Emergency Room – Die Notaufnahme

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Seriendaten
Deutscher Titel Emergency Room – Die Notaufnahme
Originaltitel ER
ER logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1994–2009
Produktions-
unternehmen
Constant c Productions,
Amblin Entertainment,
Warner Bros. Television
Länge 45 Minuten
Episoden 331[Anm. 1] in 15 Staffeln
Genre Drama, Krankenhausserie
Titelmusik James Newton Howard (1994–2006, 2009),
Martin Davich (2006–2009)
Produktion Michael Crichton,
John Wells,
Christopher Chulack,
Lydia Woodward,
David Zabel,
Jack Orman,
Carol Flint
Idee Michael Crichton
Musik Martin Davich
Erstausstrahlung 19. September 1994 (USA) auf NBC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
30. Oktober 1995 auf ProSieben
Besetzung
Episodenliste

Emergency Room – Die Notaufnahme, kurz ER, ist eine 1994 gestartete und 2009 beendete US-amerikanische Fernsehserie, die vorwiegend in der Notaufnahme eines fiktiven Chicagoer Lehrkrankenhauses spielt und dabei auf realistische, dramatische und auch humorvolle Weise versucht, den Arbeitsalltag des medizinischen Personals und Patientenschicksale darzustellen. Die Idee zur Serie basiert auf einem Drehbuch des Bestseller-Autors Michael Crichton, das bereits in den frühen 1970er Jahren entstand.

ER wurde bekannt durch die ungewöhnlich temporeiche Schilderung notfallmedizinischer Prozeduren, verbunden mit innovativer Kameraarbeit und medizinisch-technischer Sprache. Markant sind auch episodenübergreifende Handlungsstränge, politisch-gesellschaftskritische Themen und um Authentizität bemühte Ausstattung. Realer Hintergrund der Serie war die Überlastung der Notaufnahmen in den Vereinigten Staaten, ein Problem des dortigen Gesundheitssystems.

ER gilt als eine der wichtigsten und erfolgreichsten Fernsehserien aller Zeiten, vor allem wegen der für das Genre damals neuartigen, auch als revolutionär bezeichneten Erzählweise, den in den frühen Staffeln höchsten Einschaltquoten des US-amerikanischen Fernsehens sowie den vielen Auszeichnungen, darunter ein Golden Globe und 23 Emmys. Sie zählt außerdem zu den teuersten und längsten Serien der Fernsehgeschichte und erlangte Vorbildfunktion sowohl für andere Fernsehserien als auch für die medizinische Ausbildung.

Das österreichische Fernsehen verwendet als Titel E.R. – Emergency Room; der deutsche Sender ProSieben zeigte die Serie in den 1990er Jahren zunächst unter dem Titel Emergency Room – Helden im O.P.

Entstehung[Bearbeiten]

Michael Crichton (2002)

Michael Crichton, als Bestseller-Autor, Regisseur und Produzent bekannt geworden, war bis 1969 Medizinstudent im Massachusetts General Hospital in Boston und schrieb dort bereits in seinem vierten Studienjahr die dokumentarische Arbeit Fünf Patienten (Five Patients), die auf den Beobachtungen und Erfahrungen in der Notaufnahme des MGH basierte und 1970 veröffentlicht wurde. 1974 schrieb er das Drehbuch für einen Film über eine Unfallstation, das er im selben Jahr fertigstellte. Dieses bot er in den folgenden Jahren mehreren Produktionsstudios und Fernsehsendern an, die es alle mit der Begründung ablehnten, es bedürfe einer Menge Verbesserungen. Die Idee zu dem Drehbuch war den einzelnen Meinungen nach zwar interessant, aber zu technisch, zu schnell, zu anspruchsvoll und zu fremd. Die Forderungen nach Änderungen, beispielsweise der Vereinfachung der medizinischen Terminologie oder der Entwirrung der vielen Handlungsstränge, widerstrebten Crichton jedoch stets. Er wollte sich nicht auf Kompromisse einlassen und war der Ansicht, dass sein Drehbuch etwas Einzigartiges sei und man es deshalb keinem bereits bestehenden Schema anpassen könne.

1989 bekundete der Regisseur Steven Spielberg starkes Interesse an dem Drehbuch und kaufte es mit der Absicht, daraus einen Spielfilm zu machen. Doch die Realisierung verzögerte sich, da sich die beiden zunächst der Verfilmung des Kinofilms Jurassic Park widmeten, zu dem Crichton das Drehbuch lieferte. Erst im Oktober 1993 ergab sich wieder die Gelegenheit, über die Verwirklichung von ER nachzudenken. Inzwischen gingen die Überlegungen jedoch mehr in Richtung einer Fernsehserie. Crichton stimmte unter der Voraussetzung zu, dass die Eigenheiten seines Drehbuchs erhalten bleiben, die bisher jeden Fernsehsender das Projekt hatten ablehnen lassen. Da Crichton und John Wells als Ausführende Produzenten auftraten, Steven Spielberg das Projekt unterstützte und Jurassic Park sich zu einem großen Erfolg entwickelt hatte, wurde ER schließlich mit Einverständnis des Senders NBC verwirklicht. Der Pilotfilm wurde im Frühjahr 1994 einem Testpublikum in verschiedenen Landesteilen vorgeführt, das mit den höchsten Testwerten aller dramatischen Pilotfilme der vergangenen Jahre reagierte.

Handlung[Bearbeiten]

Themen der Serie sind die Arbeitsbeziehungen sowohl unter den Ärzten als auch unter den Pflegern, etwa wenn neue Kollegen eingearbeitet werden, zwischenmenschliche Konflikte auftreten und Probleme beim Umgang mit Patienten entstehen. Im Zentrum der Episoden steht zudem oft die Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod durch Mord, Selbstmord, Verletzungen oder Krankheiten. Ursachen dafür sind häufig Unfälle, Beziehungsprobleme und Schießereien. Dabei spielen Schuldfragen und der Verlust Angehöriger wichtige Rollen. Thematisiert werden auch typische Probleme US-amerikanischer Großstädte wie Rassismus und Bandenkriege sowie allgemeingesellschaftliche Probleme wie Alkohol- und Drogensucht.

Oft in den Mittelpunkt gerückt werden auch unheilbare Krankheiten wie die Parkinson-Krankheit, ALS, Mukoviszidose, das Down-Syndrom sowie HIV und AIDS. Beispielsweise wirft ER in einem Handlungsbogen die Frage auf, ob eine HIV-positive Notaufnahmemitarbeiterin weiterhin ihrem Beruf nachgehen darf oder von der Patientenbehandlung ausgeschlossen werden soll. Wiederholt greift die Serie auch ethische Probleme wie Sterbehilfe und Patientenverfügungen auf und stellt dabei die Frage, ob es moralisch vertretbar ist, unheilbar Kranke mittels Maschinen künstlich am Leben zu erhalten. Ethische Fragen tauchen zudem in Geschichten auf, die sich mit Abtreibung, ungewollten Schwangerschaften, Kinderadoption und Sorgerechtsstreits beschäftigen.

Das in den USA vorherrschende Problem überfüllter Notaufnahmen und der damit einhergehenden Finanzknappheit im Gesundheitswesen versucht ER darzustellen, indem häufig hoher Patientenandrang und unterbesetztes Personal thematisiert werden. Im Zusammenhang mit diesem Problem wird beispielsweise gezeigt, wie das Krankenpflegepersonal die Notaufnahme bestreikt, um damit auf seine Probleme aufmerksam zu machen.

In den höheren Staffeln widmet sich die Serie kriegerischen Auseinandersetzungen in Afrika und im Nahen Osten. Dabei ging es um den Kongokrieg (Staffeln 9 und 10), um den Irakkrieg (Staffeln 11 und 12) und um den Darfur-Konflikt (Staffel 12). An diesen Schauplätzen werden Haupt- und Nebenfiguren bei humanitären bzw. medizinischen Hilfseinsätzen gezeigt.

Staffeln 1 bis 5[Bearbeiten]

Zu den Hauptthemen der ersten Staffel gehören das Arbeitsverhältnis zwischen dem Assistenzarzt Dr. Peter Benton und dem neuen Medizinstudenten John Carter sowie dessen Wettstreit mit seiner Kollegin Jing-Mei Chen. Eingegangen wird auch auf die Beziehung zwischen Dr. Ross und Krankenschwester Hathaway, die einen Selbstmordversuch überlebt. Weiterhin werden Greenes Bemühungen um den Erhalt seiner Ehe und um die Fürsorge für seine Tochter gezeigt. Die Staffel thematisiert außerdem die gegenüber Dr. Lewis erhobenen Inkompetenz-Vorwürfe und die privaten Probleme mit ihrer Schwester.

Die Hauptaugenmerke der zweiten Staffel liegen unter anderem auf Carters Lernprozess bei der Patientenbehandlung und auf dessen Romanze zu einer Medizinstudentin. Erzählt wird auch die Liebesbeziehung zwischen Carol Hathaway und einem Sanitäter, die unter den Einfluss des Todes eines seiner Berufspartner gerät. Themen sind zudem Dr. Ross’ Verhältnis zu seinem Vater und Meinungsverschiedenheiten, in die er mit seinen Kollegen gerät und die seine Arbeitsstelle gefährden. Des Weiteren konzentriert sich die Staffel auf die in eine mütterliche Rolle gelangte Lewis, auf die durch die neue Ärztin Dr. Weaver hervorgerufenen Streitigkeiten und auf Greenes zerbrechende Ehe. In den Mittelpunkt gerückt wird auch ein ethischer Konflikt, in den Dr. Benton bei der Teilnahme an einer Forschungsstudie gerät.

In der dritten Staffel wird gezeigt, wie Carter seine Assistenzarztzeit in Dr. Bentons chirurgischem Team beginnt und wie der Todesfall eines von Carters Kollegen sein Verhältnis zu Benton beeinflusst. Teil der Handlung ist zudem das Bemühen der HIV-positiven Jeanie Boulet, den Arbeitsalltag zu bestreiten. Dr. Ross’ Handlungsstränge drehen sich um eine oft wiederkehrende, drogenabhängige Patientin und um einen Jugendlichen, der den Wunsch hat zu sterben. Weitere Geschichten handeln von Carol Hathaways neuem Karriereplan, von der Schwangerschaft von Dr. Bentons Freundin und von Carters Liebesaffäre mit einer Kinderchirurgin. Fokussiert werden auch die enger werdende Freundschaft zwischen Dr. Greene und Dr. Lewis sowie Greenes Situation in einem Rassenkonflikt, der durch den Tod eines seiner Patienten ausbricht.

Eine Geschichte der vierten Staffel handelt von der zur Interimschefin der Notfallmedizin beförderten Dr. Weaver, die zur Lösung von Budgetproblemen eine Notaufnahme-Managementfirma engagiert. Eine andere Geschichte dreht sich um die wieder entstehende Liebe zwischen Hathaway und Ross, welcher währenddessen versucht an einen Posten als pädiatrischer Oberarzt zu gelangen. Betrachtet wird auch Dr. Greenes emotionale Situation, die sich destabilisiert hat, nachdem er angegriffen wurde, sowie die Beziehung zu seinen Eltern. Im Mittelpunkt stehen auch Jeanie Boulets Kampf um ihre Arbeitsstelle, die Freundschaft zwischen der neuen Kinderärztin Dr. Del Amico und Carter sowie das Schicksal von Carters drogensüchtigem Cousin. Zudem betrachtet die vierte Staffel die berufliche Tätigkeit der neuen Chirurgin Dr. Elizabeth Corday, die dem ebenfalls neuen Chirurg Dr. Romano unterstellt ist.

Die fünfte Staffel zeigt den zum Oberarzt beförderten Dr. Ross, wie er in einem Fall von Sterbehilfe seine Kompetenzen überschreitet und als eine Folge davon seine Arbeitsstelle kündigt. Damit einhergehend wird seine Beziehung mit Carol Hathaway thematisiert. Teil der Handlung ist auch das Arbeitsverhältnis zwischen der neuen Medizinstudentin Lucy Knight und Carter. Des Weiteren beschäftigen sich die Episoden mit Dr. Benton und seiner Sorge um seinen hörgeschädigten Sohn, seiner Liebesbeziehung mit Dr. Corday und seiner Bewerbung um eine Fortbildung in der Traumatologie. Andere Geschichten handeln von Jeanie Boulets Freundschaft mit einem Polizisten, von Greenes Vergangenheitsbewältigung und von Weavers Versuchen, ihre leiblichen Eltern zu finden.

