Insolvenzverfahren und schloss Quelle.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eberhardshof liegt zwischen U-Bahnhof Maximilianstraße und U-Bahnhof Muggenhof und hat dazwischen noch den U-Bahnhof Eberhardshof. Wegen der U1 wurde 1981 die frühere Straßenbahnlinie Nürnberg-Fürth eingestellt. Der Bahnhof Nürnberg-Neusündersbühl musste dem viergleisigen Ausbau der Bahnlinie Nürnberg-Fürth im Jahre 2008 weichen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eberhardshof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Stadtteile und Bezirke (PDF; 1,0 MB) auf statistik.nuernberg.de
  2. Stadtplandienst der Stadt Nürnberg, abgerufen 24. Januar 2010
  3. Denkmalliste 2006
  4. Statistisches Jahrbuch 2009 der Stadt Nürnberg (PDF; 7,3 MB)