Kulturareal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kulturareal (von lateinisch arealis „Fläche“), Kulturkomplex oder Kulturprovinz bezeichnet in der Ethnologie ein geografisch abgegrenztes Gebiet, in dem verschiedene Ethnien oder indigene Völker leben, die eine gewisse Anzahl ähnlicher oder vergleichbarer Kulturelemente oder Kulturgüter aufweisen.[1] Die außereuropäischen Kulturareale gehen grundsätzlich auf die jüngste historische Verbreitung und Lebensweise der „eingeborenen“ Völker vor der Kolonialisierung bzw. vor der Bildung der modernen Nationalstaaten zurück. Eine Ausnahme bilden die Kulturareale Europas: Obgleich sie sich explizit auf die historische Entwicklung beziehen, bilden sie dennoch Realitäten ab, die gegenwärtig noch zutreffen. Das Gleiche gilt eingeschränkt für die meisten Areale Südasiens.

Viele traditionelle Lebensweisen und indigene Kulturelemente existieren heute nur noch als Substrat unter der vorherrschenden Kultur, so dass Kulturareal-Karten für die Gegenwart in vielen Regionen der Welt die kulturellen Minderheiten hervorheben. Beispielsweise bezieht sich das nordamerikanische Kulturareal „Prärie und Plains“ auf die Völker der Prärie-Indianer; diese leben nach wie vor dort, obwohl ihr Anteil an der Bevölkerung nur noch etwa drei Prozent beträgt und sie ihre traditionelle Bisonjagd nicht mehr betreiben.

Die moderne Ethnologie führte die Bezeichnung Kulturareal ein, nachdem die „Kulturkreislehre“ aufgegeben wurde, weil sie mit der Rassenideologie des Dritten Reiches in Verbindung gebracht wurde. Das von den US-amerikanischen Ethnologen Franz Boas, Robert Lowie und Clark Wissler entwickelte Konzept der culture area wurde später von verschiedenen Autoren übernommen.

Außerhalb der ethnologischen und historischen Wissenschaften spricht man von Kulturräumen oder Kulturerdteilen, die im jeweiligen Zusammenhang ihrer Fachwissenschaft die gegenwärtige Situation abbilden.

Problem der Abgrenzung[Bearbeiten]

Jegliche Festlegung eines Kulturareales beruft sich auf die Ergebnisse der kulturvergleichenden Sozialforschung. Die Einteilung der Welt in abgegrenzte Areale ist jedoch schwierig und problematisch: Häufig stimmen die von verschiedenen Autoren zu verschiedenen Zeiten gezeichneten Karten nicht miteinander überein, mit ungleichen Anzahlen, Größen und Grenzen der einzelnen Kulturareale. Das liegt vor allem an der jeweils recht willkürlichen Auswahl derjeniger Kulturelemente, die für ein bestimmtes Kulturareal als charakteristisch angesehen wurden und werden. Dazu kommt ein ständiger Kulturwandel in vielen Gebieten der Welt.

Die größte Schwierigkeit bei der Abgrenzung von Kulturarealen ist die Festlegung, welche Kulturgüter tatsächlich für ein Areal spezifisch sind, und welche übergreifend für mehrere Kulturen gelten. Kulturgüter in diesem Sinne sind beispielsweise Sprache, Bildung, Kunst, Familienstrukturen, Folklore, gesellschaftliche Organisation, Kalender, Körperschmuck, Spiele, Wohnformen, Subsistenz und Lebensraum.[2]

Obwohl die Festlegung von Kulturarealen aus den genannten Gründen heute umstritten ist, bietet sie die Möglichkeit, die Kulturvielfalt zu strukturieren und eine Basis für kulturvergleichende Untersuchungen zu schaffen.[3] Die Einteilung in Kulturareale stellt ein heuristisches Werkzeug dar, einen Hilfsgedanken (bon à penser) im Sinne des französischen Ethnologen Claude Lévi-Strauss.[4]

