Idstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Idstein
Idstein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Idstein hervorgehoben
50.2205555555568.2691666666667266Koordinaten: 50° 13′ N, 8° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Rheingau-Taunus-Kreis
Höhe: 266 m ü. NHN
Fläche: 79,6 km²
Einwohner: 23.836 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 299 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65510
Vorwahlen: 06126 (06434 für den Stadtteil Walsdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: RÜD, SWA
Gemeindeschlüssel: 06 4 39 008
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
König-Adolf-Platz 2
65510 Idstein
Webpräsenz: www.idstein.de
Bürgermeister: Christian Herfurth (CDU)
Lage der Stadt Idstein im Rheingau-Taunus-Kreis
Lorch (Rheingau) Rüdesheim am Rhein Geisenheim Oestrich-Winkel Kiedrich Eltville am Rhein Walluf Schlangenbad Bad Schwalbach Heidenrod Aarbergen Hohenstein (Untertaunus) Taunusstein Hünstetten Idstein Niedernhausen Waldems Rheinland-Pfalz Wiesbaden Landkreis Limburg-Weilburg Main-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Kreis Groß-GerauKarte
Über dieses Bild
Logo der Stadt Idstein
Blick aus der Altstadt auf den Hexenturm

Idstein (ˈɪtʃtaɪn) ist eine Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, Deutschland. Sie liegt im Taunus, nördlich von Wiesbaden, und erfüllt nach hessischer Landesplanung die Funktion eines Mittelzentrums.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Altstadt befindet sich zwischen den beiden Stadtbächen, dem Wolfsbach im Osten und dem Wörsbach im Westen, in einer Höhe von rund 280 Metern über dem Meeresspiegel auf einem Höhenrücken. Den schließt im Norden der Altstadt der Burg- und der Schlossfelsen ab, hinter dem beide Bäche zusammenlaufen. Am Wolfsbach sind noch heute Reste der gleichnamigen Siedlung zu erkennen, die jedoch aufgegeben wurde. Das Hofgut Gassenbach im Süden der Stadt geht auf eine alte Siedlung Gassenbach zurück; es gehört seit wenigen Jahren zur Domäne Mechtildshausen.

Westlich der Stadt liegt jenseits des Wörsbachtals ein weiterer Höhenrücken von der Hohen Kanzel (592 m) über den Roßberg (426 m) und den Rügert (402 m) zum Rosenkippel (379 m), südlich bildet der Galgenberg (348 m) einen weiteren Höhenzug bis zur Dasbacher Haide. Etwas unterhalb der westlichen Höhe laufen die Bundesautobahn 3 sowie die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main (im Idsteintunnel) an dem Hang entlang.

Auf der anderen Seite des Rügerts sind die Ortsteile Oberauroff und Niederauroff im Tal des Auroffer Baches.

Nördlich von Idstein geht das Wörsbachtal in den Goldenen Grund über, fruchtbares Ackerland, das sich bis zum Lahntal erstreckt.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag liegt bei 724 mm und ist damit vergleichsweise normal, da er in das mittlere Zehntel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 45 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,6-mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 4 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Torblick auf die Innenstadt

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Idstein grenzt im Norden an die Stadt Bad Camberg (Landkreis Limburg-Weilburg) und die Gemeinde Waldems (Rheingau-Taunus-Kreis), im Osten an die Gemeinde Glashütten (Hochtaunuskreis), im Südosten an die Stadt Eppstein (Main-Taunus-Kreis), im Süden an die Gemeinde Niedernhausen, im Südwesten an die Stadt Taunusstein sowie im Westen an die Gemeinde Hünstetten (alle drei im Rheingau-Taunus-Kreis).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt besteht aus der Kernstadt sowie elf weiteren Stadtteilen:

Stadtteil Einwohner[2]
Idstein (Kern) 000000000016240.000000000016.240
Dasbach 000000000000308.0000000000308
Ehrenbach 000000000000307.0000000000307
Eschenhahn 000000000000776.0000000000776
Heftrich 000000000001579.00000000001.579
Kröftel 000000000000496.0000000000496
Lenzhahn 000000000000252.0000000000252
Niederauroff 000000000000382.0000000000382
Nieder-Oberrod 000000000000546.0000000000546
Oberauroff 000000000000329.0000000000329
Walsdorf 000000000001480.00000000001.480
Wörsdorf 000000000003678.00000000003.678
Gesamt 000000000026373.000000000026.373

Bis 1977 gehörte Idstein zum Untertaunuskreis (Kreisstadt Bad Schwalbach), der im Zuge der hessischen Kreisreform mit dem Rheingau-Kreis zum Rheingau-Taunus-Kreis zusammengelegt wurde. Mit rund 26.373[3] Einwohnern ist Idstein die zweitgrößte Stadt im Kreisgebiet (nach Taunusstein).

Geschichte[Bearbeiten]

Idstein – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655
Idstein auf einem Stahlstich von 1835

Von der frühen Besiedlung des Idsteiner Landes zeugen sowohl die Ringwallanlage Nack, wie auch der Burgstall der Burg Holdersberg. Beide Anlagen werden durch Experten auf das Frühmittelalter datiert.

Idstein selbst wurde 1102 erstmals urkundlich als „Etichenstein“ erwähnt, erhielt im Jahr 1287 von Rudolf von Habsburg die Stadtrechte verliehen. Neben dem bereits erwähnten Hexenturm im Bereich der alten Nassauer Burg besitzt die Stadt einen mittelalterlichen Stadtkern mit vielen Fachwerkbauten. Das älteste erhaltene Wohnhaus stammt von 1410.

Seit der urkundlichen Erwähnung im Jahre 1102 bis 1721 war Idstein mit Unterbrechungen Residenz der Grafen von Nassau-Idstein und anderer nassauischer Linien. Einer der Grafen, Adolf von Nassau, war als Kompromisskandidat von 1292 bis 1298 Deutscher König und fiel am 2. Juli 1298 in der Schlacht bei Göllheim gegen den Gegenkönig Albrecht I. von Habsburg.

Der Besitz der Nassauer wurde mehrfach unter den Erben aufgeteilt und nach dem Aussterben einzelner Linien wieder zusammengeführt; so gab es von 1480 bis 1509 eine ältere Linie Nassau-Idstein, später wieder mit Nassau-Wiesbaden und Nassau-Weilburg zusammengeführt; und von 1629 bis 1721 eine jüngere Linie Nassau-Idstein.

Im 17. Jahrhundert war Idstein Schauplatz der Hexenverfolgung unter dem protestantischen Grafen Johannes von Nassau und Idstein (1603–1677). Anlässlich der Einweihung einer Gedenktafel am Hexenturm sprachen am 22. November 1996 im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes Bürgermeister Hermann Müller und Vertreter der Kirchen eine Rehabilitation der Opfer der Idsteiner Hexenprozesse aus.

1721 fiel Idstein an Nassau-Ottweiler, 1728 an Nassau-Usingen. Es verlor so seinen Status als Residenzstadt, wurde aber Sitz des nassauischen Archivs und eines Oberamts (siehe Amt Idstein).

Nassau-Usingen wurde 1806 mit Nassau-Weilburg zum Herzogtum Nassau vereint und Mitglied des Rheinbunds. Nach dem Deutschen Krieg 1866 annektierte Preußen das Herzogtum als preußische Provinz Hessen-Nassau.

Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Residenzschloss nutzt die Pestalozzischule als Schulgebäude, durch einen Neubau unterhalb des Schlosses ergänzt.

Innenstadt von Idstein 1960

Während der Märzrevolution trat der liberale Likörfabrikant Gustav Justi in Idstein besonders hervor. Er wurde 1848 Vorsitzender des Idsteiner Sicherheitskomitees und Bürgerwehrkommandant. Als Vorsteher der liberalen Partei und des demokratischen Vereins nahm Justi am 10. Juni 1849 am Idsteiner Demokratenkongress teil. 1860 gehörte er zu den Gründern des Vorschuss- und Creditvereins, eines Vorläufers der heutigen VR Bank Untertaunus.

Seit Ende des 18. bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Idstein Standort einer bedeutenden Lederindustrie. Während des Zweiten Weltkriegs waren in den Lederfabriken viele Zwangsarbeiterinnen eingesetzt. 1959 wurde die dominierende Fabrik inmitten der Innenstadt aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. 1956 hatte ein verheerendes Hochwasser die Fabrik überschwemmt. Das Gelände direkt am Rand der Altstadt blieb lange unbebaut und wurde bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts als Parkplatz genutzt. Heute stehen dort neue Geschäfts- und Apartmenthäuser um den Löherplatz, der zugleich die Funktion eines Marktplatzes übernommen hat. Im Ortsteil Ehrenbach ist eine Lederfabrik übrig geblieben.

Die Heilerziehungsanstalt Kalmenhof in Idstein war in das nationalsozialistische „Euthanasie“-Programm einbezogen: Bei der Aktion T4 diente der Kalmenhof als Zwischenanstalt für die Tötungsanstalt Hadamar. Nach dem Ende der Vergasungen in Hadamar aufgrund öffentlicher Proteste vor allem aus den Kirchen wurde am Kalmenhof im Zuge der Aktion Brandt selbst gemordet; die Patienten wurden hier durch unter anderem Medikamentenvergiftungen getötet. Die genauen Opferzahlen sind bis heute unbekannt, Schätzungen belaufen sich auf etwa 1000 Tote. Maßgebliche Verantwortung hatte hier die Ärztin Mathilde Muthig (auch Mathilde Weber).

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge in Idstein verwüstet.

