Homeland (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher TitelHomeland
OriginaltitelHomeland
Homeland Logo.svg
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Jahr(e)seit 2011
Produktions-
unternehmen
Fox 21
Länge48–66[1] Minuten
Episoden84 in 7+ Staffeln (Liste)
GenrePolitthriller, Drama
IdeeHoward Gordon,
Alex Gansa
MusikSean Callery
Erstausstrahlung2. Oktober 2011 (USA) auf Showtime
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
3. Februar 2013 auf Sat.1
Besetzung
Synchronisation

Homeland ist eine US-amerikanische Politthriller-Fernsehserie, die seit 2011 für den Pay-TV-Sender Showtime produziert wird und auf der israelischen Serie Hatufim – In der Hand des Feindes beruht. Sie handelt von der bipolar gestörten Geheimagentin Carrie Mathison, die anfangs für den Auslandsgeheimdienst CIA tätig ist und sich in weltweiten Missionen für die Verteidigung und die Sicherheit der Vereinigten Staaten einsetzt. Vor dem Hintergrund des realen Krieges gegen den Terror thematisiert die Serie neben Überwachung und Spionage zum Beispiel Schläferzellen, Drohnenangriffe, islamistischen Terrorismus und Informationskriege.

Zu den zahlreichen Auszeichnungen gehören Prämierungen mit Primetime Emmy Awards und Golden Globe Awards, unter anderem in der Kategorie Beste Dramaserie. Bisher sind sieben zwölfteilige Staffeln erschienen, die aktuell produzierte achte Staffel soll die Serie abschließen.[2]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überwiegend aus der Sicht der anfänglichen CIA-Agentin Carrie Mathison und anderer, US-amerikanischer Protagonisten erzählt, handelt die Serie von den Bemühungen um den Schutz der Vereinigten Staaten vor terroristischen Angriffen und vor ausländischer, politischer Einflussnahme. Zentrale, wiederkehrende Elemente der Handlung sind in diesem Zusammenhang die Ermittlungen zum Aufdecken von Verschwörungen gegen die USA und zum Enttarnen und Stoppen von feindlichen Agenten sowie das eigene Einschleusen von Agenten in feindliche Organisationen, verbunden mit entsprechenden verdeckten Ermittlungen und Überwachungsaktionen auch in privaten Lebensbereichen. Es geht um Konflikte zwischen der CIA und Nachrichtendiensten anderer Staaten, darunter dem israelischen Mossad, dem deutschen BND, dem pakistanischen ISI und den russischen Diensten SWR und GRU. Als Feinde erweisen sich Personen teilweise aus diesen Diensten, teilweise aus US-amerikanischen Organisationen, teils aber auch aus islamistischen Vereinigungen wie der al-Qaida, den Taliban oder dem Islamischen Staat.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claire Danes (2007), Darstellerin der Carrie Mathison

Carrie Mathison, wichtigste Hauptfigur und zu Beginn der Serie etwa zwischen 30 und 40 Jahren alt, ist in den ersten vier Staffeln, mit Unterbrechungen, als Agentin für die CIA tätig. In der ersten Staffel wird deutlich, dass die hohen Ansprüche, die sie an sich und ihre Arbeit hat, und ihre Wut darüber, die Terroranschläge vom 11. September 2001 nicht vorhergesehen oder verhindert zu haben, dafür verantwortlich sind, dass sie sich von ihren Kollegen, Freunden und Familienangehörigen entfremdet hat.[3] Ende der vierten Staffel wendet sie sich von der CIA ab und arbeitet fortan für verschiedene, darunter auch gemeinnützige, Organisationen und tritt verstärkt als Privatperson auf, wenngleich sie teils auch CIA-Interessen verfolgt. Seit ihrem 22. Lebensjahr weiß sie, dass sie bipolar gestört ist. Um die Symptome dieser Krankheit einzudämmen bzw. zu unterdrücken, nimmt sie Medikamente ein, zu denen bis zur siebten Staffel vor allem Clozapin gehört. Offiziell verheimlicht sie ihre Krankheit in ihrem Beruf, nur enge Vertraute informiert sie absichtlich darüber. Die Medikamente lässt sie sich von ihrer Schwester Maggie, einer Ärztin, verschreiben. Wiederholt kommt es vor, dass berufliche Gegenspieler ihr wichtige Medikamente vorenthalten, um ihr zu schaden. Carrie leidet dann wechselnd an manischen und depressiven Episoden, die sie bei ihrer Arbeit stark behindern.

Wenn es die Situation zu erfordern scheint, lässt Carrie zum Ausspionieren, zum Überwachen oder zum Vertrauensgewinn von Zielpersonen es auch zu, dass diese intime Beziehungen zu ihr aufbauen, oder sie forciert solche Beziehungen selbst, bis hin zum Geschlechtsverkehr. Beispiele dafür sind Carries Beziehungen zu einem pakistanischen Studenten in der vierten Staffel und zu einem mutmaßlichen, russischen Agenten in der siebten Staffel. Ein anderes Beispiel ist ihr intimes Verhältnis mit Nicholas Brody in den ersten drei Staffeln, aus dem die Tochter Franny hervorgeht, welche in der Pause zwischen der dritten und vierten Staffel geboren wird. Carrie hat in der Folge anhaltende Schwierigkeiten, ihren Beruf und ihre Krankheit mit der Fürsorge für ihre Tochter zu vereinbaren. Aus diesem Grund lässt sie das Kind oft bei Maggie, die in der siebten Staffel auch das Sorgerecht übernimmt.

Mandy Patinkin (2008), Darsteller des Saul Berenson

Saul Berenson ist zu Serienbeginn der Leiter der CIA-Abteilung für den Mittleren Osten. Er ist Mentor, Freund und anfangs Vorgesetzter von Carrie, die er für die CIA angeworben hatte, als sie noch Studentin war. Zu Beginn der dritten Staffel leitet er die CIA, gegen Staffelende verlässt er sie und tritt in der vierten Staffel als privater Berater der US-Regierung in nahöstlichen Angelegenheiten auf. Mit Beginn der fünften Staffel ist er wieder für die CIA tätig, nunmehr als Leiter der Abteilung für europäische Angelegenheiten. In der siebten Staffel hat er das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters der Vereinigten Staaten inne. Auch sein Privatleben leidet unter seiner Arbeit, wodurch seine Ehe zerbricht. Er und Carrie sind die einzigen Figuren, die in allen Episoden auftreten.

Damian Lewis (2015), Darsteller des Nicholas Brody

Nicholas Brody ist ein US-Marine-Sergeant, der acht Jahre vor Serienbeginn von irakischen Streitkräften gefangengenommen und danach an den Al-Quaida-Kommandanten Abu Nazir verkauft wurde. In dessen Haft wurde er jahrelang gefoltert und psychisch im Sinne Nazirs beeinflusst. Ein Trauma erlitt er durch einen von US-Seite befohlenen Drohnenangriff, durch den während seiner Gefangenschaft ein befreundeter Junge und Dutzende weiterer Menschen starben. Es ist verantwortlich für seine innere Wandlung hin zu einem Attentäter, der sich in den USA mit einem Anschlag für die erlittenen Schmerzen rächen möchte. Posttraumatisch belastungsgestört kehrt er dorthin und zu seiner Familie zurück, zu der neben seiner Ehefrau Jessica die jugendlichen Kinder Dana und Chris gehören. Er stirbt in der dritten Staffel. Aus seiner außerehelichen Beziehung mit Carrie geht seine Tochter Franny hervor, die erst nach seinem Tod geboren wird.

Dar Adal ist ebenfalls ein hochrangiger, schon lange mit Saul Berenson bekannter CIA-Mitarbeiter, der auf verdeckte Operationen spezialisiert ist und beruflich nicht selten andere Strategien verfolgt als Saul und Carrie.

Rupert Friend (2013), Darsteller des Peter Quinn

Peter Quinn ist ein CIA-Geheimagent und professioneller Killer, der von der zweiten bis sechsten Staffel zur Handlung gehört und Carrie oft beschützt. Als Waisenkind in einer Pflegefamilie aufgewachsen, wurde er schon als Jugendlicher durch die CIA rekrutiert und – angeleitet von Dar Adal – als SAD-Soldat ausgebildet. Auch wegen dieser Erfahrungen hat er Schwierigkeiten, zwischen persönlichem Glauben und seinen Berufspflichten zu unterscheiden.[4] In der fünften Staffel durch Giftgas schwer verletzt, fällt er in ein Koma und ist in der sechsten Staffel physisch und psychisch angeschlagen, wird drogensüchtig. Selbstlos rettet er am Staffelende die designierte US-Präsidentin vor dem Tod, wird dabei aber selbst erschossen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staffeln 1 bis 4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der ersten Staffel wird der seit 2003 im Irak vermisste und mittlerweile totgeglaubte, kriegsgefangene US-Marinesoldat Nicholas Brody durch eine US-Spezialeinheit befreit und in den USA als Held empfangen. Carrie erhält einen Hinweis eines Informanten, demzufolge ein Amerikaner in Gefangenschaft „umgedreht“ – das heißt von der Ideologie und den Absichten der feindlichen Seite überzeugt – worden sei, und nimmt an, dass Nicholas dieser Mann sei, weshalb sie ihn – trotz fehlender Genehmigung – auch privat elektronisch überwacht. Die Staffel dreht sich um die Frage, ob Nicholas tatsächlich ein „Schläfer“ ist, der für den al-Qaida-Terroristen Abu Nazir arbeitet, oder doch ein Held, und in diesem Zusammenhang um Carries Glaubwürdigkeit, die als einzige von ersterem überzeugt ist. In Rückblenden wird deutlich, dass Nicholas über die Zeit seiner Gefangenschaft zunächst nicht die ganze Wahrheit gesagt hat. So etwa erfährt der Zuschauer, dass Nicholas entgegen früheren Behauptungen Nazir kennt und gläubiger Muslim geworden ist. Der Tod von Nazirs Sohn und anderer Kinder bei einem fehlgeleiteten Drohnenangriff, den der US-Vizepräsident Walden angeordnet hat, wird für Nazir zum Anlass, Nicholas in Amerika einen Selbstmordanschlag auf Walden planen zu lassen, den dieser aber letztlich nicht verwirklicht. In einem anderen Handlungsstrang geht es um die Beziehung von Nicholas zu seiner Ehefrau, die sich während seiner Abwesenheit in einen seiner besten Freunde verliebt hat.

Die zweite Staffel spielt sechs Monate nach dem Ende der ersten. Carrie setzt mit Sauls Hilfe die Jagd auf den Terroristenführer Abu Nazir fort. Nicholas ist inzwischen Kongressabgeordneter, den der US-Präsidentschaftskandidat Walden als Kandidaten für die künftige Vizepräsidentschaft gewinnen möchte. Insgeheim in Diensten von Nazir und Al-Qaeda stehend, wird er von Carrie und Saul mit Peters Hilfe als Doppelagent angeworben, als welcher er beim Ausspionieren Nazirs und dem Verhindern eines geplanten Terroranschlags hilft. Jessica ringt darum, ihr Familienleben intakt zu halten, trotz zunehmender Schwierigkeiten in der Verbindung zu ihrem Ehemann. Carrie vereitelt, dass Dana einen von Waldens Sohn verursachten Verkehrsunfall an ihn meldet, um die für Nazir wichtige Nähe von Nicholas zu Walden nicht zu gefährden. Nazir zwingt Nicholas durch Bedrohung von Carries Leben dazu, Walden zu ermorden. Nach dem Mord kann ein SWAT-Team der CIA Nazir töten. Saul steht in einem Konflikt mit CIA-Direktor Estes, der Quinn beauftragt, Nicholas zu töten. Auf die Teilnehmer der Gedenkfeier für Walden verübt die Al-Quaeda einen Autobombenanschlag, bei dem der CIA-Direktor und Hunderte weitere Menschen sterben und für den die Terrororganisation Nicholas öffentlich als Urheber benennt. Daraufhin flieht er mit der Hilfe von Carrie, mit der er inzwischen eine sexuelle Beziehung begonnen hat, nach Kanada.