In diesem Sinne sind die Übereinstimmungen zwischen den verschiedenen (historischen) Autoren trotz der vorgenannten Einwände und vor dem Hintergrund der modernen Ethnologie wiederum groß genug, um alle Modelle zu einem Gesamtüberblick zusammen zu führen, wie es beispielsweise D. Hunter und P. Whitten für die „Encyclopedia of Anthropology" getan haben.[5]

Kulturareale der Erde[Bearbeiten]

Stellt man die Modelle aller Kontinente nebeneinander, zählt man weltweit über 50 eigenständige Kulturareale. Die hier abgebildete Weltkarte ist eine zusammenfassende Darstellung aus verschiedenen Quellen, die in den folgenden Tabellen aufgeführt werden (siehe → Problem der Abgrenzung).

Weltkarte mit 54 exemplarischen Kulturarealen (Die rot gepunktete Linie kennzeichnet die geografische Grenze Europas)

Die hier dargestellten Kulturareale wurden vor allem durch die in den folgenden Tabellen stichwortartig aufgeführten (oft historischen) Kulturelemente geprägt. Die detaillierten Grenzziehungen orientieren sich an modernen Kartenwerken über die Verbreitung von Ethnien oder Sprachfamilien[6] sowie an den biogeografischen Grenzen, auf die die einzelnen Konzepte aufbauen.[7][8]

Als Beispiele werden in den Tabellen einige wichtige Ethnien oder Staaten angeführt, die sich auf diese Weise unproblamtisch zusammenfassen lassen. Einige davon sind in Klammern gesetzt: Damit wird angezeigt, dass ihre Zuordnung in Zusammenhang mit den genannten Kulturmerkmalen fraglich ist. ...

Es gilt nochmals zu beachten, dass es sich bei den Kulturarealen heute weniger um konkrete Modelle, als vielmehr um ein „Hilfskonzept“ handelt! Das heißt: Die Grenzen der Areale sind in der Realität fließend und es gibt fast überall vielfältige Ausnahmen, die die Festlegungen bei näherer Betrachtung durchaus in Frage stellen können!

Nordamerika[Bearbeiten]

Die nordamerikanischen Kulturareale zeigen die häufig verwendete Einteilung von Alfred Kroeber (1939).[9]

Kulturareal Lebensraum und historische Gemeinsamkeiten Beispielethnien
Arktis Abstammung der Population, Eskimo-Aleutische Sprachen, Jäger und Sammler Inuit, Yupik, Kalaallit, Inupiat, Alëuten
Nordwestküste Küstenregenwald, sesshafte Wildbeuter (Meeressäuger), Häuptlingstümer, Kunststil Tlingit, Haida, Tsimshian, Kwakiutl, Chinook
Subarktis Boreale Zone, Jäger, Fischer und Sammler, Hordengesellschaften, Schneeschuh Kutchin, Athabasken, Cree, Naskapi, Innu
Plateau Hochebene in den Rockys, Stammestümer, Lachsfischer, Jäger und Sammler Secwepemc, Flathead, Shuswap, Kutenai, (Nez Percé)
Prärie und Plains Gras-, Strauch- und Trockensteppen, Stammestümer, Berittene Bisonjäger, Tipi Blackfeet, Crow, Lakota, Kiowa, Comanche, (Pawnee)
Nordosten Mischwälder, Bodenbau (Mais, Bohnen, Kürbisse), auch Wildreis-Ernte und Jagd Irokesen, Abenaki, Miami, Shawnee, (Chippewa)
Kalifornien Sammler (Wildfrüchte, vor allem Eicheln) und Jäger, Korbflechterei Pomo, Chumash, Karok, Modoc, Kalif. Penuti, Cahuilla
Großes Becken Halbwüsten, Sammler (Samen, Pinyon-Nüsse, Wurzeln) und Jäger (Kleintiere) Ute, Paiute, Shoshone, Washoe
Südwesten Arider Großraum, Bodenbau (Mais, Bohnen), Kleintierjagd, Kunststil Navajo, Hopi, Pima, Tarahumara, (Apachen)
Südosten Subtropische Feuchtwälder, Häuptlingstümer, Bodenbau (Mais, Bohnen) und Jagd Muskogee, Cherokee, Catawba, Chickasaw, Seminolen

Mittel- und Südamerika[Bearbeiten]

Bis auf das Kulturareal „Mesoamerika", das Paul Kirchhoff 1948 definiert hat, wurde die hier gezeigte Einteilung 1978 von dem deutschen Ethnologen Mark Münzel vorgeschlagen. Als Vorlage diente ihm die Einteilung von Julian Steward, die im „Handbook of South American Indians" abgedruckt wurde. Im Gegensatz zu Nordamerika sind viele kulturelle Elemente in Lateinamerika nach wie vor prägend. Bei den Zentralanden hat Münzel aufgrund der starken Vermischung mit der spanischen Kultur die vorkoloniale Betrachtung verlassen.[10][Anmerkung 1]

Kulturareal Lebensraum und Gemeinsamkeiten Beispielethnien und -nationen
Mesoamerika Historische Hochkulturen Mittelamerikas, Bodenbau (Mais, Bohnen, Kürbisse), Municipio Nahua, Maya, Miskito, Zapoteken, (Lacandonen)
Zirkumkaribik Einflüsse Hochkulturen, heterogen, oft Häuptlingstümer, Feldbau, Prestigestreben Kuna, Emberá, Paez, Achagua, Chibcha, Ika, (Guahibo)
Zentralanden Inka-Tradition, Ayllu-Dorfstruktur, Pachamama, Bewässerungsterassen, Fruchtfolge-Ackerbau (Kartoffel, sowie enorme Feldfrucht-Vielfalt), Lamas, span.-ind. Trachten Quechua, Aymara, Kolla, Huanca, Atacameño,
Patagonien ehem. Reiterkrieger, Feldbau (Weizen, Kartoffel), Vieh (Lama, Rind, Pferd), Bola Mapuche, Picunche, Huilliche, Tehuelche, (Het)
Chaco Dornsavanne, ehem. Reiterkrieger, Fruchtsammler, Fischfang, wenig Wanderfeldbau Wichí, Guaycurú, Toba, Chiriguano, Ayoreo, (Terena)
Llanos Uneinheitliche „marginale Gruppen" in Rückzugsgebieten, nomadische oder halbnomadische Wildbeuter bis Anfang des 20. Jh., selten rudimentärer Feldbau Wayapopihíwi, Otomaken, Achagua
Paraná Mbyá, Bororo, Kaingang, Aché
Feuerland Selk’nam, Yámana, Qawasqar
Anden-Ostrand Einfluss der Inka, Dörfer, Brandrodungsanbau (Mais, Maniok, große Vielfalt) und Jagd Shuar, Huaorani, Shipibo, Asháninka, Machiguenga,
Guyana Einflüsse der beiden Hochkulturen, Häuptlingstümer, Feldbau (Maniok), Jagen, Fischen Kariben, Arawak, Waiwai, Ye’kuana, Yanomami, Waimiri
Amazonien Häuptlingstümer, Einheit Natur/Kultur, intens. Zeremonialleben, Feldbau, Fischen, Handel Ticuna, Munduruku, Cinta Larga, (Nambikwara), (Maku)
Ostbrasilien Stammestümer, dialektische Religionen, einfache Subsistenz, Feldbau, Sammeln, Jagd Xavante, Kayapó, Botokuden, Xerente, (Guaraní)

Europa[Bearbeiten]

Aufgrund der enorm differenzierten Entwicklung Europas und der Verschmelzung der Völker in Nationalstaaten konnten die vielfältigen kulturellen Einteilungsversuche bislang nicht überzeugen. Erst seit der Arbeit des 1988 verstorbenen ungarischen Historikers Jenő Szűcs wird eine Einteilung auf Grundlage der „historischen Regionen Europas“ ernsthaft diskutiert. Die Karte bezieht sich daher mit Ausnahme von Lappland und Nordosteuropa auf die Areale, die Christian Giordano 2002 in Anlehnung an die „Weltsystem-Theorie“ von Immanuel Wallerstein vorgeschlagen hat.[11]

