Homeland (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher Titel Homeland
Originaltitel Homeland
Homeland Logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten, Deutschland
Originalsprache Englisch
Jahr(e) seit 2011
Produktions-
unternehmen
Fox 21
Länge 48–66 Minuten,
Ep. 12: 84 Minuten
Episoden 48 in 4+ Staffeln (Liste)
Genre Thriller, Drama
Produktion Alex Gansa,
Howard Gordon,
Chip Johannessen,
Michael Klick
Idee Howard Gordon,
Alex Gansa
Musik Sean Callery
Erstausstrahlung 2. Oktober 2011 (USA) auf Showtime
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
3. Februar 2013 auf Sat.1
Besetzung
Synchronisation

Homeland ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die seit 2011 in den USA von Fox 21 für den Sender Showtime produziert wird. Sie basiert auf der israelischen Serie Hatufim – In der Hand des Feindes (auch bekannt als Prisoners of War).[1] Die Premiere fand am 2. Oktober 2011 beim US-Kabelsender Showtime statt.

Handlung[Bearbeiten]

Die Geschehnisse der Serie sind in die Rahmenhandlung des sogenannten Kriegs gegen den Terror eingebettet. Die oft unkonventionell operierende CIA-Analystin Carrie Mathison erhält im Irak Informationen, dass es Terroristen gelungen sei, einen gefangenen US-amerikanischen Soldaten „umzudrehen“. Ihre eigene bipolare Störung verbirgt sie.

Zehn Monate später: Die nun dem Antiterrorzentrum in Langley zugeteilte Mathison wird informiert, dass der seit 2003 im Irak vermisste Marine Nicholas Brody bei der Erstürmung eines Terroristenverstecks durch eine Spezialeinheit befreit wurde. Nicht einmal Brodys Ehefrau Jessica hatte nach acht Jahren noch damit gerechnet, dass er am Leben sei. Brody wird in den USA als Held empfangen, doch vermutet Mathison, dass es sich bei ihm um den Amerikaner handelt, der für den al-Qaida-Terroristen Abu Nazir arbeitet. Ihre Vorgesetzten schenken ihren Befürchtungen jedoch keinen Glauben, so dass sie auf eigene Faust beginnt, Brody und seine Familie zu überwachen.

In der ersten Staffel wird die Frage geklärt, ob Brody ein Held oder doch ein „Schläfer“ ist. In mehreren Rückblenden wird bald klar, dass Brody über die Zeit seiner Gefangenschaft nicht die ganze Wahrheit gesagt hat. Im Verlauf der ersten Staffel erfährt man, dass Brody entgegen früheren Behauptungen Abu Nazir kannte und zum Islam konvertiert ist. Der Tod zahlreicher Kinder bei einem fehlgeleiteten Drohnenangriff auf eine Koranschule ist für ihn der Anlass, ein Attentat zu planen, das aber nicht verwirklicht wird.

In der zweiten Staffel entdecken Mathison und ihr Mentor Saul Berenson während einer CIA-Operation im Libanon ein Video mit einem von Brody - der inzwischen Kongressabgeordneter ist - selbst aufgenommenen Geständnis. Daraufhin arbeiten sie zusammen mit dem Black-Ops-Spezialisten Peter Quinn daran, Brody als Doppelagenten zu gewinnen. Nach seinem Verhör durch Mathison ist er bereit, der CIA Informationen über die Pläne Nazirs zukommen zu lassen. Brody wird als Anwärter auf die Vizepräsidentschaft gehandelt, was die Beziehung zu seiner Familie zusätzlich belastet. Nachdem Nazir überraschenderweise in den USA auftaucht, tötet dieser mit Hilfe von Brody Vizepräsident Walden. Durch Informationen von Brody gelingt es der CIA anschließend, Nazir aufzuspüren und ebenfalls zu töten. Scheinbar frei von Nazir, können Brody und Mathison endlich zusammenleben. Beide sind während der Gedenkfeier für Vizepräsident Walden nicht im Saal, als eine Autobombe gezündet und Direktor Estes und rund 300 andere Menschen getötet werden. Nach dem Anschlag wird Brodys Geständnis als Bekennervideo verbreitet, woraufhin er mit Mathisons Hilfe aus den USA flieht.