Zu Beginn der dritten Staffel führt Carrie mit Sauls Hilfe eine geheime Operation durch, bei der sie vor dem Senatsausschuss bloßgestellt und daraufhin in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird, um den hochdekorierten iranischen Geheimdienstoffizier Majid Javadi zu ködern. Dieser soll in die USA gelockt werden, damit man ihn als Doppelagenten wieder in den Iran schicken kann. Unterdessen hat Carrie Nicholas dabei geholfen, sich nach Venezuela abzusetzen, um nicht wegen des Bombenattentats in Langley belangt werden zu können. Im Hochhaus „Turm des David“ in Caracas erholt er sich von einer Schusswunde, wird von bewaffneten Männern festgehalten und dabei drogenabhängig. Später reist Saul mit dem auf Brody ausgesetzten Kopfgeld von zehn Millionen US-Dollar nach Caracas, um Nicholas zurückzuholen. Er will Nicholas in den Iran einschleusen, um den Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarde, Akbari, zu töten, sodass Javadi dessen Position einnehmen kann. Damit Javadis Chancen zur Beförderung erhöht werden und seine Situation im Iran nicht gefährdet wird, lässt der neue CIA-Direktor Andrew Lockhart auf direkten Befehl des US-Präsidenten den von Saul und Carrie zuvor ersonnenen Fluchtplan aufheben. Damit einhergehend lässt er es zu, dass Nicholas für den Mord an Akbari getötet wird. Carrie, mittlerweile von Nicholas schwanger, beobachtet vor Ort, wie er öffentlich gehängt wird.

Die vierte Staffel spielt hauptsächlich in Islamabad und handelt von dem Ziel der CIA, den Terroristen, Taliban-Führer und USA-Feind Haissam Haqqani zu ergreifen, und von Carries Absicht, den Grund für die Ermordung des bisherigen CIA-Stationsleiters herauszufinden. Mit Quinns Hilfe entdeckt sie, dass führende Mitglieder des pakistanischen Geheimdienstes ISI mit Haqqani kooperieren und dazu auch Informationen nutzen, die ihnen der korrupte Ehemann der US-Botschafterin liefert. Haqqani lässt Saul entführen und erpresst für seine Freigabe die Freilassung von fünf Taliban aus US-Gefangenschaft. Zudem infiltriert er, ebenfalls mit ISI-Hilfe, die US-Botschaft in Islamabad, wobei etliche Menschen sterben, und bemächtigt sich dabei zielgemäß einer Liste von Informanten des CIA unter den Taliban. Das Geschehen veranlasst den US-Präsidenten, die diplomatischen Beziehungen mit Pakistan abzubrechen. Sauls Rolle beim folgenden Abkommen der CIA mit Haqqani, bei dem er für seine Zusage, nicht länger Terroristen in Afghanistan Schutz zu bieten, von der Todesliste der CIA genommen wird, belastet Carries Beziehung zu Saul so sehr, dass sie sich von ihm abwendet.

Staffeln 5 bis 8[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünfte Staffel spielt fast zwei Jahre nach der vierten Staffel und hauptsächlich in Berlin, wo Carrie nunmehr für eine philanthropische Stiftung arbeitet. Beim Einbruch auf CIA-Server gelangen Berliner Hacker unbeabsichtigt an Geheimdokumente, mit denen allein Carrie die Möglichkeit hätte, eine russische Agentin in CIA-Diensten zu enttarnen, und spielen sie der Presse zu. Um die Enttarnung zu vereiteln, lässt der russische Geheimdienst durch ihre Agentin Carries Namen auf eine Todesliste der CIA setzen, die Saul durch Quinn abarbeiten lässt. Quinn jedoch verschont Carrie und hilft ihr, ihren Tod vorzutäuschen. Carrie entdeckt, dass es sich bei der Agentin um die jetzige Berliner CIA-Stationschefin handelt. Diese versucht zunächst, ihren Verrat auf ihren bisherigen Liebhaber Saul abzuwälzen – wodurch es zu Komplikationen zwischen der CIA und dem Mossad kommt – und wird schließlich von der CIA erschossen. Unterdessen lernt Quinn zufällig einige Dschihadisten kennen, in die er sich einschleust, um sie auszuspionieren. Die Dschihadisten nutzen ihn als Testperson für die Wirkung des Giftgases Sarin, mit dem sie in Berlin einen Anschlag verüben wollen. Die Drohung mit dem Anschlag dient ihnen für ihre Forderung, dass der Islamische Staat offiziell als Staat anerkannt wird. Carrie kann die Freisetzung des Gases im Berliner Hauptbahnhof schließlich vereiteln, Quinn fällt schwer verletzt in ein Koma.

Die sechste Staffel spielt einige Monate nach der fünften Staffel und in der Zeit zwischen der US-Präsidentschaftswahl und der Amtseinführung der gewählten Präsidentin Elizabeth Keane. Haupthandlungsort ist New York City, wo Carrie nunmehr für eine gemeinnützige Organisation arbeitet, die muslimischen Bürgern juristisch hilft. Im Wesentlichen geht es um eine vom hochrangigen CIA-Mitarbeiter Dar Adal aus politischen Gründen ersonnene Verschwörung des US-Sicherheitsapparats gegen Keane, in deren Rahmen auch einer von Carries Mandanten als Verantwortlicher für einen Bombenanschlag in Manhattan missbraucht wird. Außerdem gehört dazu Dar Adals Einflussnahme auf einen iranischen Generalmajor, der in Dars Sinne ggü. Keane leugnet, dass der Iran nicht gegen das internationale Nuklearabkommen verstößt. Trotz psychischer und körperlicher Labilität hilft Quinn Carrie beim Aufdecken der Verbindung zwischen Dar und dem Bombenanschlag. Zu spät erkennt Dar, dass ihm die Verschwörung aus dem Ruder läuft, als ein daran beteiligter US-General eigenmächtig einen Mordanschlag auf Keane plant. Quinn vereitelt Keanes Tötung, wird dabei aber selbst erschossen. Ins Gefängnis kommen neben Dar aus Sicht von Carrie jedoch auch Unschuldige, darunter Saul.

