Darbres

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Darbres
Darbres (Frankreich)
Darbres
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ardèche
Arrondissement Largentière
Kanton Le Teil
Gemeindeverband Berg et Coiron
Koordinaten 44° 39′ N, 4° 30′ OKoordinaten: 44° 39′ N, 4° 30′ O
Höhe 337–880 m
Fläche 16,52 km2
Einwohner 226 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km2
Postleitzahl 07170
INSEE-Code
Website www.darbres.fr

Darbres liegt an einem Berghang

Darbres ist ein französisches Gebirgsdorf mit 226 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Ardèche in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Es gehört zum Gemeindeverband Berg et Coiron.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darbres liegt im sogenannten Pays de Villeneuve de Berg zwischen dem Tal der Ardèche und dem Plateau du Coiron, im Zentralmassiv am Oberlauf des Flusses Auzon, 22 Kilometer nordwestlich von Montélimar und 10 Kilometer nordöstlich von Aubenas. Das Gemeindegebiet umfasst 1652 Hektar, die mittlere Höhe beträgt 609 Meter über dem Meeresspiegel, die Mairie steht auf einer Höhe von 457 Metern.

Darbres ist einer Klimazone des Typs Cfb (nach Köppen und Geiger) zugeordnet: Warmgemäßigtes Regenklima (C), vollfeucht (f), wärmster Monat unter 22 °C, mindestens vier Monate über 10 °C (b). Es herrscht Seeklima mit gemäßigtem Sommer.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darbres wurde in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Bei Ausgrabungen wurden prähistorische Funde gemacht, die beweisen, dass das Gemeindegebiet schon in der Jungsteinzeit (etwa 5500–4500 v. Chr.) besiedelt war.[2]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [3])
1793 1800 1821 1846 1872 1901 1911 1954 1962 1982 1999 2007
165 409 574 870 650 516 535 223 234 168 212 247

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahm die Einwohnerzahl stark zu. Nach 1846 sanken die Einwohnerzahlen fast kontinuierlich bis 1982.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neugotische Kirche Saint-Accons wurde im 19. Jahrhundert erbaut.[4] Sie ist Arconce geweiht, der im 8. Jahrhundert Bischof von Viviers war. Eine ältere Kirche gleichen Namens wurde 1289 in einem Schiedsspruch des Erzbischofs von Vienne erwähnt.[5]

Zeuge der industriellen Vergangenheit von Darbres ist die Moulinage de Darbres, eine ehemalige Anlage zur Veredelung von Seide. Sie wurde 1812 erbaut. Als sie noch in Betrieb war, waren dort 70 Arbeiter beschäftigt und Darbres hatte 800 Einwohner. Nach dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) wurde das Werk geschlossen. Heute wird es als Ferienherberge für Kinder genutzt.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bild der Gemeinde ist von Wald und Weiden geprägt. Wichtige Erwerbszweige der Darbrois (Einwohner) sind Handel und Landwirtschaft (Obstbau, Weinbau, Schaf-, Ziegen- und Rinderzucht).[7] Es gibt eine Käserei, die besichtigt werden kann.[8] Ein weiterer Erwerbszweig ist der Tourismus. Es gibt ein Restaurant und zwei Campingplätze mit Schwimmbad und Tennisplatz.[2]

Lokale Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Picodon und Edelkastanien (Châtaigne d’Ardèche) sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Wurst (Saucisson de l’Ardèche), Schinken (Jambon de l’Ardèche) und Wein (Ardèche, Comtés Rhodaniens und Méditerranée).[1] Die Rinder, aus denen Fin gras du Mézenc hergestellt wird, werden mit Heu gefüttert, das auf den Bergen eines bestimmten Gebiets gewachsen ist.[9] Der Schinken Jambon de l’Ardèche wird mit Salz, Pfeffer und Gewürzen eingerieben und gepökelt. Während seiner siebenmonatigen Reifephase wird er mit einer Mischung aus Schmalz, Gewürzen und Kastanienmehl bestrichen.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Darbres – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Le village de Darbres. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 13. September 2012 (französisch).
  2. a b Darbres auf den Inforoutes de l’Ardèche (französisch)
  3. cassini.ehess.fr und INSEE, siehe Link in Infobox
  4. Darbres (07170). In: medarus.org. Abgerufen am 14. September 2012 (französisch).
  5. Les églises du Coiron (französisch) Abgerufen am 13. September 2012
  6. Darbres, Office de tourisme de Berg et Coiron (französisch)
  7. Darbres - Dossier complet auf insee.fr in Französisch, abgerufen am 28. März 2015, vgl. Abschnitt Chiffres clés caractéristiques des entreprises et des établissements.
  8. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=34135&req=Darbres&style=fiche Darbres auf quid.fr (französisch), seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.
  9. Le fin Gras du Mézenc. Appellation d’Origine Contrôlée. Association Fin Gras du Mézenc, abgerufen am 22. Juli 2012 (französisch).
  10. Le Jambon de l’Ardèche obtient l’Indication Géographique Protégée. In: INAO. Institut national de l’origine et de la qualité, 16. November 2010, abgerufen am 22. Juli 2012 (französisch).