RheinEnergieStadion
| Südseite des Stadions, im Vordergrund die Jahnwiesen | |
| Frühere Namen | |
|---|---|
| Müngersdorfer Stadion | |
| Daten | |
| Ort | |
| Koordinaten | 50° 56′ 1″ N, 6° 52′ 30″ O50.9336111111116.875Koordinaten: 50° 56′ 1″ N, 6° 52′ 30″ O |
| Eigentümer | Kölner Sportstätten GmbH |
| Betreiber | Kölner Sportstätten GmbH |
| Eröffnung | 2004 |
| Oberfläche | Naturrasen |
| Kosten | 119,5 Mio. Euro |
| Architekt | Gerkan, Marg und Partner |
| Kapazität | 49.968 Plätze |
| Kapazität (internat.) | 46.253 Plätze |
| Spielfläche | 105 m × 68 m |
| Verein(e) | |
| Veranstaltungen | |
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Das RheinEnergieStadion ist ein Fußballstadion im Kölner Stadtteil Köln-Müngersdorf. Sein Vorläufer war das 1923 an gleicher Stelle erbaute Müngersdorfer Stadion, welches 1975 neu errichtet worden war. Durch einen Sponsorenvertrag trägt das Stadion derzeit den Namen des Kölner Energieversorgers RheinEnergie.
Das Stadion ist von anderen Sportanlagen umgeben: Eine Radrennbahn (das Albert-Richter-Radstadion), mehrere Fußballplätze, ein Freibad, das bis zum Sommer 2011 renoviert und durch ein Hallenbad ergänzt wurde, ferner ein Reitstadion sowie das Trainingsgelände des ASV Köln (Leichtathletik). Westlich angrenzend befindet sich das Gelände der 1947 gegründeten und seit 1960 hier residierenden Deutschen Sporthochschule. Ergänzt wird es durch ein großzügiges Umfeld an Grünflächen vor und hinter dem Stadion.
Der Heimbereich umfasst die Südtribüne und den westlichen oberen Teil der Nordtribüne (Blöcke N 11 bis N 14).
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Mit dem im Versailler Vertrag vereinbarten Wegfall der Festungsanlagen nach dem Ersten Weltkrieg verfügte die Stadt Köln über einen breiten Grüngürtel am linksrheinischen Stadtrand, der einer neuen Nutzung zugeführt werden konnte. Der damalige Kölner OB Konrad Adenauer, auf dessen Initiative auch die Wiedergründung der Universität, die Messe und die Ford-Ansiedlung zurückzuführen sind, trieb den Stadionbau voran. Die Idee war, den Kölnern einerseits ein Angebot an Freizeit- und Sportflächen zu bieten und andererseits ein modernes Stadion bereitzustellen. Das Stadion bot etwa 80.000 Zuschauern Platz und war damit nach Fertigstellung das größte Stadion Deutschlands.
Anfang der 1920er-Jahre wurden solche Sportstätten erstmals gezielt von Kommunen angelegt als Teil eines gesamten städtebaulichen Ensembles - so auch das Stadion Rote Erde in Dortmund oder das Wedaustadion in Duisburg. Auch die Anbindung an die Straßenbahn war mit eingeplant. Damit gehörte das Kölner zu Westdeutschlands modernsten Stadien seiner Zeit. Für 1936 dachte man auch über die Austragung der Olympischen Spiele nach.
Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 war ein Neubau an gleicher Stelle geplant. Dieser fiel dann jedoch zu teuer aus, sodass Köln nicht Austragungsort der WM wurde. Der dann in etwas kostengünstigerer Form errichtete Neubau mit 61.000 Zuschauerplätzen wurde 1975 eröffnet. Für den Kölner Profifußball war dies eine besonders prekäre Situation, da in der Bundesliga-Saison 1973/74 mit dem 1. FC Köln und der SC Fortuna Köln zwei Kölner Vereine in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten waren, die in dieser Spielzeit ihre Spiele in der Müngersdorfer Radrennbahn austragen mussten. Während der Fußball-Europameisterschaft 1988 wurden zwei Spiele in Müngersdorf ausgetragen.