Kulturareal Historische Gemeinsamkeiten Beispielstaaten
Peripherie Abgelegene, marginale und dünn besiedelte Großräume, häufig Subsistenzwirtschaft Island, Schottland, große Teile Fennoskandiens
Nordwesteuropa Ursprung des Kapitalismus, der Industriegesellschaft und der modernen Demokratien England, BeNeLux, Frankreich, Deutschland, Schweiz
Mittel-Osteuropa Rohstofflieferant für NW-Europa, Refeudalisierung, Leibeigenschaft und Latifundien Litauen, Lettland, Polen, Ungarn, Rumänien
Osteuropa Technologisch rückständige Agrarstaaten, „Nährboden“ des Kommunismus Russland, Weißrussland, Ukraine
Mediterranea Weströmische „Kulturfolger“, Adels-Aristokratie und Latifundien-Landwirtschaft Portugal, Spanien, Italien
Südosteuropa Oströmische „Kulturfolger“, Osmanisches Feudalsystem, oft Subsistenzwirtschaft Serbien, Kroatien, Albanien, Bulgarien, Griechenland

Afrika[Bearbeiten]

Die Einteilung Afrikas basiert mit Ausnahme Nordafrikas und Ägyptens auf der Karte von Henry S. Wilson (1977)[12], der wiederum die Arbeit von Melville J. Herskovits (die auch Nordafrika umfasst) leicht abgewandelt hat.[13][Anmerkung 2]

Kulturareal Lebensraum und historische (oft noch gegenwärtige) Gemeinsamkeiten Beispielethnien und -nationen
Nordafrika „Kulturfolger“ der Sarazenen u. der antiken Hochkulturen, Ackerbau u. Viehzucht Araber, (Berberstämme)
Wüstengebiet Sahara und Sahel, Hirtennomadismus (Kamele, Pferde, Ziegen), z. T. Oasenkultur Tuareg, Tubu, Mauren
Westsudan Übergang schwarzafr./islam. Kulturen, Königreiche, Landwirtschaft u. Handel, Kunststil Mandinka, Hausa, Yoruba, Mossi, Kanuri
Ostsudan Übergang schwarzafr./islam. Kulturen, Stammestümer, Hackbau, Vieh, oft nomadisch Sara, Sudanaraber Runga, Maba, Mubi
Osthorn Arabisch-schwarzafr. Mischpopulation, großer islam. Einfluss, Viehzucht u. Bodenbau Somalis, Oromo, Amharen, Tigray
Guineaküste Tropischer Regenwald, Überschneidung der Areale Westsudan und Kongo, Fischfang Susu, Kru, Baule, Akan, Ewe, Edo, Tiv, Ibo
Kongo Materialkultur (Fetischkunst, Eisenhacke), Häuptlingstümer, Feldbau (Banane), Fischen, Jagd Azande, Mongo, Baluba, Lunda, Bemba, (Pygmäen)
Ostafrika „Cattle Complex“: Rind als religiös-soziales Symbol, Stammestümer, Feldbau u. Viehzucht Dinka, Massai, Nyamwezi, Makua, Tsonga, Zulu
Ovambo schwarzafrikanische Population im Khoisangebiet, Viehzucht Damara, Ovambo, Herero
San lange isolierte Population, Khoisansprachen, akephale Gesellschaft, Jäger und Sammler San
Khoi lange isolierte Population, Khoisansprachen, Clansystem, Nomadische Viehzucht (Rind), Jagd Khoikhoi
Madagaskar Besiedlung vorwiegend aus Indonesien, Ahnenkult, Austronesische Sprache: Malagasy Merina, Betsileo, Sihanaka, Antaifasy, Sakalava

Asien und Ozeanien[Bearbeiten]

Der Vorschlag ist Teil der Arbeit der Ethnologen D. Hunter und P. Whitten, die 1976 für die „Encyclopedia of Anthropology" eine weltweite Einteilung in Kulturareale veröffentlicht haben.[5]. Die einzelnen Areale entsprechen für die anderen Kontinente im Wesentlichen den Arbeiten der anderen Autoren. Die Grenzziehungen wurden von Hunter und Whitten allerdings nur grob schematisch vorgenommen. Für Asien haben die Autoren sehr unterschiedliche Kulturelemente zur Abgrenzung herangezogen.[14] Eine Einteilung in asiatische Kulturareale findet sich überdies ausgesprochen selten in der Literatur.