Auch aus den 1950er und 1960er Jahren sind mittlerweile Berichte über Misshandlungen von schutzbefohlenen Jugendlichen am Kalmenhof bekannt geworden.[4][5]

Historische Namensformen[Bearbeiten]

Historische Namensformen sind:[6]

  • Etichestein (1102)
  • Hetechenstein (1119/22)
  • Ethechenstein (vor 1137)
  • Etichenstein (1198)
  • Hetchenstein (Anfang 13. Jahrhundert)
  • Hetechstein (um 1215)
  • Eddechenstein (1215)
  • Ettichistein (1217)
  • Edechistein (1221)
  • Etchinstein (1240)
  • Etkenstein (1242)
  • Etistein (1248)
  • Etchenstein (1250/60)
  • Edichensten (1250/60)
  • Etgenstein (1252)
  • Ethegenstein (1252)
  • Eythinchinsteyn
  • Eythinchensteyn (1253)
  • Ettichensteyn (1254)
  • Eythinchinsten (1255)
  • Etichinstein (1274)
  • Ettichenstein (1280)
  • Edechensteyn (1285)
  • Edegenstein (1287)
  • Ethichenstein (1288)
  • Edgenstein (1288)
  • Erchenstein (1294)
  • Etheginstein (1298)
  • Edychenstein (1309)
  • Edchinstein (1343)
  • Eittgenstein (1344)
  • Edichestein (1361)
  • Ytzstein (1421)
  • Ytginstein (1427)
  • Ytgenstein (1462)
  • Itstein (1463)
  • Itzsteyn (1491)
  • Itstzeyn (1495)
  • Ethsteyn (15. Jahrhundert)
  • Itzstain (1566)
  • Itzstein (1569)
  • Idstein (1632)

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Ehrenbach, Eschenhahn und Niederauroff eingegliedert. Am 1. Oktober 1971 kamen Dasbach, Walsdorf und Wörsdorf hinzu. Heftrich, Kröftel und Nieder-Oberrod folgten am 31. Dezember 1971. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Lenzhahn am 1. Juli 1972 und Oberauroff am 1. Januar 1977 abgeschlossen.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr Einwohnerzahl
1998 22.346
1999 22.611
2000 22.611
2001 22.786
2002 22.998
2003 22.893
2004 22.894
2005 23.229
2006 25.696
2007 25.872
2012 23.592

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl in Idstein 2011
 %
40
30
20
10
0
35,5 %
29,6 %
18,7 %
12,3 %
3,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,8 %p
+0,4 %p
+9,6 %p
-2,8 %p
-1,4 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,5 13 41,3 15
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 29,6 11 29,2 11
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 18,7 7 9,1 3
FWG Freie Wählergemeinschaft Idstein 12,3 5 15,1 6
FDP Freie Demokratische Partei 3,9 1 5,3 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,7 47,6

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt zeigt eine runde Burg mit zwei Türmen und zwei Toren, zwischen denen der Wappenschild des Hauses Nassau hängt. Letzteres zeigt einen sich aufrichtenden goldenen Löwen vor blauem Grund. Auf der Flagge Idsteins steht das Stadtwappen vor den Farben orange und blau, den Farben des Hauses Oranien-Nassau.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Idstein unterhält Städtepartnerschaften mit:

Eine Partnerschaft mit Heusden, Niederlande wurde am 29. September 2012 aufgelöst.

Weiterhin gibt es je eine Bürger- und eine Kirchenpartnerschaft (evangelische Kirchengemeinde) mit

  • TansaniaTansania Moshi, Tansania,

die jedoch bislang nicht den Status einer Städtepartnerschaft erreichte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Idstein liegt an der Deutschen Fachwerkstraße und der Deutsche Limesstraße.

Die Stadt hat eine Anschlussstelle an der Bundesautobahn 3 nördlich von Wiesbaden zwischen Niedernhausen und Bad Camberg und einen Bahnhof mit Direktverbindungen nach Limburg an der Lahn und Frankfurt am Main bzw. Wiesbaden.

Seit dem Bau einer Stadtumfahrung führt die B 275 in großem Bogen um das Stadtgebiet herum; dies ermöglichte eine weitgehende Verkehrsberuhigung der historischen Altstadt. Dennoch ist das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt immer noch sehr hoch.

Anstelle von Kreuzungen verbessern innerstädtische Kreisel den Verkehrsfluss teilweise deutlich. Die seit 1981 geplante, 2006 im ersten Bauabschnitt fertiggestellte Südtangente bringt weitere Entlastung. Sie erschließt zwei Neubaugebiete. Seit Ende November 2008 ist der zweite Teil fertiggestellt, der die Innenstadt von Verkehr zwischen Niedernhausen, dem Autobahnanschluss und Taunusstein entlastet. Von den fast zehn Millionen Euro Baukosten werden etwa 60 Prozent durch das Land Hessen getragen. Die restlichen Kosten werden von der Stadt Idstein und dem Rheingau-Taunus-Kreis getragen. Zusätzlich wurde dabei auch ein Rückhaltebecken gebaut, welches die Stadt vor Hochwasser schützen soll.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Im Idsteiner Stadtgebiet befinden sich der Bahnhof Idstein (50.216098.25744) und der Bahnhof Wörsdorf (50.2447198.249397) an der Main-Lahn-Bahn. Das betreffende Streckenstück wurde am 15. Oktober 1877 durch die Hessische Ludwigsbahn in Betrieb genommen. Bis in die Abendstunden verkehren auf der Strecke Frankfurt/Wiesbaden–Niedernhausen–Limburg stündlich Züge. In Niedernhausen besteht zudem Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn-Linie S2 in Richtung Dietzenbach über den Frankfurter und Offenbacher S-Bahn-Tunnel. Eine Verlängerung bis Idstein ist immer wieder im Gespräch, wurde bisher nicht umgesetzt. Diese wird auch von den Parteien unterschiedlich bewertet und teilweise abgelehnt.

