Bourdonnay

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Bourdonnay
Wappen von Bourdonnay
Bourdonnay (Frankreich)
Bourdonnay
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Communauté de communes du Saulnois
Koordinaten 48° 43′ N, 6° 44′ OKoordinaten: 48° 43′ N, 6° 44′ O
Höhe 217–283 m
Fläche 17,40 km2
Einwohner 245 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km2
Postleitzahl 57810
INSEE-Code

ehemalige Pferdetränke

Bourdonnay ist eine französische Gemeinde mit 245 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins, zum Kanton Le Saulnois und zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bourdonnay liegt im Saulnois im Regionalen Naturpark Lothringen,[1] etwa 16 Kilometer östlich von Vic-sur-Seille, auf einer Höhe zwischen 217 und 283 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 17,4 km² (1.740 Hektar).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bourdonnay wurde 1256 im Kopialbuch der Abtei Saint-Eustase de Vergaville als Bourdenniers erstmals urkundlich erwähnt. 1352 taucht es als Bourdeney im Kopialbuch des Klosters Hauteseille auf.[2]

Die Ortschaft wurde im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) zerstört und verlassen und erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder aufgebaut.[3]

Der lieu-dit („Ort, der genannt wird...“) Marimont war im 18. Jahrhundert eine eigenständige Ortschaft und Sitz einer Baronie. Es tauchte als Petit-Marimont auf einer Karte von César François Cassini de Thury (1714–1784) auf.[2]

1793 erhielt Bourdonnay im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 unter dem heutigen Namen das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde Hauptort eines gleichnamigen Kantons.[2] Von 1801 bis 1871 gehörte sie zum früheren Departement Meurthe, das 1871 in Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Bourdonnay lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[4] Bourdonnay gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. Der Name wurde zu „Bortenach“ geändert und war bis 1918 offizieller Ortsname.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 342 357 313 272 215 239 260

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist rot mit einem großen goldenen Stab (Bourdon), der aufrecht in der Mitte steht, umgeben von zwei silbernen Lachsen, die sich mit ihren Rücken an den Stab lehnen. Die silbernen Lachse entsprechen dem Wappen der Familie Réchicourt und tauchen, allerdings als goldene Lachse, auch im Gemeindewappen von Réchicourt-le-Château auf. Die Familie Réchicourt besaß die Burg in Marimont. Der goldene Stab ist eine „redende Figur“, denn im Französischen heißt er Bourdon, was einem Teil des Ortsnamens entspricht.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg der Seigneurs von Réchicourt im lieu-dit Marimont wurde im 15. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert umgebaut.[3] Die Ruinen der ehemaligen Burg und die Friedhofskapelle, mit den Gräbern der Familien Falconet und Jankovitz, wurden 1991 zur Erinnerung an eine der wichtigsten Familien Lothringens des 11. und 12. Jahrhunderts in das Zusatzverzeichnis der Monuments historique (historische Denkmale) eingetragen. Die Gebäude befinden sich heute im Privatbesitz.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bourdonnay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bourdonnay auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 20. März 2010
  2. a b c Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6. Auflage. Band 14, Nr. 18. Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 21+87 (in Google Books [abgerufen am 20. März 2010]).(französisch)
  3. a b Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.quid.frBourdonnay auf quid.fr
  4. Bourdonnay auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 20. März 2010
  5. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch) Abgerufen am 20. März 2010
  6. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch) Abgerufen am 21. März 2010
  7. Bourdonnay in der base Mérimée (französisch) Abgerufen am 20. März 2010