Für Australien existiert eine weitere Untergliederung in 17 Kulturareale der Aborigines (siehe auch → Kulturareal Desert, → Kulturareal Western Desert). Die verwendeten Kriterien liegen jedoch auf einer anderen Maßstabsebene, die für eine globale Gegenüberstellung nicht geeignet ist.

Kulturareal Kulturelle und historische Gemeinsamkeiten Beispielethnien und -nationen
Sibirien Tundra, Waldtundra und Taiga, Rentier-Pastoralismus, Jagen und Sammeln (Beeren) Nordeuropas Samen, Nenzen, Ewenken, (Jakuten)
Paläo-Sibirien Tundra, Waldtundra und Taiga, Wildbeuter (Rentier, Meeressäuger, Fische) Paläosibirier: Tschuktschen, Korjaken, Itelmenen
Kaukasus Gebirgsregion, enorm große ethnische u. sprachliche Vielfalt, Transhumanz Tscherkessen, Georgier, Armenier, Aserbaidschaner
Eurasische Steppe Steppen u. Wüsten, Altaische Sprachen, Hirtennomaden (Pferd, Rind, Schaf, Kamel) Kalmücken, Kasachen, Usbeken, Mongolen, Uiguren
Nord-China „Kulturfolger“ der ältesten Dynastien, Mandarin-Dialekte, Buchweizen vor Reis Han-Chinesen
Korea und Japan Makro-altaische Sprachen, gemeinsame Kultur im Mittelalter, Reis und Fischfang Koreaner, Japaner, Ainu
SW-Asien/Ägypten „Kulturfolger“ der ältesten Hochkulturen, Kerngebiet der islamischen Kultur, Weizen Türkei, Iran, Irak, Saudi-Arabien, Ägypten, (Beduinen)
Süd-Zentral-Asien Kerngebiet der hinduistischen- und buddhistischen Kulturen, Reis- und Hirseanbau Ethnien Indiens, Nepalesen, Tibeter, Bamar, Thai
Süd-China „Kulturfolger“ der jüngeren Dynastien, vielfältige Sprachen u. Ethnien, Nassreis Südchinesische Ethnien, Vietnamesen, Khmer
Indonesien Tropische Regenwälder, West-Malayo-Polynesische Sprachen, Islam Südostasiens Malaien, Javaner, Achinesen, (Penan)
Mikronesien[15] Kulturelle „Mischzone“ zwischen Indonesien, Polynesien und Melanesien, Fischfang Mikronesier
Melanesien[15] Kraushaarige Menschen Ozeaniens, Ahnenkult, Bodenbau (Taro, Yams, Batate) Melanesier, Papua-Völker
Polynesien[15] Polynesische Sprachen, Polytheismus und Marae, Fische, Schweine, Bodenbau Polynesier, u.a. Maori, Hawaiianer, Osterinsulaner
Australien Abstammung, 35.000 Jahre Isolation,[16] Traumzeit-Mythologie, Jagen und Sammeln Aborigines, Tasmanier

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Haller: Dtv-Atlas Ethnologie. 2., vollständig durchgesehene und korrigierte Auflage. dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-03259-9.
  • Egon Renner: Zur Entstehung, Entwicklung und Funktion des Begriffs „culture area“. In: Magazin für Amerikanistik. Nr. 1, Verlag für Amerikanistik, Wyk auf Foehr 1998.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Elke Mader: Der „culture area approach“ (Lateinamerika). In: lateinamerika-studien.at: Kultur- und Sozialanthropologie Lateinamerikas – Eine Einführung. Lateinamerika-Studien Online, Februar 2012, abgerufen am 9. April 2014 (der Autor ist Dozent am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Uni Wien).