Staffeln 6 bis 10[Bearbeiten]

Ein Thema der sechsten Staffel sind Carol Hathaways Schwangerschaft und die anschließende Bewältigung ihres beruflichen Alltags, der mit der Fürsorge für ihre Zwillinge in Konflikt gerät. Andere Geschichten drehen sich um die Patienten von zahlreichen neuen Ärzten, darunter Dr. Kovac und Dr. Finch. Thematisiert wird auch das Verhältnis zwischen Dr. Weaver und ihrem einstigen Mentor, einem zunehmend dement erscheinenden Oberarzt. Zudem beleuchtet die Staffel die Beziehung zwischen Dr. Greene und Dr. Corday, die unter den Einfluss von Greenes krankem Vater gerät. Weiterhin geht es um die Folgen eines Attentats, das für Lucy Knight tödlich endet und durch das Carter in der Folge rauschgiftsüchtig wird. Auch Cordays Arbeitsverhältnis mit Dr. Romano ist Thema.

Zu den Themen der siebten Staffel gehört die Beziehung zwischen Abby Lockhart, die ihr Medizinstudium abbricht und fortan als Krankenschwester arbeitet, und ihrer manisch-depressiven Mutter. Auch auf die Schwangerschaften von Dr. Corday und Dr. Chen und deren Einfluss auf ihr Berufsleben wird eingegangen. Andere Handlungsstränge erzählen von der Beziehung, die Dr. Kovac zu einem sterbenden Priester aufbaut und bei der Kovacs religiöser Glaube in Frage gestellt wird. Die Episoden handeln zudem von Bentons Liebesbeziehung mit Dr. Finch und seiner Kündigung durch Romano, von Dr. Weavers Liebesbeziehung mit einer Psychiaterin und von Dr. Greenes mentaler Situation, nachdem bei ihm ein Hirntumor diagnostiziert wurde.

Die achte Staffel beginnt mit dem Tod der Mutter von Dr. Bentons Sohn; ein Sorgerechtsstreit ist die Folge. Ein Thema der Staffel sind die Rückkehr von Dr. Lewis und ihr Verhältnis zu Carter. Gezeigt werden die ersten Arbeitstage des Medizinstudenten Michael Gallant und des Assistenzarztes Gregory Pratt in der Notaufnahme. Behandelt wird zudem die zwischen Dr. Weaver und einer Feuerwehrfrau entstehende Liebesbeziehung. Außerdem wird gezeigt, wie es nach einer gescheiterten Notfallbehandlung zur Kündigung für Malucci und Chen kommt. Ein Streit zwischen den Nachbarn von Abby wird in mehreren Episoden thematisiert. Die zweite Staffelhälfte befasst sich besonders mit der Krebserkrankung Dr. Greenes, den damit einhergehenden gesundheitlichen Veränderungen und schließlich mit seinem Tod. Schlusspunkt der Staffel ist eine Ausnahmesituation, die durch eine Quarantäne der Notaufnahme ausgelöst wird.

Dr. Corday beschließt zu Beginn der neunten Staffel, ihren Aufenthalt in London zu beenden und nach Chicago zurückzukehren. Carter und Lockhart haben sich während der Quarantäne der Notaufnahme ineinander verliebt. Dr. Romano wird durch den Heckrotor eines Rettungshubschraubers ein Unterarm abgetrennt. Weaver erleidet eine Fehlgeburt und leistet einem Stadtratsmitglied mit illegalen Mitteln Hilfe. Ein Chirurgiestudent, der am Parkinson-Syndrom erkrankt ist, beginnt sein Praktikum. Dr. Lewis möchte ihre spontan durchgeführte Hochzeit annullieren lassen. Bei einem Autounfall wird Kovačs Beifahrerin schwer verletzt. Kovač und Carter beginnen im Rahmen eines Projekts der Ärzte ohne Grenzen im afrikanischen Kongo zu arbeiten; dort geraten sie in politische Machtkämpfe und in Lebensgefahr.

Die zehnte Staffel beginnt, als Dr. Carter von seinem Einsatz in einem kongolesischen Krankenhaus zurückkehrt. Seine in Afrika neu gewonnene Freundin Kem erleidet schließlich eine Totgeburt. Gerüchte über Kovačs Tod stellen sich als falsch heraus. Die neue Medizinstudentin Neela Rasgotra wird Dr. Gallant unterstellt. Abby Lockhart setzt ihr Medizinstudium fort. Dr. Romano hat Schwierigkeiten, sich an eine Arm-Prothese zu gewöhnen, und stirbt bei einem erneuten Hubschrauberunfall, der am Krankenhausgebäude zudem beträchtliche Schäden verursacht. Dr. Corday beginnt eine Liebesbeziehung mit einem verheirateten Arzt. Lewis behandelt einen erblindenden Patienten. Weavers Lebensgefährtin bringt das gemeinsame Kind zur Welt und stirbt wenig später bei einem Unfall; es kommt zu einem Sorgerechtsstreit.

Staffeln 11 bis 15[Bearbeiten]

Die Handlung der elften Staffel schließt an das Finale der zehnten an, als Pratt in einen schweren Autounfall gerät, bei dem ein Mitfahrer stirbt. Chen kündigt ihre Arbeitsstelle, nachdem sie ihrem todkranken Vater auf dessen Wunsch hin Sterbehilfe leistet. Die Stelle als Leitender Assistenzarzt erhält Dr. Morris. Dr. Lockhart steht nach der Entführung durch eine Straßengang eine Zeit lang unter Schock. Dr. Corday führt illegal eine Transplantation durch und kehrt infolgedessen in ihre Heimat England zurück. Neela Rasgotra arbeitet mangels Alternativen in einem Supermarkt, bevor sie in die Notaufnahme zurückkehrt. Taggarts Sohn verursacht helle Aufregung. Krankenschwester Taggart und ihr Sohn ziehen in Kovačs Wohnung ein. Carter verliebt sich in eine Sozialarbeiterin; später beendet er seine Arbeit im County.

Zu Beginn der zwölften Staffel beendet Taggart ihre Liebesbeziehung mit Kovač, der wenig später Lockhart näher kommt. Eine neue Oberschwester belastet Teile des Personals mit organisatorischen Veränderungen unter anderem wird Taggart befördert und eine langgediente Schwester entlassen. Pratt lernt seinen bislang fremden Vater kennen; er reist in das afrikanische Darfur, um in einem Flüchtlingscamp Hilfe zu leisten. Nachdem Lewis ohne Verabschiedung ihre Arbeitsstelle gekündigt hat, um als Dozentin an einer Universität zu lehren, verursacht ihr Nachfolger, Dr. Victor Clemente, nach einem amüsanten Einstieg Meinungsverschiedenheiten. Personalchefin Weaver muss sich nach einem Sturz mit einer Operation auseinandersetzen. Dr. Barnett gerät nach einer Liebesbeziehung mit einer Minderjährigen in Probleme. Neela Rasgotra heiratet den im Irak stationierten Dr. Gallant, der dort schließlich durch eine Explosion stirbt.

Den Auftakt zur 13. Staffel bildet ein Fluchtversuch zweier Häftlinge aus der Notaufnahme, bei dem Taggart und ihr Sohn vorübergehend in Geiselhaft geraten. Morris und Kovač erhalten neue Funktionen. Weaver wird degradiert und kündigt später. Sie tritt eine Stelle beim Fernsehen an. Der neue Assistenzarzt Tony Gates verhält sich bei Patientenbehandlungen eigenmächtig und versucht zudem, sich zugunsten Dr. Rasgotras von seiner Lebensgefährtin zu trennen. Lockhart, kürzlich Mutter eines Sohnes geworden, und Kovač werden durch den rachsüchtigen Patienten Ames verfolgt und bedroht. Barnett verunglückt schwer. Nach seiner Vermählung mit Lockhart und seinem Rücktritt als Notaufnahmeleiter begibt sich Kovač in seine kroatische Heimat. Kovačs Funktion übernimmt daraufhin der Arzt Dr. Moretti.

Zu Beginn der 14. Staffel kämpfen die Ärzte um Neelas Leben; sie wurde bei einer Demonstration verletzt. Abby bereitet Lukas Aufenthalt in Kroatien zunehmend Sorgen. Nachdem ihr Sohn verletzt eingeliefert worden ist, kann sie dem Alkohol nicht widerstehen und verbringt eine Nacht mit Dr. Moretti. Später bittet sie ihren Ehemann um Hilfe und lässt sich in eine Entzugsklinik einweisen. Außerdem fasst sie den Entschluss, Oberärztin zu werden. Dr. Gates legt sich wiederholt mit Vorgesetzten an und wird dadurch vorübergehend auf die Intensivstation abgeschoben, wo er sich mit einem todkranken Jungen anfreundet. Zudem kämpft er weiterhin um das Sorgerecht für seine Stieftochter. Sam fühlt sich als Krankenschwester unterfordert und überlegt, Rettungssanitäterin zu werden. Dr. Pratt wird zweimal bei der Ernennung zum Notaufnahmeleiter übergangen und möchte deshalb das County so schnell wie möglich verlassen. Er kümmert sich weiter um seine krebskranke Freundin.

Die 15. Staffel beginnt mit dem Tod Dr. Pratts infolge einer Explosion; die ursprünglich für ihn vorgesehene Stelle als Notaufnahmeleiter erhält die neue Ärztin Dr. Banfield, deren erster Arbeitstag zugleich der letzte für Dr. Lockhart ist. Im weiteren Verlauf werden Banfields Versuche thematisiert, ein eigenes Kind zu bekommen. Die Liebesbeziehung von Dr. Morris mit einer Undercover-Polizistin und die von Taggart und Dr. Gates entwickeln sich positiv. Thematisiert wird zudem die Beziehung zwischen Dr. Rasgotra und Dr. Brenner sowie dessen Vergewaltigung im Kindesalter; Rasgotra kündigt schließlich und verlässt das County General. Thema ist auch die Rückkehr des langjährigen Notaufnahmearztes Dr. Carter sowie dessen Nierentransplantation.

Entwicklung der Erzählweise[Bearbeiten]

Staffeln 1 bis 3[Bearbeiten]

Markant für die ersten drei Staffeln waren vor allem Szenen mit rasant choreografierten Notfallbehandlungen. Diese Szenen beginnen häufig damit, dass ein Patient von Rettungssanitätern in die Notaufnahme gebracht wird, eine Spannung suggerierende und von Trommelschlägen begleitete Musik ertönt. Dabei erklären die Sanitäter oder Krankenschwestern bzw. Krankenpfleger den hinzukommenden Ärzten die Anamnese und die seit der Verletzung durchgeführten Behandlungen. Mitunter fährt dabei bereits ein Sanitäter auf der Rolltrage mit und massiert das Herz des Patienten. Im Behandlungsraum angekommen, wird die notfallmedizinische Behandlung fortgesetzt. Im Zuge der dann oft folgenden Intubation werden lautstark Medikamente wie Succi und Etomidate verordnet. Die folgenden Behandlungsschritte drehen sich meist darum, blutende Wunden zu schließen und die Herztätigkeit wiederherzustellen bzw. zu normalisieren. Wiederbelebungsversuche mit dem Defibrillator und notfallchirurgische Eingriffe wie z. B. eine Thorakotomie unter Verwendung von Skalpell und Rippenspreizer sind keine Seltenheit. Markant für diese Szenen ist einerseits eine permanent in Bewegung befindliche Kamera, die oft um die Mediziner und die Patiententrage kreist. Andererseits werden die Szenen wirksam durch Spannung erzeugende Musik begleitet und unterstützt. Sowohl aus der dynamischen Kameraarbeit als auch aus der meistens passgenau auf Bilder, Kameraführung und Gespräche abgestimmten Musik heraus ergibt sich die für diese Staffeln so typische Choreografie.