In der dritten Staffel beginnen Mathison und Berenson zunächst alleine eine geheime Operation, bei der Mathison vor dem Senatsausschuss bloßgestellt wird - und daraufhin in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird, um den hochdekorierten iranischen Geheimdienstoffizier Majid Javadi zu ködern. Javadi soll in die USA gelockt werden mit dem Ziel, ihn als Doppelagenten wieder in den Iran zu schicken. Kurz darauf reist Berenson mit dem auf Brody ausgesetzten Kopfgeld von zehn Millionen US-Dollar nach Caracas, um Brody zurückzuholen. Er will Brody in den Iran einschleusen, um den Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarde zu töten, sodass Javadi dessen Position einnehmen kann. Damit Javadis Chancen zur Beförderung erhöht werden und seine Situation im Iran nicht gefährdet wird, lässt er jedoch Brody für den Mord an Akbari in der Öffentlichkeit hängen, wogegen die CIA nichts unternimmt. Vier Monate nach Brodys Tod bietet der neue CIA-Direktor Andrew Lockhart Mathison die Stelle als Stationsleiterin in Istanbul an.

Die vierte Staffel beginnt in Kabul. Carrie verantwortet mit ihrem neuen Partner Sandy Bachmann das Drohnenprogramm in Afghanistan, mit dem Terroristen ausgeschaltet werden sollen. Die Ziele stützen sich dabei auf eine Quelle von Bachmann, die dieser nicht preisgibt. Als nach einem Hinweis der Quelle Mathison erneut einen weiteren Drohnenschlag in Pakistan ausführen lässt, werden mehrere dutzend Zivilisten getötet, die sich als Hochzeitsgäste des Terroristen herausstellen. Daraufhin wird die Kritik in der pakistanischen Bevölkerung gegen die Drohnenschläge noch lauter und entlädt sich gegen Mathisons Partner: Dieser wird öffentlich durch das Fernsehen enttarnt, woraufhin ein Mob in Islamabad auf offener Straße an ihm Lynchjustiz übt. Mathison hinterfragt daraufhin Bachmanns geheime Quelle und nimmt vor Ort die Ermittlungen auf. Sie entdeckt, dass Bachmann im Austausch für die Aufenthaltsorte von Taliban US-Geheiminformationen verriet und das eigentliche Ziel des letzten Drohnenangriffs, Haissam Haqqani, noch lebt. Als Saul Berenson nach Pakistan reist, wird er von den Taliban (mit Hilfe des Pakistanischen Geheimdienstes ISI) entführt, um weitere führende Taliban freizupressen. Unmittelbar nach dem Geiselaustausch wird die US-Botschaft angegriffen, wobei mehrere Menschen sterben und eine Liste von Informanten des CIA in die Hände der Taliban fällt. Das Außenministerium beschließt daraufhin, die diplomatischen Beziehungen zu Pakistan abzubrechen und beruft alle Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter zurück. Quinn will auf eigene Faust Haqqani zu töten, wird jedoch in letzter Sekunde von Carrie davon abgehalten, da Haqqani nun mit dem CIA kollaboriert.

Zentrale Elemente der Serie bleiben innere Konflikte und ein gestörtes Beziehungsverhalten, vor allem provoziert durch Gefangenschaft und Krieg: Mathison versucht einer Beziehung zu ihrer eigenen Tochter, die sie mit dem verstorbenen Brody zeugte, zu Gunsten der Kriegsermittlungen zu entfliehen; auch der Analyst Peter Quinn zeigt ein fragliches emotionales Verhalten, welches sich aufgrund einer Beziehung in den USA entlädt.

Besetzung [Bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung stellte die Cinephon Filmproduktions GmbH in Berlin her. Verantwortlich für Dialogbuch und Dialogregie war Stephan Hoffmann.[2]

Hauptbesetzung[Bearbeiten]