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Bezeichnungen der Areale wurde aus Platzgründen sinnvoll verkürzt, sowie Llanos, Paraná und Feuerland für die „marginalen Gruppen" hinzugefügt. Die Arealgrenzen wurden mit der wesentlich genaueren Karte Indians of South America der National Geographic Society (Washington D.C. 1982) abgeglichen.
  2. Die Bezeichnungen der Areale wurden leicht vereinfacht. Das Kulturareal „Ovambo" ist eine hilfsweise Hinzufügung, da die Fläche auf Wilsons Karte nicht bezeichnet war und nicht ermittelt werden konnte, welche Bezeichnung Wilson gewählt hatte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michel Panoff, Michel Perrin (Hrsg.): Taschenwörterbuch der Ethnologie. Begriffe und Definitionen zur Einführung. 3., überarbeitete Auflage. Reimer, Berlin 2000, ISBN 3-496-02668-5, S. 144–145 (französisches Original: Dictionnaire de l'ethnologie).
  2. Dieter Haller: Die Suche nach dem Fremden. Geschichte der Ethnologie in der Bundesrepublik. 1945–1990. Campus, Frankfurt 2012.
  3. Eintrag: Kulturareal. In: Brockhaus – Enzyklopädie in 30 Bänden. 21. Auflage. In: Munzinger Online. 2013 (aktualisiert mit Artikeln aus der Brockhaus-Redaktion; anmeldepflichtige Ansicht, abgerufen von Stadtbibliothek Wuppertal am 17. September 2013).
  4. Thomas K. Schippers: The Fractal Nature of Borders and its Methodological Consequences for European Ethnologists. In: Acta Ethnologica Danubiana. Jahrgang 2–3, Forum Minority Research Institute, Lilium Aurum, Dunajská Streda 2000–2001, S. 173–179, hier S. 175 (englisch; PDF-Datei; 435 kB, 10 Seiten in niton.sk).
  5. a b Dieter Haller: Dtv-Atlas Ethnologie. 2., vollständig durchgesehene und korrigierte Auflage. dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-03259-9, S. 40.
  6. Willi Stegner (Hrsg.): TaschenAtlas Völker und Sprachen. Klett-Perthes, Gotha 2006.
  7. Global Ecological Zoning for the global forest resources assessment 2000. Rom 2001
  8. Jürgen Schultz: "Die Ökozonen der Erde", 4. Auflage, Ulmer, Stuttgart - 2008. ISBN 978-3-8252-1514-9. S. 350-351.
  9. Der große Bildatlas Indianer. Orbis-Verlag, München 1995.
  10. Wolfgang Lindig und Mark Münzel: Die Indianer. Band 2: Mittel- und Südamerika. 3. Auflage. dtv Wissenschaft, München 1985.
  11. Christian Giordano: Interdependente Vielfalt: Die historischen Regionen Europas. in: Karl Kaser u.a. (Hg.): Europa und die Grenzen im Kopf, Wieser-Verlag, Klagenfurt 2003, S. 113 - 134.
  12. Henry S. Wilson: The Imperial Experience in Sub-Saharan Africa Since 1870. University of Minnesota Press, Minneapolis (USA) 1977.
  13. Melville J. Herskovits: A Preliminary Consideration of the Culture Areas of Africa. in American Anthropologist, New Series, Vol. 26, No. 1, 1924.
  14. Willi Stegner (Hrsg.): TaschenAtlas Völker und Sprachen. Klett-Perthes, Gotha 2006.
  15. a b c Traditionelle Religionen Ozeaniens (PDF; 50 kB). Website der Ethnologin Corinna Erckenbrecht. Abgerufen am 24. November 2013.
  16. Häufiger Besuch in Australien. Der Tagesspiegel Wissen vom 16. Januar 2013.