Staffeln 4 bis 10[Bearbeiten]

Gegenüber den ersten drei Staffeln war mit Beginn der vierten Staffel der Erzählschwerpunkt der Episoden ein anderer. Die zwischenmenschlichen Beziehungen der Hauptcharaktere, vor allem privater Natur, erhielten spürbar mehr Zeit. In der vierten Staffel gab es mit Episode 76, Väter und Söhne (Fathers and Sons), und 83, Bittere Wahrheit (Family Practice), sogar zwei Episoden, die vollständig außerhalb der Notaufnahme spielten und sich ausschließlich privaten Angelegenheiten der Hauptfiguren Greene und Ross widmeten. Akute Notfälle und schwerverletzte Patienten hatten fortan innerhalb der Episoden weniger Bedeutung. Szenen, in denen deren Behandlung ausführlich geschildert wird, waren nicht mehr die Regel, sondern eher die Ausnahme. Gleichwohl waren Episoden mit einer Fülle schwer verletzter, kritischer und akut erkrankter Patienten nur noch einmal je Staffel zu sehen. Konkret gilt das für die Episoden 84, Gefährliche Explosion (Exodus, Staffel 4), 106, Der Sturm, Teil 2 (The Storm, Part 2, Staffel 5), 127, Die Tat eines Wahnsinnigen (All in the Family, Staffel 6), und 150, Die Kreuzung (The Crossing, Staffel 7), die sich stets an 14. oder 15. Stelle innerhalb der Staffel befinden. In ihnen bildete jeweils eine Katastrophe (Benzolkontamination, Busunglück, Attentat, Zugunglück) den Erzählhintergrund und bescherte dem Notaufnahmepersonal so viel Arbeit, wie sie in den Episoden der Staffeln 1, 2 und 3 eigentlich der Normalfall war. Ab der achten Staffel rückten diese „Katastrophen“-Episoden an das Staffelende. Die Staffeln 8, 9 und 10 widmeten sich zwar wieder etwas stärker den physisch schwer verletzten Patienten, erreichten jedoch nicht die Dichte an Notfällen der Staffeln 1 bis 3.

Die musikalische Unterstützung der Handlung, vor allem der Szenen bei Patientenbehandlungen, war von Beginn der vierten Staffel an quantitativ reduziert. Von Trommelschlägen unterstützte, temporeiche Musik gab es seltener, die Handlung verlor auch dadurch an Tempo und Spannung. Dennoch blieb die Hintergrundmusik ein wesentliches erzählerisches Element.

Auch bei den Staffelübergängen änderte sich die Erzählweise. Wurden in den ersten fünf Staffeln die episodenübergreifenden Handlungsstränge stets weitgehend zu Ende geführt, gingen die folgenden Staffeln immer mit einem Cliffhanger zu Ende - einer Episode, in der Hauptfiguren mit einer besonders für sie lebensbedrohlichen oder Notfallsituation konfrontiert sind und deren Auflösung erst in der folgenden Episode, d. h. folgenden Staffel, gezeigt wird. Beispielsweise werden im Finale der achten Staffel die Notaufnahme und Teile ihres Personals wegen an Pocken erkrankter Patienten unter Quarantäne gestellt - eine Ausnahmesituation, deren Fortgang erst zu Beginn der neunten Staffel geschildert wird.

Zunehmend zu beobachten waren auch Episoden mit alternativen Erzählformen. Dies äußerte sich erstmals bei Episode 70, Vorsicht, Kamera (Ambush, Staffel 4), in der ein Kamerateam eine Dokumentation über die Notaufnahme dreht und dabei deren Angestellte interviewt. Durch die direkt in die Kamera blickenden und sprechenden Charaktere erhielt der Zuschauer einen noch authentischeren Eindruck. Die Episode wurde bei ihrer Erstausstrahlung in den USA 1997 live und in Echtzeit gesendet. Mit ihr entstand erstmals in der Fernsehgeschichte eine Live-Episode in einer zusammenhängenden Dramaserie. Aufgrund der unterschiedlichen Zeitzonen wurde sie zunächst für die Ostküste und drei Stunden später erneut für die Westküste gespielt und gesendet.

Weitere Beispiele für Episoden mit für Emergency Room untypischer Erzählweise: Episode 145, Schritt für Schritt (Piece of Mind, Staffel 7), verfolgte ausschließlich Handlungen, in die einer von zwei Patienten involviert ist. Episode 158, Vier Wahrheiten (Four Corners, Staffel 8), zeigte die am selben Tag stattfindenden Ereignisse aus den Blickwinkeln von vier Hauptcharakteren; zueinander identische Szenen waren dadurch aus unterschiedlichen Kameraperspektiven zu sehen. Episode 176, Brüder und Schwestern (Brothers and Sisters, Staffel 8), hatte ein offenes Ende und stellte den ersten Teil einer Geschichte dar, die in der Episode Vermisst (Unleashed) der Serie Third Watch – Einsatz am Limit fortgesetzt wird; beide Episoden bildeten damit ein Crossover. Episode 189, Im Nachhinein (Hindsight, Staffel 9), erzählte ihre Geschichte chronologisch rückwärts: Die Szenen sind in umgekehrter Reihenfolge angeordnet, das Ende der Geschichte wird zu Episodenbeginn gezeigt und der Zuschauer befindet sich stets in einer Handlung, deren Vorgeschichte ihm noch nicht bekannt ist. Episode 200, Tag und Nacht (When Night Meets Day, Staffel 9), erzählte im ständigen Wechsel, auch parallel mittels zweigeteiltem Bild, von Dr. Carters Tagesschicht und Dr. Pratts darauffolgender Nachtschicht. Episode 211, Makemba (Makemba, Staffel 10), handelte vor allem von Dr. Carters Aufenthalt in der DR Kongo und umfasste die zurückliegenden sieben Monate. Einige Szenen aus den vorherigen Episoden der 10. Staffel werden erneut gezeigt, wodurch seine Kontakte nach Chicago chronologisch eingeordnet werden.

Staffeln 11 bis 15[Bearbeiten]

Die Erzählweise und die Choreografie der Episoden änderten sich 2004, mit Beginn der 11. Staffel, gravierend. Am auffälligsten war nun die beinahe völlig fehlende musikalische Untermalung. Szenen mit Notfallbehandlungen, bei denen die Kamera in hohem Tempo und begleitet von intensiver und schneller Musik um das Hauptgeschehen kreist, gab es nicht mehr. Vielmehr herrschte bei vielen Notfallbehandlungsszenen eine, verglichen mit den vorherigen Staffeln, auffällige Stille. Musik gab es fortan allenfalls in emotional stärker berührenden Szenen oder am Episodenende, dann jedoch deutlich geräusch- und tempoärmer. Die Wahrnehmung des Zuschauers verlagerte sich dadurch teilweise vom Gesehenen auf das Gesprochene und die restlichen Geräusche. Anstelle von Musik waren nun neben den Gesprächen der Mediziner und Patienten vor allem die Geräusche der medizinischen Behandlungsgeräte zu hören, vor allem von Speichelsaugern und Beatmungsgeräten, aber auch das Piepen von EKG-Monitoren und die in der Notaufnahme allgegenwärtigen Hintergrundgeräusche wie etwa Lauf- und Telefongeräusche. Die Gespräche der Hauptfiguren untereinander abseits der Patientenbehandlungen waren öfter auf Small Talk denn auf behandlungstechnisch relevante Sachverhalte fokussiert.

Zusätzlich zur Verlangsamung der Szenenschnittfolge war die Handlung fortan noch stärker als zuvor auf die psychischen Leiden der Patienten konzentriert; ihre physischen Probleme rückten zunehmend in den Hintergrund. Gleichsam wurde die Vorgeschichte der Patienten stärker als in früheren Staffeln thematisiert, die Aufklärung der Hauptfiguren und des Zuschauers über die Ursachen für ihre Verletzungen bekam ein stärkeres Gewicht. Dadurch, aber auch, weil Unterhaltungselemente wie beispielsweise Szenen mit dem sozial unterdurchschnittlich kompetenten Dr. Romano fehlten, erhielt die Handlung der Episoden dieser Staffeln mitunter eine deutlich psychologischere Note.

Zugleich gab es vermehrt Episoden, die sich – ganz im Gegensatz zu den früheren Staffeln – nicht mit vielen verschiedenen Handlungssträngen parallel beschäftigten, sondern sich überwiegend auf die Beziehung zweier Charaktere konzentrieren. Dies gilt besonders für die 11. Staffel: Episode 233 zeigte die Entführung einer der Hauptfiguren durch eine Jugendgang und spielte, ausnahmsweise gedreht in HD-Videobildern, zu einem großen Teil in einem Pkw. Weitere Beispiele für Episoden mit großem Fokus auf einen ganz bestimmten Handlungsstrang bzw. Hauptcharakter sind Ep. 237, Ich bin wie ich bin (Just As I Am, Staffel 11), 238, Allein unter vielen (Alone in a Crowd, Staffel 11), 240, Hier und dort (Here and There, Staffel 11) und 258, Leib und Seele (Body and Soul, Staffel 12). In der 11. Staffel gab es zudem erneut eine in Echtzeit spielende – diesmal jedoch nicht live produzierte – Episode (Ep. 229, TodesstundeTime of Death); sie konzentriert sich beinahe ausschließlich auf einen krebskranken Patienten.

Das bereits ab der sechsten Staffel verwendete Element des Cliffhangers am Staffelende wurde auch in den Staffeln 11 bis 14 beibehalten. Stets geriet dabei mindestens eine Hauptfigur oder ein direkter Angehöriger in Lebensgefahr, beispielsweise im Finale der 12. Staffel, in dem die Notaufnahme den Ausbruchsort zweier Gefängnishäftlinge bildet und das Schicksal gleich mehrerer Hauptfiguren zunächst offen bleibt. Auffallend in dem Zusammenhang ist auch, dass in den Finalepisoden der Staffeln 10, 11 und 12 bzw. Premierenepisoden der Staffeln 11, 12 und 13 die Beziehung der Hauptfigur Samantha Taggart zu ihrem Sohn und dessen Vater jeweils einen wesentlichen Teil der Cliffhanger-Geschichte darstellte.

Die finale, 15. Staffel (2008–2009) war vor allem dadurch geprägt, dass bereits ausgeschiedene Hauptdarsteller der frühen Besetzung erneut auftraten. Da diese Figuren zur Zeit der 15. Staffel jedoch weit weg (Dr. Weaver, Dr. Corday) bzw. gar nicht mehr (Dr. Greene, Dr. Romano) lebten, wurden ihre Szenen mit besonderen erzählerischen Elementen in die Handlung integriert. Dazu zählen die Episoden 316, Arzt, heile Dich selbst (Heal Thyself), die Erinnerungen an 2002 in Form von Rückblenden erzählt, und 321, Im Schlaf (Dream Runner), in der ein Traum erzählt wird.

Um Episodenlaufzeit einzusparen und somit Ausstrahlzeit für zusätzliche Werbespots zu gewinnen, verkürzte man ab Beginn der 13. Staffel die Episoden um etwa eine Minute. Auch deswegen fehlte ab Episode 268 die von James Newton Howard komponierte, charakteristische Titelmelodie. Erst im Serienfinale (Episode 331) war diese wieder enthalten.

Produktionsweise und Charakteristika[Bearbeiten]

In jeder Episode werden mehrere Handlungsstränge betrachtet, von denen manche gleich abgeschlossen werden, andere sich in Form von Handlungsbögen aber über etliche Episoden und Staffeln erstrecken. Meist sind die Szenen so miteinander gemischt, dass sie in einer Abfolge von kleinen Stücken gezeigt werden, um die Aufmerksamkeit beim Publikum zu halten und eine hektische Atmosphäre zu schaffen.

Dramaturgie[Bearbeiten]

Bis in die frühen 1980er Jahre hinein waren dramatische Serien gewöhnlich so aufgebaut, dass jede Episode im Wesentlichen einen einzigen Handlungsstrang zeigte. Ein grundlegender Stilwandel vollzog sich mit der 1981 gestarteten Krimiserie Polizeirevier Hill Street, in der erstmals eine an Charles Dickens erinnernde Vielfältigkeit der Handlungsstränge eingeführt wurde. Von da an wurden nicht mehr nur eine, sondern drei oder vier verschiedene Geschichten gleichzeitig erzählt, die miteinander verknüpft wurden und in ihrer Gesamtheit die Handlung der jeweiligen Episode bildeten. ER enthält pro Episode zwischen neun und 18 nebeneinander herlaufende Handlungsstränge, mit denen der Serie ein Tempo gegeben werden sollte, das das Interesse des Publikums wach hält und keine Langeweile aufkommen lässt. Denn es entspricht der Wirklichkeit einer Notaufnahme, dass alle die Arbeit im Krankenhaus betreffenden Geschichten rasch über den Bildschirm gehen und in wenigen Szenen zu Ende geführt werden. Der Zuschauer muss jeweils nur ein oder zwei Minuten lang warten, bis er sich wieder in der nächsten Geschichte befindet.

Andererseits war es genauso realitätsnah, die Handlungsstränge auszudehnen, in denen es um die Entwicklung der einzelnen Hauptcharaktere ging. Beispielsweise wird das Scheitern der Ehe eines der Hauptdarsteller nicht in nur einer Folge gezeigt, sondern nimmt einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren ein. Den privaten Schicksalen der Figuren wird praktisch in Echtzeit gefolgt und deren Charaktere enthüllen sich nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach. Die Charaktere sind nicht von Anfang an vollständig ausformuliert und die Zuschauer lernen sie erst im Laufe der Zeit kennen.

Medizindarstellung[Bearbeiten]

Alle medizinischen Ereignisse der ER-Episoden beruhen auf tatsächlichen Fällen, die von medizinischen Beratern zusammengetragen wurden. Diese bekamen regelmäßig von Schwestern und Ärzten aus Unfallstationen des ganzen Landes deren Erfahrungen mitgeteilt. Außerdem verbrachten die Drehbuchautoren selbst zahlreiche Stunden in den lokalen Unfallstationen und erhielten Einblick in die beruflichen und privaten Erfahrungen, insbesondere der dortigen Krankenschwestern. Medizinische Fallgeschichten wurden auch von Drehbuchautoren und Produzenten beigesteuert, die selbst über eine medizinische Ausbildung verfügen. Die Drehbücher wurden meist in Autorenteams über einen Zeitraum von mehreren Wochen geplant und entwickelt. Es entstand damit ein ausgefeiltes System aus Korrekturen und Kontrollen. Vom Produktionsteam wurden zudem medizinisch-technische Konzepte aufgestellt, in denen das Agieren der Schauspieler, Requisiten, Kostüme und Make-up-Vorschläge für die Szenen mit medizinischem Handeln beschrieben wurde.

Um das Niveau der medizinischen Genauigkeit zu erhalten, auf das Crichton immer Wert gelegt hatte, hatten sich die Produzenten darauf geeinigt, dass dem Publikum der medizinische Fachjargon nicht vermittelt werden kann. Ihre Absicht war es, die Zuschauer der Körpersprache und den Gesten der handelnden Personen folgen zu lassen, um die Dramaturgie zu verstehen, und somit den Eindruck zu vermitteln, sie befänden sich in einem echten Krankenhaus. Um in den Notfallszenen mitzuwirken, wurden häufig echte Krankenschwestern engagiert, von denen die Schauspieler Hinweise auf den professionellen Ablauf der Notfallmedizin erhielten. Medizinische Apparaturen und Geräte füllten jeden Raum, die Schubladen und Schränke enthielten nur Dinge, die sich auch in einem echten Krankenhaus finden.

Kulissen und Kameraarbeit[Bearbeiten]

Bei Außenaufnahmen oft im Hintergrund sichtbar: der Chicago River und die Hochhäuser der Chicagoer Innenstadt

Zugunsten der Authentizitätswirkung wurden nur Kulissen mit starren, massiven Wänden und geschlossenen Decken verwendet. Sie dienen der Vielfältigkeit der Choreografie, zum Beispiel wenn die in die Decke eingelassenen Geräte und Leuchten in den Blick kommen oder mit der Kamera durch die Flure und Korridore gefahren wurde. Damit sollte dem Zuschauer das Gefühl vermittelt werden, er befinde sich in einem realen Krankenhaus und sei Teil der Handlung. Durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit für Fahrten mit dem Kamerawagen ergab sich, dass die Serie zum großen Teil mit fixierter und Handkameraausrüstung, besonders mit Schwebestativen, gedreht wurde. Letztere kamen bei etwa 70 Prozent aller Aufnahmen zum Einsatz. Mit ihnen wurden etliche der längeren Szenen als Plansequenzen in einem einzigen Take gedreht, um den Bildfluss durch Schnitte nicht zu stören. Sie wurden auch bei den Notfallszenen und Bildfolgen eingesetzt, die besonders temporeich wirken sollten. Durch einen speziellen Federmechanismus, der trotz der Beweglichkeit der Kamera genauso stabile Bilder liefert wie eine auf einer Schiene geführte Kamera, entstand der Eindruck bruchlos fließender Bilder. Gleichzeitig wurde der Serie damit eine Art dokumentarische Authentizität verliehen, die zu einem ihrer Markenzeichen wurde.

Während im Krankenhaus durch die festen Kulissen des hektischen, engen Innenraums eine Atmosphäre der Klaustrophobie herrschte, sollten mit den Außenaufnahmen Weite und Offenheit vermittelt und der Kontrast zu der inselähnlichen Welt der Notaufnahme geschaffen werden. Zu den Außenschauplätzen, die für die Serie wesentlich geworden sind, gehören die Trassen und Bahnhöfe der Hochbahn Chicago Elevated und das Krankenhausdach mit dem Hubschrauberlandeplatz. Als Außendrehort wurde dazu das Dach des Chicagoer Hilton Hotels vor dem Hintergrund der innerstädtischen Hochhauskulisse gewählt.

Besetzung[Bearbeiten]

Im gesamten Serienverlauf kamen in Emergency Room 5453 Schauspieler zum Einsatz,[1] davon 13 weibliche und 13 männliche in der Hauptbesetzung. Die Schauspieler der Hauptcharaktere werden im Bildschirmtext der Episoden unter „Starring“ geführt, die Schauspieler, die unter „Guest starring“, „Special Guest Starring“ und „Co-starring“ rangieren, werden im Folgenden als Gast- und Nebendarsteller zusammengefasst.

Hauptbesetzung[Bearbeiten]

Änderungen in der Hauptbesetzung gibt es seit Serienbeginn in beinahe jeder Staffel. Dabei werden manche der späteren Hauptdarsteller zuvor als Nebendarsteller eingeführt. Einige der ausgeschiedenen Charaktere tauchen später wieder in Gastrollen auf. Die meisten Veränderungen an der Hauptbesetzung fanden in der sechsten Staffel (Produktionszeit 1999–2000) statt, in der sechs Darsteller hinzukamen und drei ausschieden.

Schauspieler Rollenname[A 1] Hauptrolle
(Episoden)[Anm. 1]
Hauptrolle
(Staffeln)
Hauptrolle
(Jahre)
Hauptrolle
(∑ Episoden)
Gastrolle
(Staffeln)
Gastrolle
(Jahre)
Synchronsprecher[2][3]
Edwards, AnthonyAnthony Edwards Dr. Mark Greene 000000000000001.00000000001–179,[A 2] 316 000000000000001.00000000001–000000000000008.00000000008, 15 1994–2002, 2008 000000000000180.0000000000180 Hohlbein, HansHans Hohlbein
Clooney, GeorgeGeorge Clooney Dr. Douglas „Doug“ Ross 000000000000001.00000000001–106, 328 000000000000001.00000000001–000000000000005.00000000005, 15 1994–1999, 2009 000000000000107.0000000000107 000000000000006.00000000006 2000 Bierstedt, DetlefDetlef Bierstedt
Wyle, NoahNoah Wyle (Dr.) John Carter 000000000000001.00000000001–245, 325–328, 331 000000000000001.00000000001–000000000000011.000000000011, 15 1994–2005, 2009 000000000000250.0000000000250 000000000000012.000000000012 2006 Feld, OliverOliver Feld
Stringfield, SherrySherry Stringfield Dr. Susan Lewis 000000000000001.00000000001–000000000000055.000000000055, 161–246, 331 000000000000001.00000000001–000000000000003.00000000003, 8–12, 15 1994–1996,
2001–2005, 2009
000000000000142.0000000000142 Weiß, BettinaBettina Weiß
La Salle, EriqEriq La Salle Dr. Peter Benton 000000000000001.00000000001–167, 172, 178, 328, 331 000000000000001.00000000001–000000000000008.00000000008, 15 1994–2002, 2009 000000000000171.0000000000171 Fredrich, StefanStefan Fredrich,[A 3]
Jörg Hengstler[A 4]
Margulies, JuliannaJulianna Margulies Carol Hathaway 000000000000002.00000000002–134, 328 000000000000001.00000000001–000000000000006.00000000006, 15 1994–2000, 2009 000000000000134.0000000000134 000000000000001.00000000001 1994 Reitzenstein, AnkeAnke Reitzenstein,[A 5]
Cathrin Vaessen[A 6]
Reuben, GloriaGloria Reuben Jeanie Boulet 000000000000031.000000000031–119 000000000000002.00000000002–000000000000006.00000000006 1995–1999 000000000000089.000000000089 000000000000001.00000000001, 2, 14 1995, 2008 Ewert, CarolaCarola Ewert,[A 7]
Anna Carlsson[A 8]
Innes, LauraLaura Innes Dr. Kerry Weaver 000000000000048.000000000048–280, 331 000000000000003.00000000003–13, 15 1996–2007, 2009 000000000000234.0000000000234 000000000000002.00000000002, 15 1995, 1996, 2008 Rudolph, LianeLiane Rudolph
Bello, MariaMaria Bello Dr. Anna Del Amico 000000000000070.000000000070–000000000000091.000000000091 000000000000004.00000000004 1997–1998 000000000000022.000000000022 000000000000003.00000000003 1997 Weigert, DeboraDebora Weigert
Kingston, AlexAlex Kingston Dr. Elizabeth Corday 000000000000070.000000000070–227, 331 000000000000004.00000000004–11, 15 1997–2004, 2009 000000000000159.0000000000159 000000000000015.000000000015 2009 Sander, PeggyPeggy Sander
Martin, KellieKellie Martin Lucy Knight 000000000000092.000000000092–127 000000000000005.00000000005–000000000000006.00000000006 1998–2000 000000000000036.000000000036 Krahl, BiancaBianca Krahl
McCrane, PaulPaul McCrane Dr. Robert „Rocket“ Romano 48–209 000000000000003.00000000003–10 1997–2003 000000000000096.000000000096 000000000000004.00000000004, 5, 15 1997–1999, 2008 Keßler, MartinMartin Keßler
Višnjić, GoranGoran Višnjić Dr. Luka Kovač 114–290, 295, 298–300,
304, 306, 309, 312
000000000000006.00000000006–15 1999–2008 000000000000185.0000000000185 Grap, Klaus-PeterKlaus-Peter Grap
Michele, MichaelMichael Michele Dr. Cleo Finch 114–167, 178 000000000000006.00000000006–000000000000008.00000000008 1999–2002 000000000000055.000000000055 Domanowski, HeideHeide Domanowski
Palladino, ErikErik Palladino Dr. Dave Malucci 120–161 000000000000006.00000000006–000000000000008.00000000008 1999–2001 000000000000042.000000000042 000000000000006.00000000006 1999 Banken, ChristophChristoph Banken
Ming-Na Wen (Dr.) Jing-Mei „Deb“ Chen 123–232 000000000000001.00000000001–11 1995–2004 000000000000110.0000000000110 000000000000001.00000000001 1995 Al-Akel, GhadahGhadah Al-Akel
Tierney, MauraMaura Tierney (Dr.) Abigail „Abby“ Lockhart 125–310, 312 000000000000006.00000000006–15 2000–2008 000000000000187.0000000000187 000000000000006.00000000006, 15 1999, 2009 Matthias, SilkeSilke Matthias
Atkins, SharifSharif Atkins (Dr.) Michael Gallant 172–219 000000000000008.00000000008–10 2002–2004 000000000000048.000000000048 000000000000008.00000000008, 11, 12 2001, 2002,
2005, 2006
Pfeiffer, MarkusMarkus Pfeiffer
Phifer, MekhiMekhi Phifer Dr. Gregory „Greg“ Pratt 180–310 000000000000009.00000000009–15 2002–2008 000000000000131.0000000000131 000000000000008.00000000008 2002 Schmidt-Foß, DennisDennis Schmidt-Foß
Nagra, ParminderParminder Nagra (Dr.) Neela Rasgotra 204–331 000000000000010.000000000010–000000000000015.000000000015 2003–2009 000000000000128.0000000000128 000000000000010.000000000010 2003 Spuhl, SonjaSonja Spuhl
Cardellini, LindaLinda Cardellini Samantha „Sam“ Taggart 206–331 000000000000010.000000000010–000000000000015.000000000015 2003–2009 000000000000126.0000000000126 Lehmann, DaschaDascha Lehmann
West, ShaneShane West Dr. Ray Barnett 224–290 000000000000011.000000000011–000000000000013.000000000013 2004–2007 000000000000067.000000000067 000000000000015.000000000015 2008, 2009 Clarén, MariusMarius Clarén
Grimes, ScottScott Grimes Dr. Archie Morris 246–331 000000000000012.000000000012–000000000000015.000000000015 2005–2009 000000000000086.000000000086 000000000000010.000000000010, 11 2003–2005 Kahnmeyer, RobinRobin Kahnmeyer
Stamos, JohnJohn Stamos (Dr.) Tony Gates 269–331 000000000000013.000000000013–000000000000015.000000000015 2006–2009 000000000000063.000000000063 000000000000012.000000000012 2005 Löwenberg, JaronJaron Löwenberg
Lyons, DavidDavid Lyons Dr. Simon Brenner 310–331 000000000000015.000000000015 2008–2009 000000000000022.000000000022 000000000000014.000000000014 2008 Schaff, FrankFrank Schaff
Bassett, AngelaAngela Bassett Dr. Catherine Banfield 311–331 000000000000015.000000000015 2008–2009 000000000000021.000000000021 Reitzenstein, AnkeAnke Reitzenstein

Anmerkungen:

  1. Doktortitel in Klammern bedeuten, dass die betreffenden Figuren ihren Titel jeweils erst im Serienverlauf erhalten, also in der Anfangsphase noch keinen Doktortitel besitzen.
  2. Trotz Greenes Tod in Ep. 178 wird Edwards in Ep. 179 noch als Hauptdarsteller geführt.
  3. Staffeln 1–4
  4. ab Staffel 5
  5. Staffeln 1–2,6
  6. Staffeln 3-5,15
  7. Staffeln 1–6
  8. Staffel 14

Gast- und Nebendarsteller[Bearbeiten]

Gast- und Nebendarsteller sind hauptsächlich in den Rollen des Medizinpersonals, der Patienten und der Verwandten der Hauptfiguren zu sehen. Der Umfang ihrer Auftritte bewegt sich zwischen einer Episode und mehreren Staffeln. Die folgende Liste nennt die wichtigsten Gast- und Nebenrollen mitsamt Schauspielern und relevanten Staffeln.

Ärzte, Medizinstudenten, Praktikanten (Notaufnahme)
Ärzte, Medizinstudenten, Praktikanten (Chirurgie)
Ärzte, Medizinstudenten, Praktikanten (andere Stationen)
Krankenpflegepersonal (Notaufnahme)
Krankenpflegepersonal (andere Stationen)

Notaufnahmekoordinatoren

Rettungssanitäter, Feuerwehrleute, Polizisten
Angehörige der Hauptfiguren
Andere Krankenhausangestellte
Patienten und ihre Angehörigen
Andere

Anmerkungen:

  1. Anfangs gleichzeitig auch Leiter der Notaufnahme
  2. Rolle wurde in Staffel 1 durch Wolfgang Bodison dargestellt
  3. Rolle wurde in den Staffeln 4, 5 und 7 durch Victor Williams dargestellt
  4. Rolle wurde in den ersten sechs Staffeln durch Yvonne Zima dargestellt
  5. Rolle wurde in Staffel 10 durch Cole Hauser dargestellt
  6. Rolle wurde in den Staffeln 10 und 11 durch Oliver Davis dargestellt

Einflüsse[Bearbeiten]

Am Markus-Krankenhaus Frankfurt am Main werden im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen Ärzte, Pflegepersonal und andere Krankenhausmitarbeiter mittels Fällen aus ER mit komplexen medizinischen, ethischen und rechtlichen Konfliktsituationen konfrontiert. Laut Deutschem Ärzteblatt eigneten sich viele Szenen, um Spannungsfelder in der Begegnung zwischen Arzt, Pflegepersonal, Patient und Angehörigen zu verdeutlichen und als Ausgangspunkt für eine Diskussion zu nutzen. Dazu zähle beispielsweise der Umgang mit Patientenverfügungen und der Schweigepflicht.[4][5][6]

Im „Reformstudiengang Medizin“ der Berliner Charité gehört das Vorführen von Sequenzen aus ER mit zum Block „Notfallmedizin“ des Lehrplanes. Ziel dabei ist es, technische Aspekte zur Interaktion in Notfall- und anderen Teamsituationen kennenzulernen. Anhand der gezeigten Szenen werden Aspekte des Fehlermanagements thematisiert, wie Team-Kommunikation in Notfallsituationen, das Einhalten und Übertreten von Kompetenzbereichen oder der Umgang mit schwerwiegenden Fehlern.[7]

Emergency Room hat mehr Studenten inspiriert, Notfallmedizin zu studieren, und dabei geholfen, Konsumenten hinsichtlich Gesundheitsvorsorge aufzuklären.[8] So stellte ein 1996 im Journal of the American Medical Association erschienener Artikel fest, dass sich die Zahl der Bewerbungen von jungen Ärzten für eine Beschäftigung in der Notaufnahme seit Emergency Room deutlich erhöht habe; dem Artikel zufolge sei dies ein Hinweis auf die hohe Akzeptanz der Serie bei medizinischem Publikum.[9]

Auch andere Fernsehsendungen mit medizinischen Themen orientieren sich an ER, das vom Deutschen Ärzteblatt als für das Genre stilbildend bezeichnet wird.[10] Zwar habe es wirklichkeitsnahe Situationen aus dem Krankenhausalltag und echte OP-Bilder in den USA und Großbritannien schon in den 1950er und 1960er Jahren gegeben, doch den Durchbruch für die realistischen Arztserien habe erst der Erfolg von ER gebracht. Mit ihr sei auch in Deutschland die Notwendigkeit von mehr Realität und damit von medizinischer Beratung bei Arzt- und Krankenhausserien deutlich geworden.[11] Als ein Beispiel für eine solche deutsche Krankenhausserie wird alphateam – Die Lebensretter im OP genannt, die stilistische Anleihen bei ER mache.[10] Die Los Angeles Times schreibt 2009, Emergency Room habe hin zu lebensnaher Authentizität von spezialisierten Schauplätzen eine kreative Bewegung in Gang gesetzt, die spätere Hits wie CSI – Den Tätern auf der Spur und The West Wing beeinflusst habe.[8] Freddy Litten meint in einem Artikel des Deutschen Ärzteblatts 2009, dass einschlägige US-amerikanische Fernsehserien wie etwa ER Einfluss gehabt hätten auf die Entstehung mehrerer, auf Ärzte und Medizin zentrierter Mangaserien in Japan und damit des Genres Medizinmanga.[12]

Beurteilung[Bearbeiten]

Das Kinofilmmagazin Cinema meint, dass mit dem Pilotfilm von ER „1994 ein neues Zeitalter der TV-Medizin“ eingeläutet worden sei.[13] Einen ähnlich revolutionären Charakter bescheinigt der Serie das Fernsehmagazin TV Guide, denn ER habe als „fesselndes Medizindrama“ das Genre für die 1990er Jahre und das 21. Jahrhundert neu definiert.[14] Die Zeit schreibt in einem Artikel im Mai 2007, dass ER „Maßstäbe in Sachen Tempo und Kameraführung“ gesetzt habe[15] und in einem anderen Artikel im Jahr 2000: „Emergency Room brach mit allen Gesetzen der Serie, indem es sich von der probaten A-plus-B-Plot-Dramaturgie verabschiedete und gleich ein Dutzend Sub-Plots trotz rasanter Schnitte kunstvoll ineinander wob.“[16]

In der 2002 vom Fernsehmagazin TV Guide veröffentlichten Liste der 50 unterhaltsamsten oder einflussreichsten Fernsehserien in der amerikanischen Popkultur rangiert ER auf dem 22. Platz.[17] Die britische Filmzeitschrift Empire führt ER in ihrer Liste der 50 besten Fernsehsendungen auf dem 29. Platz.[18]

Medizin und Realismus[Bearbeiten]

Ein 2003 im Deutschen Ärzteblatt erschienener Artikel beschäftigt sich mit dem Ärzteimage im Fernsehen, demzufolge die Ärzte in Arzt- und Krankenhausserien idealisiert und stereotypisiert dargestellt würden. Im Gegensatz zu dieser „verzerrten Fernsehwelt“, so die Autorin, seien die Ärzte in ER aber nicht überhöht, sondern realistisch gezeichnet. Sie würden auch Fehler machen und hätten menschliche Schwächen. Ebenso glaubwürdig würden Krankheitsbilder und Patienten dargestellt.[10] Der Autor eines Artikels der Zeit meint: „Die Ärzte sind keine Helden, sie verzweifeln an ihrem Beruf und an sich selbst, versagen im OP und zu Hause, sie sind Menschen, die sich bemühen und oft scheitern.“[15] Susanne Schwarzer meint, dass Serienproduktionen wie ER überforderte Ärzte als „Medizintechnokraten“ in einem wackeligen Gesundheitssystem zeigten. Der Arzt zeige sich auch niedergedrückt durch skandalöse Arbeitsumstände, erodierende Sozialsysteme und völlige Überlastung.[19] Dem Arzt Dr. Zischler vom Frankfurter Markus-Krankenhaus zufolge zeichne sich ER durch eine „hervorragende“ medizinische Recherche und Fachberatung aus.[6] Auch ein weiterer Artikel des Deutschen Ärzteblatts sieht das Erfolgsrezept der Serie darin, dass sie medizinisch sorgfältiger vorbereitet und ausgeführt sei als ihre Konkurrenten.[9]

Auch ein im Juni 2006 in der Wochenzeitung Freitag erschienener Artikel geht auf das durchs Fernsehen vermittelte Bild der Ärzte ein, welches insgesamt zu positiv und deshalb unrealistisch sei. ER aber habe das Feld revolutioniert, weil professionalisiert: „Schluss mit hausbackenem Kitsch, Zoom auf die Realität. Krankenhaus-Illusion war nie wahrhaftiger […]. Hier ist die Luft jargonverseucht und die Dosierungen stimmen. Vom verstauchten Finger zum geöffneten Thorax ist alles zu sehen. In den Statistenrollen sogar: echtes medizinisches Personal. Um sicherzugehen, dass der falsche Doktor zur richtigen Zange greift. Die Show braucht solche Detailarbeit, um ihren moralischen Impetus mit Hyperrealismus zu fundieren. Bei aller aufwändigen Kamera-Choreografie ist ER politisch und scheint es ernst zu meinen mit der Gesellschaftskritik – bis hin zu Expeditionen in den Kongo und nach Darfur. Soll sagen, wir sind mehr als Fernsehunterhaltung, wir kämpfen gegen die Missstände, die wir spielen. Nach zwölf Staffeln kreist der Alltag des Notärzteteams noch immer hektisch um alle Arten offener Wunden. Aber die Erschöpfung ist nicht zu verbergen.“[20]