Busse[Bearbeiten]

Der Idsteiner Stadtbus (de Idstaaner) bedient zwei Linien:

  • 221 Bahnhof–Eisenbach–Taubenberg–Gänsberg–ZOB Schulgasse–Bahnhof (ex 401)
  • 222 Bahnhof–ZOB Schulgasse–Gänsberg–Taubenberg–Eisenbach–Bahnhof (ex 402)

Eine weitere Linie, welche die Turnhalle im alten Hallenbad, das Taunusviertel sowie das Tournesol-Bad erschließen soll, befindet sich seit längerem in Planung. Der Stadtbus wird von der Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH (ORN) betrieben. Eingesetzt werden überwiegend Midi-Niederflurbusse von MAN.

Zusätzlich verkehren in Idstein zahlreiche Regionalbuslinien, die gleichzeitig im Stadtgebiet wichtige Gebiete erschließen, die vom Stadtbus nicht angefahren werden.

  • 220 Idstein–Niedernhausen–Oberjosbach (vormals 5460)
  • 223 Idstein–Heftrich–Glashütten-Königstein im Taunus (ex 403)
  • 224 Bermbach-Idstein–Ehrenbach–Görsroth–Idstein-Bermbach
  • 225 Bahnhof–ZOB–Nassauviertel–Hünstetten–Neuhof–(Wiesbaden)
  • 226 Bahnhof–ZOB–Wörsdorf–Wallrabenstein–Ketternschwalbach (vormals 103)
  • 228 Idstein-Lenzhahn
  • 230 Bahnhof–ZOB–Nassauviertel–Esch–Bad Camberg (vormals 5465)
  • 233 Idstein/Bad Camberg–Esch–Wüstems
  • 234 Idstein/Esch-Heftrich-Kröftel
  • 271 ZOB–Bahnhof–Am Wörtzgarten–Neuhof–Platte–Wiesbaden Hbf (vormals 5461)

Durch eine Änderung des Linienwegs der Linie 230 bedient diese nun gemeinsam mit der Linie 225 die Strecke Bahnhof-Hochschule-Nassauviertel-Zissenbach P+R im 30-Minuten-Takt.

Seit dem Fahrplanwechsel im Juli 2007 werden viele Fahrten, insbesondere an Wochenenden oder in den Abendstunden von Rufbussen bedient. Der Busverkehr im Idsteiner Land wird ebenfalls von der ORN bedient. Die ORN setzt auf den Linien allerdings mehrere Subunternehmer wie Omnibus Weber, Paul-Reisen oder Wahl-Reisen (alle aus Hünstetten) ein.

Radwanderwege[Bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet von Idstein führen mehrere Radwanderwege.

  • Der Hessische Radfernweg R6 steht unter dem Motto Vom Waldecker Land ins Rheintal. Der Radfernweg beginnt in Diemelstadt im Norden Hessens und verläuft bis nach Lampertheim im Süden. Die Gesamtlänge beträgt ungefähr 380 Kilometer.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Ca. 200 kleinere und mittlere vor allem Handwerks- und Einzelhandelsunternehmen prägen das gewerbliche Idstein; 4 von 5 haben weniger als zehn Beschäftigte.

Zu den größeren Unternehmen gehören unter anderem die RS systeme GmbH, Motorola, Jack Wolfskin, ElringKlinger, die GenoLog GmbH (Distribution und Logistik), die E. Schmitz Trading & Technical Services GmbH, GLYN, die Black & Decker/ELU-Gruppe (Elektrowerkzeuge) sowie die Polytec Plastics Idstein" (ehemals Thermoplast + Apparatebau GmbH) (thermoplastische Spritzgussartikel).

Größter Arbeitgeber und maßgeblicher Wirtschaftsfaktor ist auch der Landeswohlfahrtsverband Hessen mit dem SPZ Kalmenhof, einer Einrichtung der Behinderten- und Jugendhilfe.

Idstein verfügt als historisch bedeutsames und modernes Mittelzentrum und Kern des Idsteiner Landes über eine vielfältige Einzelhandelsstruktur. Der lokale Einzelhandel steht aufgrund der verkehrsgünstigen Lage an der Bahnstrecke Frankfurt/Wiesbaden–Limburg und der Autobahn 3 im Wettbewerb mit den Einkaufszentren in Limburg an der Lahn und Wiesbaden bzw. generell mit dem Rhein-Main-Ballungsgebiet.

Größere Bauprojekte[Bearbeiten]

Im Zuge des Hessentages 2002 wurden zahlreiche größere (Um-) Bauprojekte durchgeführt. Nach dem Bau der Tiergartenspange, die die Innenstadt mit der Escher Straße und dem Wohngebiet am Gänsberg verbindet, konnte ein weiterer Teil der Altstadt verkehrsberuhigt werden. Im November 2008 wurde die Südumfahrung für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben.

Neben der Innenstadt gibt es derzeit zwei weitere Entwicklungs- bzw. Neubaugebiete:

  • Nassau-Viertel (Mischgebiet im Nordwesten der Stadt entlang der B 275)
  • Taunusviertel (im Südosten der Stadt)

Größere Einzelprojekte seit dem Hessentag[Bearbeiten]

  • Neubau der Grundschule Auf der Au und der Erich-Kästner-Schule (Fertigstellung: 2005)
  • Neubau Polizeistation (Innenstadt, Fertigstellung: 2006) im Zusammenhang mit Umbau Amtsgericht (noch im Umbau)
  • Umbau des ehemaligen Geldmacher-Geländes (schräg gegenüber der Kappus-Anlage): Fast-Food-Restaurant (Burger King, unweit des länger bestehenden McDonalds), Autoteilehandel und Discountmarkt (Fertigstellung: Juni/August 2007)
  • Neubau Campus Europa Hochschule Fresenius (Innenstadt)
  • Neubau Schwimmbad (Tournesol-Allwetterbad im Nassau-Viertel, erster Spatenstich 15. Februar 2008, Fertigstellung: Mitte 2010)
  • Neubau Gesundheitszentrum/Krankenhaus (Südumfahrung, Fertigstellung: 2007/2008, Einzugstermin nach Umbauten: Mitte 2008)
  • Kappus-Anlage (am Bahnhof Kreisel): Ärztezentrum und Discountmarkt (Fertigstellung: 2008)
  • Auffahrt von der B 275 auf die A 3 Richtung Frankfurt (Fertigstellung: April 2008)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Große Teile der Idsteiner Altstadt stehen heute unter Denkmalschutz. Viele historische Gebäude haben sich unter anderem dadurch erhalten, dass Idstein im Zweiten Weltkrieg von Angriffen weitestgehend verschont blieb.

Unionskirche[Bearbeiten]

Hauptartikel: Unionskirche (Idstein)

Die Unionskirche, ein äußerlich schlichter Bau, entfaltet im Inneren ihre Pracht. Die Baugeschichte der ursprünglich als Stiftskirche geweihten Kirche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Mitte des 14. Jahrhunderts entstand ein gotischer Neubau.

Ungewöhnlich für eine evangelische Kirche – seit 1553 war Idstein lutherisch – wurde die Decke des Hauptschiffes im 17. Jahrhundert mit großformatigen Ölgemälden aus der Rubensschule vollständig verkleidet. Ihren Namen erhielt sie 1917, er erinnert an die in Idstein geschlossene Kirchenunion zwischen Reformierten und Lutheranern in Nassau zur Evangelischen Kirche im Jahre 1817. Bis 1917 hieß sie schlicht "Stadtkirche".

Katholische Pfarrkirche St. Martin[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Martin (Idstein)

Durch den Zustrom von Vertriebenen stieg nach dem Zweiten Weltkrieg die Anzahl der Katholiken in Idstein. Deshalb wurde anstelle der neogotischen Magdalenenkirche 1965 eine größere Kirche errichtet, die dem heiligen Martin geweiht wurde. Der Architekt Johannes Krahn entwarf eine Basilika aus Natursteinmauerwerk mit einem umlaufenden Fensterband unter der Decke. Sie erhielt 1974 eine Walcker-Orgel, die 2006 durch eine Orgel von Orgelbau Mebold ersetzt wurde.[8]

Residenzschloss[Bearbeiten]

Residenzschloss

Das im Renaissance-Stil 1614–1634 von Jost und Henrich Heer (Höer) für Graf Ludwig († 1627) und dessen Sohn Graf Johann († 1677) unter Einbeziehung alter Bausubstanz erbaute heutige Schloss steht auf einem Felsmassiv zwischen den beiden Stadtbächen, die sich hinter Idstein vereinigen. Vermutlich war der Schlossfelsen bereits im 11. Jahrhundert bebaut.

Ein überbrückter Felsdurchbruch trennt ihn vom alten Burgbereich aus dem 11. Jahrhundert; durch den Durchbruch führt heute eine wichtige innerstädtische Verbindungsstraße.

Während der Regierungszeit des letzten Idsteiner Fürsten Georg August Samuel von Nassau-Idstein (* 1665, † 1721) erhielt das Gebäude seine Innenausstattung unter Leitung von Maximilian von Welsch. Die teilweise verlorenen Stuckdecken fertigte Carlo Maria Pozzi. Am Hauptportal ist ein großes Allianzwappen des Grafen Johann und seiner Gemahlin (um 1635).

Das Schloss (seit 1946 Gymnasium Pestalozzischule) ist im Rahmen von Führungen zu besichtigen.