Das heutige Stadion wurde 2004 fertiggestellt.[1][2] Dieses Mal wurde das Stadion in Etappen neu errichtet, sodass ein Umzug des 1. FC Köln während der Bauzeit nicht nötig war, allerdings war die Zuschauerkapazität zwei Jahre lang eingeschränkt. Im Gegensatz zu seinen Vorläuferbauten weist es keine Leichtathletikanlagen auf. Eigentümer und Betreiber ist die Kölner Sportstätten GmbH.
Das Stadion war 2006 einer der zwölf Austragungsorte der FIFA WM in Deutschland. Während des Turniers wurden ein Achtelfinale und vier Vorrundenspiele im „FIFA WM-Stadion Köln“ ausgetragen, nachdem auch schon 2005 während des Konföderationen-Pokals drei Vorrundenspiele ausgetragen worden waren.
Nutzung [Bearbeiten]
Das Stadion wird überwiegend vom 1. FC Köln für die Spiele seiner Fußball- Profimannschaft genutzt. Ab dem Jahr 1926 spielte die SpVgg Sülz 07, einer der beiden Vorgängervereine (der andere ist der Kölner BC) bereits in der Müngersdorfer Radrennbahn.
Von 1967 bis 1978 trug der SC Fortuna Köln seine Heimspiele hier aus, ehe man ins Südstadion wechselte. In den 60er-Jahren spielte mit dem SC Viktoria Köln eine weitere Kölner Mannschaft in der Radrennbahn. Auch während der Bauzeit des 1975 eröffneten Stadions fanden die Spiele des 1. FC Köln dort statt. 1983 erlebte das Müngersdorfer Stadion mit dem DFB-Pokalendspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem SC Fortuna Köln ein Kölner Endspiel, das der FC mit 1:0 gewann. International wurde das Stadion – neben dem FC – von verschiedenen Vereinen der Umgebung als (Ausweich-)Heimspielstätte in europäischen Pokalwettbewerben genutzt, so in den 80er-Jahren von Bayer 04 Leverkusen und in der Saison 2004/2005 für die Heimspiele im UEFA-Pokal von dem damaligen Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen. Von 2004 bis 2007 wurde im RheinEnergieStadion auch American Football gespielt. Die Mannschaft von Cologne Centurions trug hier ihre Heimspiele in der NFL Europe (im Jahr 2007: NFL Europa) aus.
Im Rahmen des XX. Weltjugendtages in Köln fand am 16. August 2005 im RheinEnergieStadion der Eröffnungsgottesdienst mit Joachim Kardinal Meisner statt. Unterhalb der Nordtribüne des Stadions befindet sich das FC-Museum, in dem die Geschichte des 1. FC Köln präsentiert wird. Am 5. August 2007 fand im Stadion die zweite Auflage des Türkischen Supercups statt, den Fenerbahçe Istanbul 2:1 gegen Beşiktaş Istanbul gewann. Das Stadion wurde 2005 vom IOC (Internationales Olympisches Komitee) und der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen e. V. mit einer Bronze-Medaille ausgezeichnet - als eine der besten Sportstätten weltweit. Beteiligt an diesem Wettbewerb hatten sich insgesamt 93 Stadien und Sportstätten aus 25 Ländern.
Seit 2010 finden die DFB-Pokal-Endspiele der Frauen im Kölner Stadion statt. Im Mai 2012 unterschrieben der DFB und die Stadt Köln einen Vertrag über den Verbleib des Pokalfinales in Köln bis mindestens 2015.[3] 2010 fanden außerdem die Eröffnungs- und Abschlusszeremonie der Gay Games 2010 im Stadion statt. Seit 2005 gaben nationale und internationale Stars im RheinEnergieStadion schon viele Konzerte. Neben den Großveranstaltungen (Fußball, Konzerte etc.) finden jährlich auch eine Vielzahl von Firmenveranstaltungen (Meetings, Kongresse, Tagungen, Firmenfeiern etc.) in den Business-Bereichen des Stadions statt.