Die Süddeutsche Zeitung schreibt im August 2006: „Neu an der Serie war, dass der Zuschauer allen Grund hatte, vieles nicht zu verstehen und so manches Schicksal aus den Augen zu verlieren. Das war pure Absicht – im wahren Leben verstehen Patienten auch selten, was Ärzte sagen, und sie kümmern sich nicht um Schicksale der anderen.“[21]

Die für Krankenschwestern und -pfleger eintretende Initiative The Center for Nursing Advocacy bezeichnet ER als die beste auf die Gesundheitsfürsorge bezogene Fernsehserie seit M*A*S*H und als medizinisch realistischste Dramaserie überhaupt. Sie habe Krankenschwestern und -pfleger generell als kompetent und fürsorglich dargestellt und dabei die schlimmsten Klischees vermieden. Allerdings habe das auf Ärzte fixierte Serienprofil dazu geführt, dass den Zuschauern kein sorgfältiges oder komplettes Bild der wichtigen Rolle gegeben werde, die das Krankenpflegepersonal in der modernen Gesundheitsfürsorge heutzutage spiele. Die wenigen Krankenschwestern und -pfleger seien zwar fachkundig, würden aber hauptsächlich als Untergebene und Hintergrund für die heroischen Ärzte dienen.[22]

Themen und Dramaturgie[Bearbeiten]

1995 schreibt die Autorin Barbara Sichtermann in einem Artikel für die Wochenzeitung Die Zeit, ER zeige, dass in der Serie die Menschen immer wichtiger als das Milieu seien: „Wenn sich Dr. Green im Hof mit dem Basketball tummelt, Dr. Ross dazukommt und die beiden plötzlich eine Möglichkeit sehen, aus ihrer Rivalität ein Spiel zu machen; wenn Dr. Carter nach seiner ersten Punktion die verdiente Flasche Champagner unglücklich in der Hand dreht, weil er niemanden hat, mit dem er sie trinken kann – dann findet eine Personenführung statt, der man gespannt beiwohnt, weil man hier am Nukleus aller Dramatik angekommen ist. Das ganze Theaterblut, der Hubschrauber und die Sturzgeburt im Klinikfahrstuhl kommen dagegen niemals auf.“[23]

Das Lexikon des Internationalen Films beurteilt ER als „Fernsehserie, deren kalkulierte Hektik in den Bann zieht und den Zuschauer das Geschehen hautnah erleben läßt. Den rüden Umgangston im Ärzteteam und die Ströme von Blut im OP machen die herzensguten Mediziner wieder wett, deren einziges Ziel es ist, Menschenleben zu retten.“[24]

Die Serie so zu sehen, wie sie einmal war, meint der Autor einer DVD-Rezension zur zweiten Staffel im April 2004, erinnere Fans daran, wie viel verloren gegangen sei. Dies gelte nicht nur für die Schauspieler, sondern auch auf die Geschichten bezogen. In den frühen Jahren sei die Notaufnahme zu Episodenbeginn mit einem Dutzend Patienten überflutet worden, die die Ärzte für den Rest der Folge beschäftigt hielten. „Heute“ dagegen sei es eine einzige große Seifenoper; die Patienten als einstige Grundlage der Serie seien zum Hintergedanken geworden.[25]

In einem im Sommer 2004 vom amerikanischen Nachrichtensender MSNBC veröffentlichten Kommentar bezeichnet die Autorin die Serie als einen „Schatten ihres früheren Selbst“. Die Drehbuchautoren würden sich weg von den originellen medizinischen und hin zu charakterlich-romantisch orientierten Plots bewegen.[26] Der Autor eines ebenfalls im Sommer 2004 in der IMDb veröffentlichten Kommentars sieht die Serie seit dem Ausscheiden von George Clooney und Julianna Margulies in einem Zustand der „Erschöpfung“, denn mit ihnen seien die beiden charismatischsten und engagiertesten Darsteller verloren gegangen. Die Serie sei von den „hochspannenden“, „nervenaufreibenden“ medizinischen Prozeduren eingetaucht in eine trübselige, melodramatische Seifenoper und würde nun „auf Krücken humpeln“.[27]

Das Center for Nursing Advocacy meint, dass es in der zehnten Staffel Zeichen der Ermüdung und der Verzweiflung gegeben habe, besonders aber ein wachsendes Vertrauen in „große Verkehrsmittel“ wie beispielsweise bei der Situation, in der ein Panzer das Notaufnahmepersonal anzugreifen droht. Zudem sei die Serie in Schwierigkeiten geraten, für ihre langjährigen Charaktere interessante Geschichten zu finden, veranschaulicht am Beispiel des „einst starken“ Dr. Romano und dessen gesundheitsbedingter Entwicklung in ein „großes Ärgernis“ sowie dessen „witzlose Exekution“ durch einen Helikopter. Auch für die Figur der Dr. Corday habe die Serie anscheinend nicht mehr gewusst, was sie mit ihr anfangen solle.[28]

Einem im Mai 2005 in der amerikanischen Tageszeitung The Oregonian erschienenen Artikel zufolge habe ER schon vor Jahren aufgehört, zum Must See TV zu gehören. Seit Anthony Edwards’ Abschied seien die Charaktere inkonsistent. In seiner Blütezeit sei ER eine lebendige, überzeugende Mischung aus Charakteren, für die man sich gesorgt habe, und aus verblüffenden medizinischen Herausforderungen gewesen. Nun aber scheine das Hauptziel darin zu bestehen, die Dinge so schnell wie möglich vorwärts zu bewegen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob diese irgendeinen Sinn ergäben. Noah Wyle sei eine Erinnerung an die Tage, in denen die Charaktere von ER noch glaubwürdig gewesen seien. In den jüngsten Staffeln aber hätten die Produzenten versucht, die Geschehnisse mit „heißen“, jungen Schauspielern aufzumischen, doch seien die Drehbücher so schwach, dass es unmöglich sei, deren Rollencharakteren zu glauben.[29]

Im Februar 2007 meint die Autorin eines Artikels für die Zeitung Die Welt, dass es mit Emergency Room Jahr für Jahr stetig bergab gehe und Grey’s Anatomy den „Krankenhaus-Pionieren“ längst den Rang abgelaufen habe. „Was übrig geblieben ist von der einst innovativen und jetzt dahinsiechenden Krankenhausserie, können selbst die Defibrillatoren nicht mehr ins Leben zurückholen.“[30] Zur deutschen Erstausstrahlung der finalen Episode im August 2009 meint das Deutsche Ärzteblatt, dass die in ER „oft rasant inszenierten“ Patientenfälle und Privatgeschichten von Ärzten und Schwestern die jungen Fernsehzuschauer nicht mehr beeindruckten; vielmehr habe sich der Zeitgeist „komplizierten“ diagnostischen Fällen und dem „menschenverachtenden Zyniker“ Dr. House zugewandt.[9]

Preise und Nominierungen[Bearbeiten]

ER wurde insgesamt 124-mal für den auch Fernseh-Oscar genannten Emmy nominiert, die bedeutendste Auszeichnung für Fernsehsendungen in den USA, und nimmt damit in der Statistik der für den Emmy meistnominierten Fernsehsendungen hinter Saturday Night Live die zweite Position ein.[31] Es gab 23 Prämierungen, darunter 1996 – für die zweite Staffel – den Emmy in der Kategorie „Beste Dramaserie“, in der die Serie auch für die Staffeln 1 und 3 bis 7 nominiert wurde. Die meisten Prämierungen gab es für die beste Tonmischung (5) und den besten Tonschnitt (4), die meisten Nominierungen für den besten Gastdarsteller (14) und die beste Regie (13). Zugleich meistnominierte (6) und meistprämierte (5) Episode ist Schwarzer Tag (Love’s Labor Lost) aus der ersten Staffel.

Anerkennung erntete ER auch durch den Gewinn des renommierten Peabody Awards im Jahr 1995. 1995 bis 2004 wurde die Serie 10-mal in Folge für den People’s Choice Award als „Beste Fernseh-Dramaserie“ nominiert und gewann ihn davon 8-mal. Für den Golden Globe Award gab es zwischen 1995 und 2001 insgesamt 25 Nominierungen, davon sieben für die „Beste Fernseh-Dramaserie“ und 18 für herausragende Schauspielleistungen, mit einer Prämierung Anthony Edwards' 1998 als „Bester Schauspieler in einer Fernseh-Dramaserie“.

Auszeichnungen gab es außerdem bei folgenden Preisen, wobei in Klammern jeweils die Anzahl der Nominierungen und Prämierungen angegeben ist:

  • ALMA Awards (7/1) für lateinamerikanische Schauspieler und Regisseure (1998–2002)
  • ASCAP Film and Television Music Awards (12/12) für James Newton Howard als Komponisten der Eröffnungsmelodie (1995–2006)
  • BAFTA TV Award (1/1) für das beste ausländische Fernsehprogramm (1996)
  • BMI Award (11/11) für Martin Davich als besten Songwriter (1995–2005)
  • Cinema Audio Society Awards (5/1) für die beste Tonmischung (1995–2000)
  • DGA Award (12/4) für herausragende Regieleistungen (1995–1998, 2005)
  • Golden Reel Awards (18/5) in der Kategorie „Bester Tonschnitt“ (1998–2008, 2010)
  • Humanitas-Preis (8/1) in der Kategorie „60 Minuten“ (1996, 1998, 2001–2007)
  • Satellite Awards (7/0) für herausragende Schauspielleistungen und in der Kategorie „Beste Dramaserie“ (1997–1999, 2003)
  • NAACP Image Award (32/6) überwiegend für afroamerikanische Schauspieler (Gloria Reuben, Eriq La Salle, Mekhi Phifer) und in der Kategorie „Beste Dramaserie“ (1996–2009)
  • Screen Actors Guild Awards (18/8) für herausragende Einzel- und Ensemble-Schauspielleistungen (1995–2001)
  • TV Guide Award (8/3) für herausragende Schauspieler und in der Kategorie „Beste Dramaserie“ (1999–2001)
  • Q Award (13/7) überwiegend für Hauptdarstellerinnen (1995–2000)
  • WGA Award (6/2) überwiegend in der Kategorie „Episodisches Drama“ (1996–2003)
  • Young Artist Award (20/3) für Kinderdarsteller (1995–2009)

2009 wurde die Serie im Rahmen der TV Land Awards mit dem Sonderpreis Icon Award ausgezeichnet, einer Würdigung ihres Einflusses auf die US-amerikanische Fernsehlandschaft.[33]

Alle Preise betrachtet, erhielt Emergency Room mindestens 367 Nominierungen und 113 Auszeichnungen.[1]

Fernsehausstrahlung[Bearbeiten]

Die Episoden beginnen mit einem kurzen Rückblick auf Handlungsstränge vergangener Episoden in Form eines Zusammenschnitts markanter Einstellungen und Dialoge. Anschließend beginnt die Handlung, die nach wenigen Minuten und meist schlagartig durch den Beginn der Titelsequenz endet. Darin sind in den meisten Episoden der ersten zwölf Staffeln parallel zur Titelmelodie die Hauptdarsteller zu sehen. Mit Beginn der 13. Staffel kam eine neu komponierte, deutlich verkürzte Titelmelodie zum Einsatz. Im Serienfinale wurde wieder die ursprüngliche Titelsequenz gezeigt.

Obwohl von Anfang an im 16:9-Bildformat produziert – worin ER eine der ersten Fernsehserien war[34] –, erfolgte die Ausstrahlung der ersten 140 Episoden im 4:3-Format. Erst mit Episode 141 (Staffel 7) gingen die Sender in den USA und in Deutschland zum Breitbild über.

Emergency Room wurde in mindestens 22 Sprachen übersetzt und in 195 Ländern ausgestrahlt.[1]

USA[Bearbeiten]

ER startete in den USA bei NBC am Montag, dem 19. September 1994, mit dem zweistündigen Pilotfilm. Die Episoden liefen fortan donnerstags um 22 Uhr. Die finale, zweistündige Episode begann bereits um 21 Uhr, ihr ging am selben Abend (2. April 2009) eine einstündige Retrospektive voran.