Burg und Hexenturm[Bearbeiten]

Burggebäude mit Hexenturm
Hauptartikel: Burg Idstein
Hauptartikel: Hexenturm (Idstein)

Die Burg im Burgbereich vom Torbogengebäude auf der Stadtseite bis zum Hexenturm bei der Brücke zum Schloss entstand zwischen 1497 und 1588. Mit der Umgestaltung des Schlosses selbst änderte sich auch dieser Bereich im 17. Jahrhundert stark und verlor teilweise seine (nicht mehr zeitgemäßen) Verteidigungsfunktionen. Der Hexenturm genannte Bergfried (42 Meter hoch, über 3 Meter dicke Mauern bei nur knapp 12 Metern Durchmesser) ist das älteste Bauwerk Idsteins. Dendrochronologie-Bohrungen zeigen, dass der Turm schon um 1170 (statt wie lange angenommen um 1350) begonnen worden war. Seine Butterfassform erhielt er, in Abschnitten gebaut, um 1500. (Bauforscher sehen in ihm eine seltene Zeitkapsel, weil im 20. Jahrhundert fast nicht verändert wurde, zuletzt erhielt er 1963 nur einen neuen Außenputz und kleine Zementausbesserungen innen.)

Gedenktafel für die Opfer der Hexenprozesse

Hexen oder Hexer wurden im Hexenturm nicht eingekerkert. An einer Felswand zu Füßen des Bergfrieds wurde eine Gedenktafel für die als Hexen ermordeten Personen angebracht. Idstein war berüchtigt für Prozesse um 1676.

Der Höerhof[Bearbeiten]

Der Höerhof
Hauptartikel: Höerhof

Der Höerhof – im Volksmund auch bekannt als Toepferhaus – wurde 1620 bis 1626 durch den Schlossbaumeister Henrich Heer errichtet. Er diente unter anderem als Jagdschloss und Forstamt. Von 1911 bis 1955 wohnte hier der Maler Ernst Toepfer. Der Höerhof beherbergt heute einen mehrfach ausgezeichneten, stilvollen Hotel- und Restaurantbetrieb mit einem idyllischen Innenhof. Er stellt eines der prächtigsten Fachwerksgebäude in Idstein dar.

Weitere historische Bauwerke[Bearbeiten]

Rathaus mit Torbogengebäude

Der alte Stadtkern ist klein. Eine Vielfalt zum Teil aufwändig bemalter und verzierter Fachwerkbauten zeichnet ihn aus, an denen bereits die rheinischen Einflüsse auf die hessisch-fränkische Fachwerkbauweise deutlich werden. Der Stadtkern erstreckt sich zwischen dem Burgbereich mit dem etwa 50 m hohen Hexenturm und dem Höerhof.

Direkt am Torbogengebäude der nassauischen Burg steht über dem König-Adolf-Platz das Rathaus aus dem Jahr 1698, geradezu eigenartig über dem Durchgang, der die Altstadt von der Burg trennt; erwähnenswert ist außerdem das Glockenspiel. Ein Felssturz zerstörte 1928 das dann 1932–1934 wieder aufgebaute Rathaus.

Den König-Adolf-Platz ist nahtlos von repräsentativen Fachwerkhäusern umgeben, die größtenteils um 1600 datieren. Neben dem Rathaus steht linkerhand das vor wenigen Jahren renovierte Schiefe Haus, das sich 1727 der Major der Landmiliz Nicolay erbauen ließ. Am Ausgang des Platzes zur Unionskirche hin errichtete man 1615 das reich verzierte Killingerhaus, das seit 1987 als Museum und Fremdenverkehrsamt dient. Es ist eines der kunsthistorisch bedeutsamsten Fachwerkhäuser in Deutschland.

Auch den Rest des alten Stadtkerns prägen zahlreiche Fachwerkhäuser und Hofanlagen aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die teils aufwändig renoviert wurden. Dies ist insbesondere entlang der Obergasse der Fall, die vom König-Adolf-Platz aus der Stadt herausführt und auf Höhe des Höerhofs auf die alte Stadtmauer stößt. Etwas unterhalb davon steht der Stockheimer Hof, der Ende des 16. Jahrhunderts als Sitz der Herren von Stockheim erbaut wurde. Nach deren Aussterben kam der Besitz 1768–1776 in den der Familie von Calm, daher heißt das zugehörige Gelände heute Kalmenhof. Bis 2005 war der Fachwerkbau in Nutzung des Sozialpädagogischen Zentrums SPZ Kalmenhof.

Als letztes Zeugnis der einstigen Lederindustrie steht am Löherplatz unterhalb der Unionskirche das Gerberhaus, der ehemalige Trockenspeicher am Wörsbach. Der Löherplatz war seit dem Mittelalter Standort der Gerbereien und Lederbereitung, wegen des damit verbundenen Gestanks und Wasserbedarfs außerhalb der Altstadt an einem der Idstein durchfließenden Bäche angelegt. Das Gerberhaus dient nach seiner umfassenden Renovierung heute für Ausstellungen und Kleinkunst-Veranstaltungen.

Östlich des alten Stadtkerns schließt eine barocke Stadterweiterung ausgehend vom um 1700 entstandenen Marktplatz an. Die anschließenden Straßen sind entsprechend den Idealen des Städtebaus dieser Zeit von klaren, zueinander rechtwinkligen Verlauf, die sie säumenden Fachwerkhäuser größtenteils konstruktiv und weit weniger geschmückt als im alten Stadtkern. Bausünden und große Veränderungen unterblieben, stattdessen wurde des Öfteren restauriert. Somit hat sich ein durch seine Geschlossenheit beeindruckendes Ensemble erhalten.

Limes[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet wurde vom 86 n. Chr. begonnenen Limes durchzogen. Das Gebiet der heutigen Stadt Idstein lag auf der germanischen Seite. Augenfälliges Zeugnis des Limes ist der Nachbau eines Wachturmes in Richtung Niedernhausen in der Nähe von Dasbach auf der Dasbacher Höhe. Auch der Kirchturm von Dasbach soll sich auf dem Fundament eines römischen Wachturms befinden. Im Gemeindegebiet des westlichen Nachbarn Taunusstein befindet sich in der Nähe von Orlen direkt neben den Überresten des Kastells Zugmantel ebenfalls ein solcher Nachbau.

Beim Stadtteil Heftrich befand sich das Kastell Alteburg, von dem jedoch keine Reste mehr ersichtlich sind.

Am 15. Juli 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.

Jüdischer Friedhof[Bearbeiten]

Stadtauswärts liegt der Jüdische Friedhof Idstein von 1874.

Kriegsgräberstätte[Bearbeiten]

Idsteiner Kriegsgräberstätte

Im Zweiten Weltkrieg befanden sich in Idstein zwei Reserve-Lazarette – eins im Schloss und eins im Kalmenhof. Als es gegen Ende des Krieges nicht mehr möglich war, im Lazarett verstorbene Personen in ihre Heimatorte zu überführen, wurden diese auf dem Idsteiner Friedhof bestattet. Nach Ende des Krieges errichtete der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Idstein eine zentrale Gedenkstätte, auf die alle Kriegstoten aus dem Landkreis Untertaunus umgebettet werden sollten.

Insgesamt befinden sich auf der Idsteiner Kriegsgräberstätte 250 Gräber. Von den dort Bestatteten sind 234 Personen namentlich bekannt. 10 Tote sind Zivilisten. Außerdem befinden sich unter den Gräbern sechs mit Gefallenen und russischen Kriegsgefangenen aus dem Ersten Weltkrieg. Die meisten Toten der Kriegsgräberstätte Idstein starben erst nach Ende der Kampfhandlungen. Nachweislich kamen Gefangene aus den Rheinwiesenlagern in die Idsteiner Lazarette.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Das weihnachtliche Idstein

Als jährliches Veranstaltungshighlight zieht das Hessen-Jazz Festival bzw. neuerdings Idstein JazzFestival seit 20 Jahren Tausende von Besuchern in die Altstadtgassen. An drei Tagen, jeweils dem ersten Wochenende der hessischen Sommerferien, spielen von Freitagabend bis Sonntag bis zu 75 verschiedene Jazzgruppen auf einem Dutzend Bühnen live und als Freiluftkonzert.

In der Unionskirche finden zweimal jährlich Konzerte der Idsteiner Kantorei unter Leitung von Carsten Koch statt, wie 2009 Carmina Burana und Weihnachtsoratorium. Anfang September erklingt dort ein „Sinfoniekonzert zum Tag des offenen Denkmals“, gespielt von der Nassauischen Kammerphilharmonie unter Carsten Koch, das eine Reihe der Sinfonien von Beethoven auf dem Programm hat. Die Unionskirche ist Ort weiterer Konzerte und diente auch als Spielstätte des Rheingau Musik Festivals mit Konzerten der Vokalensembles Chanticleer, ensemble amarcord und Die Singphoniker.

In der Kirche St. Martin findet ein jährliches Chorkonzert statt, gesungen vom Chor St. Martin und dem Kammerchor Martinis unter Leitung von Franz Fink, wie die Matthäuspassion, 1998 mit Elisabeth Scholl, Andreas Scholl und Max van Egmond, 2009 mit Andreas Pruys und Klaus Mertens.[9] In der Kirche finden weitere Konzerte statt, zum Beispiel Konzerte mit Graham Waterhouse, das Duopramm 2008 von Giora Feidman und Matthias Eisenberg oder ein Konzert von Kalevi Kiviniemi 2010.

Obwohl die Stadt Idstein nur einen kleinen Weinberg unterhält, dessen unverkäuflichen Wein sie nur zu besonderen Anlässen ausschenkt, findet jährlich ein Weinfest statt. Das nächste größere Weinanbaugebiet ist der Rheingau, der im selben Landkreis wie Idstein liegt. Von dort stammen die meisten Weine beim Weinfest.

Alle zwei Jahre findet im Frühjahr im Bereich der Burg und des Schlosses der Idsteiner Hexenmarkt statt, ein Schau-Markt mit mittelalterlichem Handwerk sowie Unterhaltungsrahmenprogramm, dessen Name sich wie viele andere Veranstaltungen und Angebote auf das Wahrzeichen der Stadt bezieht, den Hexenturm.

Auf dem Gelände des früheren Limeskastell Alteburg findet dreimal jährlich der überregional bekannte „Alteburger Markt“ statt.

Das Jugendzentrum in Idstein hat auch einen monatlichen Veranstaltungsplan mit Hip Hop, Metal, DJ-Night, Punkrock und bietet in unregelmäßigen Abständen zum Beispiel Live-Konzerte von lokalen Bands.

Seit 2003 findet einmal im Jahr das Monkey Jump Festival statt, bei welchem eine Vielzahl an Bands in den unterschiedlichen Kneipen und Restaurants der Stadt auftreten.

Seit 2004 findet jährlich im Gerberhaus der Idsteiner Frauentag „Frauen in Balance“ unter Mitwirkung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Idstein und der Gemeinde Hünstetten statt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Vitos Kalmenhof (Einrichtung des Landeswohlfahrtsverbandes)
  • Taubenbergschule (Grundschule)
  • Alteburgschule Heftrich (Grundschule)
  • Franz-Kade-Schule (Grundschule Wörsdorf)
  • Limesschule (kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe)
  • Grundschule Auf der Au
  • Montessori-Schule (Grundschule und Integrierte Gesamtschule im Aufbau)
  • Erich Kästner-Schule (Schule für Lernhilfe)
  • Pestalozzischule (Gymnasium)
  • Hochschule Fresenius
  • Volkshochschule Rheingau-Taunus
  • Max-Kirmsse-Schule (Förderschule für praktisch Bildbare)

Krankenhaus[Bearbeiten]

2008 bezog das Krankenhaus ein neues, 22 Millionen Euro teures 90-Betten-Haus auf einem 18.000 Quadratmeter-Grundstück an der Robert-Koch-Straße. Das Land bezuschusste mit 17,2 Millionen Euro (frühere 3 Millionen kamen vom Kreis, der auf einen Teil des Kaufpreises für die ehemaligen Kreiskrankenhäuser Idstein und Bad Schwalbach verzichtet hatte).

Schwimmbad[Bearbeiten]

Ein Allwetterbad entstand, zum Teil in Fertigbauweise, bis Mitte 2010 im Nassau-Viertel für 19 Millionen Euro. Die Stadt bezuschusste das über zweieinhalb Millionen Euro teure Grundstück an der Bundesstraße 275 und gibt jährlich 500.000 Euro zu den Betriebskosten. Das von der Firma Tournesol errichtete und betriebene Bad weist eine Kuppel auf, welche sich bei gutem Wetter öffnen lässt, und umfasst neben Schwimmbecken ein Fitnessstudio, einen Saunabereich mit vier Saunen, auch Infrarotsauna, zwei Dampfbädern, ein Laconium, einen Saunagarten, einen Whirlpool, einen Naturbadeteich und zahlreichen Ruhebereichen. Zwischen Spiel- und Freizeitbecken und Whirlpool befindet sich eine Bar, welche aus dem Wasser heraus zu erreichen ist. Weiterhin ist ein Restaurant angegliedert. Das ursprünglich geplante Biomassekraftwerk wird nicht realisiert. Ende 2011 ging die Firma Tournesol in Konkurs. Die Folgen für die Stadt sind unklar.

Das alte im Himmelsbornweg am Wolfsbach gelegene städtische Schwimmbad bestand bis April 2010 und wies einen Kleinkind/Baby-Badebereich, ein Sportbecken mit 25 Meter-Bahnen und Drei- und Einmeter-Sprungbrett, ein Spiel- und Freizeitbecken mit Außenbereich sowie einen Whirlpool auf. Das Gebäude wurde mittlerweile zu einer Sporthalle umgebaut. Ein ebenfalls auf dem Gelände befindliches Freibad wurde bereits in den 90er Jahren geschlossen und das Becken verfüllt, nachdem ein erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt wurde, für den die Stadt nicht die nötigen finanziellen Mittel aufbringen wollte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

in Idstein geboren[Bearbeiten]

mit Idstein verbunden[Bearbeiten]

Denkmal für Harry von de Gass

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Christian Enders (1899–1984), Oberförster a. D., Ernennung zum Ehrenbürger 1979
  • Erivan Haub (* 1932), Eigentümer der Tengelmann-Gruppe, lebte einige Jahre in Idstein. Ernennung zum Ehrenbürger 2008
  • Hermann Müller (1935-2013), ehemaliger Bürgermeister der Stadt Idstein
  • Willy Schreier, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Idstein

Literatur[Bearbeiten]

  • Rouven Pons: Für Kunst und Glauben. Die Ausmalung der Martinskirche in Idstein unter Graf Johannes von Nassau-Idstein (1603-1677), Wiesbaden 2012 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 83).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Stand 31. Dezember 2011, Quelle: Stadt Idstein
  3. Informationen auf der Homepage der Stadt Idstein
  4. HR Online über den Kalmenhof
  5. Presseberichte Heimkinder-Kongress
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Idstein, Rheingau-Taunus-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 7. April 2014, abgerufen am 14. Juli 2014.
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 377 und 378.
  8. Pfarrei St. Martin Die Mebold-Orgel
  9. Matthäuspassion St. Martin Idstein

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Idstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Idstein – Reiseführer