Kurtatsch

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Kurtatsch a.d.W.
(ital.: Cortaccia s.s.v.)
Wappen von Kurtatsch a.d.W.
Kurtatsch a.d.W. (Südtirol)
Kurtatsch a.d.W.
Kurtatsch a.d.W.
Lage von Kurtatsch a.d.W. in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Überetsch-Unterland
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
2.228/2.232
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
96,25 % deutsch
3,36 % italienisch
0,38 % ladinisch
Koordinaten 46° 19′ N, 11° 13′ O46.31666666666711.216666666667333Koordinaten: 46° 19′ N, 11° 13′ O
Meereshöhe: 212–1856 m s.l.m. (Zentrum: 333 m s.l.m.)
Fläche: 29,4 km²
Dauersiedlungsraum: 9,6 km²
Fraktionen: Entiklar, Graun, Hofstatt, Kurtatsch, Oberfennberg, Penon
Nachbargemeinden: Coredo (TN), Margreid, Neumarkt, Roverè della Luna (TN), Ton (TN), Tramin, Tres (TN), Vervò (TN)
Postleitzahl: 39040
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021024
Steuernummer: 80010130211
Politik
Bürgermeister (2010): Martin Fischer (SVP)

Kurtatsch an der Weinstraße (italienisch: Cortaccia sulla strada del vino) ist eine Gemeinde mit 2232 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011), im Südtiroler Unterland in Italien.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Kurtatsch, von Penon aus gesehen

Kurtatsch liegt auf einer Anhöhe, Sonnenterrasse des Unterlandes genannt, an der rechten Seite des Flusses Etsch, am Rande des Talkessels des Unterlandes. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Talsohle auf 212 m über die Hauptgemeinde auf 333 m bis zum sog. Grauner Joch auf 1.830 m.

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort und den Fraktionen Penon, Graun, Entiklar und Oberfennberg. Bis 1913 zählten noch die Fraktionen Söll und bis 1978 Rungg dazu (beide heute Gemeinde Tramin).

Geschichte [Bearbeiten]

Typischer Bauernhof 46.31553711.222698

Kurtatsch wird erstmals urkundlich im Jahre 1191 im sogenannten Vigilius-Brief genannt. Die Herkunft des Namens Kurtatsch (vgl. lat. cors / cortis: der Hof / des Hofes) wird von Fachleuten als eine Ansammlung höher gelegener Höfe angesehen.

Archäologische Funde vor Ort bezeugen, dass das Gebiet bereits im Mesolithikum besiedelt war.

Nach der Zeit der Besatzung durch die Römer wurde das Gebiet einer Überlieferung zufolge vom Hl. Vigilius (340-400) zum christlichen Glauben bekehrt.

Der Kirchturm der romanischen Wallfahrts-Kirche vom Hl. Vigilius wurde um 1300 erbaut.

Kurtatsch gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Neumarkt in Tirol und war Teil des Bezirks Bozen.

Wirtschaft [Bearbeiten]

Die Haupterwerbsquelle der Menschen von Kurtatsch sind Wein- und Obstbau. Während im Tal weitläufige Obstplantagen bewirtschaftet werden (ca. 600 ha), wächst an den Hängen rund um und oberhalb von Kurtatsch Wein internationaler Güte (ca. 330 ha). Fast die Hälfte der Bevölkerung ist in über 300 Betrieben in der Landwirtschaft tätig.

Wappen [Bearbeiten]

Wappen

In Blau ein goldenes Posthorn mit ebensolchen Quasten, begleitet von je zwei goldenen sechszackigen Sternen oben und unten. Das ursprüngliche Wappen dürfte sich aus den Familienwappen der begüterten Familie „an der Platten“ (Jagdhorn) und der Familie Masseregn (vier Sterne) zusammengesetzt haben. Daraus entstand später durch die reichere Ausgestaltung des ursprünglich einfachen Jagdhornes, so wie es heute noch auf einem Weihwasserbecken der Kirchenumfriedungsmauer aus dem 16. Jh. erhalten ist, das heutige Posthorn.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Kurtatsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien