Schnepfenreuth

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Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 29′ 7″ N, 11° 2′ 56″ O
Höhe: 306 m ü. NN
Fläche: 1,53 km²
Einwohner: 340 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 1923
Postleitzahl: 90425
Vorwahl: 0911
Karte
Lage der Gemarkung 3462 Schnepfenreuth in Nürnberg

Das ehemals eigenständige Dorf Schnepfenreuth ist seit 1923 ein Stadtteil von Nürnberg[1] in der Nordwestlichen Außenstadt und gab der Gemarkung 3462 ihren Namen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnepfenreuth liegt im Norden Nürnbergs am Südrand des Knoblauchslandes. Ein Dutzend landwirtschaftlicher Betriebe bildet das Zentrum.

Schnepfenreuth bildet zusammen mit Buch und Höfles den statistischen Bezirks 73.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höfles Buch
Nachbargemeinden Almoshof
Kriegsopfersiedlung Wetzendorf Thon

Nachbarorte sind (dem Uhrzeigersinn folgend und im Norden beginnend) Buch, Almoshof, Höfles sowie Thon, mit dem es baulich verschmolzen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnepfenreuth wurde erstmals 1281 als Snepfenrude erwähnt, als König Rudolf die Nürnberger Burggrafen aus dem Hause Zollern mit der Ortschaft belehnte. 1427 wurde das Dorf von der Reichsstadt Nürnberg gekauft die das Hochgericht (Fraisch) innehatte. Die zuständige Pfarrei war Poppenreuth. Im Ersten und Zweiten Markgrafenkrieg wurde Schnepfenreuth zerstört, im Dreißigjährigen Krieg schwer geschädigt und auch während der Napoleonischen Kriege in Mitleidenschaft gezogen.

Schnepfenreuth kam 1796 an Preußen und 1810 an Bayern, bildete 1813 einen Steuerdistrikt und wurde 1818 zur Gemeinde ernannt. Am 1. November 1923 wurde Schnepfenreuth nach Nürnberg eingemeindet.[2]

Heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl seit Jahren die großstädtische Bebauung eingesetzt hat, blieb die ländliche Struktur bis heute teilweise erhalten.

Jedes Jahr im September findet die Schnepfenreuther Kärwa statt. Bis vor wenigen Jahren wurde diese auf einer Freifläche an der Bamberger Straße abgehalten, seitdem diese aber bebaut wurde, findet sie direkt in der Dorfmitte statt. Der Festumzug am Sonntag verläuft auch durch das nördliche Thon, er wendet an der Schleswiger Straße.

Es gibt einen Kiosk, ein Restaurant und eine Gärtnerei. Außerdem bietet Schnepfenreuth eine Metzgerei. Im Westen befindet sich ein Gewerbegebiet mit diversen Firmen. Unter anderem ist dort ein Catering-Betrieb für die Versorgung von Airlines untergebracht, welche am nahegelegenen Nürnberger Flughafens starten und landen.

Der Sportverein Turnerbund St. Johannis 1888 e. V. ist hier beheimatet. Derzeit existieren Abteilungen für Fußball, Tennis, Turnen, Ski, Tischtennis, Faustball, Boule sowie eine Volleyballgruppe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtbuslinie 31 verbindet die Westseite des Dorfes mit Neunhof und Thon. Die Innenstadt Nürnbergs ist mit Umsteigen in Thon in weniger als einer halben Stunde zu erreichen.

Auf der Fahrt von Flughafen bzw. B4 Richtung Westen (Fürth) kommend endet auf Höhe der Schnepfenreuther Hauptstraße die Bamberger Straße und geht auf ca. 500 m Länge in einen Feldweg über. Der Verkehr führt auf einem Umweg durch die Ortsmitte.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 19–20, S. 19 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602