.at

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Top-Level-Domain .at

Logo der Vergabestelle
Logo der Vergabestelle

Einführung 20. Jänner 1988
Kategorie länderspezifisch
Registry nic.at GmbH
Vergabe uneingeschränkt
Anzahl > 1,2 Mio.[1]

.at ist die länderspezifische Top-Level-Domain (ccTLD) der Republik Österreich. Sie wurde am 20. Jänner 1988 eingeführt und zunächst von der Universität Wien[2] und seit 1998[3] von der nic.at GmbH mit Sitz in Salzburg verwaltet.[4]

Second-Level-Domains[Bearbeiten]

Neben der Endung .at existieren noch weitere Second-Level-Domains:

  • .ac.at (vorgesehen für akademische Einrichtungen, insbesondere Universitäten)
  • .gv.at (vorgesehen für die Regierung sowie Bundes- und Landesbehörden)
  • .co.at (vorgesehen für kommerziell orientierte Unternehmen)
  • .or.at (vorgesehen für Organisationen aller Art)
  • .priv.at (vorgesehen für österreichische Privatpersonen)

Domains unter .at, .or.at und .co.at können ohne besondere Beschränkungen registriert werden. Ein Wohnsitz oder eine Niederlassung in Österreich sind nicht notwendig.[5] Nur .ac.at (verwaltet vom österreichischen Wissenschaftsnetz ACOnet) und .gv.at (verwaltet von der Stadt Wien im Namen des Bundeskanzleramtes) sind nicht frei registrierbar. Domains unter .priv.at werden vom Verein VIBE!AT vergeben.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Insgesamt darf eine .at-Domain zwischen drei (.co.at, .or.at und .ac.at zwei) und 63 Zeichen lang sein, die Vergabe ist innerhalb von Minuten möglich. Seit dem 31. März 2004 wird die Verwendung deutscher Umlaute und anderer Sonderzeichen unterstützt.[6] Mitte 2007 wurde die Möglichkeit geschaffen, auch solche Domains zu registrieren, die nur Ziffern beinhalten. Im Vergleich zu anderen ccTLDs ist die Freigabe jedoch eher auf geringes Interesse gestoßen.[7] Seit 2004 unterstützt .at IDN (Kleinbuchstaben des ISO 8859-1 Zeichensatzes sowie die drei Zeichen œ, š und ž aus dem Unicode Zeichenbereich Latin Extended-A).

Seit dem 15. Dezember 2011 verwendet .at DNSSEC, um die Authentizität und Integrität der Daten des Domain Name System zu gewährleisten.[8] Am 10. Februar 2012 wurde der DS Resource Record von .at auf den Root-Nameservern eingetragen[9] und somit kann die Signatur validiert werden.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Vergabestelle nic.at führt unter den Inhabern von .at-Domains jährlich eine Umfrage durch. Im Jahr 2012 wurde dadurch unter anderem bekannt, dass über die Hälfte aller befragten Unternehmen mehr als sechs Domains besitzen, ein Viertel sogar mehr als 30 Adressen.[10]

Aufgrund der extensiven Vergabekriterien erfährt .at in den letzten Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Im März 2012 waren genau 1,1 Millionen Domains registriert.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.nic.at, abgerufen am 24. August 2014.
  2. Comment:Archiv2. Universität Wien, abgerufen am 10. Oktober 2014 (deutsch).
  3. nic.at:Firmengeschichte. nic.at, abgerufen am 10. Oktober 2014 (deutsch).
  4. Delegation Record for .AT. IANA, abgerufen am 10. September 2012 (englisch).
  5. .at-Domain. united-domains, abgerufen am 10. September 2012 (Reiter „Besonderheiten“).
  6. Florian Hitzelberger: Umlaut-Start am 31. März. In: domain-recht. 25. März 2004, abgerufen am 10. September 2012.
  7. Florian Hitzelberger: Ansturm auf Zifferndomains bleibt aus. In: domain-recht. 29. Juni 2007, abgerufen am 10. September 2012.
  8. ICANN: ICANN Research – TLD DNSSEC Report. 15. Dezember 2011, abgerufen am 21. Juni 2013 (englisch).
  9. ICANN: ICANN Research – TLD DNSSEC Report. 10. Februar 2012, abgerufen am 21. Juni 2013 (englisch).
  10. nic.at: Domainstrategie-Studie 2012. In: united-domains Blog. 28. August 2012, abgerufen am 10. September 2012.
  11. Florian Hitzelberger: .at feiert 1.111.111ste Domain. In: domain-recht. 2. März 2012, abgerufen am 6. Februar 2013.