Fußball-Weltmeisterschaft 2006 [Bearbeiten]
Das Stadion war Spielort bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Während der WM wurde das Stadion ohne seinen Sponsorennamen genannt und hieß „FIFA WM-Stadion Köln“, das Fassungsvermögen betrug dabei 45.000 Zuschauer.
Folgende Partien fanden während der WM 2006 in Köln statt:
| So, 11. Juni 2006, 21 Uhr Gruppe D | |||
| – | 1:0 (1:0) | ||
| Sa, 17. Juni 2006, 18 Uhr Gruppe E | |||
| – | 0:2 (0:1) | ||
| Di, 20. Juni 2006, 21 Uhr Gruppe B | |||
| – | 2:2 (0:1) | ||
| Fr, 23. Juni 2006, 21 Uhr Gruppe G | |||
| – | 0:2 (0:0) | ||
| Mo, 26. Juni 2006, 21 Uhr Achtelfinale | |||
| – | 0:0 n. V., 0:3 i. E. | ||
Konzerte [Bearbeiten]
Das Stadion wird außerdem als Veranstaltungsort für Großkonzerte genutzt. Im alten Müngersdorfer Stadion traten auf: The Rolling Stones, Tina Turner, Guns N’ Roses, Dire Straits, Pink Floyd, AC/DC, U2, Die Toten Hosen, BAP, Peter Maffay, Michael Jackson, Genesis, Bon Jovi, ZZ Top, Simple Minds, Bryan Adams, Supertramp, Marillion, Marius Müller-Westernhagen, Aerosmith, Robbie Williams, Wolfgang Petry und Queen.
Im neuen Stadion spielten unter anderem: Phil Collins, The Rolling Stones, Queen + Paul Rodgers (2005), Die Ärzte (in der Silvesternacht 2006), Herbert Grönemeyer, AC/DC (Mai 2009), Die Fantastischen Vier und Clueso (in der Silvesternacht 2009), Pink (Mai 2010), Brings (Juli 2011), Bruce Springsteen (Mai 2012), Unheilig (Juli 2012) und Coldplay (September 2012).
Bilder [Bearbeiten]
Trivia [Bearbeiten]
Die Kölner Zeltinger Band veröffentlichte 1981 das Lied „Müngersdorfer Stadion“. Dabei handelte es sich um eine im Kölner Dialekt gehaltene Version von „Rockaway Beach“, das im Original von den Ramones stammte. Allerdings geht es in dem Lied nicht um das Fußballstadion, sondern um einen Tag im benachbarten Freibad.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Homepage der Kölner Sportstätten GmbH
- ↑ pirlet.de
- ↑ stadionwelt.de: Pokal der Frauen weiterhin in Köln Artikel vom 3. Mai 2012
Literatur [Bearbeiten]
- Gabi Langen: Müngersdorfer Stadion Köln. Emons - Verlag, Köln 1998, 3-89705-126-5.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Homepage
- Film der Bauunternehmung Max Bögl über den Neubau des RheinEnergieStadions
- 3D Modell des RheinEnergieStadions Köln
- Lageplan des RheinEnergieStadions Köln
- virtuelle Tour durch das RheinEnergieStadion Köln
Allianz Arena (TSV 1860 München) | Audi-Sportpark (FC Ingolstadt 04) | Benteler-Arena (SC Paderborn 07) | Eintracht-Stadion (Eintracht Braunschweig) | Fritz-Walter-Stadion (1. FC Kaiserslautern) | Sparkassen-Erzgebirgsstadion (FC Erzgebirge Aue) | Glücksgas-Stadion (Dynamo Dresden) | Hardtwaldstadion (SV Sandhausen) | Jahnstadion (SSV Jahn Regensburg) | Millerntor-Stadion (FC St. Pauli) | Olympiastadion Berlin (Hertha BSC) | rewirpowerSTADION (VfL Bochum) | RheinEnergieStadion (1. FC Köln) | Schauinsland-Reisen-Arena (MSV Duisburg) | Scholz Arena (VfR Aalen) | Stadion An der Alten Försterei (1. FC Union Berlin) | Stadion der Freundschaft (Energie Cottbus) | Volksbank Stadion (FSV Frankfurt)