Lorquin

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Lorquin
Wappen von Lorquin
Lorquin (Frankreich)
Lorquin
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Lorquin
Gemeindeverband Communauté de communes des Deux Sarres
Koordinaten 48° 40′ N, 7° 0′ OKoordinaten: 48° 40′ N, 7° 0′ O
Höhe 260–341 m
Fläche 8,77 km²
Einwohner 1.212 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 138 Einw./km²
Postleitzahl 57790
INSEE-Code
Website Lorquin

Lorquin (deutsch Lörchingen, lothringisch Lëëschinge) ist eine französische Gemeinde mit 1212 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins und ist Hauptort des Kantons Lorquin.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lorquin liegt etwa zehn Kilometer südwestlich von Sarrebourg im Südostwinkel des Départements Moselle. An der Grenze zur Gemeinde Hermelange im Nordosten fließen Rote und Weiße Saar zusammen.

Zur Gemeinde Lorquin gehört der südlich gelegene Weiler Zufall samt Schloss.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 699 erstmals als Launarigo erwähnt und gehört seit 1661 zu Frankreich. Trotz der deutschklingenden Orts- und Flurnamen in der Umgebung wird hier wie im Rest des Kantons seit dem Dreißigjährigen Krieg Französisch gesprochen.

1871 kam der Ort durch den Frieden von Frankfurt an das Deutsche Reich, was die Abwanderung eines Teils der Einwohner nach Frankreich zur Folge hatte; nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam er wieder unter französische Verwaltung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1.945 2.073 1.726 1.479 1.350 1.287 1.221

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Gallade (1708–1780), lothringischer Jesuit und Hochschullehrer für Kirchenrecht
  • Charles Sebastien Paul Louis Marchal (1809–1889), Arzt und Sammler, machte 1854–1870 Hausbesuche per Laufmaschine, als Romanfigur Docteur Lorquin[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Claude Reynaud: L'Ère de la Draisienne en France 1818–1871. Domazan 2015