Großreuth hinter der Veste

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Großreuth hinter der Veste
Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 28′ 33″ N, 11° 4′ 59″ O
Eingemeindung: 1. Januar 1899
Postleitzahl: 90425
Vorwahl: 0911
Karte
Lage der Gemarkung 3428 Großreuth hinter der Veste in Nürnberg
Lutzgarten

Das ehemalige Dorf Großreuth hinter der Veste ist seit 1899 ein Stadtteil von Nürnberg (Statistischer Stadtteil 8 - Nordöstliche Außenstadt).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großreuth liegt im Norden des Stadtgebiets zwischen Volkspark Marienberg und der Ringstraße. Nachbarstadtteile sind Kleinreuth hinter der Veste, Maxfeld und Gärten hinter der Veste.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf geht auf eine Rodung der Reichsstadt Nürnberg aus dem 11. oder 12. Jahrhundert für einen königlichen Wirtschaftshof zurück und wurde 1375 als von der grozzen Rewt erstmals urkundlich erwähnt. Im Ersten und Zweiten Markgrafenkrieg sowie dem Dreißigjährigen Krieg zerstört und anschließend jedes Mal wieder aufgebaut gab es 1792 im Dorf 13 Grundherren. 1796 unter die Verwaltung Preußens gestellt und seit 1810 zum Königreich Bayern gehörend, wurde Großreuth am 1. Januar 1899 nach Nürnberg eingemeindet.[1] Im Lutz'schen Kaffeehaus (heute Lutzgarten) traf sich von 1830 bis 1933 die Morgengesellschaft.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn Großreuth heute durch den Verkehr auf der Kilianstraße und auf der Straße Kurzer Steig (Kfz.-Zulassungsstelle) beeinträchtigt wird und auf verschiedene statistische Bezirke aufgeteilt ist, so sind doch noch immer dörfliche Strukturen zu erkennen. Bauern- und Gasthäuser aus Sandsteinquadern, die in der Substanz bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückreichen, sind entlang der Großreuther Straße in zumeist gut restauriertem Zustand anzutreffen. Hervorzuheben ist das Landgasthaus „Zum Lutzgarten“.

Das nördlich hinter den Häusern gelegene Land wird der Tradition folgend für den Gemüseanbau genutzt sowie von Kleingärtnern als Vereinsgelände. Südlich des alten Dorfkernes verläuft längs in Ost-West-Richtung die Kilianstraße die von Gewerbebauten der 1970er bis 1990er Jahren gesäumt ist.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großreuth wird durch die Kilianstraße, die Anschluss an die Bundesstraßen 2 und 4 bietet und die Stadtbuslinie 46 erschlossen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großreuth hinter der Veste – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602