Mirabel (Ardèche)

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Mirabel
Mirabel (Frankreich)
Mirabel
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ardèche
Arrondissement Largentière
Kanton Berg-Helvie
Gemeindeverband Berg et Coiron
Koordinaten 44° 37′ N, 4° 30′ OKoordinaten: 44° 37′ N, 4° 30′ O
Höhe 210–685 m
Fläche 19,90 km2
Einwohner 624 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 31 Einw./km2
Postleitzahl 07170
INSEE-Code

Mirabel

Mirabel ist eine Gemeinde mit 624 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Ardèche im Süden Frankreichs. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von knapp 20 km² und liegt auf einer Höhe von 210 bis 685 m.

Panorama

Der Name „Mirabel“ leitet sich angeblich von der überwältigenden Aussicht ab, die dieses Dorf bietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im zwölften Jahrhundert (nach 1164) taucht erstmals der Name Raymond de Mirabel auf, der Kanon in Viviers war. 1215 verkauft Guillaume Hugues de Pierregourde seine Rechte an Pierre de Mirabel. Im Jahr 1258 erwirbt Aymon de Cruseilles, Bischof von Viviers die Festung von Mirabel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die mittelalterliche Altstadt inklusive Stadtbefestigung war viele Jahre im Verfall begriffen und wurde in den letzten Jahren saniert. Sie befindet sich unterhalb einer Formation aus Basaltlavasäulen, die zum Plateau du Coiron gehören.
  • Oberhalb des Plateaus stehen Reste zweier Burgen, die 1628 in den Religionskriegen zerstört wurden. Die eine gehörte dem Katholiken Laroche, die andere dem Protestanten Arlempde de Mirabel.

Bis auf wenige Mauern ist nur ein schwarzer Donjon auf fast quadratischen Grundriss mit den Außenmaßen 6,85 Meter × 7,40 Meter erhalten geblieben, der bereits von weitem zu sehen ist.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olivier de Serres

In Mirabel lebte der Agrarreformer Olivier de Serres (1539–1619). Sein Hofgut „Domaine du Pradel“ wird auch heute noch betrieben und beherbergt ein Museum.

Augensteine

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mirabel war von 1981 bis 2004 jährlicher Treffpunkt ost- und westeuropäischer Künstler, insbesondere aus Polen, Ungarn, Italien, Deutschland und Frankreich.

Die vielen herumliegenden Steine des Ortes sind auch Ausgangspunkt des weltumspannenden Kunstprojektes Welt Auge – Der Weg der Steine.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Darmstadt – Kraków – Mirabel, Krakow: Wydawn. Towarzystwa Przyjacio Sztuk Pieknych, 2002, ISBN 83-88121-70-7, 83-7323-215-X.
  • Der Weg der Steine, 2005, Kulturamt der Stadt Neu-Isenburg
  • Der Weg der Steine, 2006, Kunstarchiv Darmstadt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mirabel (Ardèche) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien