Garrebourg

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Garrebourg
Wappen von Garrebourg
Garrebourg (Frankreich)
Garrebourg
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Phalsbourg
Gemeindeverband Communauté de communes du Pays de Phalsbourg
Koordinaten 48° 43′ N, 7° 14′ OKoordinaten: 48° 43′ N, 7° 14′ O
Höhe 215–491 m
Fläche 8,34 km²
Einwohner 497 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km²
Postleitzahl 57820
INSEE-Code
Website Garrebourg

Kirche Saint-Coloman

Garrebourg (deutsch: Garburg, historisch auch: Garbourg) ist eine französische Gemeinde mit 497 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins und zum Kanton Phalsbourg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Garrebourg liegt etwa 14 Kilometer östlich von Sarrebourg auf einer Höhe zwischen 215 und 491 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 8,34 km². Der Ort liegt auf einem Hügel über dem Zorntal in den Vogesen an der Grenze zum Elsass. Die nordwestliche Gemeindegrenze bildet der Canal de la Marne au Rhin mit dem Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller.

Zur Gemeinde Garrebourg gehören die Weiler Ehrenweg und Kreutzkopf.

Nachbargemeinden von Garrebourg sind Lutzelbourg im Norden, Hultehouse im Nordwesten, Haegen im Südosten, Haselbourg im Süden sowie Saint-Louis im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Territoriale Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garburg gehörte zum Amt Westhofen der Grafschaft Hanau-Lichtenberg.[1] Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kamen das Amt Westhofen und Garburg ab 1661 unter französische Oberhoheit. Im 18. Jahrhundert gehörte Garburg dann nicht mehr zum Amt Westhofen, das nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, den Erbprinzen und späteren Landgrafen Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt fiel. Als Folge des durch die Französische Revolution begonnenen Umbruchs wurde Garburg französisch, durch den Frieden von Frankfurt 1871 wieder deutsch, nach dem Ersten Weltkrieg wieder französisch und während des Zweiten Weltkriegs von 1940 bis 1945 erneut deutsch.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 485 479 536 518 518 496 500

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Coloman aus dem 18. Jahrhundert

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist vorwiegend forstwirtschaftlich geprägt. Der Ort ist nur über eine einzige größere Straße von Lutzelbourg aus erreichbar. Alle anderen Straßen entsprechen landwirtschaftlichen Verbindungswegen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Garrebourg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6], S. 17.