Thüringer Literatur- und Autorentage

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Thüringer Literatur- und Autorentage auf Burg Ranis

Die Thüringer Literatur- und Autorentage sind ein Festival für deutschsprachige Literatur, das seit 1998 jährlich vom Lese-Zeichen e.V. veranstaltet wird. Neben Autorenlesungen gehören Konzerte, Ausstellungen im Bereich der Bildenden Kunst, Poetry Slam, Theatergastspiele, Hörspielaufführungen und Kinofilme, öffentliche Diskussionen sowie eine Live-Sendung des Lese-Cafés von MDR Figaro zum Programm, ebenso Veranstaltungen für Kinder. Die Thüringer Literatur- und Autorentage finden in den Monaten Mai, Juni und Juli statt. Ihr Programm umfasst etwa 40 Veranstaltungen. Das Festival ist flächendeckend über Thüringen verteilt. Neben einem Wochenende auf Burg Ranis finden Veranstaltungen u.a. in Jena, Saalfeld, Pößneck, Neustadt an der Orla, Erfurt, Triptis und zahlreichen anderen Orten statt.

Geschichte und Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Thüringer Literatur- und Autorentage entstanden 1998 ursprünglich auf Anregung der GGP Media GmbH und insbesondere des damaligen Leiters des Bereichs Einkauf, Hans Westerheide. Zu den Initiatoren gehörten außerdem der Thüringer Landesverband des Verbandes deutscher Schriftsteller, vertreten vor allem von Matthias Biskupek und Landolf Scherzer sowie der Lese-Zeichen e.V., der die Organisation des Festivals übernommen hat. [1] Als weitere Unterstützer kamen in der nächsten Zeit u.a. hinzu: das Thüringer Ministerium für Kultur, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die Stadt Ranis, der Friedrich-Bödecker-Kreis für Thüringen e.V., die Landeszentrale für politische Bildung und die Literarische Gesellschaft Thüringen. Damit sind die Thüringer Literatur- und Autorentage eine gemeinsame Initiative von Unternehmen, Politik, Kulturstiftungen und Literaturvereinen. Im ersten Jahr war Burg Ranis der einzige Veranstaltungsort. Die Lesungen fanden zunächst nur im Hof der Burg und im „Roten Salon“ statt. Seit der Renovierung der Burg im Jahr 2008 stehen weitere Räume für verschiedene Formate zur Verfügung.

Hellmuth Karasek nach seiner Lesung auf Burg Ranis 2014

Schon im zweiten Jahr kamen weitere Veranstaltungsorte und Kooperationspartner hinzu. Es fanden Lesungen u.a. in Pößneck, Oppurg und Neustadt an der Orla in Kooperation mit Bibliotheken und Kirchen statt. In den nächsten Jahren wuchs das Programm auf rund 40 Veranstaltungen über mehrere Wochen an zahlreichen Orten in Thüringen. Die Thüringer Literatur- und Autorentage verfolgen damit konzeptionell eine Synthese von Kultur in Städten und im ländlichen Raum. So ist es beispielsweise gelungen, die Stadt Ranis und insbesondere die Burg zu einem etablierten Kulturort zu machen. Wichtig für die Konzeption der Thüringer Literatur- und Autorentage ist außerdem die Verknüpfung verschiedener Kunstsparten. In immer neuen Veranstaltungsformaten trifft Literatur auf Musik, bildende Kunst oder Performance. Außerdem gehören Veranstaltungen im Bereich Hörspiel, Theater und Film zum Programm.

Auszug aus dem Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harry Rowohlt liest auf Burg Ranis
Axel Prahl auf Burg Ranis
Sven Regener auf Burg Ranis 2014

Stimmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Wer auf Burg Ranis lesen darf, hat den Ritterschlag der Literatur erhalten.“

Ingo Schulze: Programmheft der 15. Thüringer Literatur- und Autorentage

„Wir glauben, diese Literaturtage auf der Burg sind beispielgebend. Denn hier haben sich Unternehmen, das Thüringer Kultusministerium, die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die Stadt Ranis und der Lese-Zeichen e.V. zusammen gefunden und vor allem zusammen gearbeitet.“

Christoph Ludwig, Geschäftsführers der GGP Media GmbH Pößneck: Programmheft der 15. Thüringer Literatur- und Autorentage

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.lesezeichen-ev.de/ranis.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]