Zuschauerzahlen[Bearbeiten]

Bereits in der ersten Staffel erreichten die Erstausstrahlungen durchschnittlich 30 Millionen Zuschauer, was seit 1976 keiner Dramaserie mehr gelungen war.[44] Auch in den folgenden Staffeln der 1990er Jahre waren Zuschauerzahlen von durchschnittlich 35 Millionen pro neuer Episode die Regel.[45] Je nach Quelle wurde die höchste Einschaltquote bei Episode 32, Der Held des Tages (Hell and High Water, Staffel 2, etwa 48 Millionen Zuschauer[46]), bzw. bei Episode 91, Liebesdienst mit Todesfolge (A Hole in the Heart, Staffel 4, etwa 47,8 Millionen Zuschauer[47]), gemessen. Wie die nebenstehende Tabelle zeigt, konnte sich ER in der Rangfolge der landesweit meistgesehenen Sendungen während der ersten acht Staffeln durchweg unter den ersten vier platzieren und dabei dreimal die Spitzenposition einnehmen. Bezogen auf die Zuschauerzahlen in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen platzierte sich die Serie mit den Staffeln 2, 3, 5 und 6 auf dem ersten Platz. Die ersten zehn Staffeln lang war sie in den USA die meistgesehene Dramaserie, unter den von NBC ausgestrahlten Dramaserien sogar die ersten zwölf Staffeln lang.[47] Obwohl die durchschnittliche Reichweite in der neunten Staffel sank, konnte die Serie in diesem und im zehnten Jahr ein mit anderen Primetime-Sendungen verglichenes, hohes Zuschauerniveau erreichen. In den folgenden Jahren sanken die Zuschauerzahlen weiter, beispielsweise erreichte Staffel 12 bei den Erstausstrahlungen durchschnittlich nur noch rund 14 Millionen Menschen.[48] Die Episoden der letzten Staffel wurden mitunter von weniger als 8 Millionen Menschen gesehen, die finale Episode kam noch einmal auf 16,4 Millionen Zuschauer.[49]

Kosten[Bearbeiten]

Während der ersten vier Staffeln betrug der Preis, den NBC für jede Episode an Warner Bros. zahlen musste, zwischen 1,5 und 1,8 Millionen US-Dollar, womit die Serie damals zu einer der teuersten gehörte.[44] Damit der Sender die Rechte an ER behalten konnte und nicht an einen der Konkurrenten ABC, CBS und FOX abgeben musste, willigte NBC in einem Dreijahresvertrag in die Zahlung von 13 Millionen US-Dollar pro Episode der Staffeln 5, 6 und 7 ein,[50] was ER den Status als teuerste Fernsehserie in der Geschichte der USA einbrachte. Der Episodenpreis für die Staffeln 8, 9 und 10 lag bei 8 bis 9 Millionen US-Dollar,[51] für die 14. Staffel wird er auf 5 Millionen US-Dollar geschätzt.[52]

Serienende[Bearbeiten]

Ursprünglichen Planungen der Produzenten und NBC zufolge sollte ER mit der 14. Staffel beendet werden. Wegen eines Streiks der Drehbuchautoren und dem dadurch verursachten Produktionsstillstand, aber auch, um Wiederholungen zu vermeiden, setzte NBC die Ausstrahlung der 14. Staffel im Februar 2008 aus. Der Streik, durch den für die 14. Staffel weniger Episoden als geplant fertiggestellt werden konnten, war auch NBCs Grund dafür, eine letzte, 15. Staffel produzieren zu lassen. Damit sollte den Produzenten mehr Zeit für das Schreiben der Drehbücher für das Serienende gegeben werden.[53] Die Notwendigkeit, die Serie zu beenden, ergab sich den Produzenten zufolge aus einer Kombination aus hohen Produktionskosten, niedrigeren Einschaltquoten und schrumpfenden Werbeeinnahmen.[54] Obwohl NBC noch über eine weitere, 16. Staffel nachdachte, lehnten die Produzenten ab, um die Serie beenden zu können, während sie noch ein „respektables Publikum“ besitzt.[55]

Deutschland, Österreich, Schweiz[Bearbeiten]

In Deutschland wurde ER beginnend im Oktober 1995 von ProSieben gezeigt. Zunächst montagabends um 20:15 ausgestrahlt und während der zweiten Staffel auf den Dienstagabend verschoben, liefen die Erstausstrahlungen wöchentlich, mitunter auch in Form von Doppelfolgen und meistens unterbrochen durch mehrmonatige Pausen zwischen den Staffeln. Dabei bewegten sich die Reichweiten bis zur achten Staffel zwischen 2,1 und 2,7 Millionen Zuschauern (ab 3 Jahren) und die durchschnittlichen Marktanteile zwischen 7,3 und 9,4 Prozent je Staffel. Da bei der mittwochs gezeigten neunten Staffel die Einschaltquoten mit 1,72 Mio. bzw. 5,3 % deutlich niedriger waren, kehrte die Serie mit der zehnten Staffel wieder auf den Dienstagabend zurück, die Quoten bewegten sich nun mit 2,3 Mio. bzw. 6,9 % wieder auf dem vorherigen Niveau. Die Staffeln 11 und 12 sowie die erneut mittwochs gesendeten Staffeln 13 bis 15 erreichten wieder meist deutlich niedrigere Einschaltquoten, die durchschnittliche Reichweite bewegte sich nun nur noch zwischen 1 und 2 Millionen Zuschauern und der Marktanteil zwischen 5 und 6 Prozent.[56] Eine ausführliche Analyse der Einschaltquoten der ProSieben-Erstausstrahlungen ist unter [36] zu finden.

Wiederholungen zeigten sowohl ProSieben als auch Kabel Eins, oft im arbeitstäglichen Vormittags- oder Nachmittagsprogramm. Dabei wurde Episode 62, Wer Gewalt sät (The Long Way Around, Staffel 3), aufgrund des Jugendschutzes oft ausgelassen und im Nachtprogramm gesendet. Seit 2010 werden Wiederholungen auf sixx ausgestrahlt.[57]

In Österreich startete die Erstausstrahlung im November 1995,[58] ausstrahlender Sender ist ORF 1,[57] als Titel wird E.R. – Emergency Room verwendet.

In der Schweiz wurde ER zwischen 2006 und 2009, meist arbeitstäglich im Frühprogramm, durch 3+ ausgestrahlt.[57]

ER war bzw. ist zudem bei den deutschen Pay-TV-Sendern DF1 Herz & Co., Sunset bzw. Premiere Serie, Premiere Start und TNT Serie zu sehen.[57]

DVD-Verfügbarkeit[Bearbeiten]

ER ist im deutschsprachigen Raum auch auf DVDs im Regionalcode 2 erhältlich. Von 2004 bis 2010 wurden in mehrmonatigen Abständen durch Warner Bros. alle 15 Staffeln veröffentlicht. 2007 erschienen die Staffeln 1 bis 5 zusammen zusätzlich als Special Deluxe Edition. Die DVDs der Staffeln 2 bis 6 und 9 sind von der FSK ab 12 Jahren freigegeben, die der anderen Staffeln ab 16 Jahren. Bis zu acht Episoden befinden sich auf jeder der beidseitig bespielten DVDs. Jedes der Staffel-Sets enthält vier DVDs (Staffeln 1–3) bzw. drei DVDs (Staffeln 4–15).

Die Episoden liegen im anamorphen 16:9-Breitbildformat vor. Ausnahmen hiervon bilden die Titelmelodie-Sequenzen bei den ersten sechs Staffeln und die einst live gesendete Episode Vorsicht, Kamera! (Ambush, Staffel 4). Die Episoden verfügen ausnahmslos über die deutsche Tonspur in Dolby Digital. Zudem sind der englische Originalton und – mit Ausnahme der fünften Staffel – eine spanische Tonspur enthalten. Die im Fernsehen jeweils zu Episodenbeginn gezeigten kurzen Rückblicke sind nicht mit vorhanden.

Soundtrack[Bearbeiten]

1996 erschien unter dem Titel Original Television Theme Music & Score ein Soundtrack zur Serie. Er wurde sowohl auf CD als auch auf MC veröffentlicht und enthält die Titelmelodie in unterschiedlichen Fassungen sowie Hintergrundmusik aus Episoden der ersten beiden Staffeln.

Stab[Bearbeiten]

Im Serienverlauf kamen insgesamt 49 Regisseure, 38 Produzenten und 34 Drehbuchautoren zum Einsatz.[1] Die folgende Auflistung gibt – mit den zugehörigen Staffelnummern versehen – diejenigen Autoren an, die jeweils für mehr als zehn Episoden das Drehbuch lieferten[59] und damit wesentlich an der Entwicklung der in ER erzählten Geschichten beteiligt waren:

  • John Wells (1–12, 15)
  • Paul Manning (1–3, 5)
  • Neal Baer (1–6)
  • Lydia Woodward (1–6, 11–12)
  • Joe Sachs (3–15)
  • Carol Flint (2–5)
  • Jack Orman (3–9)
  • R. Scott Gemmill (6–14)
  • Dee Johnson (6–11)
  • David Zabel (8–15)
  • Lisa Zwerling (10–15)
  • Janine Sherman (12–15)

Zu den bei ER häufig zum Einsatz gekommenen Regisseuren gehören Christopher Chulack, Mimi Leder (1–2), Richard Thorpe (2–14) und Jonathan Kaplan (3–11).[59] Regie geführt haben außerdem Quentin Tarantino und die Hauptdarsteller Laura Innes, Anthony Edwards, Paul McCrane und Eriq La Salle.

ER wurde durch die Michael Crichton gehörende Firma Constant c Productions, das von Steven Spielberg mitgegründete Unternehmen Amblin Entertainment und das Filmstudio Warner Bros. Television produziert. Letzteres ist auch für die Vermarktung zuständig.

Zusatzinformationen[Bearbeiten]

  • Für die Arbeiten an Emergency Room wurden insgesamt 33.300 Stunden aufgewendet, verteilt auf 2664 Drehtage.[1]
  • Der Schauplatz der Serie, das fiktive County General Hospital, bezieht sich auf das Cook County Hospital, das sich tatsächlich in Chicago befindet.
  • Hinsichtlich der Vielzahl von Schauspielern, die gleichzeitig der Hauptbesetzung angehörten, nehmen die Episoden 125–127 (Staffel 6) die Spitzenposition ein, die Hauptbesetzung umfasste in diesen Episoden 13 Schauspieler.
  • Julianna Margulies bekam vom Produktionsstudio vor ihrem Ausscheiden eine Gage von 27 Mio. US-Dollar für eine Vertragsverlängerung angeboten, die die Staffeln 6, 7 und 8 umfassen sollte.[60]
  • In der im Februar 2004 gesendeten Episode Vergeben und vergessen (Forgive & Forget, zehnte Staffel) kam das erste Exemplar der von GE Healthcare neu entwickelten Medizintechnologie Innova 3100 zum Einsatz, das der Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten dient.[61]
  • Alex Kingston verließ die Serie 2004, nachdem ihr Vertrag von den Produzenten nicht verlängert worden war. Ihren eigenen Worten zufolge wurde sie entlassen, weil sie „Teil der alten Käuze ist, die nicht länger interessant sind“.[62]
  • Erst in Episode 237, Ich bin wie ich bin (Just as I am, Staffel 11), erfuhr der Zuschauer, dass die seit der zweiten Staffel zu den Darstellern gehörende Dr. Weaver an einer angeborenen Hüftdysplasie leidet, durch die sie auf eine Gehhilfe angewiesen ist.
  • In Episode 312, Das Buch Abby (The Book Of Abby, Staffel 15), ist eine Memorabilienwand zu sehen, die mit Namensschildern sowohl von ehemaligen Haupt- und Nebenfiguren als auch von verschiedenen, hinter der Kamera Mitwirkenden versehen ist.
  • Zu Beginn von Episode 316, „Arzt, heile Dich selbst“ („Heal Thyself“, Staffel 15), würdigt Eriq La Salle im Namen von Besetzung und Stab den am 4. November 2008 verstorbenen Michael Crichton in einem Nachruf als „wahren Gentleman, freundlich und geistreich“, als „brillanten Schreiber, intelligent und unfehlbar“ und als „guten Freund“, den „wir vermissen werden“.[63]
  • ER war nach der von 1990 bis 2010 ausgestrahlten Krimiserie Law & Order die zweitlängste gesendete Primetime-Fernsehserie von NBC und ist zudem eine der am längsten im amerikanischen Fernsehen präsenten Serien aller Zeiten.[64]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Pourroy, Janine: ER. Emergency Room. Stories, Fakten, Hintergründe. VGS Verlagsges., Köln 1996, ISBN 3-8025-2407-1.
  • Jones, Mark: ER – The Unofficial Guide Contender Books, London 2003, ISBN 1-84357-035-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Episodenführer

