Gleißhammer

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Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 26′ 46″ N, 11° 7′ 0″ O
Fläche: 94,2 ha
Einwohner: 6163 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 6.542 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1899
Eingemeindet nach: Nürnberg
Postleitzahl: 90478
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 29 Gleißhammer in Nürnberg

Gleißhammer ist seit 1899 ein Stadtteil von Nürnberg[2] (Statistischer Stadtteil 2 – Weiterer Innenstadtgürtel W/N/O). Er liegt südöstlich des Zentrums.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistische Nachbarbezirke
Tullnau Schmausenbuckstraße
Ludwigsfeld Nachbargemeinden Zerzabelshof
Dutzendteich

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ursprüngliche Dorf ging mit der Industrialisierung in einen von Hammerwerken und metallverarbeitenden Betrieben wie dem Spielzeughersteller Bing geprägten Stadtteil über.

Die Gemeinde Gleißhammer wurde am 1. Januar 1899 in die Stadt Nürnberg eingemeindet.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeltnerschloss

Sehenswert ist vor allem das Zeltnerschloß (auch Zeltner-Schlösschen), ein ehemaliger Herrensitz in einem kleinen, aufgestauten Weiher. Dieser erstmals 1370 genannte Sitz wurde zum Schutz eines Hammerwerks, einer frühindustriellen Wassermühle zur Blecherzeugung, errichtet. Die Anlage wurde 1552 im Zweiten Markgrafenkrieg zerstört und um 1569 durch den Nürnberger Patrizier Jakob Imhoff im größeren Umfang neu errichtet. Nach mehrfachem Besitzerwechsel wurde das durch Hochwasser beschädigte Schloss 1845 vom politisch und kulturell engagierten Fabrikanten Johannes Zeltner übernommen und restauriert. Seitdem trägt es den Namen Zeltnerschloß.

Das Dach trug ursprünglich die für Nürnberger Herrensitze typischen Eckerker. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden diese allerdings nicht wieder aufgebaut. Im Zeltnerschloss befinden sich heute Wohnungen und ein Kulturladen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleißhammer ist im Tagesverkehr über die Stadtbuslinien 43, 44 und 94 mit Direktverbindungen an den Hauptbahnhof, Rathenauplatz, Rathaus, Zerzabelshof und Ostring angebunden. Im Nachtverkehr bedient die Nightlinerlinie N3 das Gebiet.

Haltepunkt Nürnberg-Gleißhammer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten
Betriebstellenart: Bahnhofsteil
Bahnsteiggleise: 2
Abkürzung: NGLH
IBNR: 8005304
Kategorie: 5
Eröffnung: 1920
Koordinaten: 49° 26′ 40,1″ N, 11° 6′ 40,8″ O
Webadresse: Stationssteckbrief der BEG
Profil auf bahnhof.de: Nuernberg-Duerrenhof
Haltepunkt Nürnberg-Gleißhammer

Der Haltepunkt Nürnberg-Gleißhammer liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Feucht und befindet sich an der Überführung über die Zerzabelshofstraße. Er ist in die Bahnhofskategorie 5 eingeteilt und verfügt über einen 145 m langen und 96 cm hohen Mittelbahnsteig. Die Verkehrsbedienung erfolgt durch die Linie S2 (Roth – Nürnberg – Altdorf), des Weiteren besteht eine Verknüpfung zu den Stadtbuslinien 43, 44 und 94.

Der Haltepunkt wurde 1920 für die in seiner Umgebung wohnenden Bediensteten des Rangierbahnhofs errichtet und von den Dienstpersonenzügen Nürnberg Hbf – Nürnberg Rbf bedient. 1927 wurde er für den allgemeinen Fahrgastverkehr freigegeben und ab 3. Juni 1984 von den Regionalzügen der Linie N3 (ab 27. September 1987: R5A) angefahren. Im Zuge der Bauarbeiten für die S-Bahn-Linie S2 wurde er S-Bahn-gerecht umgebaut und am 22. November 1992 wieder dem Verkehr übergeben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Burger/Birgit Friedel: Burgen und Schlösser in Mittelfranken. ars vivendi verlag, Cadolzburg 2003, ISBN 3-89716-379-9, S. 32.
  • Dehio: Bayern I: Franken; Deutscher Kunstverlag: München 2. Aufl. 1999; S. 717f., 779; ISBN 3-422-03051-4.
  • Günther P. Fehring/Anton Ress: Die Stadt Nürnberg. Kurzinventar; (Bayerische Kunstdenkmale 10); 2. Aufl. bearb. von Wilhelm Schwemmer; Deutscher Kunstverlag: München 1977 [unveränd. Nachdruck 1982]; S. 300–308; ISBN 3-422-00550-1.
  • Gleißhammer — ein Stadtteil verändert sein Gesicht – Die Broschüre zum Stadtteil des Geschichte Für Alle e. V., ISBN 3-930699-25-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gleißhammer – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 244–245, S. 244 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).
  2. Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 19–20, S. 19 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602