Attilloncourt

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Attilloncourt
Wappen von Attilloncourt
Attilloncourt (Frankreich)
Attilloncourt
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Communauté de communes du Saulnois
Koordinaten 48° 47′ N, 6° 23′ OKoordinaten: 48° 47′ N, 6° 23′ O
Höhe 195–293 m
Fläche 3,37 km²
Einwohner 104 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 31 Einw./km²
Postleitzahl 57170
INSEE-Code

Mairie Attiloncourt

Attilloncourt ist eine französische Gemeinde mit 104 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins, zum Kanton Le Saulnois und zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Attilloncourt befindet sich östlich von Metz im Saulnois und liegt circa 20 Kilometer nordöstlich von Nancy auf einer Höhe zwischen 195 und 293 Metern über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt 200 Meter. Das Gemeindegebiet umfasst 3,37 km² (337 Hektar).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Attilloncourt ist nach dem fränkischen Namen Adalung benannt und bedeutet „Adalungshof“. 1477 wurde die Ortschaft als Acloncourt urkundlich erwähnt, 1600 als Atheloncourt und 1617 als Ateloncourt. Attilloncourt gehörte zur 1234 eingerichteten Kastellanei von Vic-sur-Seille.[1] Die Abtei Sainte-Glossinde in Metz verfügte über Landbesitz in Attilloncourt.[2]

1793 erhielt Attilloncourt im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Es gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Departement Meurthe, das 1871 in Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Attilloncourt lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[3] Attilloncourt gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. „Edelinghofen“ war bis 1918 der offizielle Ortsname.[4] Im Ersten Weltkrieg wurde die Ortschaft schwer beschädigt. Die Kirche Saint-Laurent, die im Jahr 1869 erbaut worden war, wurde 1920 wiederaufgebaut.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 106 113 117 92 96 94 98

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt das Wappen von Vic-sur-Seille, die heraldisch rechte Hälfte rot und die heraldisch linke Hälfte silbern, umgeben von einem blauen Bord, das den Schleier der Heiligen und Äbtissin Glossinde von Metz († um 610)[6] darstellt.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Attilloncourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6. Auflage. Band 18, Nr. 14. Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 7+152 (in Google Books [abgerufen am 25. Februar 2010]).(französisch)
  2. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch) Abgerufen am 25. Februar 2010
  3. Attilloncourt auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 25. Februar 2010
  4. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch) Abgerufen am 25. Februar 2010
  5. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.quid.frAttilloncourt auf quid.fr (französisch) Abgerufen im Februar 2010
  6. Glodesindis von Metz im Ökumenischen Heiligenlexikon, abgerufen am 25. Februar 2010
  7. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch)