Bénestroff

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Bénestroff
Wappen von Bénestroff
Bénestroff (Frankreich)
Bénestroff
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 54′ N, 6° 46′ OKoordinaten: 48° 54′ N, 6° 46′ O
Höhe 222–330 m
Fläche 9,56 km2
Einwohner 543 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 57 Einw./km2
Postleitzahl 57670
INSEE-Code
Website www.mairie-benestroff.fr

Ehemaliges Schulgebäude

Bénestroff (deutsch Bensdorf) ist eine französische Gemeinde mit 543 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins, zum Kanton Le Saulnois und zum Kommunalverband Saulnois.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bénestroff liegt im Saulnois, acht Kilometer westlich des Kantonshauptorts Albestroff.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war schon in gallo-römischer Zeit (52 v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert) besiedelt.[1]

Im 16. Jahrhundert war Vergaville der Sitz eines Erzpriesters des Bistums Metz, zu dessen Verwaltungsgebiet die Pfarrei von Bénestroff gehörte. Die Ortschaft Bénestroff gehörte zur Bailliage von Vic-sur-Seille, die ebenfalls bis zur Französischen Revolution (1789–1799) dem Bistum Metz unterstand.[2]

1793 erhielt Bénestroff als Benestorff im Zuge der Französischen Revolution den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Es gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Département Meurthe, das 1871 in Département Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Bénestroff lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2010 2015
Einwohner 557 609 554 565 587 516 489 533 543

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot drei silberne Sparren, belegt mit einem Herzschildchen, darin in Gold ein schwarzes Andreaskreuz.“

Das Wappen der Gemeinde entspricht dem Wappen der Familie Bénestroff, die im Mittelalter das Lehen der Ortschaft besaß. [4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1885 wurde der Bahnhof Bénestroff erbaut, der ein bedeutender Zwischenhalt auf der Strecke von Metz nach Straßburg wurde. Das im deutschen Kaiserreich errichtete Gebäude wurde 2006 geschlossen und 2007 abgetragen. Der Haltepunkt Bénestroff besteht weiterhin. 2016 belief sich die Zahl der Fahrgäste ab Bahnstation Bénestroff auf 7209.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Käserei Compagnie des fromages & Richesmonts produziert u. a. Münster-Käse, Brie, Raclette und ovalen Weichkäse.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bénestroff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bénestroff auf quid.fr (Memento vom 9. Dezember 2008 im Internet Archive) (französisch) Abgerufen am 4. März 2010
  2. Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 18. Auflage. Band 18, Nr. 14+63. Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 15+151 f. (in Google Books [abgerufen am 4. März 2010]).(französisch)
  3. Bénestroff auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 3. März 2010
  4. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch) Abgerufen am 4. März 2010
  5. http://re/dataset/frequentation-gares/?q=B%C3%A9nestroff&sort=voyageurs_2016(französisch) Abgerufen am 5. Januar 2018
  6. https://fr.kompass.com/c/compagnie-des-fromages-et-richesmonts/fr5806746/(französisch) Abgerufen am 5. Januar 2018