Landkreis Bad Dürkheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Bad Dürkheim Deutschlandkarte, Position des Landkreises Bad Dürkheim hervorgehoben49.458.11Koordinaten: 49° 27′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Bad Dürkheim
Fläche: 590 km²
Einwohner: 130.927 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Kreisschlüssel: 07 3 32
Kreisgliederung: 48 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Philipp-Fauth-Straße 11
67098 Bad Dürkheim
Webpräsenz: www.kreis-bad-duerkheim.de
Landrat: Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU)
Lage des Landkreises Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
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Der Landkreis Bad Dürkheim ist ein Landkreis im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz in der Metropolregion Rhein-Neckar. Ziemlich zentral liegt die Kreisstadt Bad Dürkheim. Das Autokennzeichen DÜW ist abgeleitet von Bad Dürkheim und Weinstraße.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis Bad Dürkheim liegt in der Pfalz zwischen Ludwigshafen am Rhein im Osten und Kaiserslautern im Westen. Der Westen des Kreises hat Anteil am Pfälzerwald, der Osten gehört noch zur Oberrheinischen Tiefebene, die Mitte ist Teil der Hügellandschaft an der Deutschen Weinstraße, die sich von Nord nach Süd über eine Länge von gut 30 Kilometer durch den Kreis zieht.

Struktur und Grenzen[Bearbeiten]

Der Landkreis erstreckt sich von Nord nach Süd von Bockenheim bis Haßloch, in Ost-West-Richtung von Frankenstein bis Ellerstadt. Seine größte Ausdehnung erreicht er mit 42 Kilometer (Luftlinie) zwischen Elmstein im Südwesten und Dirmstein im Nordosten.

Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Alzey-Worms, im Osten die kreisfreie Stadt Worms und der Rhein-Pfalz-Kreis, im Süden die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße und der Landkreis Südliche Weinstraße, im Südwesten der Landkreis Südwestpfalz sowie im Westen der Landkreis Kaiserslautern, der Donnersbergkreis und die kreisfreie Stadt Kaiserslautern.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Landkreis Bad Dürkheim wurde 1969 im Rahmen der Kreisreform in Rheinland-Pfalz aus Teilen der beiden aufgelösten Landkreise Frankenthal (Pfalz) und Neustadt an der Weinstraße (früher Neustadt an der Haardt) gebildet. Die beiden alten Landkreise waren vom Königreich Bayern, zu dem das heutige Kreisgebiet ab 1816 gehörte, geschaffen worden. 1946 wurden beide Kreise Teil des damals neu geschaffenen Landes Rheinland-Pfalz und gehörten zunächst zum Regierungsbezirk Pfalz, ab 1968 Rheinhessen-Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten]

Seit 2001 wird das Amt des Landrats, des höchsten Verwaltungsbeamten des Landkreises, durch Mehrheitswahl vergeben. Eine Wahlperiode dauert acht Jahre.

Zeit Name Partei Bemerkungen
1969–1979 Hermann Scherer SPD
1979–1988 Hermann-Josef Deutsch CDU vorzeitiger Rücktritt
1988–1990 Herbert Gustavus SPD als 1. Kreisbeigeordneter kommissarisch
1990–2001 Georg Kalbfuß SPD
2001–2012 Sabine Röhl SPD 2001 und 2009 gewählt durch Direktwahl,[2]
im Dezember 2012 nach zweijähriger Krankheit verstorben.[3]
2013– Hans-Ulrich Ihlenfeld CDU

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag des Landkreises Bad Dürkheim besteht aus 46 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Die Wahlen zum Kreistag am 7. Juni 2009 hatten folgendes Ergebnis:[4]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 29,0 13 29,2 13 37,7 18
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,8 17 41,7 19 42,2 20
FDP Freie Demokratische Partei 8,9 4 5,6 3 4,5 2
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 7,1 3 7,2 3 5,2 2
LINKE Die Linke 2,9 1
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1,6 1
REP Die Republikaner 1,8 1 4,3 2
FWG Freie Wählergruppen 12,9 6 12,1 6 9,5 4
gesamt 100,0 46 100,0 46 100,0 46
Wahlbeteiligung in % 53,4 62,7 66,3