Rollenname Schauspieler Hauptrolle
(Folgen)
Nebenrolle
(Folgen)
Gastrolle
(Folgen)
Synchronsprecher
Carrie Anne Mathison Claire Danes 1.01– Nana Spier
Sergeant (später Gunnery Sergeant) Nicholas „Nick“ Brody Damian Lewis 1.01–3.12 4.07 Torben Liebrecht
Jessica „Jess“ Brody Morena Baccarin 1.01–3.06 Melanie Hinze
Chris Brody Jackson Pace 1.01–3.06 Simon Dirks
Dana Brody Morgan Saylor 1.01–3.09 Jodie Blank
Saul Berenson Mandy Patinkin 1.01– Erich Räuker
Captain (später Major) Mike Faber Diego Klattenhoff 1.01–2.12 3.04 Peter Lontzek
David Estes David Harewood 1.01–2.12 Ingo Albrecht
Virgil David Marciano 2.01–2.12 1.01–1.05, 1.10, 1.12 3.04–3.05, 3.09 Joachim Tennstedt
Abu Nazir Navid Negahban 2.01–2.12 1.01–1.05, 1.09, 1.12 Tayfun Bademsoy
Vizepräsident William „Bill“ Walden Jamey Sheridan 2.01–2.10 1.01, 1.09–1.12 Stephan Hoffmann
Mira Berenson Sarita Choudhury 3.01–3.12 1.05–1.06, 1.08, 2.12, 4.01, 4.09, 4.12 Bettina Weiß
Peter Quinn Rupert Friend 3.01– 2.04–2.12 Kim Hasper
Dar Adal F. Murray Abraham 3.01–3.12 2.09–2.10, 4.02–4.03, 4.11–4.12 Reinhard Kuhnert
Senator Andrew Lockhart Tracy Letts 3.01– Frank-Otto Schenk
Fara Sherazi Nazanin Boniadi 4.01–4.12 3.02, 3.04, 3.06-3.08, 3.10 Ilona Brokowski
Martha Boyd Laila Robins 4.01–
Allison Carr Miranda Otto 5.01–
Otto Düring Sebastian Koch 5.01–
Jonas Happich Alexander Fehling 5.01–
Laura Sutton Sarah Sokolovic 5.01–

Nebenbesetzung[Bearbeiten]

Rollenname Schauspieler Nebenrolle
(Folgen)
Synchronsprecher
Max Maury Sterling 1.01–1.05, 2.04, 2.06–2.09, 3.05–3.06, 3.09, 4.03–4.04, 4.06–4.07, 4.10–4.11 Rainer Fritzsche
Xander Taylor Kowalski 1.01, 1.03, 1.07, 1.11, 2.03–2.04 Ricardo Richter
Tom Walker Chris Chalk 1.01, 1.06, 1.08–1.10, 1.12, 3.09 Dennis Schmidt-Foß
Maggie Mathison Amy Hargreaves 1.02, 1.05, 1.07, 1.11–2.01, 3.02, 4.01–4.02, 4.11–4.12 Cathlen Gawlich
Aileen Morgan Marin Ireland 1.03–1.04, 1.06–1.07, 2.07 Julia Kaufmann
Danny Galvez Hrach Titizian 1.04–1.09, 1.11–2.03, 2.05–2.06, 2.10–2.11 Nicola Mamone
Frank Mathison James Rebhorn 1.05, 1.11, 2.01, 2.03, 3.01–3.02, 3.04, 3.12 Kaspar Eichel
Finn Walden Timothée Chalamet 2.01–2.02, 2.04–2.07, 2.10, 2.12 Marco Eßer
Roya Hammad Zuleikha Robinson 2.01–2.04, 2.06–2.09, 2.11 Ghadah Al-Akel
Cynthia Walden Talia Balsam 2.02–2.03, 2.07, 2.12 Katharina Koschny
Majid Javadi Shaun Toub 3.06–3.07, 3.10–3.12 Rainer Gerlach
Leo Carras Sam Underwood 3.01–3.02, 3.04–3.05 Wanja Gerick
Haissam Haqqani Numan Acar 4.04, 4.06–4.11
Aayan Ibrahim Suraj Sharma 4.01–4.06 Patrick Baehr
John Redmond Michael O’Keefe 4.03–4.10
Dennis Boyd Mark Moses 4.04–4.10 Thomas Nero Wolff
Aasar Khan Raza Jaffrey 4.04–4.05, 4.07–4.11
Tasneem Qureshi Nimrat Kaur 4.04–4.12
Bunran Latif Art Malik 4.04, 4.07–4.09

Gastdarsteller[Bearbeiten]