Die siebte Staffel spielt hauptsächlich in Carries neuem Wohnort Washington, D.C. und dreht sich zunächst um die Suche nach dem Auftraggeber für den Mord an demjenigen US-General, der für das Attentat auf Präsidentin Keane am Ende der vorangegangenen Staffel verantwortlich war. Im Laufe der Staffel wird deutlich, dass der Auftragsmord nur ein Teil des Plans russischer Agenten war, der zum Ziel hatte, die Regierung Keane zu stürzen. Ein anderer Teil des Plans ist die mehrfach versuchte Einflussnahme auf die Meinung der Bürger durch gezielte Publikation von Fake News, durch die es etwa – auch wegen der Beteiligung eines ultrakonservativen, provokativen Showmoderators – in Virginia mehrere Tote unter FBI-Agenten und Zivilisten gibt. Carrie kann mit Saul und gemeinsamen Helfern den russischen Plan aufdecken und beweisen, um die dauerhafte Amtsenthebung Keanes zu vereiteln, gerät dabei aber in mehrmonatige russische Gefangenschaft. Nichtsdestotrotz tritt Keane von ihrem Amt zurück, da sie sich außerstande sieht, das gespaltene Land zu einen. In einem weiteren Handlungsstrang geht es um die mangelnde Vereinbarkeit von Carries Arbeit mit der Fürsorge für ihre Tochter, für die sie das Sorgerecht schließlich gezwungenermaßen an ihre Schwester abgibt.

Die achte Staffel dient als Abschluss der Serie und spielt in Afghanistan. Beginn der Dreharbeiten war im Februar 2019 in Marokko.[5] Der Beginn der US-Erstausstrahlung ist für Februar 2020 angekündigt.

Vorspann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der etwa anderthalbminüte Vorspann ist eine Collage aus Jump Cuts, Archivmaterial und sich überlagernden Bildern, Einstellungen und Tönen. Er erzählt Carries Hintergrundgeschichte und Motivation als eine Art von schnellem Traum. Bestimmte Grobschnitte etwa dienen dazu, die Angst von Carries Arbeit aufzuzeigen. Es sind markante Bild- und Tonsequenzen sowohl aus der Handlung der Episoden als auch – zumindest bis zur fünften Staffel – aus der Realität enthalten. Zu letzteren zählen Bilder und Aussagen von hochrangigen Politikern wie Barack Obama, Colin Powell, John Kerry und Hillary Clinton oder Terroristen wie Osama bin Laden, aber auch Aufnahmen von Demonstrationen, Kameradrohnen oder der Staubwolken beim Einsturz der World Trade Center durch die Terroranschläge vom 11. September 2001. Nach der dritten Staffel wird der Vorspann staffelweise variiert, jeweils angepasst an die Themen der betreffenden Staffel.[6] Der Vorspann ist mit einer Instrumentalmusik bzw. einem Sounddesign unterlegt, zu dem in den ersten drei Staffeln auch Tonschnipsel von Louis Armstrong gehören.[7]

Ein wichtiges Thema des Vorspanns ist der griechische Mythos vom Minotaurus im Labyrinth, das hier als Irrgarten erscheint, in dem sich Carrie und – in den ersten drei Staffeln – ihr Ziel Nicholas Brody befinden. Abweichend vom klassischen Mythos des Minotaurus wird Carrie in dem Irrgarten auch als Kind gezeigt, das eine Tiermaske trägt. Ein für die Herstellung des Vorspanns verantwortlicher Produzent erklärte diesbezüglich in einem Interview, dass Carrie in der Handlung bereit sei, alles für das Gewinnen ihrer Kämpfe zu tun und es weder feindliches Territorium noch andere Orte gebe, an die sie sich nicht begeben würde. Der Mythos und der Irrgarten reflektierten die Idee, dass ein Labyrinth perfekt dafür geeignet sei, in der Pilotepisode ein Katz-und-Maus-Spiel zu implizieren.[7]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das US-amerikanische Drehbuchautorenduo Howard Gordon und Alex Gansa adaptierte für Homeland die israelische Fernsehserie Hatufim – In der Hand des Feindes, zu der Gideon Raff die Idee hatte und die von 2010 bis 2012 in zwei Staffeln entstand. Gordon und Gansa hatten zuvor schon gemeinsam Drehbücher für populäre Fernsehserien wie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI und 24 verfasst, Gordon fungierte bei 24 für mehrere Staffeln auch als Showrunner. Die Funktion des Showrunners, d. h. des kreativ Hauptverantwortlichen, nimmt bei Homeland Gansa wahr. Bei der Zusammenstellung ihres Drehbuchautorenteams zumindest für die erste Staffel hatte es für Gordon und Gansa Priorität, Autoren mit bestimmter Expertise zu engagieren, die zu der geplanten Geschichte passt. Die vier verpflichteten Autoren Henry Bromell, Chip Johannessen, Alex Cary und Meredith Stiehm hatten alle bereits eigene Erfahrung als Showrunner. Johannessen brachte Erfahrung als Showrunner bei Dexter und als Autor ebenfalls bei 24 ein und wurde besonders wegen seines Vorwissens mit spannungsgeladenen Actionthriller-Plots engagiert. Romanautor Bromell, Sohn eines ehemaligen CIA-Station-Chiefs von Kairo, Amman und Teheran, leitete einst die Krimiserie Homicide. Der frühere britische Infanterie-Offizier Alex Cary hatte zuvor die Fernsehserie Lie to Me verantwortet und wurde bei Homeland dafür zuständig, das Verhalten von Nicholas Brody als Soldat auf Realitätsnähe hin zu prüfen. Stiehm, die einzige Frau im Team und Erschafferin der langjährigen Krimiserie Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen, wurde zur Verantwortlichen für die Ausgestaltung der Hauptfigur Carrie Mathison. Dabei half ihr auch die Erfahrung mit ihrer ebenfalls bipolar gestörten Schwester.[8]

Besetzung und Synchronisation [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung stellte die Cinephon Filmproduktions GmbH in Berlin her. Verantwortlich für Dialogbuch und Dialogregie war Stephan Hoffmann.[9]

Die Tabelle nennt die Schauspieler, ihre Rollennamen, ihre Zugehörigkeit zur Hauptbesetzung (●) bzw. zu den Neben- und Gastdarstellern (•) je Staffel, die Anzahl der Episoden mit Auftritten und die deutschen Synchronsprecher.

Staffel
Schauspieler Rollenname 1 2 3 4 5 6 7 8 Ep.[10] Synchronsprecher[9]
Claire Danes Carrie Mathison 84+ Nana Spier
Damian Lewis Nicholas Brody 37 Torben Liebrecht
Morena Baccarin Jessica Brody 30 Melanie Hinze
Jackson Pace Chris Brody 30 Simon Dirks
Morgan Saylor Dana Brody 33 Jodie Blank
Mandy Patinkin Saul Berenson 84+ Erich Räuker
Diego Klattenhoff Mike Faber 25 Peter Lontzek
David Harewood David Estes 24 Ingo Albrecht
David Marciano Virgil Piotrowski 22 Joachim Tennstedt
Navid Negahban Abu Nazir 20 Tayfun Bademsoy
Jamey Sheridan William Walden 17 Stephan Hoffmann
Sarita Choudhury Mira Berenson 20 Bettina Weiß
F. Murray Abraham Dar Adal 43 Reinhard Kuhnert
Tracy Letts Andrew Lockhart 24 Frank-Otto Schenk
Rupert Friend Peter Quinn 58 Kim Hasper
Nazanin Boniadi Fara Sherazi 16 Ilona Brokowski
Laila Robins Martha Boyd 12 Denise Gorzelanny
Miranda Otto Allison Carr 12 Katrin Zimmermann
Sebastian Koch Otto Düring 12 Sebastian Koch
Alexander Fehling Jonas Hollander 12 Alexander Fehling
Sarah Sokolovic Laura Sutton 12 Dascha Lehmann
Elizabeth Marvel Elizabeth Keane 24 Sabine Falkenberg
Maury Sterling Max Piotrowski 46+ Rainer Fritzsche
Linus Roache David Wellington 13+ Norman Matt
Jake Weber Brett O'Keefe 11 Peter Flechtner
Morgan Spector Dante Allen 09 Matthias Deutelmoser
Costa Ronin Yevgeny Gromov 06+ Dennis Schmidt-Foß
Nimrat Kaur Tasneem Qureshi 06+ ?
Numan Acar Haissam Haqqani 09+ Simon Derksen

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptschauplätze und -drehorte[11][12]
Staffel Schauplatz Drehort
1–3 Langley (Virginia) Charlotte (North Carolina)
4 Pakistan Südafrika
5 Berlin Potsdam, Berlin
6 New York City New York City
7 Washington, D. C. Virginia
8 Afghanistan Marokko

Der Drehort Charlotte (North Carolina) der ersten beiden Staffeln wurde aus klimatischen und steuerlichen Gründen gewählt.[13]

Als Drehort für die dritte Staffel war neben North Carolina auch Israel geplant. Hier entstanden auch schon einige Szenen in den ersten beiden Staffeln. Wegen des Syrien-Konflikts wurden die Dreharbeiten jedoch nach Marokko verlegt.[14]

Die vierte Staffel wurde im südafrikanischen Kapstadt gedreht; die Geschichten spielten jedoch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Das Studio Babelsberg in Potsdam, Produzent und Drehort der 5. Staffel, mit dem angeschlagenen Schriftzug der Produktion Homeland

Die inhaltlich in Berlin sowie Syrien und Vorderasien angesiedelte fünfte Staffel wurde vom produzierenden Studio Babelsberg hauptsächlich in Potsdam, Berlin und auf dem Studiogelände in Babelsberg gedreht.[15] Die Dreharbeiten begannen im Mai 2015 und endeten im November.[16] Drehorte in Potsdam waren unter anderem das Holländische Viertel (als Ersatz für Amsterdam) und die FilmVilla in der Feuerbachstraße. In Berlin wurde unter anderem am Hauptbahnhof, am Roten Rathaus, an der Akademie der Künste am Brandenburger Tor, am Hackeschen Markt sowie am Gendarmenmarkt gedreht.[17] Für Dreharbeiten in der U-Bahn-Linie 55 wurde diese sogar einen Tag stillgelegt.[18] Drehorte in der Umgebung Berlins waren der Flughafen BER, der Martin-Luther-Platz in Nauen, ein ehemaliges Futterphosphatwerk in Rüdersdorf (als libanesisches Flüchtlingslager), das Schloss in Stülpe (als Versteck des russischen Geheimdienstes) sowie das ehemalige Olympische Dorf.[17][19] Neben Alexander Fehling, Sebastian Koch und Nina Hoss waren verschiedene deutsche Schauspieler an dieser Staffel beteiligt.[20]

Handlungs- und Drehort der sechsten Staffel war New York City und Umgebung.[21] Die siebte Staffel soll vor allem im Bundesstaat Virginia gedreht werden.[22]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle nennt die Daten der Erstausstrahlung und der DVD- und Blu-ray-Erstveröffentlichung sowohl im Ursprungsland USA als auch der deutschen Synchronfassung.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichung USA Deutschsprachige Veröffentlichung
Staffel[23] Erstausstrahlung bei Showtime DVD, Blu-ray Erstausstrahlung Sender DVD, Blu-ray
1 02. Okt. 2011 – 18. Dez. 2011 28. Aug. 2012 03. Feb. 2013 – 21. Apr. 2013 Sat.1 28. Juni 2013
2 30. Sep. 2012 – 16. Dez. 2012 10. Sep. 2013 29. Sep. 2013 – 03. Nov. 2013 Sat.1 06. Dez. 2013
3 29. Sep. 2013 – 15. Dez. 2013 09. Sep. 2014 09. Mär. 2014 – 01. Juni 2014 Sat.1 19. Sep. 2014
4 05. Okt. 2014 – 21. Dez. 2014 08. Sep. 2015 10. Juli 2015 – 31. Juli 2015 Kabel eins 05. Nov. 2015
5 04. Okt. 2015 – 20. Dez. 2015 10. Jan. 2017 03. Apr. 2016 – 08. Mai 2016 Sat.1 14. Juli 2016
6 15. Jan. 2017 – 09. Apr. 2017 06. Feb. 2018 07. Juli 2017 – 11. Aug. 2017 Sat.1 emotions 09. Nov. 2017
7 11. Feb. 2018 – 29. Apr. 2018 15. Juni 2018 – 20. Juli 2018 Sat.1 emotions 22. Nov. 2018
8 09. Feb. 2020[24] – ?