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Landkreis Bad Dürkheim.svg
Blasonierung

Durch einen mit zwei blauen, grün gestielten Trauben mit grünen Blättern belegten silbernen Pfahl gespalten: rechts in Schwarz ein linksgewendeter, rot bewehrter goldener Löwe; links in Blau ein rot bewehrter silberner Adler. Die Wappenverleihung erfolgte am 22. Januar 1973.

Bedeutung

Der Pfälzer Löwe steht für die Kurpfalz, die vom Mittelalter bis in die Neuzeit das südliche Kreisgebiet beherrschte, und der Adler für die Herren von Leiningen, denen der nördliche Bereich gehörte. Der silberne Pfahl symbolisiert die Deutsche Weinstraße, die durch das Kreisgebiet führt, für dessen beide großen Weinbaugebiete Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und Südliche Weinstraße die zwei Trauben stehen.

Liste der Wappen im Landkreis Bad Dürkheim

Partnerschaften[Bearbeiten]

Zum Landkreis Starnberg in Oberbayern bestehen seit 1980 „freundschaftliche Beziehungen“. 1990 wurde eine formelle Partnerschaft mit dem Landkreis Stadtroda in Thüringen beschlossen, der 1994 im Saale-Holzland-Kreis aufging. Die jüngste Partnerschaft besteht seit 2000 mit dem polnischen Landkreis Kluczborski. Außerdem betreut der Landkreis Bad Dürkheim die seit 1968 bestehende Partnerschaft zwischen der Deutschen Weinstraße und der Südtiroler Weinstraße.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Typisch für den Landkreis ist der Weinanbau auf rund 7200 Hektar Rebfläche, aber auch Obst und Gemüse werden angepflanzt. Dank des milden Klimas wachsen zum Beispiel Mandeln, Feigen, Orangen und Zitronen.

Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus eine weitere Einnahmequelle für viele Bewohner des Landkreises. Im Naturpark Pfälzerwald findet man den Kurpfalz-Park, einen Wildschutzpark oberhalb des Städtchens Wachenheim. Der Holiday Park bei Haßloch lockt ebenfalls jährlich tausende Besucher in die Pfalz.

Das Kreisgebiet durchziehen eine Pipeline für Erdgas der Saar Ferngas Transport GmbH sowie die NATO-Pipeline SpeyerFürfeld.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(In Klammer: Einwohner am 31. Dezember 2012)[1]

Verbandsfreie Städte

Verbandsfreie Gemeinde:

Verbandsangehörige Städte und Ortsgemeinden , gegliedert nach ihrer Verwaltungszugehörigkeit

– Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde * –

  1. Deidesheim, Stadt * (3739)
  2. Forst an der Weinstraße (814)
  3. Meckenheim (3333)
  4. Niederkirchen bei Deidesheim (2320)
  5. Ruppertsberg (1458)
  1. Bobenheim am Berg (862)
  2. Dackenheim (443)
  3. Erpolzheim (1329)
  4. Freinsheim, Stadt * (4964)
  5. Herxheim am Berg (752)
  6. Kallstadt (1189)
  7. Weisenheim am Berg (1646)
  8. Weisenheim am Sand (4215)
  1. Battenberg (Pfalz) (415)
  2. Bissersheim (460)
  3. Bockenheim an der Weinstraße (2119)
  4. Dirmstein (2979)
  5. Ebertsheim (1262)
  6. Gerolsheim (1706)
  7. Großkarlbach (1115)
  8. Kindenheim (1016)
  9. Kirchheim an der Weinstraße (1842)
  10. Kleinkarlbach (901)
  11. Laumersheim (898)
  12. Mertesheim (377)
  13. Neuleiningen (808)
  14. Obersülzen (642)
  15. Obrigheim (Pfalz) (2636)
  16. Quirnheim (757)
  1. Altleiningen (1756)
  2. Carlsberg (3418)
  3. Hettenleidelheim * (2988)
  4. Tiefenthal (814)
  5. Wattenheim (1596)
  1. Elmstein (2469)
  2. Esthal (1377)
  3. Frankeneck (810)
  4. Lambrecht (Pfalz), Stadt * (4022)
  5. Lindenberg (1057)
  6. Neidenfels (870)
  7. Weidenthal (1810)
  1. Ellerstadt (2365)
  2. Friedelsheim (1482)
  3. Gönnheim (1484)
  4. Wachenheim an der Weinstraße, Stadt * (4683)
Bad Dürkheim Grünstadt Grünstadt Haßloch Meckenheim (Pfalz) Niederkirchen bei Deidesheim Ruppertsberg Forst an der Weinstraße Deidesheim Wattenheim Hettenleidelheim Tiefenthal (Pfalz) Carlsberg (Pfalz) Altleiningen Ellerstadt Gönnheim Friedelsheim Wachenheim an der Weinstraße Elmstein Weidenthal Neidenfels Lindenberg (Pfalz) Lambrecht (Pfalz) Frankeneck Esthal Kindenheim Bockenheim an der Weinstraße Quirnheim Mertesheim Ebertsheim Obrigheim (Pfalz) Obersülzen Dirmstein Gerolsheim Laumersheim Großkarlbach Bissersheim Kirchheim an der Weinstraße Kleinkarlbach Neuleiningen Battenberg (Pfalz) Neuleiningen Kirchheim an der Weinstraße Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Erpolzheim Bobenheim am Berg Bobenheim am Berg Dackenheim Dackenheim Freinsheim Freinsheim Herxheim am Berg Herxheim am Berg Herxheim am Berg Kallstadt Kallstadt Weisenheim am Berg Weisenheim am Berg Landkreis Alzey-Worms Worms Ludwigshafen am Rhein Frankenthal (Pfalz) Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Germersheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der Pfalz Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Donnersbergkreis Kaiserslautern Landkreis SüdwestpfalzVerbandsgemeinden in DÜW.svg
Über dieses Bild

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrstechnisch ist der Landkreis Bad Dürkheim gut angebunden. Die Bundesautobahn 6 (Mannheim–Saarbrücken) führt durch das nördliche Kreisgebiet, die Bundesautobahn 65 (Karlsruhe–Ludwigshafen) streift das südliche Kreisgebiet bei Haßloch. Die Bundesautobahn 61 (Speyer–Ludwigshafen–Koblenz) führt nur wenige Kilometer östlich der Kreisgrenze vorbei und kreuzt sowohl die A 6 als auch die A 65.

Der ÖPNV ist im Verkehrsverbund Rhein-Neckar zusammengeschlossen. Durch den Landkreis verlaufen die wichtige Eisenbahntrasse der Pfälzischen Ludwigsbahn MannheimSaarbrücken(–Paris) sowie die Pfälzische Nordbahn (Neustadt an der Weinstraße–)Bad Dürkheim–Grünstadt(–Monsheim). Die Rhein-Haardtbahn (RHB) verkehrt von Bad Dürkheim nach Ludwigshafen und Mannheim, wo sie dank gleicher Spurbreite mit der Straßenbahn vernetzt ist. Nur noch im Museumsverkehr wird hingegen das Kuckucksbähnel Lambrecht–Elmstein bedient.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Bad Dürkheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Sabine Röhl: Persönliches
  3. Morgenweb: Bad Dürkheim: Landrätin Röhl verstorben. 7. Dezember 2012, abgerufen am 7. Dezember 2012.
  4. Wahlergebnisse der Kreistagswahlen, der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
  5. Landkreis Bad Dürkheim: Partnerschaften des Landkreises Bad Dürkheim