Beurteilungen (erschienen anlässlich des Serienendes)

Hintergrundinformationen

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b Es gilt die von NBC und TV.com verwendete Episodenzählweise, wonach der 90-minütige Pilotfilm als Episode 1 gewertet wird und die erste Staffel damit insgesamt 25 Episoden umfasst. Zudem wird das 90-minütige Serienfinale als eine Episode gewertet, und zwar als Nr. 331.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Salzburger Nachrichten: Aus für „Emergency Room“, zuletzt aktualisiert am 17. August 2009, zuletzt aufgerufen am 12. März 2011
  2. Seriensynchron: Emergency Room – Die Notaufnahme. Zuletzt geprüft am 13. Februar 2011.
  3. Emergency Room – Die Notaufnahme in der Deutschen Synchronkartei; Zuletzt geprüft am 13. Februar 2011.
  4. Krüger-Brand, Heike E.: Interdisziplinäre Fortbildung: Lernen von „Emergency Room“. Medizinische, ethische und rechtliche Aspekte ausgewählter Fälle der Fernsehserie in der Diskussion. In: Deutsches Ärzteblatt (Jg. 103), Nr. 37 / 2006, S. A2350-A2352. Online verfügbar unter [1], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011.
  5. Zentrum für Ethik in der Medizin (ZEM) am Agaplesion Markus Krankenhaus, Frankfurt am Main: Fortbildungsveranstaltungen, zuletzt geprüft am 16. Oktober 2010.
  6. a b Klinkhammer, Gisela: „Emergency Room“: Über die Verletzung der Schweigepflicht, in: Deutsches Ärzteblatt (Jg. 107), Nr. 9 / 2010, S. A397. Zuletzt aufgerufen am 13. Mai 2011
  7. Charité Berlin: Informationen über die Lehrveranstaltungen. RSM Interaktion 10. Semester SoSe 2008, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011.
  8. a b Collins, Scott: ER calls its time of death, in: Los Angeles Times vom 28. März 2009, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011.
  9. a b c Tuffs, Annette: TV-Serie Emergency Room: Mehr als George Clooney, in: Deutsches Ärzteblatt (Jg. 109) Nr. 33 / 2009, aufgerufen am 13. Mai 2011
  10. a b c Krüger-Brand, Heike E.: Abschied vom „Halbgott in Weiß“ – Ärzteimage im Fernsehen (zuletzt geprüft am 13. Februar 2011). In: Deutsches Ärzteblatt 100, Nr. 45 / 2003, S. A2928-A2931, online verfügbar unter [2]
  11. Appel, Andrea J.: Doktorspiele. In: Bild der Wissenschaft Nr. 9 / 2002, S. 66–68. Online verfügbar unter [3], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  12. Litten, Freddy: Medizinmanga: Am Puls der Gesellschaft, in: Deutsches Ärzteblatt Nr. 15 vom 10. April 2009 (Jg. 106), S. A721. Aufgerufen am 17. Mai 2011
  13. Cinema: Emergency Room – Die Notaufnahme – Über diesen Film, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  14. TV Guide: ER: Cast & Details, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  15. a b Kalle, Matthias: Halbgötterdämmerung. In: Die Zeit Nr. 22 / 2007, S. 11. Online verfügbar unter [4], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  16. Joffe, Josef: Woody Allen als Glamourgirl. In: Die Zeit Nr. 37 / 2000. Online verfügbar unter [5], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  17. Cosgrove-Mather, Bootie: TV Guide Names Top 50 Shows - Weekly Magazine Says 'Seinfeld' Is Greatest Of All Time. Hrsg.: CBS News, zuletzt aktualisiert am 26. April 2002, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  18. Empire: The 50 Greatest TV Shows of all time, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  19. Schwarzer, Susanne Dr.: Medienkritische Analyse – Der Arzt im Fernsehen. Hrsg.: sanofi-aventis. Online verfügbar unter [6], zuletzt aktualisiert am 6. Februar 2008, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  20. Werner, Katja: Ärzte ohne Grenzen. In: der Freitag (16. Juni 2006). Online verfügbar unter [7], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  21. Hoff, Hans: Hoppeldiepoppel. Hrsg.: sueddeutsche.de. Online verfügbar unter [8], zuletzt aktualisiert am 19. August 2006, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011.
  22. The Center for Nursing Advocacy: ER television series review, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  23. Sichtermann, Barbara: Am Nukleus. In: Die Zeit Nr. 52 / 1995. Online verfügbar unter [9], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  24. Zweitausendeins: Emergency Room: 1. Der erste Tag / 2. Kommen und Gehen & Willkommen zu Hause, aufgerufen am 30. Dezember 2011
  25. Patrizio, Andy: ER: The Complete Second Season - The best season from the best medical show on TV. Hrsg.: IGN (UK Edition). Online verfügbar unter [10], zuletzt aktualisiert am 27. April 2004, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  26. Bunting, Sarah D.: The shows that won’t die are back - Nobody you know watches them, why are they on?. Hrsg.: Today Television. Online verfügbar unter [11], zuletzt aktualisiert am 10. September 2004, zuletzt geprüft am 5. März 2011
  27. howTVshouldbe (IMDB-Mitglied): IMDb user reviews for "Emergency Room – Die Notaufnahme", zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2004, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  28. The Center for Nursing Advocacy: Most Recent (2003-04) Season Ratings and Review, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  29. Turnquist, Kristi: Limping 'ER' bids Au Revoir to Noah Wyle. In: The Oregonian (5. Mai 2005). Online verfügbar unter [12], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  30. Fomferek, Sandra: Wo Defibrillatoren funken und Skalpelle blitzen. In: Die Welt (16. Februar 2007). Online verfügbar unter [13], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  31. Emmys.com: FACTS & FIGURES (Including 2010 Nomination Information) - 2010 PRIMETIME EMMY AWARDS (PDF; 62 kB), zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  32. Emmys.com: Primetime Emmy® Award Database, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  33. April MacIntyre: 2009 TV Land Awards gives Icon award to 'ER'. Online verfügbar unter [14], vom 9. April 2009, zuletzt geprüft am 12. September 2012
  34. Rich, Jamie S.: ER - The Complete Fifth Season. Hrsg.: DVD talk. Zuletzt aktualisiert am 2. Juli 2006, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  35. a b c d e f g h i j k l m Sepinwall, Alan: 'ER' seeks story transfusions - New characters offer unique spin on old plots. Hrsg.: Variety. Online verfügbar unter [15], zuletzt aktualisiert am 5. Dezember 2007, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  36. a b c d e f g h Maynard, Kevin: While cast revolves, auds stay involved. Hrsg.: Variety. Online verfügbar unter [16], zuletzt aktualisiert am 8. Mai 2003, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  37. Riedner, Fabian: US-Jahrescharts 2002/2003. Hrsg.: Quotenmeter.de. Online verfügbar unter [17], zuletzt aktualisiert am 1. Juni 2003, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  38. Riedner, Fabian: US-Jahrescharts 2003/2004. Hrsg.: Quotenmeter.de. Online verfügbar unter [18], zuletzt aktualisiert am 1. Juni 2004, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  39. Riedner, Fabian: US-Jahrescharts 2004/2005. Hrsg.: Quotenmeter.de. Online verfügbar unter [19], zuletzt aktualisiert am 28. Mai 2005, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  40. Mahan, Colin: 2006 Ratings Wrap-Up. Hrsg.: tv.com. Online verfügbar unter [20], zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2006, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  41. 2006–2007 primetime wrap. Hrsg.: The Hollywood Reporter. Online verfügbar unter [21], zuletzt geprüft am 16. Oktober 2010
  42. a b van de Kamp, Justin: TV Ratings: 2007-2008 Season Top-200. Hrsg.: televisionista. Online verfügbar unter [22], zuletzt aktualisiert am 1. Juni 2008, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  43. a b Riedner, Fabian: US-Fernsehen: Das waren die Tops & Flops. Hrsg.: Quotenmeter.de. Online verfügbar unter [23], zuletzt aktualisiert am 10. Juni 2009, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  44. a b Brinckmann, Julia: Notaufnahme – Die rezeptfreie TV-Droge. In: TV Movie 1995, S. 13–16
  45. Carter, Bill: Could NBC Live Without 'E.R.'?; Bidding War Looms for TV’s Hottest Drama Series. In: The New York Times (3. November 1997). Online verfügbar unter [24], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  46. ER: Hell and High Water Trivia and Quotes. Hrsg.: tv.com. Online verfügbar unter [25], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  47. a b Littleton, Cynthia: ER series finale scores with auds. Hrsg.: Variety. Online verfügbar unter [26], zuletzt aktualisiert am 3. April 2009, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  48. Gebhardt, Thorben: Starkes Serien-Finale für «Will & Grace». Hrsg.: Quotenmeter.de. Online verfügbar unter [27], zuletzt aktualisiert am 19. Mai 2006, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  49. Dobuzinskis, Alex: UPDATE 1-'ER' finale draws 16.4 million TV viewers. Hrsg.: Reuters. Online verfügbar unter [28], zuletzt aktualisiert am 3. April 2009, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  50. Kaplan, Peter: NBC pays top dollar to keep No. 1-rated 'ER' on board. In: The Washington Times (15. Januar 1998). Online verfügbar unter [29], zuletzt geprüft am 5. März 2011
  51. Schlosser, Joe: NBC signs 'ER,' but for millions less. Hrsg.: Broadcasting & Cable. Online verfügbar unter [30], zuletzt aktualisiert am 1. Mai 2000, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  52. Adalian, Josef: Wells eyes another year in the 'ER' - Exec producer, NBC think about new season. Hrsg.: Variety. Online verfügbar unter [31], zuletzt aktualisiert am 4. November 2007, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  53. Levin, Gary (Gannett News Service): NBC’s 'ER' will end its run next year. Hrsg.: Pittsburgh Tribune-Review. Online verfügbar unter [32], zuletzt aktualisiert am 11. April 2008, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  54. Houlihan, Mary: The Past present & suture. In: Chicago Sun-Times (4. Januar 2009). Online verfügbar unter [33], zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  55. Carter, Bill: Post-Mortem: 'ER' Is Remembered Fondly. Hrsg.: The New York Times. Online verfügbar unter [34], zuletzt aktualisiert am 19. März 2009, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  56. Riedner, Fabian (quotenmeter.de): Quotencheck: «Emergency Room» vom 24. August 2009, aufgerufen am 26. November 2011
  57. a b c d fernsehserien.de: Emergency Room: Sendetermine der TV-Serie, aufgerufen am 15. Mai 2011
  58. IMDB: Starttermine für „Emergency Room – Die Notaufnahme“, aufgerufen am 15. Mai 2011
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  61. Business Wire: New medical technology debuts on "ER" tonight, zuletzt aktualisiert am 26. Februar 2004, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  62. BBC News: ER star leaves amid age dispute, zuletzt aktualisiert am 14. Juni 2004, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  63. TV.com: Heal Thyself Trivia and Quotes, zuletzt geprüft am 7. April 2011
  64. Angelfire.com: Longest Running TV Shows - Television Shows With More Than 160 Episodes, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
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Dieser Artikel wurde am 26. März 2007 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.