Vereinigte Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung der Serie fand am 2. Oktober 2011 beim Kabelsender Showtime statt. Bei ihrer Premiere erreichte die Pilotfolge 1,1 Millionen Zuschauer und verbuchte damit den besten Serienstart auf Showtime seit der Premiere von Dexter im Jahr 2006. Das erste Staffelfinale, das am 18. Dezember 2011 ausgestrahlt wurde, erzielte mit 1,7 Millionen Zuschauern das publikumsträchtigste Staffelfinale einer neuen Serie in der Geschichte des Senders. Bereits Ende Oktober 2011 gab Showtime die Produktion einer zweiten Staffel bekannt,[25] deren Ausstrahlung am 30. September 2012 begann.[26] Das Finale der zweiten Staffel lief erstmals am 16. Dezember 2012. Wie im Vorjahr gab Showtime bereits kurz nach der Premiere der Staffel die Produktion einer dritten Staffel bekannt.[27] Die Verlängerung um eine vierte Staffel gab Showtime kurz nach der vierten ausgestrahlten Episode der dritten Staffel bekannt.[28] Die Premiere der vierten Staffel fand am 5. Oktober 2014 auf Showtime statt.[29] Die fünfte Staffel wurde vom 4. Oktober bis zum 20. Dezember 2015 ausgestrahlt.[30] Die Ausstrahlung der 6. Staffel begann am 15. Januar 2017.[31]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Deutschlandpremiere feierte Homeland im März 2012 beim Festival Großes Fernsehen in Köln.[32] Ebenfalls im März 2012 sicherte sich die ProSiebenSat.1 Media die deutschen Ausstrahlungsrechte.[33] Die Ausstrahlung der Serie begann am 3. Februar 2013 in Sat.1 mit einer Doppelfolge.[34] Die Ausstrahlung der zweiten Staffel erfolgte vom 29. September bis zum 3. November 2013 in Doppelfolgen bei Sat.1.[35] Die dritte Staffel war vom 9. März bis zum 1. Juni 2014 bei Sat.1 zu sehen.[36] Der Video-on-Demand-Dienst Maxdome bot die einzelnen Folgen der dritten Staffel schon jeweils eine Woche vor der deutschen Free-TV-Premiere zum Verleih an. Nachdem bereits bei Staffel 3 spekuliert wurde, dass die Serie von Sat.1 zu kabel eins wandert, wurde dies bei Staffel 4 umgesetzt. Kabel eins zeigte Staffel 4 ab dem 10. Juli 2015 freitags um 20:15 Uhr mit drei Folgen am Stück.[37] Die fünfte Staffel wurde ab dem 3. April 2016 auf Sat.1 ausgestrahlt.[38]

Die erste Staffel erreichte im Schnitt 1,76 Millionen Zuschauer (11,6 %), davon 950.000 aus der werberelevanten Zielgruppe (14,5 %) und lag damit deutlich über dem Senderschnitt von Sat.1.[39] Die zweite Staffel erreichte im Schnitt 1,23 Millionen Zuschauer (6,9 %). In der werberelevanten Zielgruppe wurde ein Marktanteil von 8,8 % gemessen. Somit lag die zweite Staffel unter dem Senderschnitt von Sat.1.[40] Die dritte Staffel erreichte im Schnitt 980.000 Zuschauer (7,1 %), davon 530.000 aus der werberelevanten Zielgruppe (8,7 %) und lag, wie Staffel Zwei, unter dem Senderschnitt von Sat.1.[41]

Von September bis November 2013 wurden Staffel 1 und 2 der Serie in Deutschland bei ProSieben Maxx in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.[42]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz lief die erste Staffel der Serie zwischen dem 7. Februar und dem 25. April 2013 auf SRF zwei.[34] Am 30. September 2013 begann die Ausstrahlung der zweiten Staffel ebenfalls auf SRF zwei.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich lief die erste Staffel der Serie zwischen dem 7. und dem 11. August 2013 auf Puls 4. Vom 14. März bis zum 5. April 2014 wurde die zweite Staffel ausgestrahlt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Positiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Homeland erhielt zunächst sehr positive Kritiken und wurde mehrmals als beste US-Serie des Herbstes 2011 gelobt.[43] Bei Metacritic erhielt die erste Staffel einen Metascore von 92 basierend auf 29 Bewertungen.[44] Die erste Folge hatte die höchste Premierenquote bei Showtime seit acht Jahren.[45]

„Die Serie Homeland thematisiert die Schattenseiten von Amerikas ‚Krieg gegen den Terror‘. So klar wie kein TV-Format zuvor zeigt der Mehrteiler, was die permanente Paranoia aus dem Land der Freien gemacht hat. […] Auf welche Seite man auch blickt, es sind gebrochene Charaktere, mit hehren Motiven vielleicht, doch jeder und jede verstrickt in eigene Schuld: Selten hat eine Serie den Krieg so gut beschrieben – obwohl kaum ein Schuss fällt.“

Stefan Kuzmany: Spiegel Online[46]

„‚Homeland‘, die derzeit beste US-Serie, kommt nach Deutschland. […] Und wer Englisch kann, sollte unbedingt das Original gucken. Wichtig ist aber vor allem, dass man überhaupt zuguckt.“

Johannes Boie: Süddeutsche.de[47]

Laut einer Zusammenfassung von Metacritic hat die positive Stimmung der Kritiker seit der dritten Staffel stark abgenommen.[48]

Negativ[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den positiven Kritiken gibt es auch Stimmen, die der Serie vorwerfen, vor allem islamophobe Klischees zu bedienen. So hat die libanesische Regierung protestiert, dass die Hamra Street in Beirut in der zweiten Folge der zweiten Staffel als enge Gasse voller potenziell terroristischer Milizen dargestellt werde – obwohl sie in Wirklichkeit eine belebte innerstädtische Straße mit Cafés und Bars ist. Die betreffenden Szenen seien ohnehin nicht in Beirut, sondern in Israel gedreht worden.[49]

Die Journalistin Laila al-Arian bezeichnete im Webmagazin Salon.com die Serie als die derzeit am stärksten islamophobe amerikanische Fernsehsendung, in der Muslime völlig simplifiziert als eine monolithische Gruppe dargestellt würden, die nur im Sinn habe, Amerikanern zu schaden. Außerdem fache die Serie nur eine Hysterie an, dass die Vereinigten Staaten von Schläfern unterwandert werden. Abgesehen davon würden die angeblich arabischen Charaktere noch nicht einmal einfaches Arabisch korrekt sprechen, die arabisch-islamische Kultur fehlerhaft dargestellt und schließlich militante Gruppen, die in Wirklichkeit Feinde sind (im vorliegenden Fall Hisbollah und al-Qaida), im Sinne der simplifizierten Drohkulisse als kooperierend dargestellt.[50]

