Sebald (Nürnberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 5′ OKoordinaten: 49° 27′ 18″ N, 11° 4′ 46″ O
Höhe: 306 m ü. NHN
Fläche: 80 ha
Einwohner: 9275 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 11.594 Einwohner/km²
Postleitzahl: 90403
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 06 Altstadt, St. Sebald
Altstadt St. Sebald
Altstadt St. Sebald
Lage der Gemarkung 3450 Nürnberg-Sebald

Sebald, auch Sebalder Altstadt oder Altstadt, St. Sebald genannt, ist der nördliche Teil der Altstadt von Nürnberg und der Name Gemarkung 3450 und des statistischen Bezirks 06.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebald wird im Westen, Norden und Osten von der Nürnberger Stadtmauer und der Nürnberger Burg entlang dem Neutorgraben, dem Vestnertorgraben, dem Maxtorgraben und dem Laufertorgraben begrenzt. Im Süden bildet die Pegnitz die Grenze zu Lorenz. Der Trödelmarkt und Teile der Insel Schütt gehört zur Gemarkung 3450 Nürnberg-Sebald jedoch nicht zum Statistischen Bezirk 06 Altstadt, St. Sebald.[2]

Statistische Nachbarbezirke
Pirckheimerstraße
St. Johannis Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wöhrd
Himpfelshof Altstadt, St. Lorenz Marienvorstadt

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Viertel ist von vielen Büro- und Geschäftshäusern durchzogen. Es war durch die Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs sehr stark zerstört worden, so dass man in den ersten Nachkriegsjahren sogar von der Sebalder Steppe sprach. Während insbesondere große Teile östlich des Hauptmarktes in der einfachen Nachkriegsarchitektur der 1950er und 1960er Jahren entstanden, befinden sich im restlichen Viertel viele, teils rekonstruierte historische Gebäude und Straßenzüge.

Seit dem 14. Jahrhundert trieben die Menschen Stollen und Keller in die Nürnberger Felsen. Unter dem Stadtteil befinden sich daher zahlreiche ehemalige Felsenkeller, die im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker genutzt wurden. Der bekannteste dieser Bunker ist der Paniersbunker.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebald wurde benannt nach dem Heiligen Sebaldus von Nürnberg, der nördlich des Flusses Pegnitz vielleicht selbst eine Peterskapelle errichtet hat. Als Teil der Altstadt ist die Geschichte des Viertels ansonsten großteils identisch mit der Geschichte der Stadt Nürnberg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fassade des Pellerhauses von 1605 galt bis zu ihrer Zerstörung 1945 als eine der bedeutendsten profanen Renaissancefassaden. Der Pellerhof im Inneren wird durch die Altstadtfreunde Nürnberg wiederaufgebaut.

Über die Hälfte der unter Historische Meile Nürnberg zusammengefassten Sehenswürdigkeiten Nürnbergs befinden sich in der Sebalder Altstadt. Zu den bekanntesten zählen:

Auch der weltbekannte Nürnberger Christkindlesmarkt findet jährlich in der Adventszeit auf dem Hauptmarkt statt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henkersmuseum

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick zur Kaiserburg vom Paniersplatz aus

Außerdem verläuft durch Sebald der Fränkische Marienweg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebalduskirche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sebalder Altstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 244–245, S. 244 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).
  2. Stadtplandienst Nürnberg, abgerufen am 15. März 2012.
  3. Führungen im Paniersbunker