Marienvorstadt

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Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 26′ 55″ N, 11° 5′ 26″ O
Höhe: 300–312 m ü. NN
Fläche: 60 ha
Einwohner: 1312 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.187 Einwohner/km²
Postleitzahl: 90402
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 02 Marienvorstadt
Grand Hotel in der Marienvorstadt
Grand Hotel in der Marienvorstadt

Die Marienvorstadt ist ein Stadtteil in der engeren Innenstadt Nürnbergs und der Name des statistischen Bezirks 02.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil liegt östlich der Altstadt und reicht im Westen bis kurz vor die Stadtmauer, im Norden an die Pegnitz und im Osten bis zum Wörhder Talübergang. Im Süden gehören die Bahngleise noch zur Marienvorstadt, jedoch nicht der Hauptbahnhof.[2]

Statistische Nachbarbezirke
Wöhrd
St. Lorenz Nachbargemeinden Tullnau
Tafelhof Glockenhof Ludwigsfeld

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1857 erwarb die Stadt auf Betreiben des Zweiten Bürgermeisters Christoph von Seiler den Scherleinsgarten; 1860 kam der Flaschenhof hinzu. Diese bildeten den Kern der ersten planmäßigen Stadterweiterung Nürnbergs. Das 1859 nach Plänen von Bernhard Solger errichtete Marientor ermöglichte den direkten Zugang zur Sebalder Innenstadt. Die neue Vorstadt wurde nach der Gattin des bayerischen Königs Maximilian II. benannt. Die Erstbebauung erfolgte nach Plänen von Bernhard Solger und fand ihren Abschluss nach dem Verkauf des letzten Bauplatzes im Jahre 1886. Der Stadtteil war als vornehmeres Viertel konzipiert, so entstand eine offene Bauweise mit Vorgärten und Grünflächen und dem Charakter einer Gartenstadt.

Bei Luftangriffen auf Nürnberg im Zweiten Weltkrieg wurde die Marienvorstadt fast vollständig zerstört. Nur wenige Gebäude konnten beim Wiederaufbau wiederhergestellt werden, das Viertel wurde als Geschäftsviertel wieder aufgebaut, wobei der ursprüngliche Charakter verlorenging.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marienvorstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 244–245, S. 244 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).
  2. Stadtplandienst Nürnberg. online-service.nuernberg.de, abgerufen am 4. November 2014.