Zu den wichtigen Gastdarstellern zählen (zugehörige Staffeln sind in Klammern angegeben):

  • Nestor Serrano als Gen. Tony Trujillo (1)
  • Afton Williamson als Helen Walker (1)
  • Scott Bryce als Maj. Foster (1)
  • Amir Arison als Farid Bin Abbud (1)
  • Brianna Brown als Lynne Reed (1)
  • Melissa Benoist als Stacy Moore (1)
  • Alok Tewari als Latif bin Walid (1)
  • Omid Abtahi als Raquim Faisal (1)
  • Linda Purl als Elizabeth Gaines (1)
  • Waleed Zuaiter als Afsal Hamid (1)
  • James Urbaniak als Larry (1–2)
  • Marc Menchaca als Lauder Wakefield (1–2)
  • Sammy Sheik als Rafan Gohar (1)
  • Rohan Chand als Issa Nazir (1)
  • Donnie Keshawarz als Hafez Azizi (3)
  • David Diaad als Masud Sherazi (3)
  • Houshang Touzie als Danesh Akbari (3)
  • Corey Stoll als Sandy Bachman (4)
  • Alex Lanipekun als Hank Wonham (4)
  • Shavani Seth als Kiran (4)
  • Akshay Kumar als Rahim (4)
  • Adam Godley als Jordan Harris (4)
  • Nick Boraine als Alan Hensleigh (4)
  • Tamer Burjaq als Farhad Ghazi (4)
  • Nina Hoss als Astrid (4)
  • John Getz als Joe (4)
  • Victoria Clark als Ellen Mathison (4)

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Der Drehort Charlotte (North Carolina) der ersten Staffeln wurde aus atmosphärischen und steuerlichen Gründen gewählt.[3]

Die vierte Staffel wurde im südafrikanischen Kapstadt gedreht; die Geschichten spielten jedoch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Die fünfte Staffel spielt inhaltlich mit ihren Geschichten in Berlin sowie Syrien und Vorderasien und wird vom produzierenden Studio Babelsberg ausschließlich in Potsdam, Berlin und auf dem Studiogelände in Babelsberg gedreht. Homeland wird mit seiner kompletten fünften Staffel damit die erste US-Fernsehserie sein, die ausschließlich in Deutschland gedreht wird[4]; die Dreharbeiten begannen im Mai 2015.[5] Alexander Fehling, Sebastian Koch und andere deutsche Schauspieler sind ebenfalls beteiligt.[6]

Ausstrahlung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Homeland/Episodenliste

Vereinigte Staaten[Bearbeiten]

Die Erstausstrahlung der Serie fand am 2. Oktober 2011 beim Kabelsender Showtime statt. Bei ihrer Premiere erreichte die Pilotfolge 1,1 Millionen Zuschauer und verbuchte damit den besten Serienstart auf Showtime seit der Premiere von Dexter im Jahr 2006. Das erste Staffelfinale, das am 18. Dezember 2011 ausgestrahlt wurde, erzielte mit 1,7 Millionen Zuschauern das publikumsträchtigste Staffelfinale einer neuen Serie in der Geschichte des Senders. Bereits Ende Oktober 2011 gab Showtime die Produktion einer zweiten Staffel bekannt,[7] deren Ausstrahlung am 30. September 2012 begann.[8] Das Finale der zweiten Staffel lief erstmals am 16. Dezember 2012. Wie im Vorjahr gab Showtime bereits kurz nach der Premiere der Staffel die Produktion einer dritten Staffel bekannt.[9] Die Verlängerung um eine vierte Staffel gab Showtime kurz nach der vierten ausgestrahlten Episode der dritten Staffel bekannt.[10] Die Premiere der vierten Staffel fand am 5. Oktober 2014 auf Showtime statt.[11] Die fünfte Staffel soll ab 4. Oktober 2015 ausgestrahlt werden.[12]

Deutschland[Bearbeiten]