Graffiti-Künstlern ist es bei einem Auftrag für die fünfte Staffel gelungen, Graffiti mit verdeckten Botschaften in die Serie zu schleusen, die Kritik an der Serie äußern sollten.[51] Erst nach der Ausstrahlung wurden Übersetzungen der arabischen Schriftzüge bekannt: Vaterland ist rassistisch, Vaterland ist ein Witz, und wir haben nicht gelacht, Vaterland ist keine Serie und Vaterland ist eine Wassermelone. Da die Serie keinen offiziellen arabischen Titel hat, wurde der allgemeine Begriff "watan" ("Vaterland") verwendet, der allerdings aus Sicht arabischer Leser keinen direkten Bezug zu Homeland herstellt. Heba Amin, eine der beauftragten Künstlerinnen, sagte der Washington Post, dass die Künstler es wichtig fanden zu sagen, dass die stereotypische Darstellung gefährlich sei und die Wahrnehmung der großen Region beeinflusse, was wiederum Auswirkungen auf die Politik zur Folge habe.[52]

Die Autorin Rachel Shabi äußerte sich in The Guardian, dass die Serie für die amerikanische Außenpolitik im Nahen Osten nur eine Legitimierung in dem Maße biete, dass sie sogar amerikanische Gewaltakte gegen Zivilisten als „notwendige Handlungen bei der Verfolgung viel schlimmerer Verbrechen“ darstelle.[53]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 wurde Homeland in die Liste der besten Serien des American Film Institute aufgenommen.[54]

Die Serie gewann bei den Golden Globe Awards 2012 je einen Golden Globe in den Kategorien Beste Serie – Drama sowie Beste Serienhauptdarstellerin – Drama (Claire Danes). In der Kategorie Bester Serienhauptdarsteller – Drama war der Darsteller Damian Lewis zudem für einen Golden Globe nominiert. Im April 2012 wurde Homeland mit dem Peabody Award ausgezeichnet.[55] Bei der Primetime-Emmy-Verleihung 2012 gewann Homeland den Preis für die beste Dramaserie, ebenso gingen die Preise für die Hauptdarsteller an Claire Danes und Damian Lewis.

Bei der Golden-Globe-Verleihung 2013 war die Serie viermal nominiert, als Beste Serie – Drama, für Claire Danes als Beste Serienhauptdarstellerin – Drama, für Damian Lewis als Bester Serienhauptdarsteller – Drama und für Mandy Patinkin als Bester Nebendarsteller – Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm.[56] Bis auf die Kategorie Bester Nebendarsteller wurde Homeland in allen Kategorien ausgezeichnet. Ebenfalls 2013 wurden die beiden Hauptdarsteller Claire Danes und Damian Lewis sowie das gesamte Schauspiel- und Stuntensemble für den Screen Actors Guild Award nominiert.

Bei den Emmys 2014 war Homeland mit Claire Danes als Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie und Mandy Patinkin als Bester Nebendarsteller in einer Dramaserie nominiert.[57]

Bei den Satellite Awards, die jährlich von der International Press Academy (IPA) in Los Angeles verliehen werden, wurde Homeland 2012 als Beste Fernsehserie, Drama, Claire Danes als Beste Fernsehschauspielerin, Drama und Damian Lewis als Bester Schauspieler in einer Serie, Drama ausgezeichnet.[58]

