STMicroelectronics

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STMicroelectronics N.V.[1]
Logo der STMicroelectronics N.V.
Rechtsform Naamloze Vennootschap
ISIN NL0000226223
Gründung 1987
Sitz Genf, Schweiz
Leitung Carlo Bozotti
(CEO und Chairman)
Mitarbeiter 43.600 (2014)[2]
Umsatz 7,40 Mrd. US-Dollar (2014)[2]
Branche Halbleiter
Website www.st.com
BW
Eine 486er-CPU von SGS-Thomson

STMicroelectronics N.V. ist ein europäischer Halbleiterhersteller. Das Unternehmen ist als Aktiengesellschaft in Amsterdam eingetragen, hat seine Hauptverwaltung aber in Genf.[2] Die Firma ging zunächst als SGS-Thomson im Juni 1987 aus einer Fusion zwischen der italienischen SGS Microelettronica und der französischen Thomson Semiconducteurs hervor, seit 1998 nennt sie sich STMicroelectronics. Die Aktien von STMicroelectronics sind an der New York Stock Exchange, an der Euronext in Paris und an der Borsa Italiana in Mailand (FTSE MIB) gelistet.

Das Produktspektrum umfasst diskrete Halbleiter und ICs (Standardprodukte, kundenspezifische Schaltungen und ASICs sowie ASSPs) für allgemeine Elektronik-Anwendungen. Anwendungsschwerpunkte sind dabei die Automobilindustrie und das Internet der Dinge.[3]

Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Italien (Agrate Brianza und Catania), Frankreich ((Grenoble/Crolles, Tours und Rousset) und Singapur. Test- und Montageniederlassungen befinden sich in China, Malaysia, Malta, Marokko, den Philippinen und Singapur.[3]

Zwei veraltete Halbleiterwerke in den US-Bundesstaaten Texas und Arizona sowie ein Montagewerk in Marokko wurden nach Ankündigung im Jahr 2007 bis 2010 geschlossen.[4]

Die Aktivitäten auf dem Gebiet der Flash-Speicher wurden zunächst (2007) in ein Joint Venture (Numonyx) mit Intel ausgelagert und mit diesem schließlich (2010) an Micron Technology verkauft.[5]

Am 25. Januar 2008 wurde die Übernahme von Genesis Microchip Inc., einem Halbleiterhersteller im Bereich Display-Prozessoren, abgeschlossen.[6]

2009 gründete man zusammen mit Ericsson das Joint-Venture ST-Ericsson, an dem beide Unternehmen mit je 50 % beteiligt waren. Dieses wurde 2013 wieder aufgelöst.[7]

Nach der Schließung mehrerer Sparten wurden 2016 mehr als 1400 Stellen abgebaut, da sich das Unternehmen auf andere Technologiebereiche mit größerem Potential fokussieren will.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: STMicroelectronics – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • www.st.com – Internetpräsenz STMicroelectronics

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag im Handelsregister des Kantons Genf
  2. a b c st.com: Company Information
  3. a b Who We Are. STMicroelectronics, Januar 2017, abgerufen am 14. Oktober 2017 (englisch).
  4. STMicroelectronics Outlines Next Steps to Improve Cost Structure. 10. Juli 2007, archiviert vom Original am 13. Juli 2007, abgerufen am 29. Dezember 2015 (Pressemitteilung).
  5. Intel, STMicroelectronics, and Francisco Partners Establish a new leader in Flash memories. 22. Mai 2007, archiviert vom Original am 6. März 2008, abgerufen am 22. Mai 2007 (Pressemitteilung).
  6. STMicroelectronics Completes Acquisition of Genesis Microchip. 25. Januar 2008, archiviert vom Original am 10. März 2008, abgerufen am 9. Juni 2010 (englisch, Pressemitteilung).
  7. Gescheiterte Kooperation: Ericsson und STMicro lösen Joint Venture auf. Handelsblatt. 18. März 2013. Abgerufen am 23. Januar 2014.
  8. heise online: Chiphersteller STMicroelectronics baut 1400 Jobs ab. In: heise online. Abgerufen am 28. Januar 2016 (de-de).

Koordinaten: 46° 9′ 53″ N, 6° 6′ 6″ O; CH1903: 496728 / 113470