Abraham Olano

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Abraham Olano im Jahr 2006.

Abraham Olano Manzano (* 22. September 1970 in Anoeta, Spanien) ist ein ehemaliger spanischer Profi-Radrennfahrer.

Inhaltsverzeichnis

Karriere [Bearbeiten]

Olano begann seine Profi-Karriere 1992 im Team Lotus-Festina. 1993 wechselte er in das starke spanische Team CLAS-Cajastur mit dem Mannschaftskapitän Tony Rominger. Rominger sprach sich immer wieder für eine Verpflichtung Olanos aus, da dieser als guter Zeitfahrer bekannt war und Rominger beim Mannschaftszeitfahren der Tour de France gegen Miguel Induráin und dessen Team Banesto unterstützen sollte. Es kam jedoch alles anders, denn Olano stürzte bereits während der 2. Etappe über die berüchtigte Passage du Gois. Verletzt musste er die Tour aufgeben. Auch 1994 stand er wieder im Aufgebot für die Tour, sein Team ging jetzt unter dem Namen Mapei-Clas an den Start. Schon im Frühjahr hatte Olano durch starke Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. So gewann er unter anderem die Asturien-Rundfahrt und das Double bei der spanischen Meisterschaft (Straßenrennen und Einzelzeitfahren). Er belegte am Ende der Tour de France den 30. Rang. Um seine Gewichtsprobleme zu beseitigen, arbeitete er von 1994 an mit dem später durch Dopingvorwürfe bekannt gewordenen italienischen Sportarzt Michele Ferrari zusammen, der einen speziellen Diätplan für ihn entwickelte.

1995 erreichte Olano bei Paris–Nizza den beachtlichen 4. Rang. Mit großen Erwartungen bereitete er sich nun auf die Tour de France vor. Doch zwei Stürze verhinderten seinen Start in Frankreich. Alle Hoffnungen lagen nun auf der zweiten Saisonhälfte und Olano enttäuschte seine Fans nicht. Bei der Vuelta a España belegte er hinter Laurent Jalabert den 2. Gesamtrang. Ihm gelangen bei dieser Rundfahrt Siege in allen drei Einzelzeitfahren. Die Saison 1995 krönte er mit dem Weltmeistertitel im Straßenrennen im kolumbianischen Duitama. 1996 verlor er aufgrund seiner Schwächen, die er immer wieder an langen Steigungen zeigte, am vorletzten Tag des Giro d’Italia noch das „Maglia Rosa“ und fiel auf den dritten Gesamtrang zurück. Der Mortirolo erwies sich als zu steil für den Spanier. Bei der Tour de France 1996 verlor er am Aubisque über 8 Minuten, obwohl er vor der Etappe noch aussichtsreich auf dem 2. Gesamtrang gelegen hatte.

1997 unterschrieb Olano einen Vertrag im Team Banesto, er sollte in die Fußstapfen des legendären Miguel Induráin treten. Seine Fähigkeiten wurden jedoch überschätzt. Er war zwar, ähnlich wie Induráin, ein begnadeter Zeitfahrer, doch sein Potential am Berg blieb begrenzt und er konnte die Erwartungen nicht erfüllen. 1998 wurde er Weltmeister im Einzelzeitfahren und er gewann sogar die Vuelta a España, was Induráin nie gelang. Die Tour de France musste er in diesem Jahr jedoch krankheitsbedingt aufgeben, im Vorjahr hatte er noch den 4. Gesamtrang belegt. Nach seinem Wechsel zu ONCE (1999) ging es mit seiner Karriere bergab. Dies war allerdings auch durch Stürze bedingt, beispielsweise bei der Vuelta 1999, wo Olano in der Anfahrt zum gefürchteten Alto de l'Angliru eine schwere Rippenprellung erlitt, die Etappe zwar noch vor dem späteren Gesamtsieger, Jan Ullrich, beendete, aber später fürchterlich in den Pyrenäen einbrach.

Bei der Vuelta a Espana 2000 gewann Olano das erste lange Einzelzeitfahren gegen Konkurrenten wie Jan Ullrich und Alex Zülle. Das Goldtrikot des Gesamtführenden musste der Spanier aber am Tag darauf bei der Bergankunft in La Molina wieder an Santos Gonzalez abgeben. Die Rundfahrt beendete Olano als 19. Bei den Olympischen Spielen in Sidney wurde Olano 4. im Einzelzeitfahren hinter Wjatscheslaw Ekimow, Jan Ullrich und Lance Armstrong. Im Frühjahr 2000 hatte er noch die Etappenrennen Tirreno-Adriatico, Criterium International und Valenciarundfahrt für sich entschieden. Ein weiteres Ausrufezeichen konnte er noch einmal beim Giro d’Italia 2001 setzen, als er in der Gesamtwertung hinter Gilberto Simoni den zweiten Rang belegte. Am Ende der Saison 2002 beendete er seine Karriere im Alter von 32 Jahren.

Karrierestationen [Bearbeiten]

Palmarès (Auswahl) [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]