Wintersbourg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wintersbourg
Wappen von Wintersbourg
Wintersbourg (Frankreich)
Wintersbourg
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Phalsbourg
Gemeindeverband Communauté de communes du Pays de Phalsbourg
Koordinaten 48° 47′ N, 7° 11′ OKoordinaten: 48° 47′ N, 7° 11′ O
Höhe 254–334 m
Fläche 3,95 km2
Einwohner 273 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 69 Einw./km2
Postleitzahl 57635
INSEE-Code
Website Wintersbourg

Mairie Wintersbourg
Grabsteine des 18. Jahrhunderts

Wintersbourg (deutsch: Wintersburg) ist eine französische Gemeinde mit 273 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins und zum Kanton Phalsbourg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wintersbourg liegt etwa 12 km nordöstlich von Sarrebourg auf einer Höhe zwischen 254 und 334 m über dem Meeresspiegel. Die mittlere Höhe des Ortes beträgt 320 m. Das Gemeindegebiet umfasst 3,95 km².

Auf dem Gemeindegebiet liegt die Quelle der Südlichen Zinsel, eines Zuflusses der Zorn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wintersburg lag in der Büttelei Lohr.[1] Eine Besonderheit war, dass zwar die Büttelei Lohr insgesamt zur Herrschaft Lichtenberg gehörte, das Dorf Wintersburg aber nur zur Hälfte.[2] Bei den beiden Landesteilungen der Herrschaft Lichtenberg, die um 1330 und im Jahr 1335 stattfanden, wird der lichtenberger Anteil an Wintersburg jeweils als Bestandteil dieser Herrschaft genannt.[3] Er wird dabei dem Landesteil der „mittleren Linie“, den Nachkommen Ludwigs III. von Lichtenberg, zugeordnet.[4]

1396 wurden Büttelei und Dorf als Pfand für die Mitgift anlässlich der Heirat der Adelheid von Lichtenberg, Tochter von Johann IV. von Lichtenberg, mit Johann von Finstingen den Herren von Finstingen überlassen. Es gelangte später an Nassau-Saarbrücken, die dort die Reformation einführten.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst unter den Nachfolgern der Lichtenberger, den Grafen von Hanau-Lichtenberg, wurde die Pfandschaft Wintersburg 1544 wieder ausgelöst.[5]

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort komplett zerstört.

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kam Wintersburg unter französische Oberhoheit. Durch den Frieden von Frankfurt 1871 wurde Wintersbourg wieder deutsch und nach dem Ersten Weltkrieg als Wintersburg wieder französisch. Auch während des Zweiten Weltkriegs war die Region von 1940 bis 1945 erneut ins Deutsche Reich eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2011
Einwohner 198 214 217 188 164 180 220 268

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wintersbourg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eyer, S. 55.
  2. Eyer, S. 116.
  3. Eyer, S. 240.
  4. Eyer, S. 79.
  5. Eyer, S. 103.