Seine Deutschlandpremiere feierte Homeland im März 2012 beim Festival Großes Fernsehen in Köln.[13] Ebenfalls im März 2012 sicherte sich die ProSiebenSat.1 Media die deutschen Ausstrahlungsrechte.[14] Die Ausstrahlung der Serie begann am 3. Februar 2013 in Sat.1 mit einer Doppelfolge.[15] Die Ausstrahlung der zweiten Staffel erfolgte vom 29. September bis zum 3. November 2013 in Doppelfolgen bei Sat.1.[16] Die dritte Staffel war vom 9. März bis zum 1. Juni 2014 bei Sat.1 zu sehen.[17] Der Video-on-Demand-Dienst Maxdome bot die einzelnen Folgen der dritten Staffel schon jeweils eine Woche vor der deutschen Free-TV-Premiere zum Verleih an. Nachdem bereits bei Staffel 3 spekuliert wurde, dass die Serie von Sat.1 zu kabel eins wandert, wurde dies bei Staffel 4 umgesetzt. Kabel eins zeigte Staffel 4 ab dem 10. Juli 2015 freitags um 20:15 Uhr mit drei Folgen am Stück.[18]

Die erste Staffel erreichte im Schnitt 1,76 Millionen Zuschauer (11,6 %), davon 950.000 aus der werberelevanten Zielgruppe (14,5 %) und lag damit deutlich über dem Senderschnitt von Sat.1.[19] Die zweite Staffel erreichte im Schnitt 1,23 Millionen Zuschauer (6,9 %). In der werberelevanten Zielgruppe wurde ein Marktanteil von 8,8 % gemessen. Somit lag die zweite Staffel unter dem Senderschnitt von Sat.1.[20] Die dritte Staffel erreichte im Schnitt 980.000 Zuschauer (7,1 %), davon 530.000 aus der werberelevanten Zielgruppe (8,7 %) und lag, wie Staffel Zwei, unter dem Senderschnitt von Sat.1.[21]

Von September bis November 2013 wurden Staffel 1 und 2 der Serie in Deutschland bei ProSieben Maxx in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.[22]

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz lief die erste Staffel der Serie zwischen dem 7. Februar und dem 25. April 2013 auf SRF zwei.[15] Am 30. September 2013 begann die Ausstrahlung der zweiten Staffel ebenfalls auf SRF zwei.

Kritik[Bearbeiten]

Positiv[Bearbeiten]

Homeland erhielt zunächst sehr positive Kritiken und wurde mehrmals als beste US-Serie des Herbstes 2011 gelobt.[23] Bei Metacritic erhielt die erste Staffel einen Metascore von 91, basierend auf 28 Bewertungen.[24] Die erste Folge hatte die höchste Premierenquote bei Showtime seit acht Jahren.[25]

„Die Serie Homeland thematisiert die Schattenseiten von Amerikas „Krieg gegen den Terror“. So klar wie kein TV-Format zuvor zeigt der Mehrteiler, was die permanente Paranoia aus dem Land der Freien gemacht hat. […] Auf welche Seite man auch blickt, es sind gebrochene Charaktere, mit hehren Motiven vielleicht, doch jeder und jede verstrickt in eigene Schuld: Selten hat eine Serie den Krieg so gut beschrieben – obwohl kaum ein Schuss fällt.“

Stefan Kuzmany: Spiegel Online[26]

„‚Homeland‘, die derzeit beste US-Serie, kommt nach Deutschland. […] Und wer Englisch kann, sollte unbedingt das Original gucken. Wichtig ist aber vor allem, dass man überhaupt zuguckt.“

Johannes Boie: Süddeutsche.de[27]

Laut einer Zusammenfassung von Metacritic hat die positive Stimmung der Kritiker seit der dritten Staffel stark abgenommen.[28]

Negativ[Bearbeiten]

Neben den positiven Kritiken gibt es auch Stimmen, die der Serie vorwerfen, vor allem islamophobe Klischees zu bedienen. So hat die libanesische Regierung protestiert, dass die Hamra Street in Beirut in der zweiten Folge der zweiten Staffel als enge Gasse voller potenziell terroristischer Milizen dargestellt werde – obwohl sie in Wirklichkeit eine belebte innerstädtische Straße mit Cafés und Bars ist. Die betreffenden Szenen seien ohnehin nicht in Beirut, sondern in Israel gedreht worden.[29]

Die Journalistin Laila al-Arian bezeichnete im Webmagazin Salon.com die Serie als die derzeit am stärksten islamophobe amerikanische Fernsehsendung, in der Muslime völlig simplifiziert als eine monolithische Gruppe dargestellt würden, die nur im Sinn habe, Amerikanern zu schaden. Außerdem fache die Serie nur eine Hysterie an, dass die Vereinigten Staaten von Schläfern unterwandert werden. Abgesehen davon würden die angeblich arabischen Charaktere noch nicht einmal einfaches Arabisch korrekt sprechen, die arabisch-islamische Kultur fehlerhaft dargestellt und schließlich militante Gruppen, die in Wirklichkeit Feinde sind (im vorliegenden Fall Hisbollah und al-Qaida), im Sinne der simplifizierten Drohkulisse als kooperierend dargestellt.[30]

Die Autorin Rachel Shabi äußerte sich in The Guardian, dass die Serie für die amerikanische Außenpolitik im Nahen Osten nur eine Legitimierung in dem Maße biete, dass sie sogar amerikanische Gewaltakte gegen Zivilisten als „notwendige Handlungen bei der Verfolgung viel schlimmerer Verbrechen“ darstelle.[31]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

2011 wurde Homeland in die Liste der besten Serien des American Film Institute aufgenommen.[32]

Die Serie gewann bei den Golden Globe Awards 2012 je einen Golden Globe in den Kategorien Beste Serie – Drama sowie Beste Serienhauptdarstellerin – Drama (Claire Danes). In der Kategorie Bester Serienhauptdarsteller – Drama war Darsteller Damian Lewis zudem für einen Golden Globe nominiert. Im April 2012 wurde Homeland mit dem Peabody Award ausgezeichnet.[33] Bei der Emmy-Verleihung 2012 gewann Homeland den Preis für die beste Dramaserie, ebenso gingen die Preise für die Hauptdarsteller an Claire Danes und Damian Lewis.

Bei der Golden-Globe-Verleihung 2013 war die Serie viermal nominiert, als Beste Serie – Drama, für Claire Danes als Beste Serienhauptdarstellerin – Drama, für Damian Lewis als Bester Serienhauptdarsteller – Drama und für Mandy Patinkin als Bester Nebendarsteller – Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm.[34] Bis auf die Kategorie Bester Nebendarsteller wurde Homeland in allen Kategorien ausgezeichnet. Ebenfalls 2013 wurden die beiden Hauptdarsteller Claire Danes und Damian Lewis sowie das gesamte Schauspiel- und Stuntensemble für den Screen Actors Guild Award nominiert.

Bei den Emmys 2014 war Homeland mit Clarie Danes als Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie und Mandy Patinkin als Bester Nebendarsteller in einer Dramaserie nominiert.[35]

DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Vereinigte Staaten
  • Staffel 1 erschien am 28. August 2012
  • Staffel 2 erschien am 10. September 2013
  • Staffel 3 erschien am 9. September 2014
Deutschland
  • Staffel 1 erschien am 28. Juni 2013
  • Staffel 2 erschien am 6. Dezember 2013
  • Staffel 3 erschien am 19. September 2014
  • Staffel 4 soll am 5. November 2015 erscheinen

Romane[Bearbeiten]

Die Serie wurde schon für zwei Romane adaptiert, die beide vor Beginn der Handlung der Fernsehserie spielen:

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deadline.com
  2. Homeland in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 3. Januar 2013.
  3. http://voices.yahoo.com/claire-danes-filming-showtime-pilot-homeland-charlotte-7760536.html
  4. „Homeland“ kommt nach Potsdam und Berlin – Thrillerserie wird in Babelsberg gedreht Potsdamer Neueste Nachrichten / pnn.de vom 13. April 2015, abgerufen am 6. August 2015
  5. Berlin ist ein billiges Pflaster
  6. Homeland - Alexander Fehling spielt Claire Danes Liebhaber www.tvdigital.de vom 02. Juni 2015, abgerufen am 6. August 2015
  7. Bernd Michael Krannich: Homeland: Showtime bestellt 2. Staffel des Verschwörungsthrillers. Serienjunkies.de. 26. Oktober 2011. Abgerufen am 26. Oktober 2011.
  8. Amanda Kondolojy: Showtime Stakes Claim To Sundays This Fall With The Returns Of 'Homeland' And 'Dexter'. TV by the Numbers. 12. März 2012. Abgerufen am 12. März 2012.
  9. Amanda Kondolojy: 'Homeland' Renewed by Showtime for Third Season. TV by the Numbers. 22. Oktober 2012. Abgerufen am 22. Oktober 2012.
  10. Lenka Hladikova: Homeland: Showtime bestellt Staffel 4. In: Serienjunkies.de. 22. Oktober 2013. Abgerufen am 22. Oktober 2013.
  11. Startdatum von Staffel 4
  12. Rick Kissell: Showtime Sets Season Premiere Dates for ‘Homeland,’ ‘The Affair’. In: variety.com. 23. Juli 2015. Abgerufen am 23. Juli 2015.
  13. Super-Serien-Tag beim Festival Großes Fernsehen. Festival Großes Fernsehen. 10. März 2012. Abgerufen am 24. September 2012.
  14. Christian Junklewitz: Exklusiv: ProSiebenSat.1 sichert sich Homeland. In: Serienjunkies.de. 12. März 2012. Abgerufen am 12. März 2012.
  15. a b Bernd Michael Krannich: Homeland: Im Februar zuerst bei Sat.1, dann in der Schweiz. In: Serienjunkies.de. 11. Dezember 2012. Abgerufen am 11. Dezember 2012.
  16. Bernd Michael Krannich: Homeland: Deutschlandpremiere der 2. Staffel bei Sat.1 im September. In: Serienjunkies.de. 20. August 2013. Abgerufen am 20. August 2013.
  17. Alexander Krei: Sat.1 überlässt "Homeland" doch nicht kabel eins. In: DWDL.de. 5. Februar 2014. Abgerufen am 5. Februar 2014.
  18. Catherine Bühnsack: Staffel 4 von "Homeland" ab Juli bei kabel eins. In: myFanbase. 26. Mai 2015. Abgerufen am 26. Mai 2015.
  19. Daniel Sallhoff: Quotencheck: «Homeland» (Staffel 1). In: quotenmeter.de. 22. April 2013, abgerufen am 22. April 2013.
  20. David Grzeschik: Quotencheck: «Homeland» (Staffel 2). In: quotenmeter.de. 7. November 2013, abgerufen am 22. Juni 2014.
  21. Daniel Sallhoff: Quotencheck: «Homeland» (Staffel 3). In: quotenmeter.de. 10. Juni 2014, abgerufen am 22. Juni 2014.
  22. Mittwoch läuft #Homeland. 4. September 2013. Abgerufen am 4. September 2013.
  23. Time.com: This week in the print edition of TIME, I review what was pretty easily my favorite new series of the fall, Showtime's Homeland; Salon.com: The best new show of the fall debuts tonight...; New York Post: Here’s one for the billboards: “Homeland,” Showtime’s edgy, edge-of-your-seat series, is, bar none, the best thriller on American TV.
  24. Metacritic, Stand 10. Oktober 2011.
  25. TV by the numbers, Stand 10. Oktober 2011.
  26. Stefan Kuzmany: Leben und leiden an der Heimatfront. Spiegel Online. 5. Dezember 2011. Abgerufen am 9. Dezember 2011.
  27. Johannes Boie: Das ist Amerika. Süddeutsche.de. 2. Februar 2013. Abgerufen am 4. Februar 2013.
  28. Metacritic.com
  29. 'Homeland' angers minister over depiction of Beirut. In: BBC.co.uk. Abgerufen am 9. April 2013.
  30. TVs most islamophobic show. In: salon.com. Abgerufen am 9. April 2013.
  31. Does Homeland wave only the American flag?. In: guardian.co.uk. Abgerufen am 9. April 2013.
  32. Daniel Fienberg: 'Game of Thrones,' 'Homeland' crack AFI's TV Top 10. Hitfix. 11. Dezember 2011. Abgerufen am 14. Dezember 2011.
  33. 'Game of Thrones,' 'Homeland,' Colbert win Peabodys. In: Newsday.com. Abgerufen am 4. April 2012.
  34. Bernd Michael Krannich: Golden Globes 2013: Die Nominierungen. In: Serienjunkies.de. 13. Dezember 2012. Abgerufen am 17. Dezember 2012.
  35. Emmys – 66th Primetime Emmys Nominees and Winners, abgerufen am 26. August 2014