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde schon für zwei Romane adaptiert, die beide vor Beginn der Handlung der Fernsehserie spielen:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Episode 12 hat eine abweichende Länge von ca. 84 Minuten
  2. Homeland to End With Season 8, Star Claire Danes Confirms. TV Line, 18. April 2018, abgerufen am 19. Juli 2018.
  3. John V. Karavitis: Die Selbstzerstörungsoption, in: Arp 2016 (dt. Ausgabe), S. 60 ff., hier: S. 67
  4. Ben Travers: ‘Homeland’: An Ode to Rupert Friend’s Quinn After a Divisive Finale, in: IndieWire vom 10. April 2017, abgerufen am 30. Juli 2019
  5. https://tvline.com/2019/01/07/homeland-season-8-morocco-setting-afghanistan-spoilers-carrie/
  6. vgl. auch Webseite Videos der Vorspänne der Homeland-Staffeln, auf der Webpräsenz der dafür verantwortlichen Firma TCG Studios
  7. a b Eric Gould: Main Titles Up Close: Showtime’s “Homeland”. in: Peter B. Orlik: Media Criticism in a Digital Age. Professional and Consumer Considerations. Routledge, New York 2016, ISBN 978-1-138-91318-9, S. 160 f.
  8. John Jurgensen: The Making of TV's Hottest Drama, in: The Wall Street Journal vom 20. Sep. 2012, abgerufen am 4. Aug. 2019
  9. a b Homeland. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 3. Januar 2013.
  10. Anzahl der bisher ausgestrahlten Episoden mit Auftritten in Haupt-, Neben- und Gastrolle
  11. Nellie Andreeva: ‘Homeland’ Moves Production To Virginia For Season 7, in: Deadline.com vom 11. Juli 2017, abgerufen am 5. August 2019
  12. Marina Knol: Homeland Staffel 8: Showtime verriet Startdatum und zeigt neuen Trailer, in: netzwelt vom 4. August 2019, abgerufen am 5. August 2019
  13. Claire Danes Filming Showtime Pilot 'Homeland' in Charlotte, NC (Memento vom 5. April 2012 im Internet Archive)
  14. Andrea David: filmtourismus: ‘Homeland’ filmtourismus.de, abgerufen am 24. Februar 2017
  15. „Homeland“ kommt nach Potsdam und Berlin – Thrillerserie wird in Babelsberg gedreht Potsdamer Neueste Nachrichten / pnn.de vom 13. April 2015, abgerufen am 6. August 2015
  16. Berlin ist ein billiges Pflaster
  17. a b Letzte Klappe für "Homeland" (Memento des Originals vom 21. Oktober 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb-online.de rbb-online.de vom 20. November 2015, abgerufen am 21. Oktober 2016
  18. Für "Homeland" steht die U55 still (Memento des Originals vom 21. Oktober 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb-online.de rbb-online.de vom 16. November 2015, abgerufen am 21. Oktober 2016
  19. „Homeland“: Drehorte in Brandenburg, die Du kennen solltest reiseland-brandenburg.de vom 1. April 2016, abgerufen am 21. Oktober 2016
  20. Homeland – Alexander Fehling spielt Claire Danes Liebhaber www.tvdigital.de vom 2. Juni 2015, abgerufen am 6. August 2015
  21. Andrea Reiher: ‘Homeland’ coming to the Big Apple for Season 6 zap2it.com vom 12. Januar 2016, abgerufen am 13. Januar 2016
  22. Andrea Reiher: Homeland: Wo spielt Staffel 7 der Serie und wer kehrt zurück? serienjunkies.de vom 12. Juli 2017, abgerufen am 12. Juli 2017.
  23. Jede Staffel umfasst zwölf Episoden.
  24. Ralf Döbele: "Homeland": Letzte Staffel startet Anfang 2020, in: TV Wunschliste vom 2. August 2019, abgerufen am 3. August 2019
  25. Bernd Michael Krannich: Homeland: Showtime bestellt 2. Staffel des Verschwörungsthrillers. Serienjunkies.de. 26. Oktober 2011. Abgerufen am 26. Oktober 2011.
  26. Amanda Kondolojy: Showtime Stakes Claim To Sundays This Fall With The Returns Of 'Homeland' And 'Dexter'. TV by the Numbers. 12. März 2012. Abgerufen am 12. März 2012.
  27. Amanda Kondolojy: 'Homeland' Renewed by Showtime for Third Season. TV by the Numbers. 22. Oktober 2012. Archiviert vom Original am 24. Oktober 2012. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tvbythenumbers.zap2it.com Abgerufen am 22. Oktober 2012.
  28. Lenka Hladikova: Homeland: Showtime bestellt Staffel 4. In: Serienjunkies.de. 22. Oktober 2013. Abgerufen am 22. Oktober 2013.
  29. Startdatum von Staffel 4
  30. Henning Harder: Play By Day: Start der 5. Staffel Homeland bei Showtime. In: serienjunkies.de. 4. Oktober 2015. Abgerufen am 5. Oktober 2015.
  31. Arthur A.: "Homeland": Starttermin und bisherige Details zu Season 6. In: Filmfutter.com. 12. August 2016. Abgerufen am 12. August 2016.
  32. Super-Serien-Tag beim Festival Großes Fernsehen. Festival Großes Fernsehen. 10. März 2012. Abgerufen am 24. September 2012.
  33. Christian Junklewitz: Exklusiv: ProSiebenSat.1 sichert sich Homeland. In: Serienjunkies.de. 12. März 2012. Abgerufen am 12. März 2012.
  34. a b Bernd Michael Krannich: Homeland: Im Februar zuerst bei Sat.1, dann in der Schweiz. In: Serienjunkies.de. 11. Dezember 2012. Abgerufen am 11. Dezember 2012.
  35. Bernd Michael Krannich: Homeland: Deutschlandpremiere der 2. Staffel bei Sat.1 im September. In: Serienjunkies.de. 20. August 2013. Abgerufen am 20. August 2013.
  36. Alexander Krei: Sat.1 überlässt „Homeland“ doch nicht kabel eins. In: DWDL.de. 5. Februar 2014. Abgerufen am 5. Februar 2014.
  37. Homeland Übersicht 4. Staffel. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 3. Oktober 2016.
  38. Lenka Hladikova: Homeland: Staffel 5 ab April bei Sat.1. In: Serienjunkies.de. Abgerufen am 22. Februar 2016.
  39. Daniel Sallhoff: Quotencheck: «Homeland» (Staffel 1). In: quotenmeter.de. 22. April 2013, abgerufen am 22. April 2013.
  40. David Grzeschik: Quotencheck: «Homeland» (Staffel 2). In: quotenmeter.de. 7. November 2013, abgerufen am 22. Juni 2014.
  41. Daniel Sallhoff: Quotencheck: «Homeland» (Staffel 3). In: quotenmeter.de. 10. Juni 2014, abgerufen am 22. Juni 2014.
  42. Mittwoch läuft #Homeland. 4. September 2013. Abgerufen am 4. September 2013.
  43. Time.com: This week in the print edition of TIME, I review what was pretty easily my favorite new series of the fall, Showtime's Homeland; Salon.com: The best new show of the fall debuts tonight…; New York Post: Here’s one for the billboards: “Homeland,” Showtime’s edgy, edge-of-your-seat series, is, bar none, the best thriller on American TV.
  44. Metacritic, Stand 10. Oktober 2011.
  45. TV by the numbers, Stand 10. Oktober 2011.
  46. Stefan Kuzmany: Leben und leiden an der Heimatfront. Spiegel Online. 5. Dezember 2011. Abgerufen am 9. Dezember 2011.
  47. Johannes Boie: Das ist Amerika. Süddeutsche.de. 2. Februar 2013. Abgerufen am 4. Februar 2013.
  48. Metacritic.com
  49. 'Homeland' angers minister over depiction of Beirut. In: BBC.co.uk. Abgerufen am 9. April 2013.
  50. TVs most islamophobic show. In: salon.com. Abgerufen am 9. April 2013.
  51. Graffitikünstler jubeln „Homeland“ kritische Botschaften unter. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 16. Oktober 2015.
  52. Artists got ‘Homeland is racist’ Arabic graffiti into the latest episode of ‘Homeland’. In: washingtonpost.com. Abgerufen am 15. Oktober 2015.
  53. Does Homeland wave only the American flag?. In: guardian.co.uk. Abgerufen am 9. April 2013.
  54. Daniel Fienberg: 'Game of Thrones,' 'Homeland' crack AFI's TV Top 10. Hitfix. 11. Dezember 2011. Abgerufen am 14. Dezember 2011.
  55. 'Game of Thrones,' 'Homeland,' Colbert win Peabodys. In: Newsday.com. Abgerufen am 4. April 2012.
  56. Bernd Michael Krannich: Golden Globes 2013: Die Nominierungen. In: Serienjunkies.de. 13. Dezember 2012. Abgerufen am 17. Dezember 2012.
  57. Emmys – 66th Primetime Emmys Nominees and Winners, abgerufen am 26. August 2014
  58. Auszeichnungen Satellite Awards 2012. Abgerufen am 25. Mai 2019.